Heilige Birma (Katzenrasse)

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Die heilige Birma, heiliger als viele ihrer Züchter

5  10.04.2012

Pro:
Anhäglich, pflegeleicht, häuslich, treu

Kontra:
Bei der Zucht wird in vielen Fällen nur auf Äußerlichkeiten geachtet

Empfehlenswert: Ja 

Marslight

Über sich:

Mitglied seit:11.08.2011

Erfahrungsberichte:45

Vertrauende:29

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Manchmal kommt es einem wirklich so vor, als sei dieses Kätzchen einer heiligen Rasse entsprungen.
Aber die Bezeichnung „heilig“ sorgt häufig für Unmut, hauptsächlich unter den Züchtern.
So werfen die einen den anderen vor, aus dieser Betitlung, Profit zu schlagen.
Dabei ist alles so harmlos, denn wie sich jeder Mensch denken kann, bezieht sich diese heilige Auszeichnung auf eine Legende. Zugegebenermaßen eine wunderschöne Legende.

So soll es in grauer Vorzeit einen Abt mit einem goldenen Bart in einem Tempel am Fuße des Lugh Gebirges gegeben haben. Sein Leben hatte er wie all seine Mönchs-Brüder, der Göttin Tsun Kyankze geweiht, die saphirblaue Augen hatte und als die Göttin der Seelenumwandlung verehrt wurde.
Der Abt besaß einen Kater der, wie viele Katzen, bernsteinfarbene Augen hatte.Er war weiß aber seine Ohren, Nase,Schwanz,Beine und Füße hatten die dunkle Farbe des Bodens als Zeichen des Unreinen, eben all dessen, was den Boden berührt.

Als der Abt verstarb und seine Brüder in Not gerieten, weil sie von Feinden attackiert wurden, geschah das Unglaubliche, der Kater sprang vor den Altar der Göttin und als diese ihn erblickte, wanderte die Seele des verstorbenen Abtes in den Kater.
Die Augen des Tieres verfärbten sich daraufhin so blau wie die Augen der Göttin, sein Fell wurde goldgelb und seine Pfötchen erstrahlten in reinem weiß, als Zeichen der Reinheit.

Der schöne Kater verstarb nach einiger Zeit und nahm die Seele des Abtes mit sich.
Als die Mönche dann zu der verehrten Göttin beteten, um ihre Hilfe bei der Wahl des neuen Abtes zu erbitten, erschienen plötzlich alle Katzen des Tempels und hatten die gleiche Gestalt angenommen wie ihr verstorbener Kamerad, blaue Augen, goldgelbes Fell und als Zeichen ihrer Reinheit auch weiße Pfoten .
Diese Katzen umkreisten den jüngsten Mönch,welcher dann der Nachfolger des verstorbenen Abtes wurde.
Immer wenn eine heilige Katze im Tempel stirbt, nimmt sie die Seele eines Mönches mit sich, die nun für alle Zeiten einen Platz an der Seite des Gottes alles Goldenen hat. An der Seite Song Hois.

So einer Katze darf kein Leid angetan werden, denn denen, die sich an ihr vergreifen und sie töten, wird es schlecht ergehen und sie können nur darauf hoffen, dass die Seele, die in der getöteten Fellnase lebte, ihnen verzeiht.

So ähnlich lautet die Legende, welche sich um dieses bezaubernde Kätzchen rankt und einige Neider auf den Plan ruft. Zumindest unter den Züchtern.

Obgleich ich eine Vorliebe für so wunderschöne, geheimnisvolle Legenden habe, war das nicht der Grund, warum zwei dieser heiligen Exemplare vor Jahren ihren Einzug bei uns hielten.

Diese Rasse und ihr liebevolles Wesen

Mir hatte es das Wesen dieser Rasse angetan. Die Birma kann mit unglaublicher, fast hündischer Liebe ihren Menschen zugetan sein und schließt auch häufig Freundschaften mit anderen Tieren, auch wesentlich kleineren. Ich kann dies bestätigen, denn in unserem Hause lebten damals noch Meerschweinchen und ein Kaninchen.

Nie wurden diese bejagt oder geärgert.

