Farblaser mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis
08.06.2006
Pro:
Druckqualität, Preis, Geschwindigkeit
Kontra:
Gewölbtes Papier
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Druckqualität
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Betriebskosten
Support/Service
mehr
 bjb
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:35
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
1) Ausstattung Bei dem ColorLaserJet 3800 N handelt es sich um eines der neusten Modelle der HP Serie. Bei ihm sind die Toner alle hintereinander angeordnet, so dass in einem Druckdurchgang das Blatt bedruckt werden kann und keine Trommel gedreht werden muss, wie bei den kleiner Farblasern. An Speicher bringt der Drucker 160 MB mit, was für den Alltag ausreicht. Die meisten Druckaufträge sind nach wenigen Sekunden nicht mehr auf dem Rechner. Zusätzlich besitzt der Drucker unten eine 250 Blatt Papierkassette die gut zu erreichen ist. Für die manuelle Zufuhr muss eine Klappe geöffnet werden, die dann auch Briefumschläge fasst. Die Auflösung vom 600 dpi ist völlig ausreichend, zumal sie mittels Ret3600 noch verbessert wird. Vorteilhaft ist, dass diesem Modell PCL6,PS und PCL 5c als Druckersprache verwendet und somit sehr kompatibel ist. Eine weiter Besonderheit hat das N Modell bei den Anschlüssen. Es verfügt neben einem USB 2.0 Anschluss noch über einen Druck-Server mit Ethernet Anschluss und kann somit in ganzen Netzwerken eingesetzt werden. Zusätzlich bietet der eingebaute Webserver viele Informationen über den bisherigen Verbrauch, die Konfiguration und kann bei Tonermangel den Admin informieren. Für Netzwerke sehr nützlich.
2) Installation Hier finde ich liegt eine schwäche des Druckers. Zwar geht die Einrichtung auf dem Computer sehr einfach und funktioniert Problemlos, allerdings ist der Aufbau doch recht aufwendig. Ausgepackt sieht der Drucker schon fertig aus, allerdings muss man dann erstmal diverse Schutzfolien und Schutzstreifen entfernen, die an allen Enden aus dem Drucker schaun. Ich weiß nicht ob man das einfacher lösen kann, aber ich hatte das Gefühl ich baue erstmal den ganzen Drucker auseinander.
3) Bedienung Hier ist der Drucker sehr unkompliziert. Der Windowstreiber ist klar und verständlich aufgebaut. Durch einen Klick kann man Duplexdruck auswählen oder 2 Seiten auf eine Drucken lassen. Am Gerät gibt es ein zweizeiliges Display, das ausreicht, und 7 Knöpfe. U.a. für Abbruch und Hilfe. Die Bedienung ist eigentlich selbsterklärend.
3 )Druck a) Geschwindigkeit
Der Drucker schafft laut Hersteller sowohl in schwarzweiß, als auch in Farbe eine Geschwindigkeit von 21 Seiten pro Minute. In der Praxis kann er diese Geschwindigkeit auch meist einhalten. Allerdings kann es bei größeren Dokumenten schon mal zu einer kurzen Verarbeitungspause kommen. Dies fällt besonders beim manuellen Duplexdruck auf. Diesen kann man im Treiber einstellen und der Drucker bedruckt zuerst nur die Vorderseiten aller Dokument. Anschließend muss man den Papierstapel wieder in die Zuführung 1 einlegen und dann kann der Rest bedruckt werden. Erfreulicherweise bekommt man ein Fenster angezeigt, dass einem mit Bildern und Text erklärt, wie man das Dokument einlegen muss. Beim Bedrucken der Rückseite dauert es nun aber meist deutlich länger, da der Drucker nach einigen Seiten die Daten neu verarbeiten muss. Außerdem muss man aufpassen, das der Drucker nicht zwei Seiten gleichzeitig einzieht. b) Qualität
