Neulich nachts in der ARD lief ohne Vorwarnung einer der lustigsten Filme, die ich je gesehen habe. Da nicht jeder wissen duerfte, worum es in "Ein himmlischer Teufel" geht, hier kurz der Inhalt:
Der weltfremde Teufel Benigni heftet sich wie eine Klette an die Fersen des Paters Matthau, ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Schwene über Himmlischer Teufel, Ein (1988) 26. Oktober 2000
Produktbewertung des Autors:
Humor:
Spannung:
Anspruch:
Action:
Romantik:
Pro:
Schauspieler, Drehbuch
Kontra:
Der Film koennte natuerlich noch viel laenger sein .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Neulich nachts in der ARD lief ohne Vorwarnung einer der lustigsten Filme, die ich je gesehen habe. Da nicht jeder wissen duerfte, worum es in "Ein himmlischer Teufel" geht, hier kurz der Inhalt:
Der weltfremde Teufel Benigni heftet sich wie eine Klette an die Fersen des Paters Matthau, um das Leben unter Menschen kennenzulernen. Zunaechst fast kleidungs- und den ganzen Film ueber voellig ahnungslos hopst Benigni durch das Leben des italienischen Padres, der den liebenswerten Tollpatsch natuerlich doch irgendwann ins Herz schliesst.
Wer Walter Matthau und Roberto Benigni kennt, weiss, dass beider Figuren stets auf ihre Weise unnachahmliche Charaktere sind, zwar sehr verschieden, jedoch mit einer grossen Gemeinsamkeit: Unschuldig wie Kinder, jeder auf seine Weise. Beide zusammen machen den Film zu einer unbeschwerten Darstellung menschlichen Seins: Matthau als genialer Mienenspieler zeigt wiedereinmal hinter der zerknautschten Fassade den eigentlich hilflosen, mit sich und den anderen kaempfenden und eigentlich schon laengst erwachsen sein sollenden Normalmenschen, der nichtsdestotrotz nach verlorener Schlacht in Ruhe und unverbittert ein Glas Wein zu sich zu nehmen weiss. Benigni als Geschichtenschreiber, Regisseur und Schauspieler in der nie langweilig werdenden (zumindest nicht, bis nicht alle Menschen so sind) Rolle der Unschuld, deren natuerliche Moralvorstellung sich durch die Existenz gesellschaftlicher Normen einfach nicht beeindrucken laesst, und die (abgesehen von den humoresken Hoehepunkten) vor allem staendig zur Ueberarbeitung des eingerosteten Blickwinkels fuehrt, nicht nur des des Paters.
Genug gedankenschwangres, um ehrlich zu sein, diese Ueberlegungen hab ich erst jetzt angestellt. Das eigentlich Bemerkenswerte ist schlicht der Humor. Ich habe im Gesamten schon lustigere Filme gesehen, gerade gegen Ende hin nimmt dieser Aspekt (nicht annaehernd so drastisch wie bei "Das Leben ist schoen", vom Prinzip her aber aehnlich) zugunsten nachdenklicher machender Vorgaenge ab. Dafuer aber enthaelt "Ein himmlischer Teufel" die einzige Filmszene, bei der mir laenger als eine Minute am Stueck jedes neue Bild die Lachtraenen ins Auge getrieben hat. Wer jemals gesehen hat, wie Walter Matthau in stoischer Ruhe ein Glas Wein nach dem anderen verinnerlicht, waehrend sein angeblicher Neffe Roberto Benigni in abendlicher Gesellschaft voellig ahnungslos davon schwadroniert, wie er drei Tage lang in ein und derselben Frau gewesen ist, mag selber beurteilen, wovon ich spreche.
Heute möchte ich euch gerne von einem Buch meines Lieblings-Autoren berichten, welches ich schon ein Weilchen in meinem Bücherregal stehen hatte, aber bisher leider nie dazu kam es zu lesen. Im Urlaub fand ich dann endlich mal Zeit dafür es zu lesen und... mehr