Allerdings rate ich immer zur Vorsicht, denn Ausnahmen bestätigen die Regel. So sind eben auch Birmchen nur Katzen und wie die meisten ihrer Spezies, große Individualisten. Sich blind darauf zu verlassen, dass da nichts passiert, könnte für unangenehme Überraschungen sorgen.

Ansonsten bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich bei diesen Miezen um besonders einfühlsame und liebevolle Exemplare handelt.

Was mir Sorgen bereitet

Sorgen bereiten mir die Züchter dieser Rasse. Ich rate dazu bei einem Tierzüchter lieber zwei mal hinzuschauen .
Bei der Birma ist dies besonders ratsam, denn wie man sich denken kann, ist die Zucht auf Grund der komplizierten Zeichnung nicht gerade einfach. Aber wer züchtet schon ausschließlich aus Tierliebe?
Wenn ein Züchter es schafft, in einem Wurf, wenigstens ein oder gar zwei optimal gezeichnete Tiere zu haben, dann wird er versuchen die Konstellation der Elterntiere beizubehalten. Hierbei wird häufig nicht auf Gesundheit und Wesen der Tiere geachtet. Dieses muss nicht immer mutwillig geschehen, sondern es wird sich da vielfach etwas vorgemacht und man redet sich die Dinge schön.

So sollte man, wenn man so ein Kätzchen in sein Heim holen möchte, auf jeden Fall darauf bestehen, sich die Elterntiere anzuschauen.

Freilebende Hauskatzen haben ein feines Gespür dafür, mit wem sie ihre Nachkommen zeugen.
Oft schon konnte ich beobachten, wie mehrere Kater gleichzeitig um eine Dame buhlten. Sie schlichen hinter der Angebeteten her und zwar unermüdlich. Manchmal magern sie dabei regelrecht ab. Untereinander vergeuden sie in dieser Zeit aber kaum Kraft für Revierkämpfe, denn sie wissen, dass nicht unbedingt der Gewinner eines Kampfes das Herz der Holden erlangt. Eine weibliche Katze wird auf vielerlei achten und sicher ist ihr der Instinkt behilflich. Sie muss von keinem starken Kater beschützt werden. Sie wird also gelassene und schlaue Tiere bevorzugen. Auf jeden

Bilder von Heilige Birma (Katzenrasse)
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Heilige Birma (Katzenrasse) Heilige Birma (Katzenrasse)
Heilige Birma (Katzenrasse) Die Geschwister
Fall aber wird sie es sein, die den Vater ihrer Jungen erwählt.

In dieses Geschehen greift ein Züchter allerdings massiv ein. Das ist sozusagen eine Art Genmanipulation, nur mit ungewisserem Ausgang. Vielen Züchtern, wenn nicht sogar den meisten, geht es bei der Zuführung eines Deckkaters in erster Linie um das äußere Erscheinungsbild der Jungtiere. Wir können uns also denken was bei dieser Einstellung alles auf der Strecke bleibt.

Ich hätte seinerzeit schon stutzig werden müssen, als ich feststellte, dass der Kater, welcher lange im Hause der Züchterin lebte und der Papa unserer auserwählten Stubentiger war, seine Heimat verlassen musste und einfach weggegeben wurde. Natürlich fragte ich nach und erhielt die Antwort, dass er unsauber geworden sei. Spätestens da hätten meine Alarmglocken klingen müssen, denn Unsauberkeit hat bei Katzen oft seelische Ursachen, aber auch körperliche. Irgendetwas war faul, denn man gibt aus solchen Gründen kein Tier weg, was schon lange das Leben mit einem teilte.
Einfügen möchte ich hier noch die Art der Unterbringung vieler Deckkater wenn sie mit den weiblichen Tieren gehalten werden. Der Kater, der ja eigentlich sehr Revier betont ist, fristet in den meisten Fällen ein einsames Leben, in irgendeinem Zimmer des Hauses, denn er soll ja nicht unkontrolliert die Damen beglücken. So war das auch bei unserer Züchterin. Nur wenn seine Manneskraft benötigt wurde, durfte er zu den Weibchen.

Ein Züchter, welchen ich auf einer Ausstellung kennenlernte, hielt seinen Kater im Keller.

