Erfahrungsbericht über "Hidden Valley Resort, Uluwatu"

veröffentlicht 29.05.2016 | Pearl1703
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Über sich :
Leserunde?!? - PGB! Aktueller denn je: Die Zeit heilt nicht alles; aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt. Ludwig Marcuse
Sehr gut
Pro tolle Pools, günstiger Scooter, hilfbereite Rezeptionistin
Kontra hohe Preise in Restaurant/Minibar, Badezimmer im Hauptgebäude nicht zufriedenstellend
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre

"[ Indonesien Tour 2015: Hidden Valley Resort ]"

Zimmerausstattung.

Zimmerausstattung.

Auf unserer Indonesienreise sollte es aus dem Norden kommend auch für einen kurzen Aufenthalt an die südlichste Spitze Balis gehen. Die Touristenhochburgen Kuta, Legian und Seminyak ließen wir dabei ganz bewusst rechts liegen. Bei der Suche nach einem geeigneten Resort bin ich von Beginn an über das Hidden Valley Resort gestolpert, da die Anlage einen wirklich verführerischen Eindruck machte. Allerdings war die Übernachtungspreis auch deutlich über unserem üblichen Bali-Budget, was mich zweimal überlegen ließ. Zugeschlagen habe ich dann bei einem etwas rabattierten Angebot für knapp unter 40 € pro Nacht im Doppelzimmer.

Ausstattung

Das Hidden Valley Resort bietet unterschiedliche Zimmervarianten – auch in Abhängigkeit vom Geldbeutel – an. Das ganze Hotelgelände ist sehr weitläufig, so dass die einzelnen Bereiche teilweise in sehr unterschiedlichen Stilen gestaltet sind. Dazu gibt es jeweils auch entsprechende Pools (mehr dazu später). Die Gartenanalage ist imposant, da sehr gepflegt mit wunderschön grünem Rasen.

Es gibt auch ein Spa auf dem Gelände. Die Preis, gerade von es sich um Aktionen handelt, waren ok. Leider blieb bei unserem kurzen Aufenthalt keine Zeit, das Angebot zu nutzen, was ich durchaus bereute.

Das Zielpublikum des Resorts ist sehr unterschiedlich. Es sind sehr viele jugendliche Leute dort, die zum Surfen in der Region sind. In Bezug darauf war ich verwundert, dass das Preisniveau im Resort dann doch etwas höher als gewohnt ist. Mir war nicht bewusst, dass Surfertypen auf diesen etwas luxuriöseren Reisestil wertlegen. Außerdem gibt es dann natürlich auch noch etwas ältere Reisende dort, denen ich diese Art des Urlaubs schon eher zugerechnet hätte. Insgesamt alles sehr „hippe“ Menschen, was nicht unbedingt meinem Stil entspricht.

Das WLAN mit dem dazugehörigen Internet ist top. Die Verbindung war überraschend schnell, worüber ich sehr dankbar war. Ich konnte ohne weiteres mit Deutschland skypen als ich meinen Online-Banking-Zugang gesperrt hatte.

Lage


Das Resort liegt im absoluten Nirgendwo – mitten der Halbinsel Bukit Badung. In nächster Nähe gibt es keine weiteren Gebäude oder entsprechende Infrastruktur. Nur trockenes Ödland. Die Resortanlage liegt auch am Ende eines kleinen asphaltieren Weges, welcher von der Hauptstraße abgeht. Wir sind den Weg am ersten Abend zurück gelaufen, was ungefähr 20-30 Minuten pro Strecke in Anspruch genommen hat. Dort an der Hauptstraße findet man einen Geldautomaten, Einkaufsmöglichkeiten und kleinere Restaurants (wie auch z. B. eine Art Subway-Ableger, falls man einmal etwas westliches Essen möchte).

