Erfahrungsbericht über

Heidelberger Spieleverlag Das Isses!

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Heidelberger Spieleverlag Das Isses!

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Linguistisch anspruchsvoll ....

5 6. Mai 2009

Pro:
leichte Regeln, lustig, kommunikativ für große Gruppen geeignet

Kontra:
4 ist eher etwas wenig

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Spaßfaktor

Design

Stabilität


RIESENFUSS

Über sich: Auf der Visitenkarte findet ihr meine Berichte thematisch und alphabetisch sortiert.

Mitglied seit:23.02.2000

Erfahrungsberichte:85

Vertrauende:14

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Moin Zusammen,
Dieses nette und sehr amüsante Kartenspiel habe ich 2008 als Schnäppchen für 2,5 € am Heidelberger-Stand in Essen gekauft. Es sprach mich von der Verpackung, die schon einen Eindruck der enthaltenen Karten vermittelt, spontan angesprochen. Vorab sei erwähnt, dass ich nicht enttäuscht wurde. Nun aber zunächst zu den „spiel- und materialtechnischen“ Details.

Produktdetails

Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Web: www.Heidelberger-Spieleverlag.de
Autor un Grafik: Krokospiel, Frank Stark
Spieler: (3) 4 und mehr
Alter: ab 10
Preis: ca. 9 €
Dauer: beliebig
Erschienen: 2000
Kategorie: kommunikatives Fun-Kartenspiel
Material

170 skurrile Bildkarten

Einschub(Quelle: wikipedia.de): Heutige Bedeutung
„Während Skurrilität früher nur für das Possenhafte und das Reißen von groben, plumpen Scherzen stand, wird es heute gleichgesetzt mit bizarrem, exzentrischem, verschrobenem, absonderlichem, kauzigem, eigenwilligem Verhalten, das als solches nur im Vergleich mit dem um es herum ablaufenden Normalen erkannt werden kann.
Weicht das skurrile Verhalten vom Normalverhalten zu weit ab – leidet also die betreffende Person und/oder ihre Umwelt unter diesem Verhalten, so ist – nach den Kriterien von Kurt Schneider – die Grenze zur Pathologie überschritten. Die Übergänge sind fließend.
Skurrilität per se ist nicht komisch oder lustig, da komisch oder lustig von verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich empfunden wird. Da Skurrilität aber für den Beobachter meist mit einem Überraschungseffekt verbunden ist (Erkennen eines Andersseins), kann dieser, analog zur überraschenden Pointe eines Witzes, erst Aufmerksamkeit und dann einen automatischen Lachreflex auslösen.“
''Eigene Anmerkung''': Da ich kenne das Wort skurril und hätte es auch grob umschreiben können, da mich aber interessierte, was Wikipedia dazu sagt, dachte ich mir warum soll ich euch das vorenthalten.

60 doppelseitig beschriftete Sprechblasenkarten
Spielanleitung (auf 5 gut Din A 6-Seiten ist das Spiel schon erklärt)
Eine Extra-Portion gute Laune (zunächst unsichtbar) (steht so in der Spielanleitung)

Spielvorbereitung


Nach dem sie gut gemischt wurden bekommt jeder Mitspieler verdeckt 7 Bildkarten (die Munition für die späteren Lachsalven). Die ebenfalls gemischten Sprechblasenkarten werden werden mit einer Blankokarte abgedeckt, damit man die Sprechblase der obersten Karte nicht sehen kann. Da man später beliebig aus dem Stapel ziehen darf kann man auf das Mischen auch verzichten. Es soll ja Spielerunden geben, wo bestimmte Mitspieler nicht gern mischen. Gell, Herr Borchardt ;-) Franks Kommentar bei Tichu oder Wizzard: „Muss ich schon wieder mischen?“ Nun ist die Vorbereitung abgeschlossen und es kann losgehen. Vorsichtshalber, bei schwacher Blase nochmal aufs Klo gehen, nicht das während des Spiels ein Malheur passiert.