Als unsere ausgewählte Züchterin immer wieder betonte, dass dieser Wurf nun aber wirklich gesund sei, hätte ich auch noch Gelegenheit gehabt zu reagieren.
Aber zu diesem Zeitpunk hatte ich mich schon hoffnungslos in einen kleinen Kater verliebt, wie hätte ich da einen Rückzieher machen können?

So kam es wie es kommen musste. Er und zwei Monate später noch seine kleine Schwester hielten bei uns Einzug und bereicherten von da an unser Leben.

Ich hielt Kontakt zu der Züchterin und wunderte mich oft über Äußerungen von ihr. So gab sie mir beispielsweise den Rat, dem Tierarzt zu sagen, dass er die Tiere bei der Kastration nicht zu stark betäuben dürfe, da Birma Katzen das nicht so gut vertragen könnten. Ich erinnere mich noch daran, wie erstaunt der Arzt war, denn das hatte er noch nie gehört.

Ein wenig später kam dann die Katastrophe, Katerchen wurde sehr krank und es sah schlecht um ihn aus . Er hätte es fast nicht überlebt. Niemand konnte richtig feststellen, was ihm fehlte. Er bekam alle denkbaren Medikamente. Blieb aber über viele Wochen hinweg schwer krank, mit wiederkehrenden Fieberschüben und entzündeten Augen. Der Tierarzt tippte auf „FIP“,eine absolut tödlich verlaufende Katzenkrankheit.
Dann erholte er sich überraschender Weise doch wieder, also hatte er kein „FIP“ und ich war glücklich, aber er erlitt von da an immer wieder Rückschläge. Er wurde apathisch, wir brachten ihn zum Tierarzt und das Spiel begann von Neuem.

Bis wir eines Tages an einen Tierarzt kamen, der meine Bitte erhörte und sich zu einer Ultraschalluntersuchung überreden ließ. Da die Nierenwerte schlecht waren, dachte ich, dass man dabei mal etwas sehen könnte.Das Röntgen hatte keine Erkenntnisse gebracht und ich dachte der Ultraschall könne sich besser eignen. So war es dann leider auch. Wir stellten fest, dass beide Tiere viel zu kleine Nieren haben und durch die Infektion im Welpenalter kommt dies bei unserem Kater besonders zum tragen, denn er leidet nun an Niereninsuffizienz.
Ich konnte mir gut vorstellen, wer diese Mini-Nieren vererbt hatte und bin überzeugt davon, dass der Züchterin das auch bekannt war. Das war sicher der Grund, warum ihr schöner Deckkater weichen musste und ein Rivale seine einstige Heimat bezog.

Nun werden unsere Tiere 12 Jahre alt und wir haben alles gut im Griff. Es ist immer eine Kochsalzlösung im Hause und wenn wir merken, dass sich bei Katerchen etwas anbahnt, dann bekommt er diese unter die Haut gespritzt. Wir hängen die Flasche an die Gardinenstange und er kommt auf seinen Fensterplatz, ihm macht das nichts aus, denn er vertraut uns bedingungslos. Eine Weile später geht es ihm wieder gut. Wir ersparen auf diese Weise den Geschwistern sehr viel Stress, denn immer wenn wir mit dem Kater vom Tierarzt kamen, was allein schon schlimm für ihn war, dann wurde er von seiner Schwester angefaucht, denn sie konnte seinen fremden Geruch nicht ertragen.

Mit dem richtigen Fütterungsverhalten (Nierendiät wird leider verabscheut), welches nicht ganz unkompliziert ist, geht es den Tieren bestens und sie benehmen sich manchmal wie Jungtiere.

Unsere Züchterin ist nicht mehr auffindbar, sie züchtet inzwischen auch eine andere Rasse. Ich denke, es hatte seinen Grund, dass sie mir ihre neue Anschrift nicht mitgeteilt hat, denn ich bin davon überzeugt, dass sie genau wusste was uns mit den Katzen erwarten könnte.

