Hercules DJ Control MP3

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Hercules DJ Control MP3

Doppeldeck DJ Mix Controller: 2 Decks, um 2 Musikdateien zu laden - so als ob man 2 Turntables hat Portabler DJ Mix Controller (235 x 200 x 65 mm): e...

> Detaillierte Produktbeschreibung

80% positiv

3 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Hercules DJ Control MP3"

veröffentlicht 24.10.2007 | VyloX
Mitglied seit : 04.05.2006
Erfahrungsberichte : 8
Vertrauende : 0
Über sich :
Sehr gut
Pro Sehr gut verarbeitet. Super im Handling. Sehr leicht. Preiswert.
Kontra Sehr kleine Konstruktionsfehler.
sehr hilfreich
Verarbeitung
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"Einstieg in die Digitale Profiklasse!"

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INTENTION:
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Als DJ geht man heute Kompromisse ein um möglichst viele Aufträge zu erhalten und dabei auch noch genug zu verdienen.
Man schleppt aus zeitlichen Gründen und um mobiler zu sein nicht mehr 10 CD-Koffer oder 2 LP-Koffer mit in jeden Club oder zu jeder Party. Dafür nutzt man heute den Laptop. Die ganzen CDs passen normalerweise auf die Platte und eine entsprechende Software ist auch nicht mehr so teuer.

Leider ist bei dem üblichen "Gefummel" mit der Maus, oder dem Touchpad jegliche intuitive Bedienung für den A...., weil man meistens zwei Sachen quasi gleichzeitig machen muss (z.B. Pitch regeln und benden zugleich).

Entweder man kauft sich jetzt die Club-Standard Lösungen, wie Traktor-Scratch, Rane-Serato, Final-Scratch, jeweils mit Controller oder Timecode-Lösung, oder man kauft sich einen ultra-überteuerten Controller von Denon.
...oder man kauft sich einen einfachen Controller mit einer brauchbaren Software. Schließlich haben Plattenspieler ja auch nicht wirklich viele Funktionen.

Bei mir war es so, dass ich mir VirtualDJ von Atomix bereits vor längerem gekauft hatte. Das Signal gebe ich über eine Terratec Aureon 5.1 USB auf zwei Kanälen, jeweils in Stereo, raus.

Bei dieser Lösung ist sowohl der Preis interessant, als auch der Funktionumfang und die Zuverlässigkeit.

Nur wie gesagt, beim Arbeiten mit dem PC ist das gleichzeitige anklicken mehrerer Funktionen, die quer über den Bildschirm verteilt sind, einfach nicht möglich. Um Alles nacheinander zu machen hat man keine Zeit. Zumindest, wenn man wirklich, wie im Club, beatsynchron, d.h. mit fortlaufendem Beat und Anpassung der Geschwindigkeit arbeiten will.

Es war also an der Zeit mir einen DJ-Controller zu kaufen.


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AUSWAHL UND KAUF:
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Folgende Geräte standen für mich zur Wahl:

Hercules DJ-Control MKII
Hercules DJ-Control MP3
Behringer BCD 2000
Behringer BCD 3000
Numark Total Control
Vestax VCI-100
M-Audio X-Ponent
und der
EKS XP10 (Sirus)

Nach mehrfachem ungläubigen Blick in meine Geldbörse schloss ich schon mal alle Controller mit eingebautem Sound-Interface und alle High-End-Produkte aus. Übrig blieben also nur der Hercules DJC MP3 und Numark Total Control.
In einem großen Fachgeschäft in Köln hatte ich die Möglichkeit mal mit beiden etwas rumzuprobieren. Der Hercules schnitt dabei ähnlich ab, wie der Numark. Das Fingergefühl sprach für sich! Der Preis von knapp 100,-€ dann eher für den Hercules. Offensichtliche Verarbeitungsmängel waren nicht erkennbar, also fiel die Entscheidung tatsächlich auf den wesentlich günstigeren Hercules.


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VERPACKUNG UND INSTALLATION:
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Verpackt ist das ganze in einem Plastiktray, der in einem Karton eingepackt ist. In dem tray befindet sich dann noch ein USB-Kabel, ein Tragegurt (!), BDA und CD. Ein Netzteil wird nicht benötigt.

