Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
tolle Lehrer, viele AGs, viel Sport, Psychologie als Unterrichtsfach, viel Unterstützung |
| Kontra: |
einige Lehrer sind halt gewöhnungsbedürftig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute Abend soll es mal wieder einen Bericht geben, der mir sehr am Herzen liegt. Und zwar habe ich in letzter Zeit oft Berichte gelesen, die sich mit Schulen befassen. Daher dachte ich mir, ich stelle Euch einmal das Gymnasium vor, auf dem ich 1992 mein Abitur gemacht habe.
Viele haben sicherlich keine schönen Erinnerungen an die Schulzeit. Doch ich kann mit Überzeugung sagen, dass sie eine der besten Zeiten meines Lebens war. Damit meine ich nicht die ersten vier Jahre auf der Grundschule, die mit Sicherheit auch sehr schön waren, sondern meine Jahre auf der Hermann-Tast-Schule in Husum, der so genannten „Gelehrten-Schule“. Doch dazu später mehr.
Allgemeines zu dem Gymnasium:
Das jetzige Hermann-Tast-Gymnasium, kurz HTS genannt, steht am Bahndamm in Husum. Man hat also einen kurzen Weg vom Bahnhof zum Schulgebäude ebenso von der am Bahnhof gelegenen Bushaltestelle und auch vom eigentlichen Busbahnhof, dem ZOB in Husum. Wenn man allerdings vom ZOB her auf die Schule treffen will, läuft man praktisch parallel der Bahndamm-Straße den schönen Auweg entlang, direkt an der kleinen Husumer Au.
Vor dem Gymnasium ist noch der Schulkomplex der Berufsschule gelegen.
Die Ansicht des Gymnasiums:
Wenn man sich zu Fuß oder auch mit dem Auto von der Bahn her dem Gymnasium nähert, erkennt man als erstes die riesige Turnhalle. Gleich daran schließt dann das Hauptgebäude der HTS an. Daneben kann man den „Neubau“ sehen, ein Anbau, der nun aber auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber immer noch liebevoll der Neubau genannt wird.
Vor dem Gymnasium gibt es etliche Parkplätze, die aber meistens besetzt sind, von den Schülern, die das stolze Lebensjahr von 18 erreicht haben und mit dem (meistens von Oma gesponsorten) Auto vorfahren, Lehrern oder auch abholenden Eltern.
Es gibt einen großen Haupteingang zum Parkplatz hin und dahinter erschließt sich das PZ. Nein, es ist nicht das Pausenzentrum, wie man meinen könnte, sondern das PÄDAGOGISCHE ZENTRUM, in dem sich die Schuler in den Pausen oder Freistunden aufhalten können. Dann geht es fast sternenförmig mit einigen Treppen, drei sind es an der Zahl ins obere Stockwerk. Dem schließt sich noch ein weiteres an.
Aber auch unten gibt es noch einige Gänge zu den verschiedenen Lehrsälen wie Kunst, Musik, Biologie und Chemie sowie Physik.
Wenn man nun wieder vor dem Gymnasium steht, dann erkennt man auch die Klassenräume, die auf den Parkplatz aus den beiden oberen Stockwerken hervorgehen. Meistens sehen dort einige Schüler in den kleinen fünf Minuten Pausen oder vor Schulbeginn aus dem Fenster. Das war schon immer so und wird wohl auch so bleiben. Nur in den großen Pausen herrscht die Pflicht, die Räume zu verlassen und sich ins PZ oder die Schulhöfe zu begeben.
Die Schulhöfe:
Es gibt in der HTS zwei Schulhöfe. Der eine geht zur Turnhalle hinaus, der andere in die entgegengesetzte Richtung. Der Schulhof zur Turnhalle wird auch als Raucherhof bezeichnet. Dort dürfen die Schüler, die über 16 Jahre alt sind rauchen. Im Gebäude ist es untersagt, obwohl ich es oft erlebt habe, dass auch auf den Toiletten geraucht wurde.
Die Schulhöfe sind mit Bänken versehen und man hat hier viel Platz, sich zu unterhalten, die jüngeren Jahrgänge zum Spielen oder einfach nur herumzustehen und zu plauschen. Die Schulhöfe sind gut ausgestattet mit Mülleimern, dennoch gab es zu meiner Zeit einen Müllräumdienst, den jede Klasse ab der 7. Klasse einmal machen musste. Die Jahrgänge ab der 11. Klasse waren dann wieder davon ausgenommen.