An Tag zwei hatten wir dann im Hotel ein Scooter gemietet und konnten die Gegend etwas weiterläufiger erkunden. Es gibt auch einen Shuttle-Service zu den Stränden der Region. Allerdings konnte man diesen pro Tag nur für die Fahrt zu einem Strand bzw. den Uluwatu Tempel inklusive Abholung kostenlos nutzen, was mir für unseren Kurzaufenthalt einfach zu unflexibel war. Der Scooter mit einem Mietpreis von 60.000 IDR ist wirklich sehr günstig. Umgerechnet ungefähr 4 € pro Tag. Günstiger haben wir ihn auf unserer Reise nirgends bekommen, schon gar nicht beim stressfreien Mieten direkt an der Rezeption.

Ich hatte mir vorgenommen, mindestens drei der tollen Strände zu besuchen. So machten wir uns bereits früh am Morgen – noch vor um 9 Uhr – auf den Weg. Nachdem wir in einem nahegelegenen Laden eine SIM-Karte besorgt haben, ging es an den Dreamland Beach. Es war nicht fest geplant, welchen Strand wir zuerst besuchten, da wir uns einfach treiben ließen. Die Tatsache, dass der Dreamland Beach der erste war, ist vermutlich auch der Grund, dass er mein Favorit geworden ist. Es war wunderbar ruhig dort, da wir bis auf die erste „Schicht“ Surfer, fast die einzigen Besucher waren. Der Strand ist von sehr feinem Sand und die Wellen riesig. Ich könnte hier ewig sitzen und den Wellen lauschen sowie die Surfer beobachten.

Den Bingin Beach steuerten wir am Mittag an. Bis zum Wasser ist der Weg etwas weit. Man muss über steile Treppen einen Hang hinab (und später wieder hinauf), um den Strand zu erreichen. Hier gibt es sehr viele kleinere Restaurants und sicher auch Unterkünfte, die attraktiv am Hang liegen. Ich hatte das Gefühl, dass sich das Gros der Surfer-Community hier aufhielt. Es gab ebenfalls Wellen über Wellen. Leider war der Strandsand deutlich grober.

Alle Strände eignen sich aufgrund der starken Wellen nicht zum Schwimmen. Der Dreamland Beach maximal zum planschen, da es einem sonst die Beine wegzieht. Am ehesten könnte man ein paar Schwimmzüge am Padang Padang Beach wagen, welchen wir als letztes aufgesucht haben. Am Nachmittag war dieser jedenfalls absolut überlaufen und hat mich deshalb nicht sonderlich angesprochen. Evtl. sollte man diesem ebenfalls morgens aufsuchen – aber hier hat mich der Dreamland Beach einfach überzeugt, so dass dieser auch am nächsten Morgen mein „place to be“ war.

Meine Reihenfolge in Bezug auf das Gefallen entspricht also der Reihenfolge nach der wir die Strände besuchten.

Die Kontaktdaten des Hotels lauten:

Jl. Nabor 29, Pecatu - Uluwatu,
Kuta Selatan - Badung - Bali
P: +6282 147 019 549
P: +6281 238 918 938
E: reservation@hiddenvalleyresortbali.com
W: www.hiddenvalleyresortbali.com
Zimmer

Wie ich bereits erwähnte, waren die Übernachtungen nicht ganz so günstig, wie anderswo auf unserer Reise. Daher wurde es im Hidden Valley Resort für uns auch nur die günstigste Zimmerkategorie im Hauptgebäude.

Die Villen im Lumbung-Stil kosten pro Nacht deutlich mehr. Sie sind geräumiger, da sie sich über zwei Etagen erstrecken. Zusätzlich kann man von ihren Balkonen fast direkt in den dazugehörigen Pool „fallen“. Der Bereich der Villen liegt auch etwas ruhiger und abseits vom Restaurant. Grundsätzlich empfand ich es aber nicht schade, „nur“ ein Zimmer zu bewohnen. Bungalows gab es auf der Reise genügend und die Villen erschienen mir trotz höheren Preises nicht sonderlich komfortabel.

