Jetzt ist wieder mal die Zeit, in der wir uns im warmen Wohnzimmer so richtig wohl fühlen. Die Gartenarbeiten sind so weit abgeschlossen und wir warten nur noch auf den Schnee, auf die klirrende Kälte und auch auf das Christkind ;-)
So richtig wohlig warm und kuschelig ist es dann vor dem Kachelofen. Die Frage ist dann, welchen Brennstoff verwende ich? Mir stehen eigentlich zum Verbrennen nur Holz und Kohle zur Verfügung. Da tauchen aber dann auch Probleme auf:
- Holz als Energieträger ist zwar vorteilhaft, umweltschonend und wirkt dem Treibhauseffekt
entgegen, bereitet aber, wenn man die Stämme noch schneiden und hacken muss, sehr viel
Arbeit und Schwielen an den Händen. Wenn ich mir das Holz aber ofenfertig liefern lasse,
dann entstehen mir noch erhebliche Mehrkosten.- Kohle, hier Braunkohlebriketts, ist zwar praktisch in der Form und lässt sich zum
Verbrennen einfach portionieren, belastet aber als fossiler Energieträger die Umwelt. Sie ist
aber auch keine saubere Angelegenheit und erhöht die Putztätigkeit meiner herzallerliebsten
Luzi.
Tja, nach dem Motto “wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her”, musste ich im November letzten Jahres mal wieder meine Einkäufe tätigen und begab mich zum Discounter Netto.
Schon vor dem Eingang zum Verkaufsbereich neben der Kasse waren zwei Paletten aufgestellt. Eine mit Braunkohlebriketts zum 10kg-Packungspreis von 2,59 Euro und die andere mit Holzbriketts zum 10kg-Preis von 1,99 Euro pro Packung.
Wie magisch angezogen und auch etwas neugierig geworden, blieb ich vor den Holzbriketts stehen und schaute mir so eine Packung mal genauer an. 15 Holzbriketts mit den Maßen 15 x 6 x 8 cm in einen durchsichtigen Kunststoffsack (40 x 18 x 15 cm) verpackt. Darin befand sich ein kleiner Beipackzettel, der mir nähere Infos über die Holzbriketts lieferte:- Ohne Zusätze
- Ohne Bindemittel
- Unter hohem Druck aus Sägespänen hergestellt
- Optimal hoher Heizwert (ca. 19 Mj/kg)
- Asche verwendbar als Gartendünger oder zum Kompost geben
- Lang anhaltende Brenndauer
- Minimale Asche (ca. 0,5% pro kg)
- Praktische Pressform
- Raumsparende Lagerung
- Vollkommen CO2 neutral
- Feuchtigkeitsgehalt ca. 8%
- Brennen leicht an
Das hörte sich doch ganz gut an und veranlasste mich, drei Packungen von diesen Holzbriketts zu kaufen.Zu Hause angelangt testete ich die Briketts sofort. Da noch Glut im Ofen war, warf ich mal drei davon ein und wartete auf das Ergebnis und ob die Angaben auf den Beipackzettel der Wahrheit entsprachen. Sie brannten rasch an und nach guten eineinhalb Stunden waren diese drei verheizt und ich warf noch mal drei ein. Die Raumtemperatur hatte sich in der Zwischenzeit um 1,5° C auf 22° C erhöht.
Am nächsten Tag wollte ich es genauer wissen und kontrollierte die Angaben auf dem Beipackzettel genau.Zuerst reinigte ich die Brennkammer des Ofens und entleerte den Aschekasten. Die Holzbriketts (zuerst einer, dann noch mal zwei) brannten rasch an, nachdem ich Holzspäne unterzündet hatte. Bis zum Abend, ca. 21.00 Uhr hatte ich 1,5 Packungen verheizt und wir hatten es mollig war im Wohnzimmer. Das entsprach einem Tagesenergiepreis von rund 3,-- Euro. Das ist im Vergleich zum Ölofen, der in der Küche steht, eine Kostenersparnis von ungefähr 1,50 Euro pro Tag.
An nächsten Morgen wollte ich den Aschekasten leeren und fand darin fast keine Asche vor. Lediglich ein kleines Häufchen war davon vorhanden.
Die Größe der Briketts ist optimal und haben ein errechnetes Gewicht von etwa 660 Gramm. Gut finde ich auch, dass sie ohne Bindemittel gepresst wurden. Das bedeutet, dass sie beim Verbrennen keine schädlichen Gase freisetzen.
