Titel: Heillose Medizin - Fragwürdige Therapien und wie sich sich davor schützen können
Autor: Jörg Blech
Verlag: S. Fischer
240 Seiten
Preis 16,90 €
Zum Inhalt:
Jörg Blech stellt in seinem Buch die These auf, dass in Deutschland zahlreiche unnötige und zum Teil sogar schädliche medizinische ... Bericht lesen
Orthopädie oder Krebsvorsorge: Mythen sind in der Medizin weit verbreitet. Arzneimittel, Diagnosen und Therapien sind oft keine medizinischen Notwendigkeiten, son...
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Pro: Gerechtfertigte Kritik am Gesundheitswesen Kontra: Die vorgeschlagene Lösung ist problematisch
Titel: Heillose Medizin - Fragwürdige Therapien und wie sich sich davor schützen können
Autor: Jörg Blech
Verlag: S. Fischer
240 Seiten
Preis 16,90 €
Zum Inhalt:
Jörg Blech stellt in seinem Buch die These auf, dass in Deutschland zahlreiche unnöti ...
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heißt das für Jörg Blech: Je schlechter Menschen informiert sind, desto häufiger werden sie medizinischen Prozeduren ausgesetzt, die ihnen keinen Nutzen bringen. Ob in der Orthopädie, der Frauenheilkunde oder in der Krebsvorsorge. Jörg Blech, Medizin- und Wissenschaftsredakteur für den Stern, die Zeit und den SPIEGEL, legt in seinem Buch den Finger in eine Wunde unseres Gesundheitssystems und prangert teure, wirkungslose und fragwürdige Behandlungsmethoden an. Als Ursachen dieser systematischen Übertherapie diagnostiziert Blech pure Gewinnsucht und ein fehlgeleitetes Berufsethos der Ärzte, das nicht mehr das Nötige im Blick hat, sondern das Mögliche. Eine solche Handlungsweise klingt verurteilenswert. Aber kann ein Arzt eine Therapie oder Operation einfach mit dem Hinweis auf Statistiken oder Einzelfälle verweigern? Die Patienten verlangen, verständlicherweise, dass alles für sie getan wird. Und wer kann schon hundertprozentig vorhersagen, dass eine Behandlung wirkungslos bleibt? Dass Blech solchen Fragen ausweicht, offenbart den Schwachpunkt dieses Buches: seine Einseitigkeit. Was Blech sagt, ist nicht falsch. Es ist aber nur ein Standpunkt in einer komplexen Diskussion, die in diesem Buch leider gar nicht erst stattfindet. Wissen ist die beste Medizin, so Blechs Rezept: Alle Patienten müssen so gut informiert sein wie Ärzte., fordert er deshalb. Das ist jedoch illusorisch, überfordert den Patienten und stellt die Qualifikation des Arztes in Frage. Alle Patienten sollten vielmehr so gut informiert sein, dass sie ihrem Arzt die richtigen Fragen stellen und Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Heillose Medizin ist sicher kein Allheilmittel gegen die Malaise unseres Gesundheitswesens, aber eine gute Basis für eine kritische Auseinandersetzung mit ihm und eine Informationsquelle für mündige Patienten.--Dagmar Rosenberger
heißt das für Jörg Blech: Je schlechter Menschen informiert sind, desto häufiger werden sie medizinischen Prozeduren ausgesetzt, die ihnen keinen Nutzen bringen. Ob in der Orthopädie, der Frauenheilkunde oder in der Krebsvorsorge. Jörg Blech, Medizin- und Wissenschaftsredakteur für den Stern, die Zeit und den SPIEGEL, legt in seinem Buch den Finger in eine Wunde unseres Gesundheitssystems und prangert teure, wirkungslose und fragwürdige Behandlungsmethoden an. Als Ursachen dieser systematischen Übertherapie diagnostiziert Blech pure Gewinnsucht und ein fehlgeleitetes Berufsethos der Ärzte, das nicht mehr das Nötige im Blick hat, sondern das Mögliche. Eine solche Handlungsweise klingt verurteilenswert. Aber kann ein Arzt eine Therapie oder Operation einfach mit dem Hinweis auf Statistiken oder Einzelfälle verweigern? Die Patienten verlangen, verständlicherweise, dass alles für sie getan wird. Und wer kann schon hundertprozentig vorhersagen, dass eine Behandlung wirkungslos bleibt? Dass Blech solchen Fragen ausweicht, offenbart den Schwachpunkt dieses Buches: seine Einseitigkeit. Was Blech sagt, ist nicht falsch. Es ist aber nur ein Standpunkt in einer komplexen Diskussion, die in diesem Buch leider gar nicht erst stattfindet. Wissen ist die beste Medizin, so Blechs Rezept: Alle Patienten müssen so gut informiert sein wie Ärzte., fordert er deshalb. Das ist jedoch illusorisch, überfordert den Patienten und stellt die Qualifikation des Arztes in Frage. Alle Patienten sollten vielmehr so gut informiert sein, dass sie ihrem Arzt die richtigen Fragen stellen und Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Heillose Medizin ist sicher kein Allheilmittel gegen die Malaise unseres Gesundheitswesens, aber eine gute Basis für eine kritische Auseinandersetzung mit ihm und eine Informationsquelle für mündige Patienten.--Dagmar Rosenberger