Mein treuer Begleiter
4. Jul 2003
(8. Jun 2008)
Pro:
robust, leistungsfähig, gute Akkulaufzeit, relativ leicht
Kontra:
sehr teuer, schlechte Darstellung bei 1280x1024
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung:
Akkulaufzeit:
Gewicht:
Bedienung/Ergonomie:
Bedienungsanleitung:
Support/Service:
mehr
 PeterPan2
Über sich:
Für alle eine Runde "Wachtelberg" ;-).....
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Vertrauende:283
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 267 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Compaq Notebooks standen "früher" in dem Ruf, sehr gute, aber auch etwas teurere Geräte zu sein, zumindest was die Businessbaureihe angeht. Ähnliche Geräte von HP waren (zumindest in unserer Firma) nicht so gefragt und eher fehleranfällig. Nach der Fusion von Compaq und HP färbte leider der etwas miese Ruf von HP (speziell natürlich nur was Notebooks betrifft) auch auf Compaq ab, so dass ich etwas skeptisch war, als ich vor 5 Jahren auf Arbeit ein neues Compaq-Notebook bekommen sollte. Aber ich sollte Glück haben und eines der letzten "echten" Compaq-Notebooks erhalten, was seinem guten Ruf alle Ehre macht. Nach einer kurzen Beratung mit unserem Hardwarelieferanten, entschieden wir uns im März 2003 für ein Compaq Evo Notebook N800c. 2340€ kostete das gute Teil damals (vergleichbare Geräte kosten heute etwa 1000€ weniger. Die Compaq Evo N800c Reihe ist modular aufgebaut. Das heißt man kann zwischen verschiedenen Hard- und Softwarekomponenten wählen, so dass es auf dem Markt eine große Streuung betreff der Leistungsmerkmale und daraus resultierend natürlich auch des Preises gab (neu sind sie ja inzwischen nicht mehr erhältlich). Daher erwähne ich hier anfangs zumindest einmal die verschiedenen Hardwareoptionen, und komme anschließend zu den technischen Daten meines Gerätes.
Optionen (alle andere Teile sind bei den verschiedenen Modellen gleich): Prozessoren (mit 845MP Chipset und 400 MHz Front Side Bus): Intel Pentium 4-M 1,6GHz / 1,7GHz / 1,8GHz / 2,0GHz Display: 15" TFT mit 1024x768, XGA / 1400x1050, SXGA+ / 1600x1200, UXGA Grafikkarte: ATI Mobility Radeon 7500 Controller, 32MB / 64MB DDR SDRAM RAM, maximal 1024MB (2 Slots): 256 MB / 512 MB Festplatte (jeweils 5400/min.): 20 GB / 30 GB / 60 GB Laufwerke (im MultiBay Einschub): 1,44" Floppy / CD-ROM / DVD-ROM / DVD-ROM/CD-RW Combo
Bei meinem Compaq Evo N800c haben wir den Pentium 4-Mobile 1,8 GHz Prozessor, das Display mit der SXGA+ Auflösung, die Grafikkarte mit 32MB Speicher, 256MB RAM, eine 30GB Festplatte und das normale DVD-Laufwerk, sowie zusätzlich das Diskettenlaufwerk gewählt. Die weiteren technischen Daten sind in der kommenden Aufzählung. Wer sich dafür nicht interessiert, kann ja bis zum "Erfahrungsbericht" durchscrollen ;-). Technische Daten und Ausstattung:
- 8 Zellen Li-Ionen Akku (bis zu 4 Stunden Laufzeit) - PCI 56K (V.92) Modem integriert (RJ 11 Ausgang) - integrierte 10/100 Ethernet NIC (RJ 45 Ausgang) - 102 Tasten Keyboard & 4 Easy Access Buttons - Touchpad & Mousestick vorhanden - 1 Typ I, II PC CardSlot (32-bit CardBus & 16-bit PCMCIA Karten) - integrierte JBL Pro Lautsprecher - 16-bit Sound Blaster Pro-kompatible Soundkarte - Gewicht:
2,9 kg - Maße (BxHxT): 31,7 x 3,3 x 26,5 cm zusätzliche Aus- und Eingänge:
1 Parallelausgang 1 VGA-Ausgang 1 S-Video Ausgang 2 USB 2.0 1 Infrarot Port 1 Mikrofoneingang 1 Lautsprecher- bzw. Kopfhörerausgang 1 Netzteilanschluss 1 Dockinganschluss So, das soll jetzt erst einmal alles an Daten sein, sonst wird der Bericht für technische Laien zu trocken ;-). Daher kommen wir nun mehr zur Praxis. Genauer zur Inbetriebnahme des Notebooks. Das Gerät wurde in einem Pappkarton angeliefert, in dem sich wiederum kleinere Kartons mit dem eigentlichen Laptop, und diversem Zubehör befanden. Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät:
- 1 Akku - 1 Netzteil - 1 Ethernet Kabel - 1 Modemkabel inkl. Adapter - diverse Installations- CDs - etliche Broschüren und Handbücher Das Design
Ausgepackt war alles fix. Gleich als erstes fiel mir das elegante Aussehen des Compaq Notebooks auf. Etwas breit und tief, aber dafür schön flach präsentiert sich das Gerät. Das Display füllt fast den kompletten Deckel aus. Das Gehäuse ist in edlem Anthrazit mit silbern schimmernden Applikationen. Nichts wirkt fummelig oder billig. Auf den ersten Blick macht es auch einen ziemlich robusten Eindruck. Bemerkenswert auch das Gewicht von nur 2,9kg (inkl. Akku) für ein Notebook dieser Größe und Leistung. Heute sind die meisten geräte zwar etwas leichter, aber leider meist auch etwas weniger robust. Nach meiner kurzen Besichtigung schritt ich dann auch gleich zur Installation des Betriebssystems und der Software. Die Installation
Zuerst wurde der Akku eingesetzt und das Netzteil angeschlossen. Nach dem einschalten des Gerätes, meldet sich als erstes ein Auswahlmenü mit den möglichen Betriebssystemen: Windows2000 Pro oder WindowsXP Pro (jeweils in deutsch und in englisch) Diese Varianten sind auf der Festplatte abgelegt, man wählt eine davon aus und während des Setups löscht die Installationsroutine die nicht ausgewählten Varianten. Da wir eine Unternehmenslizenz für Windows2000 haben, wählte ich diese Variante. Für die allermeisten Anwender reicht das allemal aus, ich jedenfalls brauchte damals die bunte XP Welt nicht. Der Mobile Pentium4 unterstützt aber auch 64-Bit Programme, in dem Fall sollte man dann doch WindowsXP nutzen. Neben dem Betriebssystem wird gleich bei der Erstinstallation schon einiges an Zusatzsoftware installiert. Servicepack 2 wird gleich mit installiert wie auch ein Diagnostics für Microsoft Windows Paket, die DVD Software WinDVD, das Compaq Security Management, der Acrobat Reader5 und einiges an speziellen Compaq Guides und Management Agents. Alles in allem lief die Installation flott und völlig problemlos. Besondere Eigenschaften des Notebooks
Achtung hier steht etwas fachchinesisch. "Eingeweihte" werden die Begriffe kennen, andere können im Einzelfall gern per Kommentar noch mal nachfragen ;-). Der Netztaster befindet sich am oberen Ende wo das Display angebracht ist. Das Display bietet eine Menge von Auflösungen an, bis hin zu 1400 x 1050, wo die Darstellung zwar schon sehr klein wirkt, aber dafür gestochen scharf. Auch 800 x 600, 1024 x 768 sehen toll aus, wären mir persönlich aber von der Rasterung und Größe der Icons etwas zu groß. Schade ist, dass bei der Auflösung 1280 x 1024 die Interpolation hässlich aussieht und unscharf wirkt. Da verschwimmen insbesondere kleinere Schriften ziemlich. Also sollte man entweder bei der maximalen Auflösung bleiben, oder gleich auch 1024 x 768 runter gehen. Insgesamt gesehen sind aber auch grafikintensive Anwendungen, sowohl bei der 2D als auch bei 3D Darstellungen sehr überzeugend. Selbstverständlich