Hexenclub, Der

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Wenn Hexen hexen

3  14.03.2002

Pro:
nette Unterhaltung

Kontra:
eher blasse Darsteller

Empfehlenswert: Ja 

MelanieJ.

Über sich:

Mitglied seit:07.01.2000

Erfahrungsberichte:225

Vertrauende:45

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 89 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Und mal etwas, was ich in meiner Video-Sammlung wiederentdeckt habe.

Inhalt:
********

Als Sarah mit ihrer Familie nach Los Angeles zieht findet sie an der Highschool zunächst keinen rechten Anschluss.

Doch die drei Mädchen, Nancy, Bonnie und Rochelle, die ihr zunächst die kalte Schulter gezeigt haben, haben auf einmal gesteigertes Interesse an ihrer Freundschaft. Denn sie meinen in ihr „die Vierte im Bunde“ gefunden zu haben. Die vierte für ihren Hexenzirkel.

Sarah, die von Natur aus magisch begabt zu sein scheint, schliesst sich ihnen an.

Und tatsächlich scheinen sie jetzt, da ihr Zirkel komplett ist, magische Kräfte zu entwickeln.
Wie vieles beginnt alles recht harmlos. Bleistifte schweben, Haarfarben werden verändert und eines der Mädchen kann sogar über Wasser gehen.

Doch allmählich gerät es aus den Fugen. Die Zauber entwickeln sich stärker als erwünscht.
Ein Liebeszauber treibt einen Jungen dermaßen in den Wahn, dass Sarah mit Müh und Not einer Vergewaltigung entgeht.
Als es sogar zu Todesfällen kommt, wird Sarah langsam klar, dass sie auf die Besitzerin des Zauberladens hätten hören sollen: „Alles was Du aussendest, kehr dreifach zu Dir zurück.“

Doch die anderen Mitglieder des Zirkels haben sich zu weit vorgewagt und sind regelrecht besessen von ihrer Macht. Als Sarah aussteigen will, wird sie „zart“ darauf hingewiesen, was früher mit Hexen geschah, die ihren Zirkel verraten haben. Sie wurden mit dem Tode bestraft.

Trotz aller Angst stellt sich Sarah ihren früheren Freundinnen in den Weg ....

Umsetzung / Schauspieler:
***********************

Es ist vielleicht kein Film, der auf immer im Gedächtnis haften bleibt, aber für einen Abend bietet er gute Unterhaltung.

Was mir gefällt, ist die Darstellung, wie die Mädchen sich zuerst spielerisch an die Magie herantasten. (Wer hat nicht mal „Gläser beschwört“ oder „Leicht wie eine Feder, steif wie ein Brett“ gespielt ?) Als der Junge, der Sarah zunächst übel mitgespielt hat, anfangs ihr nach einem Zauber wie ein treues Hündchen folgt, ist es auch für alle Beteiligten noch komisch. Als sie beinahe vergewaltigt wird, wird klar, dass es eben mehr als nur ein Spiel ist. Und der Verlauf, wie die ehemaligen Außenseiterinnen sich allmählich immer mehr von ihrer eigenen Macht in den Bann ziehen lassen, ist gut dargestellt.

Andererseits gibt es auch so etwas wie Lücken oder offene Fragen.
Wieso ist Sarah z.B. von vornherein fest davon überzeugt, dass sie ohne Probleme ihre Haarfarbe per Zauber ändern kann ? Und vor allem wieso klappt es einfach ?
Und weshalb weiß die Ladenbesitzerin, dass Sarahs Mutter (verstorben) eine Hexe war ?

Gut, es ist klar, dass Sarah von Anfang an „besondere“ Kräfte zugesprochen werden „müssen“. Denn zum Schluss stellt sie sich ja allen dreien entgegen. Aber das geht mir doch etwas zu „platt“ von statten.

Bei den Schauspielern ist hier Fairuza Balk herausstechend, die – mal wieder – die leicht aggressive Irre richtig schön überzeugend spielt.
Nachdem sie zu Anfang noch einigermaßen sympathisch ist, geht sie zum Schluss gegen jeden vor, von dem sie sich bedroht oder abgewiesen fühlt. Und das spielt sie sehr glaubhaft.
Da sie – seien wir ehrlich – nicht ganz so hübsch wie die anderen Mitglieder des Zirkels (2 kg Make-up weniger und es sehr wieder anders aus), ist sie für die Rolle der Oberbösen prädestiniert.

Neben ihr stellt nur Robin Tunney als Sarah eine etwas interessante Rolle dar, die anderen Mädchen bleiben eher blass.
Und Neve Campbell, die zuerst als graue Maus mit permanent fettigen Haaren herumläuft und dann zur SexyHexy mutiert, spielt schlicht schlecht. Diese Wandlung kauft man ihr nicht ab. Und dass sie eigentlich nur einen Gesichtsausdruck (leicht leidend) besitzt, macht es nicht besser.

Richtig gut ist sie nur in der Szene, wo sie „Manon“ (ihren Geist) darum bittet, ihr die Narben auf ihrem Rücken zu nehmen. Da scheint sie wirklich verzweifelt zu sein. Auch F. Balk, die ihr in dieser Situation hilflos gegenübersteht, gefällt mir in dieser Szene besonders gut.

Ansonsten fällt nur das blonde Biest auf (ich kenne die Schauspielerin namentlich nicht). Sie spielt so schön eklig, dass man ihr den „Fluch“ selbst wünscht.


Die Tricks sind nicht besonders nennenswert, aber auch nicht schlecht. Allerdings konzentrieren sie auch auf das letzte Drittel des Films, als es langsam zum Showdown kommt.

Sonstiges:
**********

Laufzeit: 96 min
Originaltitel: The Craft
Schauspieler: Fairuza Balk, Robin Tunney, Neve Campbell, Rachel True.
Regie: Andrew Fleming

Fazit:
******

Für einen verregneten Abend ein netter Film. Aber keiner, bei dem man sich ärgern muss, wenn man ihn verpasst hat.

Viel Spass !

Ciao und Mau,

Melanie !


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Augury

Augury

27.08.2002 17:44

Hi, auch wenn ich mich deiner Meinung nicht ganz anschließe - mir hat der Streifen gut gefallen, weil er so schön kitschig und ein bisschen gruselig war...ne nette Mischung eben - so finde ich deine Rezension trotzdem gelungen und gut formuliert. Gruß, Augury

firefly257

firefly257

26.07.2002 15:57

klingt wirklich eher nach ner ein-abend-unterhaltung..wenns um hexen geht, find ich "hexenjagd" oder "practical magic" immer noch am besten..oder eben "charmed"..da sind die hexen wenigstens nich boese, hihi :-)

Blacklady

Blacklady

24.04.2002 13:33

Ich bin nicht so ganz deiner Meinung, denn ich fand und finde den Streifen richtig genial. Die Atmosphäre, die sich während des Films entwickelt, um dann in einem Hammer-Showdown zu gipfeln ist einfach nur klasse...ich würde mich sehr ärgern, ihn verpasst zu haben!! ;o) Aber deine Meinung sei dir gegönnt ;o) Wiebke

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  2. eve99
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