Die Angaben des Beipackzettels stimmten soweit. Weiter habe ich über andere Quellen Folgendes heraus gefunden:Eine Tonne Holzbriketts nach DIN 51731 hat den gleichen Heizwert wie ca. 250 Liter Heizöl, 700 kg Braunkohle oder 560 m³ Erdgas und entspricht etwa fünf Ster abgelagertem Hartholz. Holz ist Zukunftsenergie!
Die vom Deutschen Bundestag eingesetzte „Enquete-Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre“ hat in einem Vergleich der Energieträger zur CO²-Belastung der Atmosphäre den Brennstoff Holz mit der Emissionskennzahl „Null“ bewertet und wirkt deshalb dem Treibhauseffekt entgegen.
Die lange überfällige Anerkennung für Holz als umweltneutrale Energie liegt in dem Unterschied zwischen fossilen Energieträgern (Kohle, Öl, Gas) und erneuerbaren und biogenen Energien (z.B. Holz, Wind, Wasser, Sonne, Geothermie, usw.). Nur die verstärkte Nutzung dieser Quellen führt zur Bereitstellung von Energie im ökologischen Gleichgewicht. Diese wissenschaftlich belegten Tatsachen hat auch das Bundesumweltministerium bestätigt und die energetische Nutzung als umweltgerecht erklärt. Richtig verbrannt belasten Holzbriketts die Umwelt nicht mehr, als wenn man das Holz im Wald vermodern ließe.
Holz zählt als nachwachsender Rohstoff zu den erneuerbaren Energiequellen und stellt damit eine ideale Alternative zu den fossilen Energieträgern dar.
Von all den Vorzügen der Hozbriketts überzeugt, kaufe ich sie jetzt regelmässig. Pro Woche braucht man etwa 10 Packungen, das entspricht rund 20,-- EuroNun, als die diesjährige Heizsaison begann, fand ich sie auch wieder im Netto-Markt zum selben Preis wie im letzten Winter und begann zu rechnen: Eine Tonne Holzbriketts kostet im Supermarkt 199,-- Euro und reicht etwa 10 Wochen. Ich brauche also für die kalte Jahreszeit mindestens 2,5 Tonnen. Das macht in etwa 500,-- Euro. Und weil mich meine herzallerliebste Luzi gern als bayerischen Schwaben bezeichnet, kam ich auf die Idee, die Heizkosten weiter zu senken und begab mich auf die Seite von EBAY. Unter Eingabe des Suchbegriffs „Holzbriketts“ fand ich auch gleich die richtige Angebotsliste und ersteigerte gestern Abend eine Tonne Holzbriketts für ca. 170,-- Euro inklusive Versandkosten.
Fazit: Ich bin begeistert von diesem Preis-Leistungsverhältnis, weil kein anderer Energieträger (gewachsenes Holz, Kohle, Öl, Gas) diese positiven Eigenschaften besitzt.
Die Brenndauer hält lange an und die geringen Verbrennungsrückstände sind zu 100% biologisch abbaubar. Lediglich der Sack aus Kunststofffolie, in dem sich die 15 Holzbriketts befinden muss ordentlich entsorgt werden oder man findet eine andere Verwendung dafür. Weiter finde ich es positiv, dass keine Umweltbelastung entsteht und die Pakete raumsparend gelagert werden können. Man erhält die Holzbriketts auch noch in 1 und 2kg-Größen.Wenn Ihr Euch für diese neue Art von Energieträger interessiert, dann schaut in Eueren Baumarkt, evtl. auch Supermarkt nach.. Noch einfacher und kostengünstiger findet Ihr die Holzbriketts bei EBAY. Gebt einfach „Holzbriketts“ ein und Ihr seid auf der richtigen Angebotsliste. Diese Funktion klappt auch hier über Ciao auf die selbe Weise.
Vielen Dank fürs LesenEuer bayerischer Schwob
Sepp
09.02.2007 18:33
Heize selber auch mit Holzbriketts und bin begeistert. Fragt doch mal bei den örtlichen Genossenschaften nach. Dort kann man qualitativ bessere Briketts (höher verdichtet, ergeben mehr Hitze) oft Palettenweise kaufen.
25.03.2004 00:54
Jetzt, wo der Winter ja fast vorbei ist, bist Du immer noch damit zufrieden? Und wieviel von den Briketts tust Du vor dem Schlafen in den Ofen? LG Angelika
08.03.2004 21:27
Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen ich noch den Ofen heizen musste um es warm zu haben *g Muss aber sagen, ein sehr guter bericht.