Durch sie habe ich viel von den Querelen unter den Züchten mitbekommen. Die Tiere scheinen nicht für die Liebhaber dieser Rasse gezüchtet zu werden, sondern ausschließlich für die Züchter untereinander. Für viel Geld schachern sie sich die schönsten Tiere zu und versuchen damit Preise zu gewinnen. Die weniger gelungenen Tiere kann dann ein Liebhaber kaufen (auch noch für ein stattliches Sümmchen). So haben wir damals 950.- DM pro Tier gezahlt.
Im Tierheim bekommt man Katzen ohne Ende und ich würde mir nur noch dort einen Hausgenossen holen. Übrigens sitzen auch dort die heiligen Birmas und warten. Schade, dass die Legende nicht wahr ist, denn dann würden wenigstens diese Tiere mit mehr Respekt behandelt

Auf den Ausstellungen sieht man die Züchter mit ihren kleinen Käfigen in denen diese wunderschönen Tiere hocken. Haben sie einen Preis gewonnen, weil sie so besonders schön gelungen sind, dann beobachtet man, wie ihre Besitzer stolzen Hauptes das Tier hoch in der Luft schwenkend herumtendeln, alles von viel Lärm begleitet ....... ist das nicht dekadent?

Es gibt natürlich auch seriöse Züchter und die dürfen sich hier ausnehmen, aber auch diesen rate ich sich nicht alles schön zu reden. Das Züchten von Tieren ist und bleibt eine heikle Angelegenheit.

Das Wesen der Birma noch einmal genauer beleuchtet

Die heilige Birma ist jedenfalls ein liebevolles Wesen, was dazu führt, dass man sie nicht uneingeschränkt in der Freiheit laufen lassen kann. Sie ist sehr auffällig und man kann sie nicht übersehen. Dazu kommt noch ihre mangelnde Wehrhaftigkeit was ihr leicht zum Verhängnis werden kann.

Sie ist sehr anhänglich und man sollte Zeit für sie einplanen. Allein ist sie ebenfalls nicht gern.
Ihre Fellpflege ist völlig unkompliziert, denn sie hat zwar halblanges Fell (semi), aber besitzt kaum Unterwolle. Lediglich die Haarballen, die sie von Zeit zu Zeit heraus würgt machen ihr manchmal zu schaffen, weshalb man sie während des Fellwechsels schon häufiger Bürsten sollte.
Sie hat ein ruhiges Temperament, dreht aber regelmäßig mal auf. Sie ist äußerst vorsichtig und bewegt sich auf voll gestellten Regalen mit graziler Anmut ohne etwas zu zerstören.

Sie ist verschmust und kann stundenlange Sreicheleinheiten vertragen. Nie habe ich erlebt, dass unsere Miezen versucht hätten zu kratzen oder zu beißen. Außer ihrer neckischen Liebesbisse (ganz zart) wenn sie einem um das Bein streichen, oder ein kleiner Kratzer den man sich holt, wenn man beim Spielen die Hand zu schnell wegzieht, ist da nichts zu befürchten. Sie sind langmütig und nicht nachtragend.

Wir haben sehr kleine Exemplare, der Kater wiegt 3,5 Kilo und sein Schwesterchen noch weniger.
Ich habe mir sagen lassen, das die Birma häufiger etwas klein gerät.

Obgleich ich mich gegen den Freilauf ausgesprochen habe, möchte ich noch darauf hinweisen, dass jedes Lebewesen, ob Kanarienvogel, Meerschweinchen oder was auch immer, Licht ,Luft und Sonne benötigt und so sollte auch die Birma einen gesicherten Balkon, ein vernetztes Fenster oder ein Stückchen Garten haben, auch wenn sie sehr häuslich ist, bedeutet dies nicht, dass sie nicht auch gern mal ein wenig Freiheit genießt und nachschauen möchte, was draußen so alles los ist.
Die „Heilige Birma“ und ihr Äußeres

Wer etwas über das Äußere dieser Rasse wissen will, kann die Legende lesen. Ich möchte hier nicht weiter auf jede Einzelheit eingehen, denn es gibt wirklich schon genug Beschreibungen. Man kann das überall nachlesen. Die heilige Birma ist eine Maskenkatze, die es in sehr vielen Farben gibt. Die ursprünglichen Farben waren Seal-Point und Blue-Point.
Die Zeichnung ist recht kompliziert und für mich eigentlich irrelevant, denn ich lebe viele Jahre mit so einem Tier zusammen und da sind das Wesen und die Gesundheit das Wichtigste.

