ARNOLD SCHWARZENEGGER als griechischer Halbgott!
26.01.2003
Pro:
Interessante, moderne Erzählung der Abenteuer des griechischen Halbgottes Herkules,
Kontra:
die jedoch dermaßen billig und aberwitzig produziert wurde, daß sie höchsten durch unfreiwillige Komik zu begeistern weiß !
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
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 larshermanns
Über sich:
Watch out... I'm back! :-))
Bei so manchem Bericht hier (und den Schnellklicker-SHs) kann man nur d...
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***** VORWORT Und wieder möchte ich Euch von einem Klassiker der Filmgeschichte berichten. Allerdings geht es diesmal um einen Film, über den die Meinungen vermutlich mehr auseinander gehen als bei jedem anderen Film. HERKULES IN NEW YORK stellt nämlich eine Billigproduktion dar, in welcher der per dato noch relativ unbekannte Arnold Schwarzenegger unter dem Pseudonym „Arnold Strong“ zu sehen ist. Welcher Amerikaner hätte denn auch den Namen „Schwarzenegger“ aussprechen können?
***** KURZINFOS
Originaltitel: Hercules in New York Land/Jahr: USA 1970 Regie: Arthur Allan Seidelman Darsteller: Arnold Schwarzenegger (Strong), Arnold Stang, Deborah Loomis FSK: ab 12 Jahren
***** DER FILM Wer kennt sie nicht, die Abenteuer des Halbgottes Herkules? Des Mannes, der schon als Baby zwei Schlangen erwürgte, die ihm seine verhasst Stiefmutter Hera ans Bett sandte.
Herkules (Arnold Schwarzenegger „Terminator“) lebt mit seiner Freunden und Verwandten auf dem Olymp, dem heiligen Berg der griechischen Götter und Mythologie. Doch ihm ist langweilig. Es passiert einfach nichts und erfühlt sich durch sein menschliches Ich natürlich auch noch zu den Menschen, den Sterblichen, hingezogen. Sein Vater Zeus (Ernest Graves) verbietet ihm jedoch, sich zu den Menschen zu begeben. So kommt es, dass sich Herkules eigenmächtig seinem Vater widersetzt und nun doch zu den Menschen geht. Er landet im Meer und wird dort von einem Schiff entdeckt, das gerade Kurs auf New York genommen hat. In New York angekommen, muß sich Herkules sogleich gegen den Schiffsbesitzer (Rudy Bond) behaupten, der ihn nicht an Land gehen lassen will. Ihn interessiert es nicht, wer Herkules ist und dass sein Vater Zeus heißt. Ihn interessiert nur die Tatsache, dass der Gerettete nicht arbeiten will. Herkules gelingt es natürlich, die Hafenarbeiter im Alleingang zu verprügeln. Danach trifft er auf Pretzie (Arnold Stang), der im Hafenviertel Brezeln verkauft. Die beiden freunden sich an und es stört Pretzie nicht im geringsten, dass Herkules offensichtlich Ausländer zu sein scheint. Und dann auch noch einer aus dem fernen Griechenland. Herkules beweist mehr und mehr, welche Kräfte in ihm stecken. Dies bleibt dann aber auch Zeus nicht ganz verborgen. Angestachelt von Hera und Nemesis (Taina Elg), schleudert Zeus einen seiner Blitze auf die Erde, um Herkules seine göttlichen Kräfte zu rauben. Unglücklicherweise befindet sich dieser gerade in einem Wettkampf um den Titel des stärksten Mannes der Welt, bei dem die New Yorker Unterwelt eine Menge Geld auf ihn gesetzt hat. Dies führt natürlich zu ernsten Problemen, da die Unterwelt nicht auf ihr Geld verzichten möchte. Zum Glück hat Herkules aber auch noch sehr mächtige Freunde im Olymp, die ihm kurzerhand zu Hilfe eilen. Darunter Samson (Mark Tendler) und Atlas (Dennis Tinerino).
***** MEINE MEINUNG UND FAZIT Selbst meine Meinung zu diesem Film ist dermaßen gespalten, dass es mir sehr schwer fällt, eine objektive Beurteilung zu schreiben.
Grundsätzlich ist es eine witzige Idee, die griechische Mythologie um den Olymp und der dort ansässigen Götter ins 20. Jahrhundert zu führen. Viele Monumentalfilme kündeten bereits von Göttern und Halbgöttern. Die Abenteuer des Herkules sind unzählige Male verfilmt worden, so dass man nun wirklich gut daran tat, mal etwas Neues zu kreieren. Und was lag da näher, als den unsterblichen Halbgott in der heutigen Zeit agieren zu lassen? Arnold Schwarzenegger befand sich damals selbst auf dem Olymp. Er war Mr. Universum und körperlich in Hochform. Unbekannt wie er nun einmal noch war, bot sich für ihn mit diesem Film die Möglichkeit, einen Fuß nach Hollywood zu setzen. Es gab auch noch weitere Filme, in denen er mehr oder weniger erfolgreich mitwirkte. So gibt es noch die Westernparodie KAKTUS JACK mit Kirk Douglas und MR. UNIVERSE mit Beau Bridges.
