Erfahrungsbericht über

HP Compaq Nx6110

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung HP Compaq Nx6110

 

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On the money

4  03.03.2005

Pro:
Überdurchschnittlich gute Verarbeitung, stabiles und zuverlässiges System, dezentes Design, vergleichsweise leiser Lüfter,  .  .  .

Kontra:
.  .  .  der jedoch zu oft läuft, sonstige Kleinigkeiten

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Bedienung/Ergonomie

Software-Ausstattung

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saighdiuir

Über sich:

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Erfahrungsberichte:19

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 71 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

VORWORT

Das NX6110 ist ein Centrino-Notebook, welches von HP in der Kategorie "Business" angeboten wird, was zunächst einmal bedeutet, daß es für mehr Geld weniger Ausstattung enthält. Der Mehrwert dieser Geräte soll in einer sehr guten Verarbeitung und einer besseren Abstimmung der Komponenten liegen. Der vom Hersteller empfohlene Preis für die hier vorgestellte Version PT603ET liegt mittlerweile bei 1000 €. Erhältlich ist sie bei manchen Händlern bereits für einen geringeren Preis. Eine günstigere Version mit Celeron-M, aber auch teurere Ausführungen mit besserer Ausstattung werden angeboten.


AUSSTATTUNG

Das Notebook verfügt über ein 15-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln. Im Innern arbeitet ein Pentium-M 730 mit FSB 533 (1,6 GHz), also die aktuelle Version (Alviso) mitsamt der neuen Centrino-Palette (Sonoma), d. h. Intel Graphics Media Accelerator 900 mit bis zu 128 MB RAM (aus dem Arbeitsspeicher) und Intel WLan-Karte 802.11 b/g. Die Festplatte hat 40 GB und arbeitet mit 5200 rpm. Der Arbeitsspeicher besteht aus zwei 256MB-Modulen DDR333. Ein Modem ist eingebaut.

Das festeingebaute Laufwerk kann CDs und DVDs lesen sowie CDs schreiben (Combo). Die Anschlüsse beschränken sich auf zweimal USB 2.0, einmal Firewire, VGA-Ausgang, Netzwerk-Anschluß, Mikro-Eingang sowie Soundausgang.


INBETRIEBNAHME

Das Notebook wird in einem recht kleinen Karton geliefert. Das mitgelieferte Zubehör besteht im wesentlichen aus einigen Broschüren inkl. einem kleinen Handbuch, Netzteil, Akku, dem Modemkabel sowie der Software, bestehend aus Windows XP Professional (einmal englisch, einmal deutsch), Treiber-CD (inkl. Norton Antivirus 2005) und einem ausführlichen Handbuch auf CD.

Die Software ist komplett und sauber vorinstalliert; nur der Bildschirm war für meinen Geschmack etwas zu hell eingestellt. Positiv ist hervorzuheben, daß Neuinstallationen sehr leicht von der Hand gehen, da sich die Software von der Treiber-CD nach Belieben auswählen und dann in einem Durchgang vollständig installieren läßt.

Das Gerät ist bei mir sehr oft in Betrieb und arbeitet von Anfang an stabil. Erwähnenswerte Probleme hat es bisher nicht gegeben. Gelegentliche Abstürze einzelner Programme sind mir auch von anderen Rechnern bekannt und daher wohl eher auf Windows XP zurückzuführen. Es gibt Berichte, daß das Notebook manchmal nicht mehr aus dem Standby aufwacht. Für das Problem wird ein Update des Graphiktreibers angeboten.


DESIGN & VERARBEITUNG

Kurzum: Das Design ist optisch ansprechend und sehr zurückhaltend. Der Rechner ist bis auf die Displayoberseite, welche aus einem grau schimmernden Material besteht, fast ausschließlich in schwarz gehalten, was einen recht dezenten

Bilder von HP Compaq Nx6110
HP Compaq Nx6110 Bild 2399610 tb
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Eindruck macht. An der Vorderseite ist das Gerät 3 cm hoch, an der Rückseite 4 cm, so daß auch die Tastatur ein wenig geneigt ist.

