... Denn für die beiden Engel ist der Himmel über Berlin frei und ohne Grenzen. Die getragene, ruhige Stimmung, die Kameramann Henri Alekan in seinen Bildern erzeugt, wird gesteigert durch die poetischen, von Pathos begleiteten Gedanken der Menschen (in den Mund gelegt durch Co-Autor Peter Handke) ... Bericht lesen
sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichk...
sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive. Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen. Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium. Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. --Peter Kuhn
sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive. Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen. Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium. Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. --Peter Kuhn
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manchmal etwas zu ruhig, Handkes Worte?, Wenders filmische Umsetzung?
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Kompletter Erfahrungsbericht
"Als das Kind Kind war, ging es mit hängenden Armen, wollte der Bach sei ein Fluß, der Fluß sei ein Strom, und diese Pfütze das Meer.
Als das Kind Kind war, wußte es nicht, daß es Kind war, alles war ihm beseelt, und alle Seelen waren eins." (***)
Wim Wenders Film DER HIMMEL ÜBER BERLIN ist in seinen gesamten zwei Stunden Poesie in den verschiedensten Formen. Wer schon immer die Vorlage zu CITY OF ANGELS - STADT DER ENGEL gesucht hat ... hier ist sie!
A SHORT CUT
Damiel und Cassiel sind Engel in Berlin. Ihr Schicksal ist die Unsterblichkeit, ihre Aufgabe über die Menschen zu wachen. Ihr Fluch: Sie sind dazu verdammt auf ewig nichts berühren zu können, nichts zu schmecken, nichts zu riechen und die Welt in Schwarzweiß zu erleben. Doch Damiel lernt zu Lieben - eine Trapezkünstlerin namens Marion. Für sie geht er den Weg zum Leben, auch wenn ab da an das Sterben dazu gehört. Er erkennt, das es mehr gibt als nur Gedanken und Unsterblichkeit - es gibt die Menschlichkeit in all seinen Facetten ... und es gibt noch andere wie ihn, wie der Filmstar weiß.
"Als das Kind Kind war, hatte es von nichts eine Meinung, hatte keine Gewohnheit, saß oft im Schneidersitz, lief aus dem Stand, hatte einen Wirbel im Haar und machte kein Gesicht beim fotografieren." (***)
DER HIMMEL ÜBER BERLIN ist eine Hommage an uns - die Menschen und das was uns ausmacht. Aber gleichzeitig auch eine Ode an die Stadt Berlin als Ganzes (Ost- wie Westberlin). Der Engel Damiel (gespielt von Bruno Ganz) durchstreift seit ungezählten Jahren und Jahrhunderten zusammen mit seinem Begleiter Cassiel (gespielt von Otto Sander) die Straßen von Berlin. Wender zeigt uns dieses Berlin der 80iger Jahre in langen Kamerafahrten über die Stadt, durch Stadtteile, Straßen und einzelne Häuser aus der subjektiven Sicht der beiden Engel. Und diese Sicht ist schwarzweiß. Dementsprechend fehlt auch dem Film jedweder Farbtupfer. Trostlos sieht es aus, schwermütig und verloren. So wie die Gefühlslage des Protagonisten Damiel. Diese Bilder sind bestimmt von ruhigen, endlos erscheinenden Minuten, in denen nichts zu passieren scheint. Doch wir hören ein ständiges Stimmengewirr, ein Chaos aus Gedanken der Menschen dieser Stadt. Und mit jeder Ranfahrt an einzelne Gesichter filtert sich dieses Denken heraus, wird vernehmbar als oft verwirrende Wortfetzen und manchmal auch poetische Sätze, als unzusammenhängende Phrasen und doch daraus erkennbare Sorgen, Nöte, Freuden ... kurz: Gefühle der jeweiligen Personen. Das ist es, was Damiel hört. Das ist es, was er selbst auch erleben will! Neben dem ungewohnten Schwarzweiß der Bilder ist das zu 90% aus dem Off gesprochene Wort (dessen poetische Auslegung dem Co-Autor Peter Handke zusteht) äußerst gewöhnungsbedürftig, macht aber die Situation des Protagonisten für den Zuschauer nachvollziehbarer, verständlicher. Die wenigen Dialoge des Films sind vorwiegend den Szenen mit dem Filmstar (gespielt von Peter Falk) vorbehalten. An diesen Stellen hat DER HIMMEL ÜBER BERLIN nicht nur graue Wolken zu bieten, sondern auch klare, wolkenfreie Sicht. Oder anders ausgedrückt: Es ist amüsant dem Filmstar zu zuschauen. Exemplarisch und zum Schmunzeln die Szene der Wahl des passenden Hutes für den zu drehenden Film oder der an einer typischen Berliner Imbissbude stattfindende Monolog des Filmstars mit dem unsichtbaren Engel Damiel. Das lockert den Film auf bevor er gänzlich in Schwermut versinkt ...
