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DER HERR DER RINGE I: DIE GEFÄHRTEN
---EIN RING SIE ZU KNECHTEN, SIE ALLE ZU FINDEN, INS DUNKEL ZU TREIBEN UND EWIG ZU BINDEN---
****************************************************** Vor einem halben Jahr begann ich die sagenhafte Fantasy-Triologie zu lesen und nicht weniger lang hab ich mich auf die Verfilmung des Kino-Epos gefreut. Und dann war es endlich soweit. Wir schreiben den 19.12.2001, Weltpremiere des ersten Teils vom Herrn der Ringe: DIE GEFÄHRTEN.
Der Film beginnt mit der Erzählung der Entstehung des Einen Rings, wie ihn einst vor langer, langer Zeit der dunkle Herrscher Sauron in den Schicksalsklüften des Vulkans Orodruin in Mordor schmiedet und seit dem scheinbar alle Macht hat. Doch in einer großer Schlacht wird er von Isildur, einem Menschen gestürzt, der nun selbst der Verlockung des Rings verfällt und ihn mit in sein Reich nehmen will. Durch einen unglücklichen Zufall jedoch, gerät der EINE in die Hände des Geschöpfs Gollum. Der Ring macht ihn Nahe zu unsterblich. Als Gollum sein 500.Lebensjahr erreicht hat, geschieht etwas sehr Seltsames. Der Ring wird ihm gestohlen, und zwar nicht von irgenteinem Herrscher, Elb oder sonst einer staken Gestalt - nein, ein Hobbit, Bilbo Beutlin, reißt sich den Schatz während seinem Abenteuer mit den Zwergen unter den Nagel und behält ihn.
Hobbingen, 60 Jahre danach:
Im Dorf ist großer Aufruhr, denn die Vorbereitungen zum "einhundertelfzigsten" Geburtstages von Bilbo Beutlin sind groß. Fast das halbe Auenland ist eingeladen. Doch während der Feier nutzt der alte Hobbit zum letzten Mal den Ring, den er jetzt schon seit über 60 Jahren besitzt, um zu verschwinden. Als er dann in seiner Hobbithöhle seine letzten sieben Sachen zum Aufbruch nach Bruchtal, zum Elbenherr Elrond packt, um dort seinen Lebensabend zu genießen, bemerkt Gandalf der Graue, der als langjähriger Freund Bilbos selbstverständlich auch eingeladen ist, wie Bilbo langsam der Macht des Ringes verfällt. Er nimmt ihm unter Komplikationen das Schmuckstück weg und lässt den Hobbit aufbrechen.
Wärenddessen beauftragt er Bilbos Neffen Frodo, dem sein Onkel alles vererbt hat, den Ring stets gut zu verwahren, biss er wieder käme. Als dann Gandlf seine "Akten" durchstöbert, wird sein schrecklicher Verdacht bestätigt: Es Handelt sich bei dem Ring nicht nur um einen normalen Zauberring, sondern um den Einen Ring, der einst von Sauron geschmiedet wurde. Er nimmt denjenigen, der ihn besitzt, in seinen Bann und macht ihn Böse, verleiht aber auch Macht.
Schnell reitet der Zauberer zurück ins Auenland, wo er Frodo die Lage erklärt. Und er bemerkt noch etwas: Saurons Geist ist wieder zum Leben erweckt und sein Auge ist auf den Ring gerichtet. Er will ihn mit allen Mitteln zurück und schickt deshalb seine 9 Ringgeister, die Nazgul, als Schwarze Reiter aus, den Ringträger zu finden.