Die Verarbeitung, meine ich, ist das Hauptargument für dieses Notebook. Es wirkt wie aus einem Guß. Alle Bauteile sitzen korrekt. Vor allem aber ist das verwendete Gehäusematerial sehr hart und widerstandsfähig. Es dürfte sich um ein ähnliches Material handeln, wie es auch bei Notebooks von IBM eingesetzt wird. Man kann das Notebook auch mit nur einer Hand komplett anheben, ohne daß es sich durchbiegt. Das Display hat so gut wie kein Spiel und gibt beim Bewegen keine Geräusche von sich. Insofern hebt sich das Gerät von der großen Masse ab und knüpft wieder an die Qualität der früheren Compaq-Rechner an. In Verbindung mit den akzeptablen Abmaßen, dem vergleichsweise geringen Gewicht von 2,7 kg und dem kleinen Netzteil eignet sich das Notebook sehr gut für unterwegs.


EINGABEGERÄTE & BEDIENUNG

Die Tastatur leistet sich nur wenige Schwächen. Sie biegt sich auch bei härterer Gangart nicht durch. Der Anschlag ist recht hart und vor allem glänzen die Buchstabentasten durch einen guten Druckpunkt, der allerdings bei einigen Tasten an der Peripherie abhanden gekommen zu scheint. Mithilfe einer Fn-Taste lassen sich zusätzliche Zeichen eingeben und Funktionen (z. B. Displayhelligkeit) steuern.

Das Touchpad reagiert sehr genau und eignet sich m. E. hervorragend als Mausersatz. Mit der Scroll-Funktion auf der rechten Seite des Pads hapert es in einigen Fällen allerdings, obwohl diese Neuerung an sich sehr angenehm ist. Alternativ fungieren auch die Richtungstasten als Ersatz.

Alle Anschlüsse bis auf den für das Netzteil sind an den Seiten des Notebooks angebracht, was ich als komfortabel empfinde. Der Anschluß für Sound und Mikro liegen auf der rechten Seite. Die Maus kann also links angeschlossen werden; für die Mehrheit der Rechtshänder vorteilhaft.


SOUND

Die eingebauten Boxen an der Vorderseite produzieren für einen so kleinen Rechner einen erstaunlich guten Sound. Bässe sind nicht zu erwarten, doch auch bei höherer Lautstärke gibt es keine blechernen Klänge. Mit guten Kopfhörern ist die Wiedergabe schon fast hochwertig.


GESCHWINDIGKEIT

Wie anhand der eingebauten Komponenten zu erwarten war, ist der Rechner im alltäglichen Arbeitsbetrieb durchaus schnell. Der Datendurchsatz liegt mit ca. 2000/700 MB (Read/Write) etwa doppelt so hoch wie bei einem System mit etwa gleichgetaktetem Athlon XP-M 1800+ mit DDR266 Ram. Der höhere FSB und der Pentium-M leisten schon einiges, die Festplatte mit 5200 rpm tut ihr übriges. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Performance eines aktuellen Desktop-PCs um einiges höher ist.

Für 3D-Anwendungen ist das Notebook nicht zu gebrauchen. Gerade 700 Punkte erhält es im FutureMark03. Mit der Shared-Graphik ist in diesem Bereich nichts zu gewinnen, auch wenn die neue Variante von Intel etwas schneller ist als die Vorgänger. Mit allen anderen Aufgaben kommt das System gut zurecht.

Mit dem Anschluß ans Internet sowie interne Netzwerke gab es bisher noch keine Probleme. Sowohl der LAN-Anschluß als auch das eingebaute WLAN-Modul arbeiten sehr zuverlässig. Letzteres läßt sich über eine separate Taste deaktivieren. Es unterstützt auch die aktuellen WLAN-Router mit der schnelleren Datenübertragung (54 Mbps), was insbesondere für Datenverschiebung im WLAN selbst oder bei sehr schnellen Internetanbindungen interessant ist. Das integrierte Modem habe ich mangels Bedarfs noch nicht benutzt.


