... Micheners „Hawaii“. Als man es mir empfohlen hat, war ich noch nicht ganz sicher, ob es mir gefallen würde, denn es beschäftigt sich, grob gesagt, mit Geschichte, für die ich mich nicht immer erwärmen kann. In diesem Fall handelt es sich um die Entstehung und Entwicklung von Hawaii, sozusagen ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von LaJungle über Hawaii / James Michener 04.04.2004
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
Sehr spannend, man lernt etwas über Hawaii, flüssig zu lesen
Kontra:
Teils veraltete Sprache und Wortwahl, sehr kleine Schrift
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Heute möchte ich über ein schon älteres Buch berichten, dass ich vor einiger Zeit mit Begeisterung gelesen habe. Die Rede ist von James A. Micheners „Hawaii“. Als man es mir empfohlen hat, war ich noch nicht ganz sicher, ob es mir gefallen würde, denn es beschäftigt sich, grob gesagt, mit Geschichte, für die ich mich nicht immer erwärmen kann. In diesem Fall handelt es sich um die Entstehung und Entwicklung von Hawaii, sozusagen der Chronik des 50. Bundesstaates der USA. Das Besondere an diesem Roman ist jedoch, dass es sich um kein Sachbuch oder eine trockene Dokumentation handelt, sondern um einen packenden, sechsgeteilten Roman, der die Chronik anhand der Geschichte fiktiver Personen wiedergibt.
INHALT
Wie schon erwähnt besteht der Roman aus sechs einzelnen, für sich abgeschlossenen Teilen, die gemeinsam die Chronik Hawaiis erzählen, einzeln ein spannendes Stück der Inselkette erzählen. Michener unterteilte „Hawaii“ in folgende Kapitel:
1. VON DER UNERGRÜNDLICHEN TIEFE Das erste Kapitel ist zugleich das kürzeste und das einzige, in dem es nicht um die Geschichte bestimmter Personen geht. Hier erzählt Michener über die Entstehung Hawaiis durch Vulkane. Er beschreibt dabei die Prozesse genaustens und detailliert, trotzdem jedoch auf eine interessante Weise, sodass man nicht das Gefühl hat, man liest ein Sachbuch über Vulkanismus, im Gegenteil, alles liest sich sehr gut und man bildet sich eher nebenher. Auch die Länge des Kapitels ist angemessen, denn so ist es schon zu Ende, bevor man denken kann, dass es vielleicht doch nicht so spannend ist.
2. VON DER SONNENLAGUNE Dieses gut 100 Seiten lange Kapitel schildert die Geschichte der Bewohner von Bora Bora, einer Nachbarinsel von Tahiti, die vor einem für sie aussichtslosen Krieg mit den Nachbarstämmen flüchten. Beruhend auf einer Legende, die von einer Insel weit weg erzählt, machen sie sich, angeführt von einem Mann namens Teroro, auf den Weg nach Hawaii, ungewiss, ob es diese Inseln wirklich gibt, oder nicht. Mit Wartet-auf-den-Westwind, ihrem Kanu, beladen mit Tieren und Nutzpflanzen, begeben sie sich auf die lange Fahrt und erreichen schließlich Hawaii ...
3. VON DER FARM DER BITTERKEIT Das längste, und meiner Meinung nach eines der spannendsten Kapitel, befasst sich mit der Missionierung Hawaiis durch die Amerikaner. Eine Gruppe von Missionaren und deren Frauen machen sich auf den Weg nach Hawaii, um den Menschen dort die Bibel zu verkünden und ihnen ihre Kultur aufzudrängen. Unter ihnen auch der einundzwanzigjährige Abner Hale und seine, ein jahr ältere Frau Jerusha. Die beiden beginnen auf Hawaii ein neues Leben, jedoch nicht, ohne ihre alten Bräuche beizubehalten. So ziehen sie sich jeden Herbst ihre wollenen Unterhosen an, obwohl es auf Hawaii gerade jetzt sehr heiß ist. Gelingt es ihnen schon nicht, allein mit dem Wort der Bibel zu überzeugen, so ist es ihnen bei ihrer Mission sehr von Nützen, dass sie den Hawaiianern lesen und schreiben beibringen können. Doch auch Probleme sind natürlich vorprogrammiert ...