Installation:
Zunächst mal einfach und normal. Bis auf irgendeine Fehlermeldung, die aber nicht wirklich verständlich war und eher was mit meiner Notebook-Konfiguration zu tun hatte.
Dann der Schock: während der installation wird man nicht gefragt, ob man nur den Treiber oder auch die Minimalversion von VirtualDJ installieren möchte, es wird einfach installiert. Dadurch wurde dann meine Pro-Version von VirtualDJ "zerschossen".
Der Versuch auf der Atomix-Seite dann nach der Registrierung dieser Minimalversion ein Update zu installieren war dann ebenfalls ein Schuss in den Ofen. Damit kann man dann keine andere Soundkarte nutzen. Hmpf?!

Die Lösung für alle, die eine Pro-Version von VirtualDJ besitzen (nicht im Lieferumfang des Hercules-Controllers) ist eine Deinstallation von VirtualDJ und dem Hercules Treiber, sowie eine Neuinstallation in dieser Reihenfolge:
1. Einstellungen von VirtualDJ sichern (Tastatur-Shortcuts, Skins)
2. VirtualDJ deinstallieren
3. Hercules-Treiber deinstallieren
4. Neustart
5. Hercules-CD vollständig installieren (dabei trat die Fehlermeldung auch nicht mehr auf)
6. VirtualDJ Pro-Version installieren
7. Gesicherte Einstellungen in die entsprechenden Verzeichnisse kopieren.
8. VDJ starten, Controller konfigurieren und ab geht's!

Aber das gilt nur für Nutzer, die mit der Miniversion von VirtualDJ nicht arbeiten wollen. Für alle anderen:
Die Miniversion tut es auch.


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AUFBAU UND KONZEPT:
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Das Gerät ist in zwei spiegelsymmetrische Hälften unterteilt, die dem linken und rechten Player auf dem Notebook entsprechen.
Folgende Bedienelemente teilen sich beide Player: Crossfader, Joystick

Ich beschreibe zunächst mal nur den linken Player, da der andere halt einfach spiegelverkehrt ist, sonst aber identisch.

Sofort fallen die beiden schön groß und trotzdem leichtgängig geratenen Wheels auf. Diese sitzen unten mittig, nebeneinander über dem Crossfader. Dazwischen sind die zwei Autobeat-Tasten, die für Leihen ein unverzischtbares Tool darstellen, mit dem man auch ohne richtiger DJ zu sein zwei Musikstücke automatisch synchronisieren kann.
Aussen, neben dem Wheel befinden sich Play/Pause- und Cue-Knopf. Darüber befinden sich die Track-Knöpfe, die zum scrollen innerhalb des Tracks gebraucht werden.
In der oberen Hälfte der Aussenseite sind drei Drehpotis für den Equalizer (Bass, Mitte und Höhe), ein Endlospoti für die Pitch-Einstellung, eine Auswahltaste für den Vorhörkanal, die Pitch-Bend zum manuellen synchronisieren, ein Kanalfader, drei Spezialtasten, deren Funktion durch drei LEDs angezeigt wird und über einen Pfeilförmigen Knopf umgeschaltet wird, eine Wahltase und ein Mastertempo-Knopf mit Status-LED. Genau zwischen diesen Knöpfen befindet sich der Joystick.

Auf der Rückseite befindet sich der USB-Anschluss. An den forderen Ecken sind Laschen für den mitgelieferten Tragegurt angebracht und auf der Oberseite sind vier kleine Kerben für die optionale Abdeckung.


Zum Konzept:

Das Gerät lässt sich verschieden konfigurieren. Die Wheels lassen sich auf Cue-Search und Pitch-Bend oder auf Scratchen umschalten. Die Kanalfader und die Pitchpotis lassen sich untereinander vertauschen. Und der Joystick lässt sich von der normalen Cursor-Funktion auf scratchen umschalten.

Ich habe auf dem Wheel Search und Bend, auf dem Fader die Lautstärke, auf dem Pitch-Poti den Pitch und auf dem Joystick den Cursor liegen. Quasi die Anfangseinstellung.

Damit nutzt man die Elemente wie folgt:

Dateisuche:
Mit dem Joystick kann man durch horizontale Bewegung zwischen dem Verzeichnisbaum, dem Verzeichnisinhalt und der Playlist springen.
Innerhalb des Verzeichnisbaumes wandert man mit vertikalen Bewegungen des Joysticks und öffnet mit der rechten Auswahltaste einen Zweig und mit linken schließt man diesen wieder.
Innerhalb des Verzeichnisinhaltes und der Playlist wandert man genauso und die beiden Auswahltasten laden jeweils zugehörig auf den rechten oder linken Player.