DISPLAY

Das Display ist Durchschnitt. Es überzeugt mit einer sehr gleichmäßigen Ausleuchtung, einem hellen Bild und hat keine Pixelfehler. Die Winkelabhängigkeit hält sich in Grenzen. Der Kontrast könnte jedoch besser sein. Bei starker Lichteinstrahlung gibt es erfahrungsgemäß bei diesen Displays immer Probleme.

Die richtige Auflösung ist Geschmackssache. Wer mit der Größe der Darstellung bei 17-Zoll-Monitoren (1280 x 1024 Pixel) schon nicht mehr zufrieden ist, ist mit 1024 x 768 Pixeln bei 15-Zoll-Notebooks genau richtig beraten.


AKKU

Die Akkulaufzeit stimmt in etwa mit der Herstellerangabe von 4 ½ Stunden überein. Diesen Wert kann man im Office-Betrieb erreichen, wenn das Display heruntergeregelt und WLan nicht eingeschaltet ist. Für Centrino-Notebooks ein gutes Ergebnis. Positiv ist, daß sich die Batterie wieder recht schnell auflädt. Das mitgelieferte Netzteil ist ziemlich klein und damit leicht in Taschen zu verstauen. Optional bietet HP einen Reiseakku an, mit dem sich die Laufzeit des Notebooks verdoppeln läßt.


ERWEITERBARKEIT

Mit der Erweiterbarkeit sieht es nicht schlecht aus, wenn man erst einmal weiß, wie es geht. Mit einem passenden Torx-Schraubendreher und einem kleinen Kreuzschraubendreher läßt sich fast alles an dem Notebook austauschen. An einen der beiden Ram-Riegel und die WLAN-Karte sowie die Festplatte kommt man über die Rückseite des Notebooks. Meines hat auch eine fremde Festplatte erkannt.

Auf der Rückseite lassen sich zwei Schrauben lösen, die die Tastatur arretieren. Schiebt man anschließend die Befestigungsriegel auf der Tastatur zurück, läßt sich diese umklappen und der Blick ins Innere des Rechners ist frei. So gelangt man auch an den zweiten Ram-Steckplatz.

Zu beachten ist, daß das Notebook im Gegensatz zu den meisten anderen Geräten von HP in dieser Klasse keinen Dockinganschluß besitzt. Auch wer vorhat, das Notebook teilweise als PC zu nutzen, sollte sich nach einem anderen Gerät umschauen, denn es läßt sich zwar eine externe Tastatur über USB anschließen, doch die Graphiklösung ist nicht in der Lage, große externe Monitore mit der passenden Auflösung zu versorgen, so daß etwa nur kleine TFT mit 15 Zoll adäquat betrieben werden können.


GERÄUSCHENTWICKLUNG

Die Festplatte von Toshiba ist im Betrieb kaum wahrnehmbar, die Zugriffsgeräusche sind angenehm zurückhaltend. Das Combo-Laufwerk wird, wie üblich, im Betrieb recht laut. Wenn der Akku nur schwach geladen ist und das Notebook am Netzteil hängt, gab es anfangs unter Last leichte fiepende Geräusche von sich. Das Phänomen kannte ich bisher nur von Netzteilen selbst. Die Ursache ist mir unbekannt.

Den größten Patzer hat sich HP bei dem CPU-Lüfter geleistet. Der läuft zwar im Vergleich vielen Notebooks auf einem annehmbaren Niveau, d. h. er produziert eher ein Rauschen als wirklichen Krach, der bei vielen Billignotebooks ein Problem ist. Aber dennoch ist der Lüfter deutlich wahrnehmbar und arbeitet vor allem zu häufig für einen Rechner mit Mobilprozessor. Wie der HP-Support bestätigt hat, sind die Lüftereinstellungen im BIOS die Ursache.