So muss Frodo sich nun zunächst nach Bree aufmachen, wo Gandalf ihn dann entfangen sollte. Doch es läuft nicht wie geplant. Während Frodo mit seinen Freunden Sam, Pippin und Merry, die er unterwegs trifft, nach einem beschwerlichen und (wegen der Bedrohung durch die Schwarzen Reiter) sehr gefährlichen Weg endlich in der Stadt Bree ankommen, sucht Gandalf bei dem obersten und weitaus weisesten seines Ordens, Saruman dem Weißen, Rat. Doch er muss feststellen, dass sein Freund mit dem Feind verbündet ist und ehe Gandalf fliehen kann, setzt ihn Saruman auf das Dach seines Turm Othanc von Isengart. Als der Graue dann endlich mit Hilfe eines alten Adlers entkommen kann, haben die Hobbits Streicher, einen Waldläufer und Freund Gandalfs kennengelernt, mit dem sie weiter nach Bruchtal zu Elrond reisen. Doch auf dem Weg greifen die Schwazen Reiter den Ringträger wieder an, der nun durch einen Schwertschlag schwer verletzt wird. Streicher führt sie weiter, bis sie auf Arwen, eine schöne Elbendame und "Bekannte" Streichers treffen. Sie nimmt Frodo, der dem Tod nahe ist, auf ihr Pferd und reitet mit ihm, von den Nazgul verfolgt, weiter. An einem Fluss jedoch wird den Geistern die Zauberkraft der Elben zum Verhängnis und sie werden von einer plötzlichen Flutwelle mitgerissen. Arwen bring Frodo dann zu ihrem Vater Elrond.
Hier trifft der Hobbit wieder auf Gandalf, Streicher, Merry, Pippin und Sam. Als sich der Ringträger erholt hat, wird ein großer Rat mit Vertreter der Elben, Menschen und Zwergen, Gandalf, Elrond, Streicher und Frodo abgehalten, der die Gemeinschaft des Ringes beschließt, die ihn nach Mordor, zum Orodruin bringen und dort zerstören soll. Denn der Ring ist sehr gefährlich, nirgends vor dem Schatten sicher und muss deshalb zerstört werden, was nur in den Schicksalsklüften, wo er geschmiedet wurde, möglich ist.
Also stürzen sich Frodo, Merry, Sam und Pippin ( als Vertreter der Hobbits), Boromir und Streicher, der sich als Aroagorn, Erbe Isildurs zu erkennen gibt ( als Vertreter der Menschen), der Zwerg Gimli, der Elb Legolas und Gandalf der Graue, von Orks bedroht und von den Spähern Saurons verfolgt in ein rießiges Abenteuer voller Gefahr, Angst und Krieg um den Einen Ring, den Ring der Macht.
****************************************************** DIE CHARAKTERE:
Die Guten:
1. FRODO: Frodo ( Elijah Wood) ist Neffe des Hobbits Bilbo Beutlin, der einst den Ring bei Gollum fand. Er wollte, im Gegensatz zu den anderen seiner Art, Abenteuer erleben. Doch er hätte nie gedacht, dass er gleich in das größte Abenteuer Mittelerdes geraten würde.
2. SAM, MERRY & PIPPIN: Sam, Merry und Pippin ( Dominic Monaghan, Sean Astin, Billi Boyd) sind ebenfalls noch junge Hobbits. Obwohl sie eigentlich nur durch Zufall in die Geschichte geraten, erweisen sie sich doch als tapfere und mutige Gefährten.
3. STREICHER ( ARAGORN): Bei Streicher ( Viggo Mortensen) handelt es sich um einen Waltläufer und Freund Gandalfs. Doch in Bruchtal gibt er sich als Aragorn, Arathorns Sohn, rechtmäßiger Thronfolger Gondors zu erkennen.
4. BOROMIR: Boromir ( Sean Bean) ist Sohn Denethors, Truchsess von Gondor. Als Vertreter der Menschen gehört er der Ringgemeinschaft an. Doch er unterliegt der Macht des Ringes.
5. LEGOLAS: Prinz Legolas ( Orlando Bloom) gehört dem schönen Volk der Elben an. Er ist auch Gefährte und unterstützt die Gemienschaft nicht zuletzt mit seinen schnellen Pfeilen und Bogen.
6. GIMLI: Der Zwerg Gimli ( John Rhys-Davies) ist Gloins Sohn, der auch schon damals bei Bilbos Abenteuer dabei war. Gimli vertritt Durins Zwergenvolk. Von den Orks besonders gefürchtet: seine Axt.