DER HIMMEL ÜBER BERLIN ist nicht zuletzt auch eine Hommage an die Liebe - die Liebe zwischen Mann und Frau sowieso - aber auch die Liebe an die Stadt und die Liebe an vergangene Erinnerungen. Die beiden letzten Aspekte zeigen sich einmal auf der filmischen Ebene: Wenders baut dokumentarische Szenen aus den Kriegsjahren in Berlin ein, die fließend in das Jetzt übergehen. Sowie auf der darstellerischen Ebene: Homer (gespielt von Curt Bois), ein alter greiser (weiser, nomen est omen!) Mann, auf der Suche nach dem Potsdamer Platz, auf dem er eigentlich zu dem Zeitpunkt steht. Im Niemandsland, kurz vor der damals noch mehr als realen Berliner Mauer. An dieser Stelle ist auch ganz kurz die Gesellschaftskritik des Films spürbar, erkennbar, greifbar. "Ich werde solange suchen bis ich den Potsdamer Platz finde." sagt Homer ... bis er ihn so wiederfindet, wie er in seiner Erinnerung besteht ... damals als Berlin noch eins war ... Die Suche nach der Liebe ist mit dem Erscheinen von Marion (gespielt von Solveig Dommartin, Wenders damaliger Freundin) für Damiel beendet. Für ihn ist diese Frau, die in einem Gedanken- und Gefühlschaos lebt, der Grund seine Unsterblichkeit aufzugeben. Nicht der einzige ... aber wohl letztlich der finale Antrieb!
"Als das Kind Kind war, war es die Zeit der folgenden Fragen: Warum bin ich ich und warum nicht du? Warum bin ich hier und warum nicht dort? Wann begann die Zeit und wo endet der Raum? Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum? Ist was ich sehe und höre und rieche nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt? Gibt es tatsächlich das Böse und Leute, die wirklich die Bösen sind? Wie kann es sein, daß ich, der ich bin, bevor ich wurde, nicht war, und daß einmal ich, der ich bin, nicht mehr der ich bin, sein werde?" (***)
Damiel wagt den Schritt (der optisch an seinen nun sichtbaren Fußabdrücken im Sand erkennbar ist) in das sterbliche Ich. Wenders wechselt zum Farbfilm und bleibt dabei (mit kurzen Unterbrechungen, wenn aus Cassiels Sicht gefilmt wird) bis zum Ende. Einem Ende, das im Gegensatz zur Kopie CITY OF ANGELS - STADT DER ENGEL hollywoodreif daherkommt. Damiel findet im Gewirr der Großstadt Berlin Marion, weil es für sie trotz allem Chaos einen Bezugspunkt im Leben gibt. Sie liebt die Musik von Nick Cave und auf dem Konzert finden sie so zueinander. "From Her to Eternity" erklingt im Hintergrund und die Liebenden stehen sich zum ersten Mal leibhaftig gegenüber ... Happy End! Das Einzige, was DER HIMMEL ÜBER BERLIN mit Hollywood verbindet.
Es gibt natürlich noch inhaltliche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Filmen. Neben dem Treffpunkt der Engel (wie bei DER HIMMEL ÜBER BERLIN ist dies auch bei CITY OF ANGELS - STADT DER ENGEL die Bibliothek) ist dies vor allem auch die allgemeine Umsetzung: lange (aus der Vogelperspektive) gefilmte Kamerafahrten über die Stadt, die Dialoge zwischen den beiden Engeln, das Gedanken lesen (was Wenders allerdings mehr in den Vordergrund stellt) und der Umstand, das die Engel für ihre Umwelt unsichtbar erscheinen (außer den Kindern). Daher scheint es gar nicht abwegig die einzelnen Darsteller mit ihren Pendants gleich zusetzen und das geht verblüffend einfach ...