Der rote Platz:
Ja, wir haben an unserer Schule auch einen roten Platz. Dieser ist mit diesem federnden Belag ausgestattet, der Verletzungen vermeiden soll. Es stehen auf diesem Platz auch Tore, so dass dort in den Pausen Fußball, Rugby oder ähnliches gespielt werden kann.
Hausmeister:
Der Hausmeister hat einen kleinen Stand in der Schule, an dem er Brötchen, Milch, Kakao und Co verkauft. Neben seinem Kiosk befindet sich auch ein Treppenhaus, in dem ein Münzfernsprecher steht und eben die Treppe, die direkt zum Gang des Lehrerzimmers führt und für Schüler Tabu ist.
P.Z.:
Das P.Z.hatte ich eingangs schon erwähnt. Hier sind Tische und Stühle aufgestellt, wo sich die Schüler in den Pausen aufhalten können. Hier kann man lernen, essen, quatschen, einfach alles machen, was man möchte.
Der Anbau:
Im Anbau befinden sich ein Musikzimmer, ein Physikraum, ein Chemieraum und noch einige andere Klassenzimmer.
Ich denke, dass ich nun den allgemeinen Aufbau der Schule und die Funktionen der verschiedenen Plätze ausreichend beschrieben habe.
Kommen wir nun zur Geschichte der HTS.
Das Gründerjahr der Schule wird auf 1527 festgesetzt. Zuvor war die Schule wohl eine so genannte Lateinschule, denn es heißt dass sich in den Jahren ab 1449 schon Studenten aus Husum an den Universitäten eingeschrieben haben.
Doch die eigentliche HTS gibt es seit 1527. Doch die Schule hat in ihrer Zeit schon viele Gebäude als Zuhause gehabt. Es heißt, dass es zuerst privat Gebäude waren, in denen unterrichtet wurde und dann später ein bestimmtes Haus in Husum zur Schule wurde. Dieses wurde allerdings abgerissen, nachdem die HTS zur Gelehrtenschule wurde im jetzigen alten Gymnasium, das nun ein Hotel ist.
Von dieser Schule ist auch das Schild der Gelehrtenschule übernommen worden, das nun an der jetzigen HTS prangt, die auch ich besucht habe. Diese wurde im Jahr 1973 gebaut und im Sommer 1974 zogen die ersten Schüler in diese neue Schule ein. Ich war dann 1981 unter ihnen.
Die ersten Eindrücke von der Schule:
Wenn man wie ich aus der Kleinstadt, einer beschaulichen kleinen Grundschule kommt, dann erschrickt einen dieses große Gebäude schon sehr. Ich kann mich daran erinnern, dass ich nach meinem ersten richtigen Schultag mit meiner besten Freundin Anja im Strom der Schüler stand und unseren Treppenaufgang nicht finden konnte. Wie Mädchen wurden vom Strom mitgezogen und sahen dann die blonden Haare des Nachbarjungen meiner Freundin. Völlig überfordert und in Panik rief Anja dann: “Jürgen, wo geht es denn hier runter???“ Da setzte sie auch schon den ersten Fuß auf eine Treppenstufe, da wir bereits im Treppenhaus waren. Tja, so kann es gehen, wenn man als kleines 10 jähriges Mädchen in die Menschenmassen eines Gymnasiums kommt.
Doch nicht nur die Schule war anders, sondern auch die Lehrer und die Lehrart.
Man kam aus der nahezu mütterlichen Grundschule und war nun in einer anderen Schule, in der man nicht mehr so sehr an die Hand genommen wurde und das musste man einfach lernen. Man hatte daher mit den Lehrmethoden der Lehrer zu knabbern, vieles war neu und einfach anders. So kann ich mich daran erinnern, dass ich in Mathematik enorm absackte, weil mir der Lehrer einfach zu zügig und zu forsch vorging und ich richtige Angst vor ihm verspürte. Jedes Mal, wenn ich an die Reihe kam, zuckte ich vor Angst zusammen und das ging so lange, bis meine Eltern einmal ein Wörtchen mit Herrn H. wechselten und ich darauf ein klärendes Gespräch mit ihm hatte. Doch Mathe wurde nie wieder ein so gutes Fach auf dem Gymnasium für mich wie es auf der Grundschule gewesen war. In diesen Monaten der Angst vor dem Lehrer hatte ich einiges versäumt. Für Herrn H. wurde auch der Spruch von unserer Klasse geprägt: „Herr H. ist ein kalter Fisch und beißt vor Ärger oft in den Tisch:“ Ich denke, dass das ganz gut darstellt, wie aufbrausend und kalt dieser Mann den Sextanern gegenüber war.