4. VON DEM HUNGERNDEN DORF Nachdem sich die Nachkommen der Missionare bewusst geworden waren, dass sich mit Zuckeranbau richtig viel Geld machen ließ, bestimmten die Großgrundbesitzer weitgehend über das Schicksal der Inseln. Da die Hawaiianer es nicht gewohnt waren, auf einer Plantage zu arbeiten, werden billige chinesische Arbeitskräfte nach Hawaii geschickt. Michener erzählt hier die Geschichte einer Frau Namens Nyuk Tsin, die aus dem Stamm der Hakka stammt und mit einem Punti-Mann, einem Mann aus dem verfeindeten Stamm, nach Hawaii kommt. Nyuk Tsin hat es nicht leicht als eine Hakka unter Punti. Doch trotz Rückschlägen, wie dem Ausbruch von Lepra, gelingt es ihr, ihre Familie zu der wohlhabendsten chinesischen Familie Hawaiis zu machen ...
5. VON DER INLANDSEE Anhand der Geschichte von Kamejiro berichtet Michener nun über den Einfluss der Japaner auf Hawaii, die ebenfalls herkamen, um auf den Zuckerrohrfeldern zu arbeiten. Dieses Kapitel erzählt, wie sich die Japaner zu bedeutenden Anwälten und Politikern entwickelten und ihrerseits Einfluss auf Hawaii nahmen.
6. DIE GOLDENEN MÄNNER Das letzte Kapitel verknüpft die einzelnen Handlungsstränge zu einem großen. Hier erzählt Michener, was aus den einzelnen Personen geworden ist und welche Position sie und ihre Nachkommen eingenommen haben. Ein sehr interessantes Kapitel, da sich die Personen auch während der vorherigen Kapitel immer wieder begegnen und in gewisser Beziehung zu einander stehen.
Insgesamt ist das Buch also ein Netz aus einzelnen Geschichten und Personen, die gemeinsam eine große Geschichte ergeben, die nebenbei die Chronik Hawaiis erzählt. Da alles sehr umfassend und detailliert ist, helfen am Ende einige Stammbäume, noch durchzublicken.
MEINUNG
Nachdem ich mich in dieses dicke Buch, immerhin über 1000 Seiten, eingelesen hatte, wollte ich gar nicht mehr aufhören. Vor dem historischen Hintergrund, den man so ganz nebenbei lernt, sind die Geschichten der einzelnen Familien wirklich sehr spannend geschrieben und man möchte immer mehr erfahren. Teilweise merkt man dem Buch zwar an, dass es 1959 entstanden ist, da einige Formulierungen heute so nicht mehr benutzt würden und auch die Sprache etwas merkwürdig, halt älter, klingt, aber im Großen und Ganzen lässt es sich sehr gut und flüssig lesen.
Fasziniert hat mich, dass einige Personen oder deren Nachkommen, im Verlauf des Buches immer wieder eine Rolle gespielt haben, da sie erneut auftauchen und man erinnert sich dann zurück, wie alles angefangen hat. Im Grunde ist am Ende irgendwie jeder mit jedem verknüpft, sei es nun durch geschäftliche oder familiäre Bande. Ich fand es sehr schön, etwas über die Geschichte zu lerne, ohne mich dabei belehrt oder gelangweilt zu fühlen, denn man hatte nie den Eindruck, jetzt müsse man sich das aber unbedingt merken. Zwar werden bei wichtigen Ereignissen auch Daten erwähnt, aber eher nebenher, was das Ganze etwas auflockert und wodurch es eher beiläufig wird.
