Klein aber Fein
07.04.2011 (08.04.2011)
Pro:
Hochwertige Verarbeitung, sehr Zuverlässig, Geringe Unterhaltskosten,
Kontra:
logischerweise nicht sehr schnell, kein Sozius, 1 bis 2 PS mehr wären nicht schlecht
Empfehlenswert:
Ja
 Stubbi01
Über sich:
Mitglied seit:07.04.2011
Erfahrungsberichte:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Kaufinteressenten an der Hercules Prima 5 In diesem Bericht werde ich versuchen, euch so viel Informationen wie nötig für eine Kaufentscheidung mitzugeben und dazu noch ein paar Hintergrundinfos, wie meine Bewertungen für euch einzustufen sind. Falls noch etwas fehlen sollte oder ihr einzelne Punkte klargestellt haben möchtet, bitte meldet euch. Dieser Bericht ist keineswegs in Stein gemeißelt und auch ich bin nicht allwissend…
Ein paar Sätze zu mir: Bin schon seid ich 9 oder 10 Jahre alt war Motorradbegeistert. Sicherlich ist ein Mofa noch lange kein Motorrad, allerdings kann man auf einem Mofa schonmal wichtige Erfahrung für das Motorradfahren sammeln... Ich fahre mittlerweile eine Yamaha Wr 125x, wovon ich bald auch einen Erfahrungsbericht hier bei ciao.de posten werde. Ich war auf der Suche nach einer günstigen und einer im Unterhalt günstigen 50ccm Maschiene, da Roller zu teuer sind und meiner Meinung nach auch noch schlecht aussehen, kam also nur ein Mofa in Frage. Schon nach wenigen Minuten, in denen ich mich nach einem Mofa umschaute, wusste ich die Qualität der Hercules Mofas zu schätzen.Ich bin auf keinen insgesamt negativen Bericht gestoßen und fand nach knapp 2 Wochen suche im Internet ein passendes Mofa für 300 Euro. Mit eine km Stand von 2103 und dem Baujahr 2001 ist es ein im Vergleich zu anderen Mofas recht neuwertig.
Leider kaufen sich immer mehr Jugendliche einen 50ccm Roller, die wir bei uns in der Eifel für sehr Sinnlos halten.Mofas werden nicht mehr produziert da keine Kaufinteresse mehr da ist. Ich kann von meiner Seite also nur sagen das es unüberlegt ist sich einen Roller für 2.000 Euro zu kaufen, wenn man doch ein Jahr später für das selbe Geld ein 125er Moped fahren kann. Mit der Alternative sich ein günstiges Mofa anzulegen und 1 Jahr später dazu auch noch den 125er Führerschein zu machen, habe ich meiner Meinung nach eine gute Entscheidung getroffen. Technische Daten:
Fahrtwindgekühlter SACHS 2 Takt Einzylinder Motor mit 1,1 kW (1,5 PS) Leistung bei 3250 min ', Drehmoment 3,5 Nm bei 3000 min'. Bohrung*Hub 38*44mm V Max 25 km/h Fahrgeräusch: 61 dB Kraftstoffverbrauch: Ca. 2 I/100 km
Getriebe: 2-Gang-Handschaltung Bergsteigfähigkeit: 27%
Federung: Vorne Teleskopgabel mit 60 mm Feder- weg, hinten Schwinge mit geschlossenen Federbeinen, Federweg 50 mm. Bremsen: Trommelbremsen vorne und hinten je 90 mm , hinten Rücktrittbremse.
Bereifung:2'/4 - 16 Leergewicht:55 kg
zul. Gesamtgewicht: 160 kg Tankinhalt: 4,51
Erfahrungen: Mittlerweile habe ich 10.000 km auf dem Tacho stehen, habe Toure von über 100km am Tag hinter mir und kann jetzt aus einer Langzeiterfahrung sprechen: Fahrwerk: Das Fahrwerk ist, für ein Mofa, ausreichend stabil und recht gut eingestellt. Um mit knapp 40km/h und enge Kurven zu fahren reicht es aus. Sicherlich ist es ausbaufähig, allerdings ist ein Mofa für 25 km/h ausgelegt und benötigt auch dem entsprechend kein Federbein für Supersportler. Wenn man in Kurven jedoch sehr weit nach unten geht, passiert es schnell das dass Fahrwerk anfängt zu ruckeln, was sich dann wiederrum schlecht auf das Fahrverhalten auswirkt und ein Sturtz oft nicht mehr vermeidbar ist. So hat es mich auch mit 50 km/h ohne Schutzkleidung in einer Rechtskurve über den Boden schleifen lassen. Daran tragen allerdings auch die schlechten Reifen ihren Antei bei.