THE ACTORS - ORIGINAL vs. KOPIE
BRUNO GANZ (Damiel) vs. NICOLAS CAGE (Seth) Es ist verblüffend, wie man schon allein mit Mimik und Gestik eine Figur zum Leben erwecken kann. Bruno Ganz ist in seiner Darstellung distanziert, zurückgenommen und läßt doch zu jeder Zeit das Mitgefühl über den seelischen Zustand erahnen. Seine wenigen Worte sind nicht tragend für den Film, dafür sorgen dann doch eher die gesprochenen Gedanken der Menschen, aber allein sein wortloses Schauspiel erreicht eine sprachlos machende Brillianz in einem Film der großen Worte.
SOLVEIG DOMMARTIN (Marion) vs. MEG RYAN (Maggie) Süss, der französische Akzent, wenn sie redet. Solveig Dommartin strahlt im Film erhabene Eleganz aus. Und das nicht nur in den Szenen, wo sie ihre Trapezkunst vollführt, sondern vor allem auch in der Darstellung der Zerrissenheit und des Gefühlschaos ihres Charakters - mimisch, gestisch, sowie in den Worten. Und in der Szene, wo sie allein, verträumt vor ihrem Zirkuswagen sitzt und das künstliche Licht sie anscheint, gleicht sie mehr einem Engel als Damiel und Cassiel zusammen. So leuchtend (wohl auch gewollt stilistisch durch Wenders in Szene gesetzt).
OTTO SANDER (Cassiel) vs. ANDRE BRAUGHER (Cassiel !!!) Er tut das, was er als Charaktermime schon immer gut konnte. Mit wenig Worte, allein durch seine Präsenz, Wirkung zu erzielen. Otto Sander ist zwar nur in der Nebenrolle, hat aber am Ende eine der erhabensten Szenen des ganzen Films: Nick Cave spielt "From her to eternity", Damiel findet Marion und Cassiels Gesicht verwandelt sich kurz von Freude zu Trauer. Er wendet sich ab und schlägt mit der Faust gegen die Wand. Dieser kleine Augenblick im Film gehört ihm und der Frage nach dem Warum ich nicht auch? Wenn er es geschafft hat, kann ich den Weg ebenso gehen ... von der Ewigkeit zur Sterblichkeit.
PETER FALK (Der Filmstar) vs. DENNIS FRANZ (Nathaniel Messinger) Eindeutiger auflockernder, amüsanter Part im Film ist die Rolle von Peter Falk als er selbst, der nach Berlin gekommen ist, um einen Film zu drehen. Und Peter Falk sieht nicht nur so aus wie in seiner Paraderolle als Columbo. Nein, er spielt hier auch genauso. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und doch den einen oder anderen Moment nachdenklich und grüblerisch. Nicht zuletzt spielt sein Charakter eine nicht unwesentliche Rolle, ist er doch ebenso ein "gefallener" Engel, eingetaucht im großen Spiel, das man Leben nennt.
"Als das Kind Kind war, erwachte es einmal in einem fremden Bett und jetzt immer wieder, erschienen ihm viele Menschen schön und jetzt nur noch im Glücksfall, stellte es sich klar ein Paradies vor und kann es jetzt höchstens ahnen, konnte es sich Nichts nicht denken und schaudert heute davor.
Als das Kind Kind war, spielte es mit Begeisterung und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals, nur noch, wenn diese Sache seine Arbeit ist." (***)
Wim Wenders' DER HIMMEL ÜBER BERLIN ist die Poesie im Film. Seine Darstellung eines geteilten Berlins mit all seinen Ecken und dreckigen Fassaden - mit all seinen schönen Plätzen und Gebäuden, mit all seinen Menschen, die ideologisch und real getrennt voneinander leben und doch in ihren Gedanken und Gefühlen eins sind - wird ständig getragen von verträumten, visionären Bildern. Die Schwarz-Weiß-Welt der Engel erzeugt in seiner Gesamtheit ein dumpfes, verstörendes Bild dieser Stadt - aber ein ungeteiltes. Denn für die beiden Engel ist der Himmel über Berlin frei und ohne Grenzen. Die getragene, ruhige Stimmung, die Kameramann Henri Alekan in seinen Bildern erzeugt, wird gesteigert durch die poetischen, von Pathos begleiteten Gedanken der Menschen (in den Mund gelegt durch Co-Autor Peter Handke) und unaufdringlich durch überwiegend klassische Musik im Hintergrund untermalt. Nur selten bricht Wenders aus dieser Stille des Films aus, wird lauter (vor allem in den Konzertszenen) oder lustiger (wenn der Filmstar seinen Auftritt hat). Doch diese schnellere Erzählung wird genau so schnell wieder abgelöst von dem taumelnden Traum der Großstadt Berlin und seinen Bewohnern.