Spielablauf

Erste Lesung

Der Startspieler jeder Runde ist Vorleser Schiedsrichter dieser Runde. Er zieht aus dem Sprechblasenstapel eine beliebige Karte. Nachdem er beide Seite durchgelesen hat entscheidet er sich für eine Seite. Die Entscheidungskriterien sind nicht festgelegt, also frei nach Schnauze. Seine Auswahl teilt er seinen Mitspielern dann laut und vernehmlich mit. Falls die Karte kursiv, also schräg gedruckte Textstellen enthält, darf der Vorleser sich eine Möglichkeit auswählen und einen passenden selbst ausgedachten Begriff einfügen. Ja, hier ist doch tatsächlich ein gewisses Maß an Kreativität gefordert. Namen dürfen mit den Namen der Mitspieler ergänzt werden. Zitat der Spielregel:“ Ein wenig Phantasie und Boshaftigkeit schadet hier meist nicht.)
Was passt am besten?

Nun sucht jeder Spieler die Bildkarte aus, die seiner Meinung nach am besten passt bzw. vom Startspieler als passend erachtet wird. Das Passen bezieht sich auf den Text am unteren Rand, nicht auf das Bild, welche nur just for fun sein soll. Diese Einschränkung sollte man bzw. der Startspieler flexibel halten, es ist ja schließlich ein Funspiel. Diese Karte wird verdeckt in die Mitte gelegt. Im Anschluss mischt der Startspieler alle Karten, damit er nicht mehr weiß, welche Karte von wem ist. Wer nicht mischen möchte kann in der Auswahlphase der Mitspieler ja kurz auf klo gehen oder eine rauchen oder andere „sinnlose Dinge“ erledigen, nur um sich vor dem Mischen der Karten zu drücken.
Die zweite Lesung

Nun wird es richtig kompliziert. Der Vorleser, ja richtig das war der Startspieler, dreht nun alle Bildkarten um und liest die Sprechblase in Ergänzung der der Bildkartentexte vor. Soweit ja noch einfach, aber nun der Hammer der Spielregel (diese Anmerkung bitte nicht zu ernst nehmen): Je nach linguistischen Fähigkeiten sollte der „Vorleser“ versuchen, die Einfügungen grammatikalisch richtig vorzunehmen, bzw. sinngemäß “der“ ,“die“ ,“ein“ ,“eine“ usw. zu ergänzen.) (Anmerkung: in der Regel fehlt hier bei linguistischen das “n“, am Ende. Ich halte das für einen grammatikalischen Fehler, lasse mich da aber gern belehren.) Ob man lesefaulen Mitspielern da gewähren sollte nur die beste/besten Lösungen vorzulesen sollte die Gruppe entscheiden.
Der Vorleser wird Schiedsrichter

Der Schiedsrichter, die Rolle hat ja gerade gewechselt, auch wenn es sich immer noch um den Startspieler handelt, hat nun die verantwortungsvolle Aufgabe die von ihm als beste Formulierung auszuwählen. Jetzt darf sich der Spieler, der die entsprechende Bildkarte ausgespielt hat lautstark zu erkennen geben. Dabei sollte das Spielumfeld beachtet werden. Nachts in einer Mietwohnung vielleicht nicht ganz so lautstark, wie es auf einem Spieletreffen ohne Nachbarschaft durchaus möglich ist, um Werbung für das Spiel, bzw. Mitspieler für die nächste Partie zu machen. Der Gewinner dieser Runde, richtig, der Schreihals von gerade, darf sich zum Lohn jetzt 3 der ausgespielten Bildkarten nehmen. Der Rest kommt auf den Ablagestapel.

Jetzt zitiere ich einen kompletten Punkt der Originalregel, weil er einfach klasse formuliert ist:

Sonderregel für Entscheidungsschwache ...