Dann war da die Klassenlehrerin, die unsere Klasse übernommen hatte. Sie war auch nicht so der liebe mütterliche Typ, den wir von den ersten Schuljahren her kannten. Sie war nett und hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit Miss Piggy von der Muppets Show, was auch ihr diesen Spitznamen eingebracht hatte... So hatten wir dann doch alle etwas zu lachen, auch wenn vieles neu und aufregend war.
Eine besondere Spezies war zum Beispiel unser Religionslehrer Herr K. Dieser Mann vom alten Schlage verteilte doch glatt etwas wie „Abschusslisten“ und „Stundenprotokolle“. Das bedeutete, wer auf die Abschussliste kam, war vorgewarnt, bei der zweiten Ermahnung gab es ein Stundenprotokoll auf. Das durfte man dann in der nächsten Stunde bei ihm abgeben. So hat er es geschafft, selbst die rüpelhaftesten Jungen zu Lämmchen in seinem Unterricht zu machen, denn keiner hatte Lust, dauernd Zusatzaufgaben zu machen. Herr K. prägte auch den Spruch:“ Miefklappen auf!“, wenn er meinte, es sei an der Zeit zu lüften. So unkonventionell und sonderbar der Unterricht bei Herrn K auch war. Wie lernten bei ihm und nicht nur Religion, sondern fürs Leben. Das war auch der Grund, warum ich Herrn K. später als Tutor wählte und er war auch der Mensch, der mir in schwierigen Situationen meines Lebens bedeutend beigestanden hat und ohne dessen Rat, ich heute nicht das wäre, was ich bin. Einen solchen Lehrer habe ich mein Leben lang nie wieder gefunden. Mich verbindet mit ihm eine ganz besondere Liebe, könnte man fast sagen. Ich wünsche meinen Kindern, dass sie auch einmal das Glück haben, einen Lehrer wie Herrn K zu finden, dessen Tätigkeit auch über das Schulische hinausgeht, der einem auch im Leben mit einem guten Ratschlag zur Seite steht und Die hilft, Deine Entscheidungen zu treffen und Dich stützt, wenn keiner mehr da ist, der Dich sonst stützen kann. Oder viel mehr, wenn keiner hinter Deiner Entscheidung steht, sondern Dir alle Steine in den Weg legen will, die er finden kann... Doch dazu später mehr.
Die HTS und Fremdsprachen:
Als ich auf der HTS angefangen habe, hatte man die Möglichkeiten mit Englisch oder Latein dort zu beginnen. Ich habe mich damals für Englisch entschieden, oder viel mehr meine Eltern entschieden sich für Englisch, da sie mit Latein nicht viel anfangen konnten. Latein war eine tote Sprache und daher für sie unwichtig. Mit den Gepflogenheiten eines Gymnasiums war in meiner Familie keiner Vertraut, denn ich war der erste Sproß, der eines besuchte.
Als zweite Fremdsprache konnte man dann, wenn man mit Englisch angefangen hatte, Latein oder Französisch hinzunehmen. Ich habe mich damals für Latein entschieden, da ich es interessanter fand als Französisch. Das wurde dann meine dritte Fremdsprache.
Doch neben diesen Sprachen konnte man auch noch Griechisch wählen, was eine Sonderklasse tat, die sich ganz den alten Sprachen verschrieben hatte. Und man konnte in AGS sogar Russisch oder Chinesisch lernen. Doch daran habe ich persönlich nie teilgenommen.
Naturwissenschaften:
An Naturwissenschaften werden sowohl Physik, Chemie als auch Biologie gelehrt. Dieses passiert in den speziellen Räumen dafür. Hier können Versuche gemacht werden oder auch Filme gesehen und Diavorträge gehalten werden. Man hat nicht alle Fächer gleichzeitig, wenn man beginnt. Soweit ich mich erinnere, begann ich mit Bio und Physik. Chemie kam erst einige Jahre später.