Wäre DER HIMMEL ÜBER BERLIN kein Film, wäre es ein Gedicht - ein Gedicht an das Leben und den Sinn des Lebens. Wäre DER HIMMEL ÜBER BERLIN aber nur ein Gedicht, wäre das nur halb so schön ...
TO SEE OR NOT TO SEE?
Wer sich an den lyrischen Ergüssen eines Peter Handke nicht aufregt, wer dem Schwarzweißfilm nicht gleich entsagt und wer sich vor allem auf eine etwas andere dargestellte Reise durch die Großstadt Berlin einlassen kann und dabei emotionale und ausdrucksstarke Bilder verträgt, dem sei das Original DER HIMMEL ÜBER BERLIN zutiefst an das poetische Herz gelegt. Wer dem normalen, weichgespülten, herzzereissenden und hollywoodverpacktem (aber trotz allem nicht schlechten) Liebesfilm einen Platz in seinem Herzen stets freihält, sollte die Kopie CITY OF ANGELS - STADT DER ENGEL schauen ...
... und in einer Stunde poetischer und verträumter Stille dann zum Original greifen. Es lohnt sich auch für euch!
"Als das Kind Kind war, warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum, und sie zittert da heute noch." (***)
FACTS AND FIGURES
Der Himmel über Berlin (Wings of Desire) Deutschland / Frankreich 1987 123 Minuten Regie: Wim Wenders Drehbuch: Wim Wenders, Peter Handke, Richard Reitinger Kamera: Henri Alekan Musik: Jürgen Knieper, Laurie Anderson, Laurent Petitgand Schnitt: Peter Przygodda Produktion: Argos Films Produzent: Anatole Dauman, Wim Wenders Mit: Bruno Ganz (Damiel), Solveig Dommartin (Marion), Otto Sander (Cassiel), Curt Bois (Homer, der alte Poet), Peter Falk (Filmstar), Hans Martin Stier (Sterbender), Elmar Wilms (trauriger Mann), Sigurd Rachman (Selbstmörder), Beatrice Manowski (Strichmädchen), Lajos Kovács (Marions Trainer), Bruno Rosaz (Clown), Laurent Petitgand (Kappelmeister), Chick Ortega (Schlagzeuger im Zirkus) Preise: 1987 beim Filmfestival in Cannes, 1988 Europäischen Filmpreis für Wim Wenders Regiearbeit und Henri Alekan für seine Kameraarbeit
(***) Peter Handke - "Lied vom Kindsein" (zum Nachlesen: http://www.wim-wenders.com/movies/movies_spec/ wingsofdesire/wod-song-of-childhood-german.htm)
> Das Produktfoto oben ist zu ignorieren. Dann lieber die Bilder anschauen. <
Pro: Optik, Tiefgründigkeit, Anspruch Kontra: mag stellenweise etwas zu poetisch angehaucht sein
...macht. Nirgendwo sonst ist der Himmel das Einzige, was die Menschen in einer Stadt zu vereinen scheint, von ihrer Vergangenheit einmal abgesehen.
Diese gemeinsame Vergangenheit findet ebenso Eingang in den Film wie die Menschen, die in ihr leben - in Ost und West. In aus Dokumentarmaterial bestehenden Rückblenden wird die Vergangenheit immer wieder ins Bild gerückt. Man sieht Männer in Uniform, Trümmerfrauen und die zerstörte Stadt selbst - Bilder, ... ...Die Erzählung von "Der Himmel über Berlin" ist kompliziert und vielschichtig, selbiges trifft auch auf die Arbeit mit dem Ton zu. Wenders entwirft eine komplexe Toncollage, verschiedene Tonebenen werden immer wieder übereinander gelegt, was für eine große atmosphärische Dichte sorgt. Neben den unzähligen Gedankenströmen, die immer wieder auf den Zuschauer einströmen, tauchen auch hie und da immer wieder poetische Einschübe auf. Das Gedicht mit dem ...
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Pro: Handkes Worte, Darsteller, Inszenierung, Anspruch, Poetik Kontra: Stellenweise langatmig, zu ruhig (?)
...- nicht erst seit "Der Himmel über Berlin", von 1987.