7. GANDALF, DER GRAUE: Gandalf der Graue ( Ian McKellen) ist schon seit langer Zeit Freund von Bilbo und somit auch von Frodo. Er ist es, der die Macht des Ringes entdeckt und Frodo auf nach Mordor schickt. Während er fast überall als mächtig und weise gilt, nennt man ihn im Auenland einen Unruhestifter.
8. GALADRIEL: Sie ist die wunderschöne Herrin der Elben und deren Land Lothlorien: Galadiel ( Cate Blanchett). Ihre Anmutigkeit und Schönheit täuschen auch, denn sie ist zwar nett, aber auch gleichzeitig gefährlich, wenn sie in die Herzen anderer blickt.
9. ARWEN: Arwen ( Liv Tyler) ist Elbenprinzessin, Tochter Elronds. Wegen ihre Liebe zu Aragorn verzichtet sie sogar auf ihre Unsterblichkeit. Während sie im Buch eher im Hintergrund steht, erweist sie sich im Film als tapfer und mutig.
10. ELROND: Elrond ist ein Elbenkönig aus Bruchtal. In seinem Haus findet der große Rat ab, der die Zusammensetzung der Ringgemeinschaft beschließt. Elrond selbst war dabei, als Sauron als Gestallt getötet wurde.
Das Böse:
1. SAURON: Er ist im Film nicht verkörpert, da ja nur sein Schatten das Böse erweckt. Aus seiner Hand entstand der Eine Ring und er lässt keine Mittel aus, ihn zu finden und zurückzugewinnen.
2. SARUMAN: Einst ein Freund von Gandalf und weisester seines Rates verfällt Saruman der Weiße (Christopher Lee) jedoch des Rings, verbündet sich mit Sauron und erschafft eine neue Orkrasse: Die Uruk-hai
3. DIE URUK-HAI: Die Uruk-hai sind eine von Sauron erschaffene neue Art von Orks. Sie sind als Kreuzung von Menschen und Orks, größer und auch vom Sonnenlicht nicht abzuhalten. Sie bilden das Heer Sarumans.
4. DIE ORKS: Die Orks hausten eigentlich in den Nebelgebirgen. Doch als der Dunkle Herrscher wieder an macht zunahm, kamen auch sie wieder nach Mordor, Isengart und Co. Und treiben dort ihr Unwesen. Tausende stehen unter dem Befehl von Sauron und Saruman. Allerdings fürchten sie die Sonne.
5. DIE SCHWARZEN REITER ( NAZGUL) Die Schwarzen Geister, die Nazgul, sind die 9 Ringgeister des Sauron. Sie riechen förmlich den Ring, vor allem wenn er übergestreift wurde. Einst waren sie Könige, starben aber dann und verfielen Sauron. Nun streifen sie auf ihren schwarzen Rössern durch Mittelerde auf der Suche nach dem Ringträger.
6. GOLLUM ( SMEAGOL): Einst war er ein ganz normaler Hobbit. Doch er fand den Einen Ring, den er über 500 Jahre lang aufbewahrte und der ihn schließlich so böse und selbstsüchtig machte, dass sich seine Gestalt zu einer Art Frosch wandelte und er nur noch mit sich und seinem SCHATZ redete.
7. DAS BALROG: In den Mienen von Moria, da haust eines von den Feuerdämonen: Ein Balrog. Die Gestalt erinnert etwas an die eines riesigen Teufels aus Feuer. Ihm muss sich Gandalf in Moria stellen. Wer Gewinnt?
Die Völker
DIE HOBBITS: Die Hobbits sind kleine, lustige Gestallten, die das unbeschwerte Leben lieben, was man an den kleinen Bäuchen und liebenswerten runden Gesichtern erkennt. Außer sich schnell und ohne jeden Laut aus dem Staub zu machen, besitzen sie keine sonderbaren Fähigkeiten. Aber ihr Gehörsinn ist sehr gut ausgeprägt und ihre langen Finger sind sehr geschickt. Oft sind sie in leuchtenden Farben gekleidet und da sie für ihre Körpergröße ziemlich große Füße haben, die zudem noch lederartige Sohlen besitzen, sind Schuhe für die Hobbits unwichtig.