In HERKULES IN NEW YORK geht es wirklich einzig und allein um Arnold Schwarzeneggers muskulösen Körper. Mehr braucht es nicht, um die Rolle des Herkules zu spielen. Untermalt mit griechischer Musik im Hintergrund, stellt er immer wieder unter Beweis, welche Kräfte im Körper von Herkules verborgen liegen. Dies mag zum einen amüsieren, zum anderen aber wirkt die Story dann doch ein wenig langatmig und weniger interessant. Bei seinen modernen Abenteuern in New York verliebt er sich zudem noch in Helen (Deborah Loomis), die Tochter eines College-Professors (James Karen). Beide sind überwältigt von Herkules’ Auftreten und halten ihn trotzdem für etwas weltfremd. So nett er ja auch sein mag, so sehr scheint er sich einzubilden, ein griechischer Halbgott zu sein. Dem Professor ist schon klar, wer Herkules gemäß der Mythologie war. Und genau dies lässt ihn dann doch ein bisschen zweifeln.
ARNOLD SCHWARZENEGGER spielt den Halbgott Herkules. In diesem Film braucht es keinerlei Wortgewandtheit oder gar schauspielerisches Talent. Er muß lediglich sine imposanten Muskeln präsentieren und beweisen, dass er zurecht der stärkste Mann ist. Aufgrund seiner eben genannten Muskeln und seiner nicht zu verachtenden Größe, fällt ihm dies natürlich nicht allzu schwer. Ansonsten gibt es von ihm leider nichts nennenswertes zu sehen. Er stellt sich immer wieder in Pose, verprügelt ein paar böse Buben und ringt mit einem Bären. Kein Wunder, dass der Film niemals den Bekanntheitsgrad eines TERMINATOR erlangt hat! ARNOLD STANG ist in meinen Augen der einzige Schauspieler, der diesen Titel wirklich in diesem Film verdient. Der kleine Mann mit Brille und Brezeln wirkt auf den ersten Blick sehr sympathisch und erweist sich immer mehr als treuer Freund von Herkules, der ihn durch en „Big Apple“ führt. Neben der imposanten Gestalt von Schwarzenegger, muß Stang wirklich beweisen, dass er etwas zu bieten hat. Und seine darstellerische Leistung ist dabei wirklich beeindruckend. Er spielt sehr überzeugend den kleinen unscheinbaren Brezelverkäufer, den keiner so richtig wahr nimmt und der auch über keinerlei Freunde verfügt. Er ist die unmittelbare Verbindung zwischen Herkules und der Welt, die ihn umgibt. Und er würde alles geben, um seinem einzigen, wahren Freund zu helfen und zu unterstützen.
MICHAEL LIPTON spielt eine Rolle, die mir sehr am Herzen liegt. Er spielt den Herrn des Cerberus. Den Herrscher über die Unterwelt der griechischen Mythologie. Er wirkt sehr charismatisch, eben so, wie man sich einen Teufel vorstellen mag. Pluto meidet die Helligkeit und lässt ganz New York verdunkeln, wenn er Herkules in dessen Zimmer bei Pretzie besucht. Pluto versucht, Herkules in die Unterwelt zu führen, ehe Nemesis und Hera schlimmeres mit ihm anstellen können. Er wirkt dabei wie ein lebenslustiger Playboy, der versucht, einen Freund in den Irrgarten der Lust zu führen. Witzig umgesetzt und dargestellt, bietet sich hierbei ein völlig anderes Bild der Teufels! Die anderen Schauspieler müssen nicht weiter behandelt werden. Sie wirken ohnehin alle nur wie Statisten in einem schlechten Film. Es gibt eben kaum eine nennenswerte Handlung. Vielmehr handelt es sich hier wirklich nur um aneinander gereihte Situationen, in denen Herkules beweisen muß, was in ihm steckt.
Was mir immerhin noch ganz gut gefällt, dass ist die Tatsache, dass viele der griechischen Götter und deren Verhältnis zueinander dargestellt werden. So sieht man neben Zeus und dessen eifersüchtige und intrigante Gattin Hera auch Venus (eigentlich Aphrodite, da Venus der römischen Mythologie entnommen ist), Merkur und Juno. Der Film gefällt einem – wenn überhaupt – nur durch die billig dargestellten Effekte und Situationen, die einen schon hin und wieder grinsen lassen. Es ist einfach nur als billig zu bezeichnen, wie man beispielsweise den Ringkampf gegen den Bären gezeigt hat. Dazu immer wieder diese griechische Melodie im Hintergrund, die Herkules’ Abstammung verstärken soll.
Ich kann diesem Film daher nur 2 Sterne vergeben, da die Story abstrus, die Schauspieler miserabel und der gesamte Film schlechter als jede andere Herkulesverfilmung ist. Empfehlen werde ich ihn aber trotzdem, da man diesen Film auf jeden Fall mal gesehen haben sollte. Es gibt eben auch immer wieder schlechte Filme, die eben aufgrund ihrer Mangelhaftigkeit zu gefallen wissen. Und dies kann man diesem Film wirklich nicht absprechen.
***** BEMERKUNG Sollte diesem Filmbericht noch irgendetwas wichtiges fehlen, so lasst es mich doch bitte bei Euren Kommentaren wissen. Natürlich freue ich mich auch hier – wie immer – über jeden weiteren, freundlichen Kommentar!
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!!
© 2003 Lars Hermanns
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27.01.2003 16:09
Den Film fand ich etwas zu kitschig, aber was solls, wem er gefällt. Gruß kalli46
26.01.2003 17:22
Als Schwarzenegger-Fan muss ich sagen, dass Arni wirklich schon viel besserers gemacht hat. Dies Jahr kommt im Juli Terminator 3, das wird alle Rekorde brechen, bin ich sicher!
26.01.2003 17:03
der film ist so schlecht,daß er schon wieder lustig ist! lg, Quark