Historisch ist es erwiesen, dass sich die Entstehung und Besiedelung, ja die ganze spätere Entwicklung tatsächlich so abgespielt haben muss, Michener bringt sie uns lediglich durch fiktive Personen näher. Bis auf eine Person sind alle frei erfunden, jedoch hätte es genauso sein können, wie Michener es schildert. Ich finde es wirklich toll, wie jemand ein so umfassendes Werk schreibt, dabei fiktive Personen oder Ereignisse erfindet, die jedoch die wahre Geschichte, wie sie wirklich gewesen ist nur untermalen.
Zu bemängeln ist vielleicht, dass die Taschenbuchausgabe, die ursprüngliche kenne ich nicht, sehr klein gedruckt ist, vielleicht gerade mal Schriftgröße 8. Sowas ist auf Dauer natürlich anstrengend für die Augen, andererseits wäre das buch sonst wohl doppelt so dick. Die kleine Schrift hat mich trotzdem nicht davon abgehalten die mehr als 1.000 Seiten in weniger als zwei Wochen zu lesen, denn sobald ich etwas Zeit hatte, griff ich zum Buch. Zwar sind die einzelnen Kapitel in sich abgeschlossen, sodass man auch eine größere Pause hätte einlegen können, aber da die Personen später noch öfters eine Rolle spielen, fand ich es gut, dass noch alles frisch war, außerdem war es einfach zu spannend, um aufzuhören.
AUTOR
James A. Michener wurde 1907 in New York geboren, auch wenn dies nicht bewiesen ist, da er nach seinen eigenen Angaben ein Findling war und weder wusste wo, noch wann er geboren wurde. Durch „Tales of the South Pacific" wurde der Historiker berühmt und erhielt den Pulitzerpreis. Zeit seines Lebens schrieb er über 40 Bücher. 1997 starb Michener, da er seine Dialyseapparate abstellen ließ, die ihn am Leben hielten.
FAKTEN
Titel: Hawaii Autor: James A. Michener Erschienen: 1959 (1977 deutsche Ausgabe) Taschenbuchausgabe mit 1056 Seiten Goldmann Verlag ISBN: 3442068215 Preis: 9,95 Euro für die neuste Auflage bei amazon
FAZIT
Das Buch hat mich, obwohl ich mich nicht sonderlich für Geschichte interessiere, gepackt und nicht mehr losgelassen. Von der ersten Seite an bringt Michener einem die Chronik Hawaiis spannend und überhaupt nicht belehrend näher. Die Geschichten, die einzeln für sich, aber vor allem alle zusammen sehr spanend und ergreifend sind, tun ihr Übriges. Lediglich die teilweise veraltete Sprache und Wortwahl, sowie die sehr kleine Schrift wäre zu bemängeln, sodass ich insgesamt zu vier von fünf Sternen und einer Empfehlung komme.
Ich möchte noch erwähnen, dass der Inhalt im Vergleich zur Meinung recht lang wirken mag, allerdings habe ich mich so kurz wie möglich gefasst und alles nur angerissen, schließlich handelt es sich hier um ein sehr detailliertes Werk, dessen Inhalt man kaum in ein paar Worten wiedergeben kann.
Dieser Bericht entstand im Rahmen der Aktion „Bücherfrühling 2004“, einer Aktion von Espionne und BlankAttack. Mehr Infos in Espionnes Visitenkarte ...
Vorbemerkung:
Seit Kindheit ist Lesen eines der grössten Vergnügen von ozimmi. Klein-ozimmi las alles, was er ergattern konnte. und so las er im zarten Alter von 13 Jahren zum ersten Mal das Buch "Hawaii" von James A. Michener. ozimmi konnte das Buch sei ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Geschichte sehr interessant aufbereitet Kontra: Sehr umfangreiches Buch
"Vor Millionen und Abermillionen von Jahren, als sich die Kontinente schon gebildet hatten und die Erde in ihren wichtigsten Zügen schon geformt war, da gab es, wie auch jetzt schon, eine Erscheinung in dieser Welt, die alle anderen in den Schatten stellt ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
23.05.2002
Aus der Tiefe Bewertung für Hawaii / James Michenervon
RedLobster
Pro: Unvergleich realistische Darstellung der Romanfiguren Kontra: Als Taschenbuch etwas lapprig, dünne Seiten
Ein Buch über Hawaii muss mit der Entstehungsgeschichte der Inseln beginnen. Natürlich beginnt auch der Roman von James A. Michener damit. Ausführlich beschreibt er, wie, vor unbeschreiblich langer Zeit, im Laufe von Millionen von Jahren, Hawaii aus den ...