Trotzdem ist gerade dieser Film etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil er Wenders die Goldene Palme von Cannes als bester Regisseur einbrachte, erst recht nicht, weil der Film die Vorlage für die schnulzige Liebesgeschichte "Stadt der Engel" mit Nicolas Cage und Meg Ryan ist, sondern weil der Film mit wenigen Worten und umso schöneren Bildern das Leben in Berlin um 1987 darstellt und eine einzige, ... ...auszumachen. Wim Wenders inszenierte "Der Himmel über Berlin" ähnlich einem Mosaik: Mit vielen kleinen Steinchen, die allein schon schön anzuschauen sind, insgesamt aber ein großartiges Ganzes ergeben. Im Zentrum des Filmes stehen aber ganz deutlich die beiden Engel Damiel (Bruno Ganz) und Cassiel (Otto Sander), die in Berlin umher streifen ohne von den Menschen gesehen zu werden, diesen aber helfen, sie unterstützen und zur Seite stehen. Eines Tages ...
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...Euch angelockt.
" Der Himmel über Berlin " wurde schon 1987 unter der Regie von Wim Wenders gedreht.
Kurz könnte man den Inhalt so umschreiben:
Ein Engel verliebt sich in eine Zirkusartistin und gibt wegen ihr seine Unsterblichkeit auf.
Was sich nach " kitschigem Kummerkino " anhört, birgt eine mehr als beeindruckenden Filmstoff in sich. Nicht nur, daß es Wim Wenders versteht, ein Abgleiten in die Banalität zu verhindern ( das Remake hat es ja ... ...wirkt das Werk nicht rührseelig, sondern rührend- eindringlich und nicht aufdringlich.
Die zwischen den Engeln und den Lebenden unterschiedlichen Sichtweisen, sprich, die Engel sehen alles in Schwarz- Weiß - verbunden mit einer Kameraführung , die den Blick fürs Detail niemals verkennt, machen den Film allein schon aus dem visuellen Aspekt heraus zu einem Highlight.
Geduld und eine gewisse Bereitschaft zur Naivität müßt ihr schon mitbringen um ...
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Pro: Künstlerische Filmgestaltung in Perfektion Kontra: Übermächtige Texte
...nicht von Interesse. Denn "Der Himmel über Berlin" ist ein Stimmungsbild, in das man sich hinein fallen lassen kann, ja muss. Künstlerisch lässt der Film keine Wünsche offen. Die Bilder sind perfekt aufeinander abgestimmt, die Kameraführung macht jede Szene zum Erlebnis und auch die Akustik ist atemberaubend (Wer sich den Film zu Hause ansieht: Unbedingt den Stereo-Kopfhörer aufsetzen - es lohnt sich!)
Worum geht es? – Die Handlung
Dargestellt ... ...- Die Darstellung
„Der Himmel über Berlin“ zeichnet sich durch penibel durchdachte, sowie künstlerisch und technisch perfekte Gestaltung aus.
Während die Handlung als solche plump und kitschig erscheinen mag, wird sie durch ihre Umsetzung zu einem poetischen Meisterwerk. (Nicht zuletzt stellt dieser Film ein wunderschönes Porträt der Stadt Berlin dar.)
Der Film ist zum größten Teil in Schwarz-weiß gedreht: Denn Schwarz-weiß ist die Welt der Engel. ...
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"Der Himmel über Berlin", Gewinner internationaler Preise für die beste Regie, ist einer der besten Filme, die jemals in Deutschland gedreht wurden. Wim Wenders, Regisseur und Drehbuchautor (allerdings hat da auch Peter Handke, der berühmte Schriftsteller, seine Hände im Spiel gehabt), hat für diesen Film große Schauspieler versammelt: Bruno Ganz spielt die Hauptrolle, wird aber unterstützt von, um nur einige zu nennen: Otto Sander, Peter Falk, Nick ... ...ist die folgende: Über Berlin schweben einige Engel, die auch ab und zu auf die Erde herabsteigen, um Menschen Mut zu machen oder zu trösten. Diese Szenen sind aber nicht, wie zu erwarten wäre, überaus kitschig, nein, sie sind wahnsinnig lebensnah und echt. Die Gedanken der Menschen werden aus dem Off eingesprochen, was als Kusntgriff faszinierend ist. Aber weiter im Film: In einem Zirkus übt eine Artistin, wird dann aber von der Botschaft überrascht, ...