Wie sollte diese Rasse gehalten werden

Es wird häufig die Frage aufgeworfen ob man diese Rasse allein oder mindestens zu zweit halten sollte. Bei uns leben zwei dieser Exemplare und keinen von den Beiden möchte ich missen. Sie ergänzen sich wunderbar und vertragen sich gut. Als unser Kater so furchtbar erkrankt war, hat sein Schwesterchen, die genauso alt war wie er, sich rührend um ihn gekümmert.Sie hielt ihn immer eng umschlungen und hat ihn liebevoll geputzt, denn er war dazu nicht mehr in der Lage. Nur um mal etwas fressen zu müssen und ihr Geschäft zu verrichten hat sie ihn verlassen, um anschließen wieder an seine Seite zu eilen.

Das mag nun sehr positiv klingen (ist es ja auch), aber hier möchte ich doch gleich mal einiges zu bedenken geben. Katzen sind soziale Wesen, die sich auch in der freien Natur oft mit Artgenossen anfreunden. Der Knackpunkt ist der, dass sie sich nicht einfach mit jeder anderen Katze anfreunden.
Diese Tiere jagen allein und sind keine Rudeltiere. Sie brauchen keine Artgenossen um zu überleben, sondern nur um ihre Art zu erhalten. Selbstständigkeit ist ihre Stärke.

Das hat dazu geführt, das ihr Individualismus ausgeprägter ist als bei andere Tieren.
So kommt es häufig vor, dass sie gegen manchen Artgenossen eine Abneigung hegen. Dies geschieht auch bei Tieren, die recht gesellig sind, so wie die heilige Birma. Sie pflegen Freundschaften und Feindschaften genau wie wir Menschen.

Ich warne also vor der Propaganda, welche ständig für das Zusammenhalten mehrerer Katzen gemacht wird. Von Hause aus haben die Tiere ein Revier denken. Bei Katern ist dies oft noch stärker ausgeprägt als bei weiblichen Tieren. Und selbstverständlich ist die heilige Birma hiervon nicht ausgenommen. Ihre ruhige, sanfte Art, lassen es bei ihr eher zu, sie mit einem oder mehreren Kameraden zu halten. Die Anpassungsfähigkeit der Katze als solches, sorgt dafür, dass sie, von sich aus, bei einer Überpopulation, ihr Revier auf ein Minimum verkleinert, aber der Anspruch bleibt dennoch erhalten.

So wird man beobachten können, dass es Plätze im Hause gibt, welche immer nur von einem Tier aufgesucht werden und von dem anderen Mitbewohner gemieden werden.

Es kann bei mehreren Katzen zu bösen Überraschungen kommen.Ich habe schon mehr als einmal bei Freunden und Bekannten mitbekommen, dass Tiere die sich jahrelang gut vertragen haben plötzlich zu erbitterten Feinden wurde. Für die Katzen selbst und für ihre Besitzer war das eine Tragödie.

Es ist also absoluter Unsinn zukünftige Katzenhalter zu einem Mehrkatzenhaushalt zu überreden.

Ich habe auch erlebt, dass es Tiere gab die nur noch vegetierten, da sie von einem dominanten Tier
unterdrückt wurden. Dieses war dabei auch nicht glücklich. Es war unausgeglichen und aggressiv.
Es handelte sich um einen Kater der erst als die drei Mädels, die mit ihm zusammen wohnten, das Zeitliche gesegnet hatten, zu einem liebevollen sanften Kater mutierte. Er lebte dann noch einige Jahre sehr zufrieden.

Leider kenne ich eine Menge derartiger Geschichten und eine ist so traurig wie die andere.

Heilige Birmas sind und bleiben Katzen und man sollte sich von den Züchtern nicht einreden lassen, dass sie sich in jedem Fall für die Rudelhaltung eignen. Züchter werden Tiere, welche sich bei ihnen nicht mit den anderen Katzen arrangieren entfernen. So wird ein potentieller Käufer immer ein nettes harmonisches Rudel erblicken. Sogar kuschelnde Tiere kommen da vor.

Von den Katzenartigen lebt, soweit mir bekannt nur der Löwe in kleinen Rudeln. Das gilt aber auch nur für die Weibchen. Fremde Männchen können gefährlich werden.

Unser Birma Kater war jedenfalls sehr geschockt, als zwei Monate nach seinem Einzug bei uns, auch noch sein Schwesterchen kam und ich musste die Tiere erst einmal trennen. Viel später wären meine Chancen die Beiden wieder aneinander zu gewöhnen sehr schlecht und noch nervenaufreibender gewesen.