Motor: Der Motor ist eben Typisch Hercules. Ich hatte noch nie Probleme oder Schäden am Motor, Getriebeöl musste ich erst einmal erneuern, den Vergaser sowie den Luftfilter habe ich einmal gesäubert. Das Mofa ist immer nach ein paar Startversuchen angesprungen. Und das für den Preis, gerade mal 300 Euro. Km Stände von 40.000km sind also sicherlich auch erreichbar.
Schalter und Cockpit: Da es nur Kupplung, Bremse, Choke und Gasgriff gibt, ist hier nicht all zu viel zu sagen. Alles ist beim Fahren griffbereit, der Kupplungshebel liegt gut in der Hand, was will man mehr. Im Cockpit hätte man allerdings nicht an Teilen sparen müssen.So ein gut verarbeitetes Mofa und dann das. Nur ein großer, runder Tacho. Eine Skala von 0 bis 60, dass wars. Wenigstens ein Drehzahlmesser wäre angebracht. Der hätte dann bei der Bewertung des Cockpits ein "ok" ausgemacht...
Bremsen: Fangen wir mit der vorderen Bremse an. Die Bremskraft Vorne ist mehr als ausreichend. Trotz der Trommelbremse erreiche ich so extrem kurze Bremswege, außerdem hielten die Bremsbeläge jetzt schon 10.000km, was sich wiederrum auf die gute Verarbeitung und Qualität von Hercules zurückführen lässt. Die Hinterradbremse benutze ich garnicht, da sie überhaupt nichts bringt. Aus 20 km/h habe ich einen Bremsweg von geschätzten 40 Metern. Klar, die Hinterradbremse macht nur 20 Prozent der Bremskraft aus, aber das was diese Bremse bietet ist miserabel.
Komfort: Hoher Lenker, tiefe Sitzposition, was will man auf einem Mofa mehr. Die Sonne steht am Himmel und man tuckert in Chopper Haltung über die Landstraße... Bis zu 60km am Stück bin ich gefahren, dann stellt sich der Sattel als zu weich herraus.
Beleuchtung und Spiegel: Die Beleuchtung ist entgegen meiner Vermutung sehr gut gelungen. Das Licht vorne ist besser als so manches Fernlicht von Motorrädern. Hier gibt es also nichts zu bemängeln. Der Spiegel vibriert nicht, man hat gute Sicht auf die Straße, was gibt es hier groß zu sagen.
Kosten etc. Versicherung: ca. 60 Euro gebrauchter P3 Krümmer für mehr Leistung: 8 Euro Neues Kettenrad und neue Kette: 40 Euro Getriebeöl: 5 Euro
Das waren auch schon alle Kosten, dazu kommt natürlich auch 1:50 Öl Benzin Gemisch. Für wen ist das Mofa geeignet? Für alle die den Roller Führerschein haben und ein Alltagstaugliches und Zuferlässiges Mofa suchen. Aufgrund der geringen Sitzhöhe sollte man allerdings nicht über 1.85 Meter groß sein.
Fazit: Trotz meiner 125ccm Maschiene werde ich das Mofa behalten, da es mich durch seine zuverlässigkeit immer von A nach B gebracht hat. Ich hatte sehr viel Spaß mit meinem Mofa, wahrscheinlich wird es jetzt mein Bruder weiter fahren. Verkaufen werden wir es allerdings nicht!!! Mit freundlischem Gruß Stefan Schmitz
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09.04.2011 21:02
Guter Erstbericht. Herzlich willkommen hier bei Ciao. Gruß Doris
08.04.2011 12:57
toller Einstieg LG von Andreas
08.04.2011 07:07
Einwandfreier Einstieg; BH! :)