"Die Hemmer Methode"

3  05.05.2006

Pro:
Lernen am Fall, teilweise sehr kompetente Repetioren

Kontra:
Große Gruppen, Schlechte Organisation,

Empfehlenswert: Ja 

Nici1976

Über sich:

Mitglied seit:05.05.2006

Erfahrungsberichte:16

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich habe im letzten Jahr den Hauptkurs bei Hemmer besucht und gehofft, dass ich danach gut auf das Examen vorbereitet bin. Doch weit gefehlt. Wirklich gut vorbereitet fühle ich mich jetzt nicht.
Bei Hemmer ist es so, dass der Hauptkurs (in Köln) von verschiedenen Repetitoren unterrichtet wird. Deswegen werde ich auch hiernach im folgenden Beitrag differenzieren, damit sich die Leser ein besseres Bild machen können.

Zivilrecht (Hauptgebiete)

Zu Zivilrecht muss ich sage, dass der Kurs sehr gut geleitet wird. Der dafür zuständige Repetitor macht einen sehr kompetenten Eindruck und schafft es einem auch schwierige Probleme nahe zu bringen. Er motiviert zum mitmachen und mitdenken. Zusätzlich zum Kursmaterial erstellt der Repetitor noch eigene Skripten (kurz zur Übersicht), welche sehr gut gestaltet sind. Er verbreitet immer eine gute Laune und ist voller Energie. Müsste ich mich nochmals entscheiden, so würde ich jeder Zeit wieder hier hin gehen (Aber wie gesagt, dass betrifft nur Zivilrecht)

Strafrecht / Zivilrecht (Nebengebiete)

Strafrecht und Zivilrecht Nebengebiete wird in Köln von einer Frau R. gehalten. Das Problem bei ihr ist, dass sie sich ausschließlich nur mit dem ersten Tisch des Repetitoriums zu unterhalten scheint und trotz Mikrofon leider sehr schwer zu verstehen ist. Auch wenn es draußen recht kalt ist, verlangt diese, dass die Klimaanlage läuft, welche leider ziemlich laut ist (also nicht unter diese hinsetzen). Auch erzählt sie diverse Geschichten und Ansichten aus ihrem Leben, die für mich nicht ins Repetitorium gehören, weil sich nichts mit Jura zu tun haben. Sicherlich muss man ihr zugestehen, dass sich wohl Ahnung von dem hat was sie redet. Leider nimmt sie jedoch keine Rücksicht darauf, dass an der Kölner Uni das Strafrecht nicht gut vermittelt wurde, obwohl ihr dieses bekannt ist. Daher fällt es oft sehr schwer ihr zu folgen, gerade im AT-Teil. An der Uni haben wir diesen nicht gelernt und ich kann nicht sagen, dass ich nach Hemmer mehr weiß. Diesen habe ich mir erst mit den Hemmer Unterlagen und anderen Büchern, Skripten und unserer Lerngruppe angeeignet. Für die jenigen, die Strafrecht jedoch können ist dieser Kurs trotz allem sicherlich empfehlenswert.

Ö-Recht

Dazu bleibt mir nur zu sagen, dass ich nach 6 Monaten nicht mehr hingegangen bin. Den Repetitor kann man sich auf Dauer nicht mehr anhören. Oft ist dieser auch nicht selber anwesend, sondern schickt Vertretungskräfte, welche jedoch in der Regel noch schlechter sind. (Außer eine Ausnahme, die war besser als der eigentliche Repetitor, leider ist er uns nicht erhalten geblieben). Das wäre jedoch alles halb so schlimm, wenn wenigstens die Unterlagen im Ö-Recht gut gewesen wären. Leider sind diese auch sehr schlecht und offensichtlich seit Jahren nicht mehr überarbeitet worden. Neben sehr vielen Rechtsschreibfehlern und Art.-Bezeichnungen statt § und andersrum, sowie die Angabe falscher §§ und Gesetze ist zu bemerken, dass die in den Fußnoten angegebenen Literaturangaben teilweise völlig veraltet sind. Beim Durcharbeiten von Kommunal- und Polizeirecht habe ich festgestellt, dass dort immer noch vom Stadtdirektor die Rede ist. Die Position des Stadtdirektor ist jedoch schon mehrere Jahre abgeschafft, was einem auch als Repetitor hätte auffallen müssen. Auch die Formatierung der Lösungen lassen mitweilen zu Wünschen übrig. Als Fazit kann ich zu Ö-Recht nur sagen, dass dies sehr schlechte und damit weggeworfene Geld war.

Klausurenkurs

Von der Grundidee ist der Klausurenkurs nicht schlecht. Auch ist zu erwähnen, dass die Klausuren besprochen werden und man nicht einfach mit einer Lösung abgespeist wird. Allerdings ist zu beachten, dass die Klausuren oft viel zu schwer sind und in 5 Stunden oft nicht zu lösen. Oftmals sind die Klausuren mehr Zeitverschwendung als alles andere.

Fazit:

Müsste ich mich noch mal entscheiden weiß ich nicht, ob ich wieder zu Hemmer gehen würde. Schlecht ist der Raum und die Überfüllung dort. Besonders gut ist der zivilrechtliche Teil. Welcher mir sehr geholfen hat. Wenn ich mir jedoch die Alternativen zu Hemmer angucke, weiß ich nicht, ob diese besser sind.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Frannie

Frannie

10.05.2006 15:05

Ein schöner Bericht für den Anfang! Aber es wäre gut, wenn du noch einige Fakten in den Bericht einbauen würdest: wie groß sind die Kurse? Wie oft finden sie statt? Was kostet der Spaß? Ach ja, und noch etwas: wenn du jemanden eine Antwort auf einen Kommentar schreiben möchtest, dann soltest du das nicht hier tun, sondern im Gästebuch der betreffenden Person. Denn hier wird derjenige es kaum lesen. Gruß, Frannie

Nici1976

Nici1976

09.05.2006 12:14

Sicher ist es so, dass ich einiges bei Hemmer schlecht finde (insbesondere Ö-Recht) und ich denke, dass das auch mal gesagt werden muss. Schließlich kriegen die eine Menge Geld dafür, aber wenn man sich auch mal bei anderen Repetiorien umhört, wo z.B die Kurszeiten ohne Absprache geändert werden oder der examensrelevante Stoff nicht vermittelt wird, weil die Gruppe nicht durchgekommen ist, ja bei einem Rep die Kurszeit einfach verkürzt wurde, weil derjenige mit seiner Arbeit als RA sonst nicht klar kam, muss man schon sagen, dass solche Sachen bei Hemmer nicht vorkommen. Auch fällt dort in der Regel keine Stunde aus, sondern es wird vertreten und wenn der Kurs tatsächlich nicht mit dem Stoff durchkommt, werden zusätzliche Termine angesetzt. Aus dem Grunde halte ich den Repetitor trotz seiner Schwächen für empfehlenswert.

koch.sabine

koch.sabine

05.05.2006 14:39

du findest das ganze empfehlenswert, aber gleichzeitig auch viele recht schlecht? daspasst nicht ganz zusammen... ansonsten find ich deinen artikel jedoch sehr informativ! weiter so! lg sabine ps: würde mich über gegenlesung freuen! :-)

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