Geschichte und Erdkunde:
Auch diese Fächer hatten wir am Anfang nicht gleichzeitig. Erst hatten wir ein Halbjahr Geschichte, dann ein Halbjahr Erdkunde, bis das dann zu einem regelmäßigen Unterricht wurde. Diese Fächer wurden meistens in den jüngeren Jahrgängen in den Klassenräumen unterrichtet. Es gab aber auch spezielle Räume dafür.
Sport:
Der Schulsport fand in der Turnhalle, auf dem Sportplatz oder den Mäusebergen statt. Die Mäuseberge waren ein kleiner Wald in Schulnähe, in den uns unser Sportlehrer Herr K. immer zum Joggen jagte. Wie waren alle immer am schimpfen und am Stöhnen, doch bei Herrn K. hatten wir im Nachhinein doch den interessanten und abwechslungsreichsten Sportunterricht überhaupt.
Ansonsten war der Hallensportunterricht so, dass insgesamt drei Klassen darin hätten teilnehmen können, da wir die Halle in bis zu drei Räume mit Softwänden hätten einteilen können. Jungen und Mädchen hatten gemeinsam Sport bis zur 9. Klasse. Danach kam man dann in den Kursen ab der 11. Klasse wieder zusammen. Insofern war es in meinen Augen Quatsch das für zwei Jahre zu unterbinden.
Es wurde viel Wert gelegt auf Leichtathletik, Geräteturnen, Basketball, Fußball, Hockey, Handball,Volleyball, Völkerball, Konditionstraining und so weiter... Doch wir haben auch „exotische“ Sachen gemacht, wie waren Squash spielen, ein halbes Jahr lang sogar schwimmen und auch mal Schlittschuhlaufen.
Es gab im Sommer die Bundesjugendspiele und im Winter die Bundesju8gendspiele an den Geräten.
Kunst/Werken und Musik:
Auch diese Fächer hat man nicht immer. So wechselten sie sich oft ab. Später hatte man sie dann auch mal parallel.
Kunst fand nur in den dafür angeschafften Werkräumen statt. Davon hatten wir drei Stück an der Zahl. Musikräume gab es als speziellen Raum gerade mal zwei. Doch in jedem stand ein Flügel, an dem auch zwei unserer Musiklehrer virtuos spielen konnten. Ansonsten gab es gerade in den kleineren Klassen viele kleine Instrumente zum Ausprobieren wie ein Xylophon oder ein Triangel und später dann wurde das Tonband wichtig, wenn wir in die Geheimnisse der Oper eingeweiht werden sollten mit „Der Entführung aus dem Serail“oder „dem Freischütz“. Natürlich gab es auch einen Chor, in den mich der chorleitende Lehrer immer bringen wollte, doch ich hatte keine Lust dazu und mochte auch den Lehrer nicht sonderlich, was im Nachhinein schade ist, denn ich hätte dort eine Menge lernen können. Doch später ist man immer schlauer.
Religion und Philosophie:
Religion wurde in den Klassenräumen unterrichtet und das auf vielerlei Art, je nach Gusto des Lehrers. Ich mochte dieses Fach eine Zeit lang nicht besonders, da ich vom Unterricht des Herrn K. überzeugt gewesen war und die anderen Lehrer ihm in meinen Augen nicht das Wasser reichen konnten. Das war auch der Grund, warum ich mich später für Philosophie entschied (übrigens auch bei Herrn K.) als die Wahl zwischen Philosophie und Religion anstand. Und ich habe es nie bereut, im Gegenteil. Doch diese Wahl konnte man erst in der 11. Klasse treffen.
Mathe:
Nach einer schönen Zeit in der Grundschule war mir Mathe auf dem Gymnasium immer verhasst. Dazu hatte nicht zuletzt meine Furcht vor Herrn H. beigetragen. Ich wurde nie wieder eine gute Schülerin in Mathe.
Mathe war nicht nur rechnen und zeichnen, sondern es gab später auch noch Computerunterricht, wo wir damals noch in der Sprache Turbo Pascal unterwiesen wurden. Heutzutage, glaube ich völlig veraltet....
Psychologie:
Dieses Fach konnte man ab der 11. Klasse in dem anderen Gymnasium Husums parallel belegen. Es war nur etwa 5 Fußminuten entfernt und bot diesen Kurs für alle HTS Schüler an. Ich fand diese drei Jahre Psychologie sehr interessant und ziehe auch heute noch oft Schlussfolgerungen aus dem, was ich damals gelernt habe.
