Helixpiercing 2. Versuch

4  10.01.2009

Pro:
schönes Piercing, dezent

Kontra:
dauert lange beim abheilen, kann schnell zu Infektionen kommen, durckschmerz

Empfehlenswert: Ja 

blackluna88

Über sich:

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Erfahrungsberichte:7

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Ihr da draußen :)

ich wollte euch heute ein bisschen über das Helix Piercing berichten :)

ich bin seit ca. einem 3/4 Jahr Besitzer dieses Knorpelpiercings.


Also das Helixpiercing liegt am äußeren Rand vom Ohr, und wird durch elastischen Knorpel gestochen.

Es kann schon wehtun, da Knorpel ja sehr viel dicker ist als Gewebe.
Auch die Heilung kann lange in Anspruch nehmen, da Knorpel nicht durchblutet wird und somit nicht besonders schnell abheilt.
Wird das Piercing mit einer Braunüle gestochen, kann man nach dem Stechen damit rechnen ein schmerzendes Drücken zu verspüren.

Es gibt aber auch die Methode sich solch ein Piercing "punshen" zu lassen.
dabei wird ein kleiner Teil des Knorpels mit entfernt, womit der Druckschmerz entfällt und die Heilung auch etwas zügiger verläuft.

jetzt zu meiner Erfahrung :)

Ich habe mir das Helix ein zweites mal stechen lassen.
das erste mal ging gar nicht gut, es wollte einfach nicht verheilen, es tat bei jeder noch so kleinen Berührung weh und hat bei Schmuckwechsel geblutet.. dazu muss man sagen, dass ich damals wenig Erfahrung hatte und mir auch einen normalen Ohrring eingesetzt habe als ich dachte es wäre verheilt.
nur sind Knorpelpiercings da immer ein wenig tückisch ;)
oft denkt man es ist abgeheilt und eine Woche später tut es wieder weh... von daher ;) nicht zu früh freuen.

Nachdem ich es mir also damals mit 15 rausgenommen habe, dachte ich mir.... dass ich und das Helix eine zweite Chance verdient haben.
immerhin ist es ein schönes Piercing, auch wenn nicht mehr so selten, aber welches Piercing ist das schon?
Meine Devise ist immer: Hauptsache es gefällt, auch wenn es die halbe Welt hat :)

Ich habe mich wieder an das Piercingstudio meines Vertrauens gewandt.
es ist immer wichtig, dass man sich vorher infortmiert zu welchem Piercer man geht.
Ob es nun durch Freunde und Bekannte ist die schon ein Piercing tragen oder vielleicht gibt es ja auch eine Internetseite mit Berichten oder Zeitungsartikeln.
Hauptsache man weiß dass man dort in guten Händen ist.

Was ich auch vielen ans Herz legen würde:
Sollte man sich für ein Piercing entschieden haben, man sollte nie ganz unwissend zum Piercer gehen.
Wenn man absolut KEINE Ahnung hat , sollte man eben solche Foren wie ciao.de nutzem um Erfahrungsberichte zu lessen aber auch überall Infos sammeln wo es nur geht.
Je mehr man schon über Komplikationen und Heilungsdauer usw. gelesen hat, desto eher weiß man auch worauf mich sich dann einlässt.

Nachdem man dann bei seinem Piercer (wenn man auch 18 ist, sonst Ausweis der Eltern und Unterschrift) seinen Wunsch geäußert hat, füllt man in der Regel aus, dass man mit der Körperverletzung von Seiten des Piercers einverstanden ist und man kann dort auch eventuelle Allergien angeben.

Wenn man dann in den Arbeitsbereich des Piercers tritt, sollte es SAUBER sein, d.h. sauber aussehen, sauber riechen ;)
Der Piercer sollte die Stelle an der das Piercing gesetzt werden soll schön desinfizieren und dann markieren.
man kann sich das ganze dann nochmal anschauen und wenn man zufrieden ist, dann kann es losgehen.