Das wollen Züchter sicher nicht gern hören, denn die Kasse klingelt besser wenn die Käufer sich nicht nur für ein Tier entscheiden. Davon profitieren auch Tierärzte, Futtermittel- und Tierzubehörhersteller und nicht zuletzt auch die Pharmaindustrie.

Man hat also einen gute Grund, die Schwierigkeiten, welche bei einer Zweitkatze auftreten können zu verschweigen.

Unser Kater stand damals so unter Stress, dass er möglicherweise nur krank wurde, weil er einen Artgenossen dazu bekam.

Wenn man nun noch die Mehrkosten bedenkt, die für ein weiteres Tier anfallen, dann wird man sicher etwas vorsichtiger sein. Dabei sind Futtermittel und Einstreu noch das wenigste.

Hat man Tiere erwischt die krank sind, dann kann man schon ein Vermögen los werden und ich möchte nicht wissen wie viele Tiere in unseren Wohnzimmern vergammeln, nur weil ihre Besitzer sich den Gang zum Tierarzt nicht leisten können oder wollen.

Also bitte immer gut überlegen und sich nicht von Züchtern oder diversen Büchern etwas einreden lassen. Die Zeiten da ein Tierarzt preiswerter als der normale Hausarzt war, sind schon lange vorbei.

Unser heilige Freundin, um die sich dieser Bericht rankt, gehört zu einer sehr verträglichen Sorte, aber alles, was ich hier zu bedenken gegeben habe, dass hat auch für sie Gültigkeit.
Abschließend sei gesagt

Wer sich so eine liebevolle „Heilige Birma“ in sein Heim holen möchte, sollte sich die Vorgehensweise gut durch den Kopf gehen lassen und nichts überstürzen.

Es muss vielleicht auch nicht unbedingt ein Welpe sein, sondern auch mal in Tierheimen schauen.
Manche Züchter vermitteln auch ältere Tiere, welche eine neue Menschenfamilie benötigen.
Manchmal gibt es familiäre Gründe, warum Katzen abgegeben werden müssen und ein verantwortungsbewusster Züchter wir dann behilflich sein.
Achtung! Auch Züchter versuchen häufig Tiere abzugeben, die sich aus Altersgründen, oder auch aus gesundheitlicher Sicht, nicht mehr zur Zucht eignen. Hier allerdings wieder gut aufpassen. Für so ein Tier bitte kein Vermögen zahlen. Man sollte versuchen bei Tieren, die nicht mehr gesund sind, den Züchter zu einer Beteiligung an anfallenden Kosten zu überreden. Denn so leicht sollten es sich diese nicht machen.

Als ich mich für ein „ausgemustertes“ Tier interessierte, sagte mir eine Züchterin, ihre Tiffy hätte sich nun endlich ein Plätzchen auf dem Sofa verdient. Dies hatte mich sehr geschockt, denn das zarte Wesen vor mir hatte seiner Besitzerin viele kleine Kätzchen geboren, deren Erzeuger sie sich mit Sicherheit nicht selbst erwählt hatte. Sie war sozusagen zu einer kleinen Gebärmaschine degradiert worden. Ihre Besitzerin hat daran gut verdient. Nun, da das Kätzchen alt geworden war, konnte man sie nicht mehr gebrauchen. Sie war nur noch ein unnötiger Fresser. Nun wollte man noch schnell ein paar Mark aus ihr heraus holen.

Mir ist klar, dass auch Züchter hier lesen und ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen und habe aus diesem Grunde auch schon Milde walten lassen. Alles Beschriebene basiert auf Tatsachen und nicht etwa Erzählungen aus zweiter Hand! Mal abgesehen von der Legende.

Ich hoffe, dem unbedarften Käufer eine Hilfe zu sein, um ihm und seinem zukünftigen Tier Unannehmlichkeiten zu ersparen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ClaudiaR23

ClaudiaR23

22.05.2013 14:09

mein gott sind die süss :) BH

Bavaria123

Bavaria123

21.05.2013 09:44

bh

hasen4

hasen4

04.04.2013 06:14

BH ist daaaa, lg

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