High Fidelity

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High Fidelity

Gesamtbewertung (151): Gesamtbewertung High Fidelity

 

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Sex, Musik + Comedy mal anders

5  21.01.2002

Pro:
guter Humor, tolle Schauspieler

Kontra:
nicht jedermanns Sache

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


MasterS

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:84

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 77 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Seien wir doch mal ehrlich : Wer (außer DJ's) benutzt heute eigentlich noch Venyl-Platten ? Das ist irgendwie vergleichbar mit 3 1/2 Zoll Disketten : man hat sie zwar noch (bzw. hatte sie mal oder weiss zumindest, dass es sie mal gab), aber irgendwie hat man sich an die Silberlinge namens Compact Disc als Ersatz recht schnell gewöhnt. Doch was hat das jetzt mit High Fidelity zu tun? Nun ja, Schallplatten sind doch ein sehr wichtiger Bestandteil dieses Films, den ich am letzten Wochenende das erste mal sehen durfte. Wie ich im Nachhinein feststellen musste, gibt es doch recht viele coole Filme, die ich noch nicht gesehen habe. Und damit euch nicht auch so einer durch die Lappen geht, möchte ich ihn euch hier näherbringen.

Story:
Der Schallplattenfreak Rob Gordon, seinerseits Besitzer eines Plattenladens, trennt sich zum Anfang des Films von seiner Freundin Laura. Diese zieht (er bekommt es anfangs nicht mit) zu seinem Nachbarn, dem "Asia-Experten" Ian Raymond. Ohne dass er es sich so richtig eingestehen will, bricht doch eine kleine Welt für ihn zusammen. Soweit, so gut.

In seinem Plattenladen hat er zwei Mitarbeiter: die Musikfreaks Dick und Barry. Diese sind eigentlich eher schlechte als rechte Helfer, aber was tut man nicht alles, wenn man sich an seine Umgebung gewöhnt hat. Auf jeden Fall denkt Rob im Laufe des Films sehr viel über sich selbst, seine Beziehungen zu Frauen und sein eher weniger erfolgreiches Leben nach (meist in Form von Top5-Rob-zu-Kamera-Debatten). Er trifft sich mit verschiedensten Frauen (vor allem verflossene aus seinem früheren Leben), erfüllt sich den Traum, eine Gruppe zu managen (unter seinem Label Top5 Records) und kommt auch wieder mit Laura zusammen.

Fazit:
Die Story hört sich ja wiedereinmal eher mäßig genial an. Auch eine Einordnung in ein bestimmtes Genre ist irgendwie nicht so richtig möglich (ich würde Relationship-Comedy sagen).

Was diesen Film zu einem kleinen Meisterwerk macht, sind (wie so oft) die Protagonisten. John Cusack als Rob hat mir in der Hauptrolle wirklich sehr gut gefallen. Man leidet mit, wenn er von seinen gescheiterten Beziehungen erzählt oder im Regen mit Laura telefoniert. Meine Lieblingsrolle war allerdings die des 'Freaks' Barry, die durch Jack Black hervorragend in Szene gesetzt wurde. Vor allem die Verwandlung vom eher überheblichen Ladenangestellten zum schmalzigen Stimmwunder auf der Record-Release-Party überrascht einen als Konsument dieses Films ganz schön. Viele weitere Stars (Lisa Bonet als Sängerin MarieDeSalle und One Night Stand von Rob, Tim Robbins als Ian Raymond, Catherine Zeta-Jones als Vamp Charlie, Bruce Springsteen als er selbst) geben diesem Movie außerdem einen recht edlen Touch.

Als Hip Hop Fan ist die Musikrichtung dieses Films zwar nicht so richtig mein Geschmack, aber dafür hört man viele 'gute alte Klassiker' (würde mein Vater wohl sagen) - man ist ja kein Kostverächter. Sehr oft hat man allerdings als Nicht-Insider Probleme, zu verstehen, über welche Sänger/Alben/Lieder sich die Leute gerade unterhalten, wenn es wieder einmal darum geht, eine Top5-Liste aufzustellen.

Zum Filmaufbau muss man sagen, dass man gerade am Anfang das Gefühl hat, dass es sich wieder einmal um einen handelt, bei dem der Hauptdarsteller eigentlich die ganze Zeit eine Art Monolog mit der Kamera führt. Doch das stört im Endeffekt nicht. Nein, man gewöhnt sich recht schnell daran und möchte doch gerne die nächste Frau der ersten Top5-Liste (irgendwie seine dramatischsten Beziehungen oder so) 'kennenlernen'. Da diese Art des unspektakulären Filmablaufs insgesamt gesehen nicht jedermanns Sache ist, ist High Fidelity für viele (vor allem jüngere Semester - wie hartnäckige Tomb Raider Fans) eher weniger geeignet. Um mitreden zu können, sollte man sich trotzdem ein eigenes Bild verschaffen. Ich jedenfalls habe gerne mal wieder gelacht und großartige Schauspieler bei ihrer Arbeit beobachtet.


Regieseur: Stephen Frears (machte z.B. 1988 gefährliche Liebschaften)

Schauspieler:
John Cusack als Rob Gordon (bekannt aus Con Air, Being John Malkovic oder Americas Sweethearts)
Iben Hjejle als Laura (ist eine Dänin, bekannt aus Klassikern der Filmgeschichte wie Bånd på livet oder auch Besat *gg*)
Jack Black als Barry (ist der fette, dauerkiffende Jamaicaner aus Ich weiss immer noch, was du letzten Sommer getan hast)
Catherine Zeta-Jones (jetzt Ehefrau von Michael Douglas, bekannt aus Traffic oder Die Maske des Zorro)
Tim Robbins als Ian Raymond (bekannt aus Arlington Road oder I.Q. an der Seite von Meg Ryan)
Lisa Bonet als Marie DeSalle (ist die Mutter von Lenny Kravitz' Kind, bekannt aus der Bill Cosby Show und aus Angel Heart)

Erscheinungsjahr: 2000
Laufzeit: 113 Minuten
FSK 12
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ZordanBodiak

ZordanBodiak

17.03.2002 15:57

Ich liebe diesen Film, eine der wenigen gelungenen Romanadaptionen! Seitdem ich das Buch gelesen habe, denke ich wie Rob in Top-five Listen! Und teilweise stimme ich ihm sogar zu... carpe diem - JENS

newsboard

newsboard

01.02.2002 17:08

recht ordentlich gemacht, aber nicht meine richtung, gruss george

veryStef

veryStef

22.01.2002 16:40

Klasse Bericht! Habe High Fidelity selber noch gar nicht gesehen (und das, obwohl der hier in UK staendig angepriesen wurde), werde jetzt wohl aber doch mal wieder zu Blockbuster stiefeln... CU Stef

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  1. Beena
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