Bereits bei 45°C legt der Lüfter los und verrichtet somit auch bei heruntergetaktetem Pentium regelmäßig sein Werk, obwohl das Notebook kaum handwarm wird. Im Akku-Betrieb hält er sich allerdings etwas mehr zurück. Bei den Modellen mit Celeron-CPU wird der Lüfter wohl mangels SpeedStep permanent laufen. Das Problem scheint auch andere Modelle von HP (nx und nc) zu betreffen und wie dem Support-Form von HP zu entnehmen ist, wird es demnächst eine Lösung per BIOS-Update geben.


BIOS-EINSTELLUNGEN

Über viele Bios-Einstellungen verfügt das Notebook nicht, aber beispielsweise kann man SpeedStep abstellen oder den Lüfter im Netzbetrieb permanent laufen lassen. Lobenswert sind die Möglichkeiten für Sicherheitseinstellungen. Für fast jede Zugriffsart auf das Gerät läßt sich ein Paßwort einrichten.


SUPPORT

Der allgemeine Preisverfall bei Notebooks hat sich auch bei HP bemerkbar gemacht. Für dieses Gerät gibt es nur ein Jahr Garantie (Bring-in). Wer mehr wünscht, muß zahlen. Vom Kundensupport sollte man zwar keine Wunder erwarten, aber dafür ist er vergleichsweise schnell, freundlich und zählt tendentiell zu den besseren in der Branche. Außerdem arbeiten dort Deutsche, so daß es keine Sprachprobleme gibt. Updates und Treiber werden erfahrungsgemäß jahrelang und in ausreichender Aktualisierung angeboten.

Für Business-Geräte für das hier vorgestellte kann man im Fall der Fälle eine Anfrage über Internet stellen und bekommt eine eigene Bearbeitungsnummer inkl. Bearbeiter zugewiesen. Der zuständige Mitarbeiten weiß dementsprechend stets bescheid, worum es geht, und es ist unnötig, bei jedem Kontakt seine Geschichte von vorn zu erzählen.


FAZIT

Alles in allem habe ich den Kauf nicht bereut und ich würde dieses Gerät auch wieder kaufen. Für 1000 € sind zwar besser ausgestattete Notebooks auf dem Markt erhältlich, aber im wesentlichen hat mich die Verarbeitung des Geräts überzeugt, die sich für diesen Preis gar nicht so leicht finden läßt. Auch sonst ist das Gerät gut durchdacht und die eingebauten Komponenten harmonieren nach meiner Einschätzung von ihrer Leistung gut. Einziges Ärgernis sind die Einstellungen für den Lüfter, die hoffentlich noch korrigiert werden.

Das Gerät ist eine Empfehlung für Menschen, die ein preiswertes, widerstandsfähiges Notebook zum Arbeiten wünschen, das auch öfter den heimischen Schreibtisch verläßt. Sowohl von der Leistung wie auch von der Verarbeitung ist zu erwarten, daß Notebooks dieses Typs auch in mehreren Jahren noch gut zu gebrauchen sein werden.

© saighdiuir, 04.03.2005
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
rolando3

rolando3

06.08.2006 20:56

klares bh. Weisst Du ob HP schon wegen der Lüfterprobleme aktiv geworden ist, sodass amn bei den notebooksbilliger.de Angeboten nicht mehr misstrauisch sein muss ? Cu........

sabine01854

sabine01854

06.08.2006 13:28

Mich würde nur das Modem stören... Eine LAN-Netzwerkkarte ist wesentlich besser... LG Bine

hubsipot

hubsipot

27.05.2006 16:03

hab schon über ein Jahr dieses Notebook und kann dir mit deinem Bericht in jedem Detail nur zustimmen. Kann ich auch nur weiterempfelen, für jemanden, der viel unterwegs ist und nicht sehr spielesüchtig ist --> ON board grafik karte

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