Es kann nur zwei geben
14.04.2001 (14.05.2001)
Pro:
Nicht bloss einfallslose Kopie des Originals,sondern düstere Weiterentwicklung . . .
Kontra:
. . . die viele Fans des Originals bitter böse genommen haben .
Empfehlenswert:
Ja
 Lohschelder
Über sich:
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Erfahrungsberichte:36
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
"Highlander" ist nicht zuletzt wegen dem tollen Soundtrack von "Queen" zum Klassiker geworden. Diesen vermissen wir im ersten Sequel zunächst schmerzlich. Doch "Highlander 2-The Quickening" will auch gar nicht länger Hörprobe für tolle Musikstücke sein, er will die Story weiterführen und präsentiert uns "Highlander" in einem fast völlig neuen Gewand.
Im Jahre 1994 sucht die Weltbevölkerung händeringend nach einer Lösung gegen das praktisch komplette Verschwinden der Ozonschicht. Connor MacLeod (erneut gespielt von Silberblick Christopher Lambert) ist einer der Retter im Kampf gegen das Sonnenlicht und entwickelt ein Schutzschild, das sich in sekundenschnelle über den gesamten Planeten Erde zieht und wie ein roter Schleier vor den tödlichen Strahlen bewahren soll. 20 Jahre später. Die Welt ist heruntergekommen und das Leben unter dem Schild ist nicht länger voll Frohsinn sondern nahe dem Ende aller Freuden. Connor MacLeod ist mittlerweile ein gebrechlicher alter Greis,doch als General Katana (Michael Ironside), ein finsterer Geselle von MacLeod´s Heimatplaneten Zeist, zusammen mit seinen durchgeknallten Schergen auf der Erde eintrifft, bündelt er seine Kräfte und will zusammen mit der Untergrundkämpferin Louise Marcus (gespielt von Virginia Madsen) das Böse besiegen.
So ist Louise Marcus fest davon überzeugt, dass das Schutzschild nur noch aus Kommerz existiert, die Ozonschicht dadrüber sich aber längst regeneriert hat. Zusammen mit Ramirez (erneut gespielt von Sean Connery) stehen sie Katana und dem gesamten Schicksal der Erde gegenüber. Ein beinahe auswegsloser Kampf steht bevor...
Eine Welt brach für Viele zusammen, als mit "Highlander 2-Die Rückkehr",so der deutsche Titel, die Herkunft der Unsterblichen damit erklärt wurde, daß sie Außerirdische von einem anderen Planeten seien. Auch mögen sich viele über die vielen Rückblenden zu Beginn des Films ärgern, die uns immer wieder auf eine andere Zeitebene katapultieren.
Doch für mich ist nur der zweite Teil die einzig wahre "Highlander"-Fortsetzung, zudem erneut von Regisseur Russell Mulcahy inszeniert. Wie ich schon eingehend erwähnte, will der zweite Teil nicht bloss dreiste Kopie sein, sondern die Geschichte ein klein wenig weitererzählen. Mir gefällt die düstere Welt von Highlander. Die Zukunft ist heruntergekommen und die rettende Bedrohlichkeit des Schutzschildes kommt hervorragend rüber.
Sean Connery begeistert auch diesmal und sorgt für die wenigen witzigen Momente im Film. Stattdessen dominiert Verfall und beinahe komplette Aussichtslosigkeit. Das gefällt mir, gerade weil sich der zweite Teil in einem so eherblichen anderen Licht präsentiert. Waren es im ersten Teil die imposanten schottischen Landschaften, ist es hier die erschreckende Utopie einer zerstörten Welt. Unter dem Motto "Es kann nur Einen geben, machen wir heute aber mal eine Ausnahme" gefällt mir Teil 2 ausgesprochen gut. Er ist das erhebliche Gegenstück und dennoch das passende Gefüge zu einem Klassiker, den wir lieben und schätzen.
"Highlander 3" war nur noch die lose Wiederaufnahme bekannter Versatzstücke und wiederholte, diesmal Connery-los, bereits bekannte Handlungselemente mit unverschämter Ignoranz anderer wichtiger Storybestandteile. Die Serie mag ja als Serie selbst gut funktionieren, doch verleiht sie dem Highlander-Universum einen billigen Touch und wir sind nun weit weg von imposantem Kino. Als "Highlander-Endgame" im letzten Jahr erneut Kinoqualität erreichen und mit der Verschmelzung von Serie und Kinoerstling zurück zu neuer Größe wollte, ging dies durch erneute dreiste Ignoranz weitesgehend in die Hose.
Daher empfehle ich Highlander 1 und 2 im Doppelpack. Alles was danach kam,war wie aufgewärmter Eintopf, aus dem man immer wieder ein kleines Stück herauslöffelte und statt neuer Zutaten hinzuzufügen einfach die Hitze immer wieder etwas aufdrehte ohne zu merken, dass die Gesamtheit verkochte. Eine alternative Fassung, in der 16 zusätzliche Minuten einige offen gebliebene Fragen klären und die Herkunft der Unsterblichen in ein anderes Licht gerückt wird, ist auf amerikanischer DVD erhältlich.
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19.04.2001 04:15
Wow! So hab ich schon immer gedacht und Du schreibst es nieder und das perfekt. Danke übrigens für Dein Vertrauen...ups, ist das schon spät...ich werd dann wohl mal mein Bett suchen gehen...Gruß Galeria.
14.04.2001 16:09
Wirklich sehr Umfangreicher Bericht!Ich bin eigentlich auch gan deiner ANsicht!WEiter so und ich hoffe man liest sich...ya FujinRA ;-)