Unser Zimmer hat mich grundsätzlich sehr zufrieden gestellt, denn es ist sehr hübsch anzusehen und verfügt doch über etlichen Komfort, der bei mir auf unseren Reisen sonst über die Basics hinausgeht. Es gab nicht nur Klimaanlage, Kühlschrank mit Minibar und Safe, sondern auch einen richtig großen Flachbild-TV mit Empfang von Satellitenfernsehen. Die Farbe der Wände ist erfrischendes hellgrün. Die Möbel sind aus hellem Holz. Zusätzlich gibt es ein paar Blickfänge in Form von Stehlampen ebenfalls aus großen Holzstücken.

Enttäuscht hat mich jedenfalls das dem Zimmer zugehörige Badezimmer. Dieses ist sehr schmal und eher ungemütlich. Der Bereich zum Duschen ist nicht mal einen Meter breit und durch einen Duschvorhang vom restlichen Bad und der Toilette, welche sich nur eine Armlänge weiter befindet, abgetrennt. Die Duschbrause ist an der Decke angebraucht und ebenfalls deutlich zu weit mittig, so dass man trotz Vorhang das Bad unter Wasser setzt. Die Abluft ist ebenfalls nicht sinnvoll geregelt. In anderen Bewertungen las ich schon darüber, dass das Badezimmer unangenehm riecht. Bei uns hielt es sich gerade noch in Grenzen. Dennoch habe ich mich im Badezimmer nicht wohl gefühlt. Es gibt keine bequemen Möglichkeiten, Dinge abzulegen oder etwas zu trocknen (es gibt ja auch keinen Balkon). Insgesamt steht das Badezimmer im starken Kontrast zu restlichen Raum und entspricht nicht dem Gesamteindruck des Resorts. In Bezug darauf war ich froh, nur zwei Nächte bleiben zu müssen.
Gastronomie

Das Frühstück unterschied sich maßgeblich von unseren Aufenthalten in kleinen Resorts. Wo es sonst immer à la carte serviert wurde, gab es hier ein großes Frühstücksbuffet, was für mich eine willkommene Abwechslung war.
Es gab hier asiatische Frühstücksgerichte (z. B. Mie Goreng), reichlich aufgeschnittenes Obst und die üblichen Bestandteile eines kontinentalen Frühstücks (Toast, Marmelade, etc.). Außerdem gab es Pancakes und man konnte sich Eier u. a. als Omeletts nach Wunsch frisch zubereiten lassen. Zusätzlich gab es auch richtigen (!) Kaffee aus einer Maschine.

Vom Frühstück abgesehen haben wir nicht im Resort gegessen, da mir die Preise nicht wirklich zusagten. Die Cola in der Minibar hätte z. B. 15.000 IDR gekostet, ein kleines Bintang Bier mit 28.000 IDR. Zwei, drei davon und ich hätte mir auch einen Scooter pro Tag leihen können. Unterwegs damit findet man dann etliche Shops und Restaurants. Wir gönnten uns am Abend mal einen Italiener.
Sport und Unterhaltung

Das Resort ist ein Pool-Paradies, denn es gibt mehrere davon. Für Erwachsene gibt es drei Pools und für Kinder einen weiteren flachen Pool mit einer Elefanten-Statue in der Mitte. Ich konnte mich kaum entscheiden, an welchem ich meine Zeit verbringen wollte. Der Pool im Bereich der Lumbung-Villen ist von einer geschwungenen Form und bietet auch eine Poolbar, welche man aus dem Pool heraus erreichen kann. Gegen Nachmittag befinden sich einige der Liegen im Schatten. Vom Hauptgebäude aus schaut man auf zwei weitere Pools und den Kinderpool. Wir hielten uns oftmals an einem runden sehr tiefen Pool auf. Auch hier gab es ausreichend Liegen mit Schirmen ringsherum.

