Erfahrungsbericht über

Compaq Evo Notebook N800v

Gesamtbewertung (9): Gesamtbewertung Compaq Evo Notebook N800v

 

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Das Business Notebook

4 21. Mai 2003

Pro:
Noch funktioniert alles

Kontra:
Das Design des Geräts ist ähnlich abstrus wie sein Name

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Verarbeitung:

Akkulaufzeit:

Gewicht:

Bedienung/Ergonomie:

Bedienungsanleitung:

Support/Service:

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k_jacobi

Über sich: In den letzten 12 Monaten habe ich 3 Computermäuse verschlissen, vielleicht sollte ich mal was darüb...

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Vertrauende:110

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 67 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

DIE ALLGEMEINE NOT MIT DEN NOTEBOOKS

Wie oft braucht man ein neues Notebook? So etwa alle zwei Jahre. Und warum, um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten? Auch. Vor allem aber auch, weil in dieser Produktsparte auch Markengeräte von einer derart jämmerlichen Qualität sind, dass sie einfach nicht länger durchhalten.

Der Kunde fordert ein gutes Preis/Leistungsverhältnis – und vergisst, das dies nicht das selbe wie Preis/Qualitätsverhältnis bedeutet. In der Autoindustrie hat man diesen Unterschied inzwischen begriffen: Toyota, der Autokonzern mit den störUNanfälligsten Produkten (falls ich mein ADAC Magazin richtig verstanden habe) macht auch die besten Gewinne.

In der Computerindustrie sieht dies anders aus. Dell und Hewlett-Packart streiten um die Markführerschaft. Von meinen anfänglichen Problemen mit meinem Dell Latitude Notebook berichtete ich vor knapp 4 Jahren hier bei Ciao – das Teil war zum Schluss mehr beim Service als in meinem Rucksack auf Reisen. Mit dem HP-Omnibook hatte ich mehr Glück – aber dann fiel es doch praktisch mehr oder weniger auseinander; zum Glück, bevor die Zweijährige Garantie abgelaufen war.

Nun erhielt ich von meiner Firma ein neues Notebook, ein „Evo N800v“ von Compaq, der Firma, die kürzlich von HP geschluckt wurde. Hoffentlich wirkt sich dieser Merger nicht auf die Qualität aus ...

DAS ÄUSSERE ERSCHEINUNGSBILD

Rein optisch sind die Geräte von HP und Compaq noch zu unterscheiden: HP, das ist für mich modernes Design, ein bisschen an Coca-Cola erinnernd. Nicht immer sehr ästhetisch, aber immerhin originell. Compaq Notebooks strahlen dagegen eine dezente konservative Hässlichkeit aus – haben die überhaupt einen Designer dran arbeiten gehabt? Was soll der alberne silberne „Kragen“ rund um die Tastatur herum, oder gar die diversen chromglitzernden Applikationen?

Ich werd mich dran gewöhnen. Genauso, wie ich mich nach 2 Wochen schon beinahe an die Tastatur gewöhnt habe. Die Tasten sind nämlich erheblich anders als bei HP (oder einer PC-Standarttastatur) angeordnet. Es kommt immer noch vor, dass ich anstelle der „strg“-Taste auf die „Fn“-Taste haue; für jemanden, der viel mit den Kürzeln Ctrl-C, Ctrl-V etc. arbeitet, schon ärgerlich.

Das 15-Zoll Display hat eine Auflösung von 1400 x 1050 Pixeln und ist wirklich „rattenscharf“ – zumindest nachdem ich Windows XP zur Raison gebracht hatte. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase kann ich auch mit „normal Fonts“ alles gut lesen. Kurzfristig kann ich auch 2 Seiten in Word nebeneinander haben (mit Schrift in 11 Punkt Arial), ohne dass mir die Augen tränen.

Klappe ich den Deckel zu, dann fällt auf, dass das das rechte Sechstel des sonst schwarzen Deckels in Mattsilber gehalten ist. Das wirkt zunächst merkwürdig, hat aber wohl eine tiefere Bedeutung: dahinter soll sich die Antenne für den WLAN-Anschluss verstecken. Ich brauche also keine PCMCIA-Karte mehr, um in unsichbaren Netzwerken anzuklopfen. Allerdings hatte ich bislang keine Gelegenheit, dies mit dem neuen Compaq auszuprobieren. Machen wir darum gleich weiter mit den anderen

SCHNITTSTELLEN.

Hier gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, das zwei gewohnte alte und eine erhoffte neue Schnittstelle fehlen, also keine Serielle, kein PS/2 (für externe Tastatur oder Altmaus) und auch kein Firewire. Die gute Nachricht ist, das die vorhandenen Schnittstellen von ordentlicher Qualität sind und an der richtigen Stelle sitzen.

Kopfhörer und Mikrofonausgang sind z.B. an der Seite (neber dem einfachen PC-Card Slot) und nicht wie beim Omnibook vorne. Und obendrein: die beiden „JBL“ Lautsprecher sind von excellenter Qualität – etwas vergleichbar Gutes (und bei Bedarf auch Lautes) habe ich bislang bei Notebooks noch nicht erlebt.