Kochen:
Es gibt auch ein Halbjahr, ich glaube, es war die 10. Klasse, wo wir kochen mussten. Dazu wurden wir auch an die TSS geladen, denn dort gab es eine Küche, die über etliche Kochnischen verfügte und wo uns Schülern dann das Grundwissen in der Küche beigebracht wurde. Doch es gab für diese Stunde im Zeugnis nur ein „teilgenommen“.
Theater:
Zu meiner Schulzeit verfügte die HTS nicht nur über einen ausgezeichneten Chor, sondern auch über eine Theatergruppe, die uns alljährlich ein Stück zum Besten gab. Ich erinnere mich da gerne an eine „Antigone“ mit einer bildschönen Besetzung und auch an ein „Draußen vor der Tür“. Wo der Hauptdarsteller von damals sogar heute ein richtiger Schauspieler geworden ist.
Projekttage:
In dieser Schule gab es auch des Öfteren Projekttage. Diese kamen alle zwei Jahre vor und waren Pflicht. Ich erinnere mich, einmal beim Korbflechten teilgenommen zu haben und einmal beim Emaillieren. An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern. Am Ende dieser Tage wurde dann alles ausgestellt, was wir Schüler zu stande gebracht hatten.
Schulfest:
In den anderen Jahren gab es ein Schulfest mit bunten Programm. So gab es Fußballurniere, Schachturniere, Handballturniere und Co. Es gab einen bunten Flohmarkt, Kinovorführungen und ganz wichtige die Discos nach Alter gestaffelt: Unterstufendisco für die Klasse 5 bis 7, dann die Mittelstufendisco für 8 bis 10 und dann die Oberstufendisco von 11 bis 13.
Wo ich gerade bei den Klassenstufen war.
Diese heißen natürlich eigentlich nicht 5. Klasse und so weiter, sondern sie heißen nach dem Lateinischen Sexta, Quinta, Quarta, Untertertia, Obertertia, Untersekunda, Danach geht es dann weiter mit dem 11. Jahrgang (eigentlich Obersekunda), dem 12. Jahrgang (eigentlich Unterprima) und dem 13. Jahrgang (eigentlich Oberprima).
Das Abitur:
Ich habe 1992 Abitur gemacht. Mit dem Eintritt in die Oberstufe begann für mich das Kurssystem. Ich hatte nun keine Klasse mehr mit festen Klassenkameraden, sondern besuchte Kurse, die sich immer wieder aus anderen Leuten zusammenwürfelten. So hatte ich die Leistungskurse Deutsch und Englisch und dann noch allerhand anderes an Kursen. Meine weitern Abiturprüfungsfächer waren dann Geschichte und Biologie, wovon Geschichte mündlich war.
Bis zum 13. Jahrgang hatte eine bestimmte Anzahl an Punkten zu sammeln, um dann zum Abitur zugelassen zu werden. Das bedeutete, dass ich eine bestimmte Anzahl an Fächern belegen musste und wieder andere abwählen konnte. So verabschiedete ich mich schnellst möglich von Mathe und Chemie. Dann folgten ins Aus noch Physik und auch Kunst. Im letzten Jahr vorm Abitur hatte ich nur noch Deutsch, Englisch, Geschichte, Biologie, Philosophie, Psychologie, Latein und Sport. Den Rest hatte ich abwählen können. Das war ein tolles Jahr, in dem ich intensiv in den Fächern gearbeitet habe, die mir auch lagen und Spaß machten. Doch im Nachhinein bin ich auch wieder ein wenig traurig darüber, denn es gibt vieles, das ich nun in anderen Fächern gern gewusst hätte, die ich aber abwählte um den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.
Ich bestand mein Abitur 1992 im ersten Anlauf mit einer Durchschnittlichsleistung.
Abiumzug:
Der Abiumzug ist ein fester Punkt im Schülerleben der HTS. In den jüngeren Klassen freut man sich über die schulische Unterbrechung durch die Streiche der Abiturienten und später, wenn es dann soweit ist, ist es ein genialer Ausklang der Schulzeit, den man nie vergisst.
Nach dem Abiumzug gibt es dann noch als Festivität den Ball und die offizielle Entlassung aus der Schule. Dazu bekommt man von seinem Tutor das Abschlusszeugnis überreicht.