DIE ELBEN: Anders als die Hobbits handelt es sich bei den Elben eher um elegante Wesen. Ihre Schönheit und Anmutigkeit verzaubern jeden Außenstehenden sofort. Genauso ihre klaren Stimmen und ihre wunderbar anzuhörende Sprache. Sie verfügen über eine Art Magie und lieben die Poesie und Musik. Meistens sind sie sogar unsterblich.
DIE ZWERGE: Die Zwerge sind ein ebenso fröhliches Volk wie die Hobbits. Sie sind etwas größer als sie und zeichnen sich durch ihre langen Bärte und die kraftvoll geschwungenen Äxte aus. Ihr ganzer Stolz liegt in ihrer Berg- und Mienenarbeit. So zaubern sie ganze unterirdische Halle und Paläste, wie Moria. Den Elben gegenüber stehen sie aber eher ungestimmt.
****************************************************** DER ERFINDER:
John Ronald Reuel Tolkien erblickte am 3.1.1892 im südafrikanischen Bloemfontein im Oranje-Freistaat das Licht der Welt. Mit 4 Jahren kehrte er in ein Dorf nahe Birmingham, wo sein Vater früher lebte, zurück. Er besuchte das König-Edward-Gymnasium und lernte dort seinen geistlichen Führer und Lehrer Francis Xaver Morgan kennen. Nach dem Schulabschluss bekam John von der Oxford-Universität ein Stipendium, dieses 1915 abgeschlossen und anschließend geheiratet. Nachdem er sich nach jahrelanger Arbeit (Lehrer und Professor) endlich zur Ruhe gesetzt hatte, fing er an zu Schreiben. Erst ein Wörterbuch, dann Geschichten. 1937 kam sein "Kleiner Hobbit" und 1954 seine Triologie "Der Herr der Ringe" heraus, für die er sogar eine eigene Elbensprache entwarf. Am 1.9.1973 starb der kinderliebe Autor, 81 Jahre alt, während seine Figuren weiterleben.
Eigentlich galt "Der Herr der Ringe" Seit dem Erscheinen des Buches als nahezu unverfilmbar. Doch als ich nach drei Stunden puren Kinospaß den Saal verließ, dachte ich mir: Die rund 600.000.000 Mark für die Verfilmung des "Herr der Ringe" haben sich doch voll und ganz gelohnt. Die Figuren und Länder sind dem Buch treu und die Spezialeffekts atemberaubend. Es ist einfach faszinierend, wenn man bedenk, dass erstens alle drei Teile innerhalb von rund 18 Monaten abgedreht waren, dass zweitens 200.000 Computerfiguren kämpften und drittens, dass ca.900 Rüstungen und bis zu 1600 Ohren- und Fußpaare angefertigt worden sind. Regisseur Peter Jackson hat sich hier wirklich einem "Mammut -Projekt" zugewendet. Der Neuseeländer hat als Ort des Geschehens gleich die wunderschönen und unbewohnten Ecken seines Heimatlandes in den von Tolkien erfundenen Kontinent Mittelerde verwandelt. Liebevoll wurden in die Landschaften Hobbithöhlen eingearbeitet und so wurde aus einer Fläche aus grünen Wiesen schnell das idyllische Dorf Hobbingen.
Ich persönlich war von dem Film einfach fasziniert. Na gut, es war nicht gerade alles dem Buch entsprechend, aber ersten wäre es ja dann schon langweilig für alle, die das Buch schon gelesen haben und zweitens, man kann solch ein Buch nicht ohne weiteres verfilmen. Die Umsetzung ist Peter Jackson und seinem Team jedenfalls sehr gut gelungen und es ist ein riesiger Kinospaß für alle, ob sie Fans sind oder nicht.
06.01.2006 19:00
Super Bericht! Einer der besten Filme überhaupt... genauso wie die andern beiden Teile! :D LG Crunchy
28.05.2005 12:25
Feiner Bericht und vor allem schön übersichtlich.
28.05.2005 01:05
einer der besten Filme der letzten Jahre