bietet das N800c ein blendfreies Display (also nicht diese fürchterlichen Spiegelscheiben, wie die meisten Notebooks heute). Das Notebook verfügt über ein ausgesprochen gutes Powermanagement. Die Intel SpeedStep Technologie für (z.B. den optimierten Akku Energiesparmodus) wird unterstützt, ebenso Hibernation, sowie Instant-on und eine ACPI Unterstützung. Auch die Sicherheitsfeatures sind auf dem aktuellen Stand der Dinge. Diverse Passwörter für Setup, Power-On und DriveLock können vergeben werden. Eigentümererkennung via Fingerabdruck kann nachgerüstet werden, eine Vorrichtung für ein Kensington Schloss ist auch vorhanden. Externe Kommunikation ist über die eingebaute 10/100 Netzwerkkarte, über ein internes 56k Modem oder über Infrarotmodul möglich. Funkkarten, ISDN Karten, Bluetooth 1.1 Module oder 802.11b WLAN Module sind allerdings nur optional anschließbar. Puristen werden vielleicht eine serielle Schnittstelle oder einen separaten PS/2 Mouseport vermissen, aber mit den 2 integrierten USB 2.0 Schnittstellen wird dieses Manko ausgebügelt. Das Notebook kann flexibel durch MultiBay Module erweitert werden, die kompatibel zu allen Compaq Armada und vielen Evo Modellen (N200, N400c und N600c) sind. Der integrierte Arbeitsspeicher von nur 256MB war inzwischen natürlich nicht mehr auf der Höhe der zeit, daher habe ich das Gerät dieses Jahr für knapp 40€ auf jetzt insgesamt 768MB aufgerüstet, was für die allermeisten Anwendungen auch heute noch ausreichend ist. Die Bedienung des Notebooks
Das Evo Notebook N800c ist für sogenannte Business Anwender konzipiert. Es soll (laut Hersteller) die Performance eines Desktops erreichen, was allerdings etwas übertrieben ist. Allein schon wegen des bei Notebooks verwendeten "Mobile-Prozessors" und des Bussystems, kann das nicht gehen. Aber trotzdem ist dieses Modell bei der Rechenleistung mehr als ordentlich, prozessorintensive Arbeiten dauern nicht viel länger als bei einem Desktop-PC (zum Beispiel meinem damaligen PC zu hause einem 2GHz Athlon). Aber als Reisebegleiter ist es wirklich Spitze. Und das ist ja auch der Hauptzweck. Viel trägt dazu der gute Akku bei, der Laufzeiten von bis zu 4 Stunden garantiert. Selbstverständlich ein Li-Ionen Akku, also
Bilder von Compaq Evo Notebook N800v
ohne den altbekannten Memoryeffekt. Wem diese Laufzeit immer noch nicht reicht, hat die Möglichkeit anstatt eines optischen Laufwerks noch einen zweiten Akku einzusetzen. Erst seit etwa einem Jahr nimmt die Akkuleistung ab, inzwischen ist bei maximal 1,5 Stunden Schluss. Aber man bedenke dabei dass das Gerät inzwischen über 5 Jahre alt ist..... Aber kommen wir mal zur Tastatur, da gibt es nicht viel zu erzählen. Sie ist wie bei allen Notebooks für meine Wurstfinger etwas zu klein, aber man gewöhnt sich dran. Es gibt einige zusätzliche Tasten, die man für bestimmte Funktionen separat nutzen kann (Lautstärke, E-Mail, Mediaplayer und Suchmaschine). Bis heute ist noch kein Ausfall einer Taste zu verzeichnen, alles Bestens. Das DVD-Laufwerk ist mit 12fach angegeben, CDs sollen 24fach gelesen werden können. Dies reicht für den mobilen Betrieb völlig aus. Die Festplatte ist natürlich langsamer als moderne Desktop-Platten, aber ausreichend schnell und mit 30GB auch für meine Verhältnisse groß genug. Auch nach 5 Jahren Benutzung ist noch knapp ein Viertel frei. Besonderer Clou ist die Kombination von Touchpad mit