Die anderen Schnittstellen liegen hinten. Zunächst Buchsen für Netzwerk- und Telefonkabel. Dann, hinter einer Klappe, 2 mal USB 2.0. Juhuh, meine Maus läuft wieder stolperfrei und meine Archos Jukebox kann endlich zeigen, wie schnell sie wirklich ist! Dann S-Video (habe ich keine Verwendung für), Monitor (noch nicht getestet) und eine Parallelschnittstelle (früher schloss man Drucker daran an). Schliesslich, (natürlich nicht von einer Klappe verdeckt) noch die Infrarotschnittstelle. Lege ich mein Handy in Reichweite hin, dann meldet das Betriebssystem ohne lange zu zögern „Another computer is nearby. Click here to send files to computer SIEMENS ME45.“ Das hat nun auch was mit dem Betriebssystem zu tun. Dazu komme ich gleich. Vorher noch kurz

ZU DEN INNEREN WERTEN

meines Geräts in der Zusammenstellung, wie ich sie gewählt und erhalten habe:

512 MB DDR-RAM PC 2100 (256 MB wären Standart), 40 GB Festplatte, 2 GHZ Pentium 4 Mobile;
Internes DVD/CD-rewritable Laufwerk Toshiba SD-R2312 (steckt im “Modul Bay”, kann also vom Nutzer leicht gegen ein anderes Gerät ausgetauscht warden);
Externes (über USB anschließbares) Floppylaufwerk;
Grafikkarte ATI Mobility Radeon 7500 AGP mit 32 MB;
SoundMAX Integrated Digital Audio Card (einen digitalen S/PDIF Ausgang habe ich allerdings nicht entdecken können).

Laut offizieller Preisliste von Hewlett-Packard würde dieses Gerät 2689 Euro incl. MWSt kosten und knapp 3 kg auf die Wage bringen. Dieses Gewicht ist allerdings wohl ohne Netzteil und Stromkabel.

NEIDISCH?

„Och, ist der aber langsam“ ist die erste spontane Reaktion von Leuten, die mir über die Schulter schauen. Na, klar, schliesslich arbeite ich mit Windows XP Professional. Es gelang mir zwar, die Menüs auf den vertrauten Windows 2000 Look zurückzustellen. Damit wurde nicht nur der Bildschirm schärfer, sondern ich finde jetzt auch die Systemmenüs einfacher wieder. Nur, subjektiv arbeitet der Rechner nicht schneller als mein altes HP Omnibook mit 800 MHz Pentium III.

Der Rechner ist flink, wenn es darum geht, neue Zusatzgeräte zu erkennen oder wieder abzumelden - da wird nicht lange rumgemacht (wie etwa bei Win2K). Office dagegen arbeitet „langsam aber sicher“, will sagen, wenn verlinkte Dateien verschoben wurden, kann Office das ganz gut selbst wieder in Ordnung bringen. Und: ich habe ein älteres Programm, das zwar nur unter 32-bit Windows läuft, aber nicht voll integriert ist: ArcView GIS 3.x. Das ist nun wirklich eine Ecke schneller als auf dem alten Rechner.

Die Option, bei der Erstinstallation zwischen Win2K und WinXP zu wählen bestand bei meinem Gerät nicht, nur zwischen WINXP auf Englisch und auf Deutsch. Auf wiederholten Wunsch meiner Kunden wählte ich Englisch.

WAS HEISST ÜBERHAUPT „BUSINESS“?

Kommen wir zum Schluss zum Titel dieses Berichts: „Ein Business Notebook“. Wie definiert sich dieses? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so genau. Bei Bohrmaschinen unterscheidet man zwischen „Heimwerker“ und „Gewerblichen“ Geräten. Die Unterschiede liegen nicht nur in der unterschiedlichen Gehäusefarbe und der Ummantelung des Netzkabels sondern eben in der Auslegen des Motors gegen Überlastung und die Eingnung für den Dauerbetrieb. Bei Notebooks habe ich bislang als Hauptunterschied nur das Betriebssystem erkennen können, sprich WinXP versus WinXPProf. Da haben es sich die Hersteller wohl etwas einfach mit gemacht. Aber vielleicht habe ich diesmal mit meinem Compaq Notebook mehr Glück als mit den Vorgängern von HP und Dell.
 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
zickendieb

zickendieb

17.10.2003 15:16

Um ehrlich zu sein, es klingt nicht so "toll". Gut, ich habe mit meinem Notebook wohl einen Glücksgriff gemacht und bin deswegen "anspruchsvoll". Aber die USB-Anschlüsse würde ich eindeutig als Design-Fehler bezeichen. Sowas gehört einfach an die Seite. Beim Kopfhöreranschluss ist es ähnlich; der gehört nach vorn. Finde ich jedenfalls. Zum Thema Marke: Ich bin mit (offiziell Highscreen) Yakumo, also eigentlich "No Name", sehr zufrieden. Den Aufpreis für Dell oder Compaq, würde ich nie bezahlen. Gruß vom Dieb

drucker03

drucker03

16.10.2003 15:38

Interessant zu lesen, aber die Welt der Wintel-Notebooks wird mir wohl hoffentlich für immer verschlossen bleiben. Wenn ich mich einmal zu etwas großem Mobilem entschließe, wird es sich mit der vorhandenen Mac-Hard- und Software vertragen müssen (und diesem Zwang beuge ich mich gerne). Bis dahin tut mein Newton 2100 immer noch treu und brav seinen Dienst.

Terminator-II

Terminator-II

08.06.2003 18:17

hmmm, ich hatte mal ein E500 von Compaq, das war schon sehr gut! CU, Termie

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