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Pro: bildgewaltiger Film, sehr poetisch, Curt Bois Kontra: Handtkes Monologe, wenig Story
..., da hier wenig zielgerichtet geschieht, sondern er mehr der Charakterisierung Berlins (weniger der Cassiels und Damiels) dient.
Neben diesen vier Strängen, die mehrfach verfolgt werden, gibt es zahlreiche weitere Stränge, Figuren, denen Damiel und Cassiel nur einmal begegnen und deren Gedanken sie in Form einer Momentaufnahme mithören.
Natürlich haben viele von euch schon beim Storyabriss gesagt: "Aha, ,Stadt der Engel'!"
Richtig! "Der HimmelüberBerlin" war die Vorlage für "Stadt der Engel". Ein Vergleich zwischen den beiden Filmen macht aber aufgrund der geschilderten Besonderheiten von "Der HimmelüberBerlin" wenig Sinn. "Stadt der Engel" verfolgt den Plot, die Handlung, die auch dem "HimmelüberBerlin" zugrunde liegt, konsequent im Sinne der Filmdramaturgie und zaubert daraus einen traurigen, aber gleichzeitig wunderschönen...
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...Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so etwas schönes gelesen. Die ursprüngliche Verfilmung habe ich leider nie gesehen und ich bin auf das Buch nur durch den Film "Stadt der Engel", den ich mir auch erst nach dem Lesen dieses Buches angeschaut habe, gekommen. Obwohl natürlich beides nur im entferntesten Sinne etwas miteinander zu tun hat.
"Der HimmelüberBerlin" ist eine wunderschöne Geschichte, die eine Liebe beschreibt die keine Grenzen kennt, nicht einmal die Grenzen des Lebens. Es werden aber auch Augenblicke aus der dunklen Vergangenheit von Berlin gezeigt sowie das nicht Aufarbeiten der jungen Geschichte in der Nachkriegszeit. Das alles ist gespickt mit Peter Handkes wunderbaren Texten.
Nur mit den parallel ablaufen Kammeraanweisungen zur Texthandlung hatte ich ein bischen Probleme, da man ja beides nicht parallel lesen...
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Pro: Schauspieler, Rekonstruktion Kontra: kann in der Kürze nicht angemessen angegeben werden: siehe Text
...*** Außer der Inhaltsangabe wurde dieser Bericht gelöscht ***
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Der Untergang (D 2004).
Regie: Oliver Hirschbiegel (Das Experiment, Mein letzter Film, 2 Tatorte)
Darsteller: Bruno Ganz (Der Himmelüber die Berlin, Die Fälschung, Faust),
Alexandra Maria Lara (Nackt, Was nicht paßt wird passend gemacht, Crazy),
Heino Ferch (Der Tunnel, Straight Shooter, Winterschläfer),
Corinna Harfouch (Bibi Blocksberg, Jetzt oder nie, Solo für Klarinette),
Ulrich Matthes (Aimee und Jaguar, Winterschläfer, Der neunte Tag).
Länge...
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Hallo Leute!
Nach einer kleinen Pause melde ich mich mit einem neuen Bericht zurück....Diesesmal habe ich mich entschieden einen bericht über eines meiner absoluten Lieblingsbücher zu schreiben und ich hoffe, dass er euch gefällt.
1.... mehr
Dieses Kinderbuch hab ich schon seit meiner Ausbildung zur Erzieherin zu Hause und es ist ein sehr tolles Buch. Es ist ein Jugendbuch zum Thema auch zum Thema 2. Weltkrieg
Eckdaten:
- Das Buch ist im dtv Verlag erschienen, es ist ein dtv junior... mehr
Ein Föderationstransportschiff bringt die Horta Ttan und ihre 20 Eier nach Bajor, wo sie und ihre kurz vor dem Ausschlüpfen stehenden Kinder die Bergbauindustrie unterstützen sollen. Vor Erreichen ihres Ziels wird das Schiff jedoch von Cardassianern... mehr
Für meinen Deutsch-LK musste ich dieses Buch lesen. Da ich Christa Wolf als Autorin bisher nicht kannte, war ich gespannt, was auf mich zukommen würde - besonders, da der Inhalt vielversprechend war. Schon bald kam aber die große... mehr
Hallihallo!
Da ich eine Leseratte bin, dachte ich mir, ich könnte doch eigentlich eines meiner Lieblingsbücher bewerten und zwar:
>>Der Himmel über Darjeeling<<
von Nicole C. Vosseler
//Wie kam ich zu diesem Buch?
Ich liebe Bücher und... mehr