Handschuhe sind auf jedenfall Pflicht! Am besten ist es sogar noch wenn sich der Piercer vorher die Hände desinfiziert!
Dann wird in der Regel betäubt.
Viele Piercer benutzen ein Eisspray, weil sie es oft nicht besser wissen, es gibt aber auch ein richtiges Betäubungsspray.
es ist auch KALT, aber es ist ein Betäubungsmittel und ein Eisspray wirkt sehr kurzfristig.
Viele Piercer legen noch eine Klemme an um damit den Stichkanal sauber und gerade zu stechen.
Oft drückt dann die Klemme mehr als alles andere.
Dann geht alles ruck zuck...viele Piercer unterhalten sich dann meist zur Ablenkung und stechen dann die Braunüle durch.
Bei vielen soll es wohl KNACKEN ;)
ich habe bei mir noch nie etwas gehört...
es drückt ein bisschen ja... aber ist auch bei jedem unterschiedlich.
Zu den Schmerzen werde ich mich also nicht weiter äußern.

Bei mir wurde dann ein Ring (Ball-closure-ring) aus Titan eingesetzt.
Mein Piercer ist davon überzeugt und benutzt fast ausschließlich diese zum Ersteinsatz.
Bei einem Ring kann man sehr gut reinigen, da man sehr gut an die Einstichstelle kommt, er bietet genügend Platz zum verheilen, auch wenn Knorpel eher seltener anschwillt. :)

Dann bekommt man bei einigen Piercern direkt das Pflegemittel dazu.
Ich habe früher immer Octenisept benutzt, mittlerweile nehme ich Prontolind.
;) wo genau der Unterschied ist weil ich leider auch nicht... ich glaube Octenisept wird noch stärker austrocknend, aber ich kann dazu nicht viel sagen, tut mir leid :)
da kann man seinen Piercer oder Apotheker ja einfach drauf ansprechen :)
Ich habe mit beiden gute Erfahrung gemacht :)

Zuviel Pflege sollte man auch unterlassen, Bakterien die auf der Haut sind, können durch übermäßige Benutzung immun werden! und so würde es bei einer Infektion schwieriger werden, diese zu behandeln.

Ich hatte diesmal wieder das Pech, dass ich eine Entzündung hatte...
Bei mir trat nach einem halben jahr eine Eiterblase auf... die ich mir :) von meinem Dad ;) mit einer sauberen Nadel aufstechen lies.
danach wurde es weiter mit Prontolind gereinigt und behandelt und danach war alles in Ordnung :)
Bei schlimmen Fällen kann man auch mal Braunovidol (diese dicke, rote Creme) auftragen, wirkt auch Entzündungshemmend, aber auch nicht zu oft, da sich dort auch die Bakterien stauen können.

Bei mir hat es also fast 9 Monate gedauert, bis es richtig abgeheilt war.
aber gebt nicht auf, pflegt es ordentlich, lass es aber zwischenzeitig auch mal zur Ruhe kommen.

Saunegänge, Schwimmen, Sport, sollte man am Anfang lassen :)
und man ;) muss sich auch nicht unbedingt am Ohr lecken lassen *GG* ;D
alles fremde Bakterien die eure Wunde reizen könnte :)

Solltet ihr euch unsicher sein, bei einer Infektion oder Besonderheiten, dann besser nochmal den Piercer aufsuchen.
die haben Ahnung von ihrem Handwerk und helfen euch dann.
Ein Arzt rät oft nur dazu das Piercing rauszunehmen und dann war alles für die Katz :)


was ich persönlich schade finde ist...dass ich wenig schmuckauswahl habe, bei der standartgröße von 1.6mm...außer RInge und Co, aber mit ein bisschen Kreativität kann man sich auch schöne Dinge zusammenstellen.

Hoffe ich konnte ein wenig helfen :)

viel Spaß bei dem Piercing :)

Liebe Grüße
Blackluna88

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ThomasPohlert

ThomasPohlert

11.01.2009 02:54

Wenn Du wüßtst, wie eklig ich Piercings finde..??

Magistix

Magistix

10.01.2009 23:16

Kein Foto davon? Schade.

Kleinnightwish

Kleinnightwish

10.01.2009 21:12

Ich kann Piercings nicht ausstehen trotzdem sh berichtet ;) lg angi

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