Ansonsten kann es einem auch bei längeren Aufenthalten nicht langweilig werden. Wer nicht schon surfen kann, könnte Surfkurse belegen. Auch Yoga-Unterricht wird angeboten. Es gibt eine tägliche Agenda mit Aktivitäten – allerdings nicht so störend wie bei einem Cluburlaub mit Animation. Ich habe auch von Abendveranstaltungen und geplanten Barbecues gehört, aber nichts davon erlebt. Das Hotel ist schon stark auf die Surfer-Community ausgerichtet. Die zu leihenden Scooter sind auch mit Haltevorrichtungen für Surfbretter ausgestattet.
Service

Mit dem Personal habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht. Es war aufmerksam und freundlich. Auch die Gärtner waren engagiert und hatten immer ein Lächeln auf den Lippen. Im Restaurant wurde mir beim Frühstück die Tasche hinterher getragen, die ich dort vergessen habe.

Ganz besonderes Lob an den Engel an der Rezeption. Sie konnte mich schon nach kürzester Zeit ohne die Zimmernummer zu kennen per Namen ansprechen und hat uns bei allen Anfragen kompetent beraten. So viel Professionalität war ich bisher im Land nicht gewöhnt und war deshalb oftmals skeptisch, ob alles auch so unkompliziert klappen könnte. Es lief tatsächlich alles zu unserer Zufriedenheit ab.

Für die Überfahrt wurde uns ein tolles Speedboot-Unternehmen (Sanur Express) empfohlen, welches ich vorher noch nicht auf meine Liste hatte. Der Preis von 350.000 IDR pro Person one way war sehr günstig und enthielt bereits den Transfer vom Resort nach Sanur. Ich war skeptisch, da es viele schlechte Anbieter für die Überfahrt gibt. Letztendlich war es ein wahrer Glücksgriff und eine top Empfehlung.

Fazit

Ich bin etwas unschlüssig, was das abschließende Fazit angeht. Die Ausstattung der Hotelanlage ist bis auf wenige Abstriche top. Gerne hätte ich diesbezüglich noch mehr Zeit dort verbracht, um an den verschiedenen Pools mit einem Buch in der Sonne zu entspannen. Auch die Nähe zu den schönsten Stränden Bali überzeugt. Allerdings liegt das Preisniveau im Resort in Bezug auf Getränke und Essen deutlich über dem balinesischen Standard und unserem üblichen Budget in Asien, was meine Freude während des Aufenthalts etwas geschmälert hat. Auch die Nebenkosten sind nicht zu verachten, wenn man vor Ort nicht mobil ist. Beziehe ich das nicht allzu zufriedenstellende Badezimmer mit ein, vergebe ich eine 4-Sterne-Bewertung.

Dennoch möchte ich das Resort unter diesen Gesichtspunkten empfehlen. Es eignet sich für sehr viele verschiedene Zielgruppen. Wir waren als individualreisendes Paar da. Ich kann mir vorstellen, dass man sich auch mit Kindern dort gut wohlfühlen kann. Wiederkommen würde ich auf jeden Fall noch einmal, da es in der Region noch einiges an tollen Stränden zu entdecken gibt, was zeitlich beim letzten Mal nicht zu integrieren war.

Die Rahmenbedingungen im Überblick:

Dauer des Aufenthalts: leider nur zwei Nächte zur Durchreise
Verpflegung: das umfangreichste Frühstück (Buffet) auf unserer Indonesienreise
Persönliche Preisklasse: für balinesische Verhältnis schon was zu teuer
Persönliche Wohlfühlfaktoren der Hotelanlage: direkte Strandlage: nein, Pool: ja – 3+1 Stück (!!!)
Persönliche Wohlfühlfaktoren im Zimmer: Klimaanlage: ja, Kühlschrank: ja, TV: ja, Zimmersafe: ja

Hinweis: 1 € entspricht aktuell 15.026,35 IDR.

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • iceman1005 veröffentlicht 15.09.2016
    bh
  • LoloMay veröffentlicht 30.07.2016
    'BH nachgereicht* :)
  • LoloMay veröffentlicht 15.07.2016
    Komme zum Bewerten wieder :)
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Produktdaten : Hidden Valley Resort, Uluwatu

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Typ: Resort

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