Die Qualität überzeugt voll und ganz. Klare und scharfe Ausdrucke sind die Stärken dieses Druckers. Nur vereinzelt konnte ich kleine Fehler feststellen, wie z.B. nicht ganz passgenaue Ausdrucke mit mehreren Farben. Allerdings sollte man sich vorher im klaren sein, dass ein Farblaser nicht für Fotoausdrucke gedacht ist. Dafür ist ein Tintenstrahler geeigneter, da die Ausdrucke auf Fotopapier dort etwas lebendiger wirken. Bei normalem Papier finde ich dagegen die Laserdrucker deutlich besser. Ein Nachteil ist allerdings die starke Wölbung der ausgedruckten Seiten. Hier wäre ein gerader Papierpfad wünschenswert, wenn auch schwer realisierbar. c) Kosten
Auch hier kann der Drucker punkten. Mit einem Neupreis von 900 € erhält man 4 volle Toner, die jeweils ca. 6000 Seiten reichen sollen. Beim Nachkauf schlägt jeder Toner mit ca. 120-150 € zu buche. Da kann man sich allerdinsg fast überlegen einen weiteren Drucker zu kaufen, zumal man das einfach Modell ohne Netzwerk schon für 600 € mit 4 Tonern bekommt. Was für ein Irrsinn. Rechnerisch ergibt sich ein Seitenpreis von was mehr als 2 cent, was durchaus ok ist. Leider kann ich noch nicht sagen ob die Herstellerangaben genau stimmen, aber nach 700 gedruckten Seiten hat mein Toner einen Stand von 89 %, was darauf hindeutet, dass die Angaben stimmen. 4) Webserver
Der Webserver bietet viel nützliche Informationen. Er kann von jedem rechner im Netz per Drucker IP Adresse erreicht werden und ermöglicht eine Konfiguration des Druckers. Als Informationen liefert er den genauen Verbrauchsmaterialstatus und Informationen über alle bisher gedruckten Seiten (Anzahl der Seiten in Farbe, Größe, ...). Auch Wartungsfunktionen können damit zentral gesteuert werden. 5) Preis
Der Drucker kostet im Internet ca. 900 €. Dafür erhält man einn guten Farblaser, der zusätzlich einen Netzwerk Druckserver integriert hat. Dieser ist leicht zu konfigurieren und bietet per Web-Zugang viele Information. Wer ihn allerdings nicht benötigt kann für ca. 600 € das kleinere Modell erwerben; allerdings mit weniger Speicher. Das Modell mit Duplexeinheit finde ich mit 1200 € dagegen deutlich zu teuer, auch wenn dort mehr Speicher enthalten ist. Das Geld spare ich lieber und drehe per Hand um. 6) Extras
Gerade hier gibt es von HP vieles unnützes. Wer zu viel Geld hat kann sich gerne eine RAM-Erweiterung kaufen. 800 € für 256 MB lt. HP sind der reine Wucher. Da reicht der Standard allemal. Auch eine weiter Papierzufuhr mit 500 Blatt für 464 € halte ich für stark übertrieben. Interessanter aber auch zu teuer ist da die 20 GB Festplatte mit der man in Firmen einige Dokument fest auf dem Drucker speichern kann. Allerdings frage ich mich wozu ich das Brauche, da ich dann eh meist einen Server habe der 24 h am Tag läuft. Somit halte ich die ganzen Extras alle für unnütz. Fazit:
Ein für seine Ausstattung günstiges Druckermodell, was gut als Ersatz für einen Tintenstrahldrucker geeignet ist, wenn man keine Fotos drucken will. Besonders die Druckqualität und Ausstattung überzeugen. Schlecht sind nur einige Details, wie der komplizierte Aufbau und die gewölbten Blätter. Ich kann diesen Drucker daher nur empfehlen.
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08.06.2006 18:15
dein Bericht gefällt mir ziemlich gut, daher geb ich dir ein sehr hilfreich
08.06.2006 12:30
hey ein super Bericht, wirklich interessant und informativ
08.06.2006 12:24
Hi. Mein Preis zählt nicht ganz. habe 700 € bezahlt, weil ich eine Fehllieferung vom Händler bekommen habe. Wollte das N-Modell nicht. Er hat es mir aber für 100 € mehr überlassen, weil ich es schon installiert hatte. Bei Betrieb ist das Gerät lauter (aber ich zu sehr - subjektiv). In Stand-By kaum zu hören - da ist der rechner lauter. Die Größe ist natürlich nicht gerade klein. Aber er geht ziemlich in die Höhe. Mein alter Business Injekt 2230 hat mehr Grundfläche begraucht. dennoch sollte man 50x40 cm Grundfläche frei haben.