Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Nur 1 . 2 Kilogramm leicht, Kleines Packmaß, Leicht aufzubauen |
| Kontra: |
Nur als 1 - Personen Zelt zu empfehlen, kein Innenzelt |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Vor ziemlich genau zwei Jahren entschloss ich mich im Sommer eine Interrail Tour durch Skandinavien zu machen. Da ich so etwas vorher nicht nie gemacht hatte, fehlte mir aber noch die entsprechende Ausrüstung... natürlich auch ein entsprechendes Zelt.
DIE ANFORDERUNGEN
Da ich die Tour alleine machen wollte, sollte es ein 1-Personen-Zelt sein. Da ich es 30-Tage durch den hohen Norden schleppen würde, sollte es außerdem auch leicht und platzsparend sein. Zu guter Letzt sollte es für mich als "Zeltlaien" auch möglichst einfach und schnell auf- und abbaubar sein. ;-)
Als ich so durch die diversen Shops stöberte, fiel mir dann das Hyperlite Zelt von High Peak auf. Dieses Zelt schien so ziemlich alle meine Anforderungen zu erfüllen. Hier mal eine Liste der wichtigsten Daten:
Gewicht: 1,2 kg
Außenzelt: Polyester PU
Boden: 210 Nalon PU
Wassersäule: 1500/2000 mm
Gestänge: 7,9/8,5mm Aluminium
Packmaß: 38x14x14 cm
Größe: 120x220x90 cm
Bodengröße demnach: 120x220 cm
Preis: im Moment etwa € 70,--
ERSTER EINDRUCK
Nachdem ich mir das Zelt gekauft hatte, wurde es natürlich gleich einmal im Garten probeweise aufgestellt. Dem Zelt liegt eine kleine aber ausreichende Aufstellbeschreibung bei. Wenn man das Zelt einmal erfolgreich aufgestellt hat, klappt der Auf- und Abbau in weniger als 5 Minuten.
Bei dem Zelt handelt es sich um ein Einbogenzelt (werft am besten einen Blick auf die Bilder). Das bedeutet das Zelt hat eine Dreieckige Front und wird nach links, rechts und hinten dann flacher. Gleich vorweg: Offiziell wird das High Peak Hyperlite als 1-2 Personenzelt verkauft. Für 2 Personen ist es jedoch nur dann geeignet, sofern kein zusätzliches Gepäck im Zelt verstaut werden soll. Bei längeren Reisen würde ich das Zelt überhaupt nur für eine Person empfehlen, da der Platz (auch aufgrund der Kondensbildung - dazu weiter unten) aufgrund der Form doch begrenzt ist.
Beim Aufstellen selbst wird das Zelt zunächst ausgebreitet und fixiert (das notwendige Zubehör ist alles im Preis enthalten). Danach wird der große Aluminiumbogen und später die beiden seitlichen Stützen angebracht. Am Ende wird das Zelt noch mit Seilen gestärkt.
Hier stellte sich auch ein kleines Problem heraus. Das Gestänge (vor allem die beiden seitlichen Stützen) sind zwar leicht und klein, jedoch auch relativ zerbrechlich. So ist mir beim ersten Aufstellen eine der seitlichen Stützen gebrochen. Ich habe sie dann später provisorisch mit einer abgeschnittenen Kugelschreiberhülle repariert (McGyver lässt grüssen *ggg*). Davon habe ich mir gleich mehrere Teile angefertig und diese beim Aufbau über die seitlichen Stützen geschoben - so hielten die Stangen wesentlich besser den Belastungen stand - auch bei starkem Wind.
DER ERSTE EINSATZ
Erstmals zum Einsatz kam das Zelt dann in Kopenhagen bei meiner ersten Station der Interrail-Tour. Und das war gleich der erste Härtetest - denn es schüttete in Strömen. Dazu kam ein ziemlich starker Wind. Hier machte sich die kurze Aufbauzeit sehr positiv bemerkbar. Obwohl es die Nacht weiterschüttete, hielt das Zelt stand - es drang auch kein Regenwasser durch.
Einzig und allein das Phänomen des Kondenswassers lernte ich kennen. Das High Peak Hyperlite besitzt kein Innenzelt. Es besitzt eine kleine dreieckige Öffnung mit einem Moskitonetz an der Frontseite. Dieses kann man in der Nacht geöffnet lassen. Trotzdem sammelt sich aufgrund der Atmung Kondeswasser an den Zeltinnenwänden. Dieses sammelt sich dann an den Rändern des Zeltes. Gepäck sollte man daher nicht ganz am Rand positionieren. Dies ist auch ein Grund warum ich das Zelt nicht für 2 Personen empfehlen kann!
FAZIT NACH 30 TAGEN
In den 30 Tagen in Skandinavien musste das Zelt ziemlich viel aushalten... es wurde von mir jeden Tag auf- und abgebaut, litt unter Temperaturen über 30 Grad und Nachts manchmal unter 5 Grad und musste Sturm und Schauer standhalten. Am Ende war ich sehr zufrieden mit dem Zelt.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist extrem klein und leicht, sehr schnell auf- und abzubauen und zudem noch relativ preiswert. Die Nachteile sind wie angeführt das empfindliche Gestänge und das fehlende Innenzelt (dadurch starke Kondeswasserbildung). Die Nachteile sind meiner Meinung nach zu verkraften... denn Kondeswasserbildung gibt es bis zu einem gewissen Grad in jedem Zelt.
Das Zelt liegt übrigens gerade als Modell 2004 vor. Jedoch hat sich gegenüber meinem Modell nichts Wesentliches verändert.