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Pro: spannend und extrem informativ Kontra: zu kurz (trotz der 1000 Seiten)
Liebe Leserinnen und Leser, diejenigen, die mal öfter bei meinem Account vorbeischauen wissen, dass ich ein begeisterter Fan des Autors James A. Michener bin. Für mich gibt es keinen Autor auf der Welt, welcher in so bildhafter Sprache und enorm große ...
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Ein neuer Roman von James A. Michener, welcher es in jedem seiner Bücher schafft, dem Leser ein Land oder einen Kontinent näher zu bringen. Ein historischer Unterhaltungsroman, welches ein Epos über die Hawaii- Inseln beschreibt.
Die Geschichte gespiegel ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
...Wieder umschreibt James A. Michener die Geschichte eines Landes: Colorados. Dies gelingt ihm gewohnt spannend und interessant, von der ersten bis zur letzten Seite dieses Werkes. Und natürlich bescheidet er sich auch hier nicht mit ein paar hundert Seiten. James A. Michener beginnt, wie schon bei "Hawaii" oder "Alaska" beim Urschleim der Geschichte Colorados und arbeitet sich langsam aber sicher vorwärts.
Vor geschichtlichem Hintergrund beschreibt er teils fiktive, teils reale Personen.
Wie immer, auch dieses Buch Micheners ist ein Hochgenuss und uneingeschränkt weiter zu empfehlen.
Wer hier Feuer gefangen hat, dem seien auch "Texas" oder "Mexico" wärmstens empfohlen....
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...verheiratet
verstorben: 16. Oktober 1997 in Austin, Als Waise wuchs Michener bei seiner Pflegemutter Mabel Michener in Doylestown, Pennsylvania auf, die in Doylestown, Pennsylvania, ein Heim für Findelkinder unterhielt; denn James A. Michener wurde als Sohn unbekannter Eltern geboren.
Erst arbeitete er als Lehrer und als Lektor.
Im Zweiten Weltkrieg, während seines Einsatzes im Südpazifik, entstand auf der vanuatuischen Insel Espiritu Santo sein erstes Buch "Tales of the Southpazifik" ( Die Südsee ), eine Sammlung von lose zusammenhängenden Kurzgeschichten. Dafür erhielt er 1947 den Pulitzerpreis.
In Deutschland wurde er mit seinem Roman "Sayonara" bekannt.
Werke von James A. Michener:
Alaska
Karibik
Hawaii
Klondike
Mexiko
Der Adler und der Rabe
Die Kinder von Torremolinos
Dresden, Pennsylvania
Die Quelle
Die Bucht...
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...Vorbemerkung:
James A. Michener ist mein Lieblingsautor; nachzulesen in meinem Erfahrungsbericht "meine Sehnsüchte, meine Leidenschaften..." über seinen Roman "Hawaii".
Und heute will ich berichten, wie man oder ich seine/meine Sehnsüchte und Leidenschaften bis ins fast Unerträgliche steigern kann: durch das Lesen dieses Buches:
"Karibik"
Der Autor:
James A. Michener
geboren: 3. Februar 1907 in New York City, NY
Texas
Er war mit einer Japanerin verheiratet
verstorben: 16. Oktober 1997 in Austin, Als Waise wuchs Michener bei seiner Pflegemutter Mabel Michener in Doylestown, Pennsylvania auf.
Erst arbeitete er als Lehrer und als Lektor.
Im Zweiten Weltkrieg, während seines Einsatzes im Südpazifik, entstand auf der vanuatuischen Insel Espiritu Santo sein erstes Buch "Tales of the Southpazifik" ( Die Südsee...
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