Leider liegt die „Schiedsrichterei'“ nicht jedem im Blut, und unentschlossene „Schiedrichter“können schon einmal Probleme bekommen, sich für eine „beste“ Formulierung zu entscheiden. In diesem Fall dürfen die DREI Siegpunkte ausnahmsweise unter ZWEI Spielern verteilt werden. Für die beste „allerbeste“ Formulierung gibt’s dann zwei Punkte (zwei Karten) und für die „zweitbeste“ Formulierung noch einen Punkte (eine Karte). - Eine Aufteilung in drei gleichgute „allerbeste“ Formulierungen ist nicht zulässig.

Ist der Verwaltungskram erledigt, füllt jeder Spieler seine „Bildkarten-Hand“ vom Stapel wieder auf 7 auf. (Eventuell „gewonnene“ Karten zählen hier natürlich nicht mit.)
Ende der Originalspielregel. Meiner Meinung nach müsste es „einen Punkt“ und nicht „einen Punkte“ heißen. War der Verfasser der Spielregel beim Verfassen eventuell grammatikalisch und/oder linguistisch nicht ganz auf der Höhe, oder bin ich im falschen Film?

Neue Runde


Die Regel sagt jetzt einfach der nächste Spieler wird Startspieler, so ist natürlich gewährleistet, dass jeder mal vorlesen und MISCHEN muss. Alternativ wäre mein Vorschlag, dass der Gewinner neuer Startspieler wird, er also in der nächsten Runde nicht gewinnen kann, dabei kann es natürlich passieren, dass jemand nie vorlesen kann/muss, aber so hat er/sie wenigstens die Chance dann zu punkten statt vorzulesen.

Spielende


Als Endeoptionen sind hier angegeben:
- jeder ist 3 Mal Startspieler
- feste Spieldauer z.B. 45 Minuten, wenn die Zeit abgelaufen ist wirddie Runde noch zu Ende gespielt
Bei Funspielen sehe ich es nicht so verbissen. Ich würde vorschlagen entweder bis alle 170 Karten durch sind (Hardcore), oder so lange wie man halt Lust hat.
Gewonnen hat natürlich der mit den meisten Lachern auf seiner Seite, auch wenn in der Spielregel steht, dass es der mit den meisten Bildkarten ist.
Fazit

Ich habe das Spiel bisher leider erst einmal in Essen zu 6. gespielt hat sich irgendwie noch nicht wieder ergeben, weil die Option der Regel es zu dritt zu spielen, mit Regeländerung halte ich für ein Krücke, die ich heute mal geflissentlich übergehe. In der Regel steht aber sowieso auch, dass es am besten mit 4 und mehr Spielern geht. Zu 6. funzte es auf jeden Fall super, wir hatten viel Spaß. Ich liefere gern ein Beispiel für eine Sprechblasenkarte: Kinder fanden .... tief im Sandkasten vergraben! Ein Beispiel für eine Bildkarte, wo man den Text lesen kann, ist unter den Bildern zu finden. Wer ein kleines, lustiges kommunikatives Spiel, dass auch für eine größere Runde geeignet ist sucht, investiert hier an der richtigen Stelle. Von mir eine klare Kaufempfehlung. Ich hoffe euch mit dieser Rezi ein wenig belustigt zu haben. Wenn es so ist seid ihr jetzt in der richtigen Stimmung für eine Partie Das isses! 
Bilder von Heidelberger Spieleverlag Das Isses!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
egal78

egal78

15.06.2009 12:27

Der Heidelberger Spieleverlag, bringt infach Klasse Spiele auf den Markt ... :o) Grüße Steffen

Magistix

Magistix

07.05.2009 08:40

Mir fällt auf, dass Du insgesamt für jedes Spiele viele gute Worte hast... Musst aufpassen, dass ich Dich nicht irgendwann unkritisch nenne ,)

Tommy1959

Tommy1959

06.05.2009 21:07

"Spielkind" wäre wohl die richtige Bezeichnung für Dich *rofl*! ;o) LG Thomas

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