Tutor:
Ein Tutor ist eine Art Vertrauenslehrer für einen persönlich ab dem Eintritt in der 11. Klasse. Dieser gilt gewissenhaft gewählt zu werden. Ich hätte mit meinen keinen besseren finden können. Denn dieser Mensch war nicht nur ein erstklassiger Lehrer, sondern auch ein Mann mit Feingefühl und Intelligenz, der es auch schaffte, einem jungen Menschen einen Anstoß in die richtige Richtung zu geben, was nicht die Schule angeht. So hat mir dieser Lehrer in meinem Leben einen Schubs in die Richtung gegeben, in die ich nun gegangen bin. Ich habe ihm viel zu verdanken in seinen Ratschlägen.. Einen besseren Tutor kann es gar nicht geben. Ich danke Ihnen, Herr. K.
Die Schule allgemein:
Ich bin gerne auf diese Schule gegangen und habe sie nun vor auch wieder fast drei Jahren mal wieder besucht. Wir hatten 10 jähriges Abitur und daher ein Klassentreffen. Die Schule ist nicht mehr das, was sie mal war. Die Teppichböden zu unseren Zeiten satt Grün sind abgewetzt und es ist kein Geld da zum Ersetzen.
Das Sprachlabor, einst liebstes Kind unseres einen Englischlehrers ist abgeschafft.
In vielen Klassenzimmern regnet es rein. Es fehlt an vielem. Ich war entsetzt, das mit ansehen zu müssen und habe mich gefragt, wo unsere Schule von damals geblieben ist. Doch 10 Jahre in denen wenig an den Räumlichkeiten getan werden konnte ist eine Menge.
Es gibt inzwischen einige Räume nicht mehr in der Form wie ich sie kannte. Diese sind modernisiert worden und zum Beispiel nun als Cafeteria genutzt, was es zu meiner zeit nicht gab.
Die meisten meiner alten Lehrer sind in Pension. Es gibt viele neue Namen auf der Lehrerliste und nur wenig vertraute. Doch einige sind dabei, an die ich zum Teil liebevoll zurückdenke, zum Teil auch mit Schrecken oder gar Zweifelnd. Doch diese Menschen sind nun auch schon über 10 Jahre älter. Ob es noch dieselben sind wie damals?
Vieles ist anders, moderner, vieles ist anders, abgewetzt. Doch eines bleibt, der Geist der Schule, der schon seit ihrer Gründung in ihre wohnt. Sie will uns lehren, uns fit machen fürs Leben und das hat sie getan mit solchen ausgezeichneten Lehrern wie Herrn K.
Ich kann meiner alten Schule, auch wenn sie ein wenig an Glanz verloren hat, immer noch alle Sterne geben, denn sie hat ihren Zweck erfüllt und mich startklar in mein Leben geschickt. Ich denke gern an die Zeit an der HTS zurück und wünsche allen jetzigen Schülern, die nun dort die Schulbank drücken, dass sie es später ebenso empfinden wie ich.
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tollste schule der welt
Bewertung für Hermann-Tast-Schule Husum von
sophia1989
Pro: nette lehrer,nette mitschüler,tolles programm nach der schule
Kontra: umbaumaßnahmen
Ich möchte heute etwas über die Hermann-Tast-Schule,kurz HTS,erzählen.Leitung unter Herrn Fedders.Ich bin selbst noch Schülerin und gehe in die 6.Klasse.Also erst mal etwas über das Gebäude selbst.Wenn man vom Bahnhof zur Schule will,geht man einfach den Bahndamm entlang und ist in 5 min bei der Schule.Als erstes sieht man die sehr große Sporthalle,die inzwischen erneuert worden ist.Dann kann man sofort die Schule erkennen,die wie ein großer grauer ... ...viel älter ist.Auch gibt es noch vor der Schule zwei Container,in denen auch noch Klassenräume sind.Diese sind noch relativ neu.Die Schule hatte einmal zwei Schulhöfe gehabt,aber jetzt gibt es nur noch den einen.Der ehemalige Sextanerhof wurde zu noch einem weiterem Anbau,in dem es weitere Räume gibt.Der Anbau ist sehr neu und hat auch eine große Aula.In der finden Veranstaltungen z.B.des Chors oder der Theater-AG statt.Das PZ(Pädagogisches Zentrum) ...
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07.07.2007
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