Transportfunktionen:
Mit dem Wheel sucht man sich den Einsatzpunkt innerhalb des Tracks, wenn erforderlich und drück dann Cue um dort einen Cuepunkt zu setzen. Alternativ kann man auch mehrere Cue-Punkte über die drei Spezialtasten setzen, wenn deren Funktion auf Cue gestellt ist.
Mit Play/Pause ... na das kann sich jeder denken.
Über die Cue-Taste springt man an den ersten Cuepunkt zurück, oder überprüft die Cue-Position, genau wie bei den meisten DJ-CD-Playern.
Die Tracktasten habe ich oben schon beschreiben.

Pitchfunktionen:
Mit dem Pitchpoti lässt sich Rastenweise die Geschwindigkeit sehr angenehm einstellen.
Die Pitch Bend-Tasten dienen der kurzeitigen Geschwindigkeitsveränderung, ähnlich dem Anschubsen oder Abbremsen am Plattenspieler.
Das geht auch über das Wheel, während ein Track läuft. Diese Weise des Bends bevorzuge ich als alter 90er-DJ natürlich.

Mixer-Funktionen:
Über den Equalizer kann man wie üblich denn Klang einstellen. Zum Killen eignet er sich nicht wirklich, weil die Potis keine Mittelraste haben und dazu meistens nicht schnell genug reagieren.
Der Kanalfader ist dagegen schon eher für Cuts und Kills geeignet, da er zumindest bei mir schnell genug reagiert und eine Mittelraste überflüssig ist.
Der Crossfader ist ebenso, wie die Kanal-Fader, sehr gut gelungen.

Die Spezialtasten:
Diese können als Loop-, Cue- und Effekt-Tasten eingestellt werden.
Als Effekt-Tasten kann man die drei voreingestellten Effekte von VDJ aktivieren und deaktivieren.
Als Cue-Tasten kann man, wie ober beschrieben, drei Cuepunkte setzen.
Als Loop-Tasten lassen sich Loop-Punkte setzen und die Loop aktivieren und deaktivieren.

Auto-Funktionen:
Die Mastertempo-Taste dient der Anpassung in der Geschwindigkeit ohne echtes DJ-Talent. Das heißt: solange die BPM richtig gezählt werden, stellt diese Taste den Pitch automatisch korrekt ein.
Die Auto-Beat-Taste sorgt dann noch dafür, dass beide Tracks auch wirklich synchron und nicht nur parallel laufen. Das heißt: Solange das Programm den Takt richtig erkennt, setzt diese Taste die Bassdrums zeitlich übereinander.
Beide Funktionen werden in ihrer Zuverlässigkeit vom Programm beeinflusst und von mir als sehr unsportlich betrachtet. Deswegen gehe ich sonst nicht weiter darauf ein. Wer diese Funktionen wirklich braucht, sollte sich das mit dem Auflegen nochmal überlegen! Wenn man sie nicht braucht, macht es viel mehr Spaß.


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VERARBEITUNG:
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Alle Knöpfe, Potis, Fader, LEDs und die Wheels sitzen fest und gerade. Spaltmaße sind absolut OK. Die Konsole ist sehr Leicht, aber trotzdem äußerst robust. Die LED-Anzeige für den Schaltzustand der Spezialknöpfe allerdings sind irgendwie komisch: zwei direkt nebeneinander liegende LEDs sind beide Rot, wenn sie an sind. Sehr sinnig! Wenn alle aus sind, sind die
einen dieser Roten LEDs allerdings klar und die anderen matt. Lässt darauf schließen, dass verbaut wurde, was man gerde hatte.


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HANDLING:
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Das viel mir Positiv auf:

Der Pitchpoti ist zwar nicht stufenlos, sonder rastend, aber er ist sehr angenehm zu bedienen, da er fein abgestimmt ist, sich aber dennoch schnelle Änderungen ermöglicht. Ganz großes Lob!!!
Die Wheels sind sehr gut gemacht. Für die Bend-Funktion eignen sie sich besser als bei den meisten CD-Playern. Zum Suchen des idealen Cuepunktes sind sie vielleicht etwas zu fein, aber damit kommt man schnell klar.
Der Joystick ist ebenfalls perfekt gelungen.
Insgesamt ist alles sehr sehr gut gelöst. Ein hammerpraktisches Teil.

Nicht so toll allerdings:

Die Wheels sind so leichtgängig, dass ich nur jedem raten kann sie ausserhalb der Reichweite von Kopfhörerkabeln, Hemd-Zipfeln oder ähnlichem zu halten. Wenn man die Wheels aus Versehen erwischt, reagieren sie sofort, was unbeabsichtigt sehr penlich werden kann!!!