Mousestick. Beide können separat, aber auch kombiniert eingesetzt werden, so dass man da relative Freiheit genießt. Komplettiert wird diese Kombination mit 4 "Mousetasten", welche auch programmierbar sind. Die Soundqualität der eingebauten JBL-Speaker ist für ihre Größe ordentlich. Für etwas Musik, oder Spielsound reichen sie völlig aus. Ich habe mit dem Notebook auch schon Musik-DVDs gesehen (und natürlich gehört), sowohl Ton als auch Bild waren gut. Die bei TFTs befürchtete Verzögerung in der Darstellung war zumindest beim Film sehen nicht nachzuvollziehen. Der Blickwinkel des Displays ist ordentlich, aber da habe ich schon besseres gesehen. Insbesondere im Akkubetrieb wird aus Stromspargründen die Helligkeit um ca. 20% abgesenkt, was zwar dem Akku zugute kommt, aber das Bild etwas schwerer erkennbar macht. Das Notebook arbeitet nahezu lautlos, von der Festplatte hört man fast nichts, nur die CD bzw. DVD hört man etwas lauter beim Zugriff (aber erträglich). Der Prozessorlüfter wird rechts nach außen geführt. Ich höre ihn eigentlich nur beim Hochfahren des Gerätes, da wird er für etwa 10s testweise angekurbelt. Die Garantie
Compaq gewährte damals auf dieses Notebook 3 Jahre weltweite Garantie mit "Vor Ort Service" am nächsten Arbeitstag, welchen man mit dem "CarePaq" Paket noch weiter ausdehnen konnte. Das ist ordentlich, wenngleich ich sagen muss, dass ich diese Leistung nie in Anspruch nehmen musste. Unsere Firma hatte sowieso einen gesonderten Garantievertrag mit Compaq, da läuft das noch anders, aber das wird den geneigten Ciao-Leser wohl weniger interessieren. Und am besten ist natürlich, wenn so ein Gerät gar nicht erst kaputt geht, wie meins bisher ;-). Mein Fazit:
Nach anfänglicher Skepsis bin ich von diesem Gerät vollständig begeistet. Seit über 5 Jahren bin ich mit meinem Compaq Evo N800c rundum zufrieden. Die anfängliche Akkulaufzeit von bis zu 4 Stiunden hat zwar inzwischen sehr gelitten, aber das ist bei dem Alter ja auch kein Wunder. Die Rechenpower gepaart mit einem tollem, spiegelfreien Display, bei einem erträglichen Gewicht und solider Robustheit, ist einfach Spitze. Meine eingangs erwähnte Meinung (sehr gut aber auch sehr teuer) gilt immer noch. Einige kleinere Mankos die ich im Text beschrieben habe und der für Otto-Normal Verbraucher relativ hohe Preis, lassen mich ein klitzekleines Sternchen abziehen, Compaq möge es mir verzeihen ;-). Aber insgesamt gesehen ist es ein ausgewogenes Gerät mit vielen guten Allroundeigenschaften. Einem Umstieg auf Vista allerdings kann ich natürlich nur abraten, dafür reicht die Performance nicht mehr, aber wer weiterhin XP (oder W2K) benutzt, hat mit dem Evo N800c auch heute noch ein gutes Notebook. Nun haben wir auf Arbeit diese Geräte (aufgrund allgemeinen Umstiegs auf eine andere Firma) ausgesondert, aber ich konnte erwirken, dass ich dieses Gerät zu hause weiter benutzen darf. Naja aber inzwischen komme ich da kaum noch ran, weil meine Frau es ständig in Benutzung hat ;-).
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01.07.2009 10:10
ich fahre mit meinem recht günstigen Acer (war glaube ich was um die 900.00 CHF = 600 Euro) total gut
29.06.2009 21:36
HP und schlechter Ruf? War mir neu.. ich besitze auch ein Compaq und bin bisher sehr zufrieden. / Wunderbar vorgestellt!
11.07.2008 17:28
Suche im Moment auch nach einem preiswerten Gerät! Viele Grüsse, Günter und natürlich ein BH!