Die Software-Installation könnte ein paar Optionen haben, damit ein solches Missgeschick wie weiter oben beschrieben nicht passiert.

Die Status-LEDs der Spezialtasten sind, wie bei der Verarbeitung beschrieben, etwas sinnfrei, da man auf einen schnellen Blick nicht zwischen rot-klar und rot-matt unterscheiden kann.

Der Equalizer ist nicht für Kills geeignet und hat keine Mittelraste.


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FAZIT:
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Das Gerät bietet alles was ein Digital-DJ braucht und kann auch in der Verarbeitung sehr überzeugen. Die kleinen schwächen sind vernachlässigbar. Da mein Softwareproblem sich A) lösen ließ und B) hausgemacht war, betrachte ich das nicht als Fehler. Die Status-LEDs, naja sind schon etwas nervig, aber man kann damit arbeiten. Die empfindlichen Wheels lassen sich auch nicht besser lösen, da sie ansonsten nicht so direkt reagieren würden, und das betrachte ich, wenn beabsichtigt genutzt, als großen Vorteil. Einfach ein bischen darauf gucken, und dann geht das schon!

Insgesamt sehr empfehlenswert, für alle, die bereits eine externe Soundkarte (z.B. im Mischpult eingebaut) haben. Das Gerät wirkt auf den ersten Blick wie ein Spielzeug, aber ganz ehrlich, das ist es nicht! Aber spielen kann man damit auf jeden Fall richtig gut. Und mit ein wenig Übung geht das ganze dann auch so gut von der Hand, das es richtig Spaß macht!!!

Dennoch würde ich dieses Gerät als professionelle Einstiegsklasse bezeichnen. Wem das reicht: kauft euch dieses Teil!

Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 5142 mal gelesen und wie folgt bewertet:
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Fellow1986 veröffentlicht 17.05.2010
    Sehr guter Bericht!
  • VyloX veröffentlicht 18.05.2008
    @ eagle591: Es gibt zwei Controller von Hercules, die fast gleich aussehen. Der eine hat eine Soundkarte Integriert, der andere nicht. Eine interne Soundkarte im Notebook reicht zum auflegen NICHT aus, wenn man damit auf größeren Jobs mixt, bzw. wenn man vorhören will. Der Controller, über den ich berichtet habe, hat keine Soundkarte integriert, d.h. eine zusätzliche Soundkarte ist mehr als empfehlenswert! Ich hoffe ich konnte Dir helfen.
  • eagle591 veröffentlicht 18.05.2008
    Cooler Bericht, nur is mir nicht ganz klar ob man jetzt UNBEDINGT ne externe Soundkarte braucht?
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Produktdaten : Hercules DJ Control MP3

Produktbeschreibung des Herstellers

Doppeldeck DJ Mix Controller: 2 Decks, um 2 Musikdateien zu laden - so als ob man 2 Turntables hat Portabler DJ Mix Controller (235 x 200 x 65 mm): einfach den DJ Control an den Laptop anschließen und diesen in eine mobile DJ-Beatmaschine verwandeln Hochpräzise Wheels und Buttons für DJ-Mixing: DJing ist doch viel einfacher mit den richtigen DJ-Kontrollen als mit Maus und Tastatur

Haupteigenschaften

Audioausgang / Formfaktor: Extern

Hersteller: Hercules

Typ: DJ-Controller

Long Name: DJ Control MP3

Anschlusstechnik: Verkabelt

Produktbeschreibung: Hercules DJ Control MP3 - DJ-Konsole - verkabelt, Hercules DJ Control MP3 e2 - DJ-Konsole - verkabelt

Produkttyp: DJ-Konsole

Steuerungen: 2 Jog-Räder, 3 Schieberegler

Kompatibilität: PC

Verschiedenes

Breite: 23.5 cm

Tiefe: 20 cm

Höhe: 6.5 cm

Software inbegriffen: Treiber & Utilities

Konnektivität

Schnittstellen: 1 x USB - USB Typ B, 4-polig, 1 x USB - USB Typ A, 4-polig

Systemanforderungen

Erforderliches Betriebssystem: Microsoft Windows XP, Microsoft Windows XP 64-bit Edition, Apple MacOS X 10.4 oder höher, Microsoft Windows Vista, Microsoft Windows Vista (64-Bit-Versionen)

Details der Systemanforderungen: Windows XP/Vista - 1 GHz - RAM 512 MB ¦ MacOS X 10.4 oder höhere Version - PowerPC G4 - 1.2 GHz - RAM 512 MB

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 18/05/2007