Jagd auf einen Unsichtbaren
14. Okt 2000
Pro:
Sehr viele und gute Spezialeffekte
Kontra:
Thema nicht ganz ausgereizt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor:
Spannung:
Anspruch:
Action:
Romantik:
mehr
 Dali1
Über sich:
Mitglied seit:28.09.2000
Erfahrungsberichte:6
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 8 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Idee ist nicht neu, aber dennoch verlockend: Was wäre, wenn man in fremde Schlafzimmer gehen könnte ohne ertappt zu werden? Oder jemanden beim schlafen anzufassen ohne dass dich derjenige sieht? Faszinierende Möglichkeiten bieten sich einem, wenn man unsichtbar ist! Zugegeben, um manche Dinge zu tun muß man schon der Typ dazu sein und eine perverse Ader haben, aber allein einmal um Späßchen mit anderen treiben zu können wäre es eine Übrlegung wert. Kevin Bacon ist nämlich unsichtbar, oder wird es zumindest im Laufe des Films "Hollow Man" von Paul Verhoeven, der so geniale Filme wie Basic Instinct oder auch StarshipTroopers gedreht hat. Er ist Leiter eines Wissenschaftlerteams, welches für das Pentagon einen Weg sucht, Lebewesen unsichtbar und dann aber wieder sichtbar zu machen. Letzteres stellt ein Problem dar, doch Kevin findet eine Möglichkeit, und nach erfolgreichen Versuchen mit Gorillas hält er sein Verfahren für reif, es an einem Menschen auszutesten. Vom Pentagon unerlaubt möchte er im es Selbstversuch ausprobieren und wird von seiner einstigen Geliebten (Elizabeth Shue) und einem weiteren Mitarbeiter gedeckt. Dass die beiden ein Verhältnis haben weiß Kevin (noch) nicht... Vom Inhalt möchte ich nicht viel verraten, aber eins kann ich euch sagen: Die Effekte sind fenomenal! Bis ins kleinste Detail wurde an alles gedacht und perfekt ausgefeilt! Besonders spektakulär kommt der Prozess des Unsichtbarwerdens, denn nach dem Einspritzen eines Präparats fängt die Haut an, sich aufzulösen, und die Muskeln,Knochen und Blutgefäße werden sichtbar, die sich dann ebenfalls Faser um Faser und Schicht um Schicht aufzulösen erscheinen. Was bei vielen Filmen nur kurz gezeigt wird, da hält Verhoeven drauf und läßt dem Zuschauer Zeit, sich alles genau anzusehen. Es werden so viele Tricks angewandt, dass sie einem gar nicht mehr auffallen, so perfekt sind sie ausgeführt! Man sieht den Unsichtbaren im Wasser, im Nebel, im Regen, brennend oder mit Blut beschmiert, und alles ist bis ins Kleinste dargestellt. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt (95min) und mit Erotik gewürzt, aber das sind wir ja von diesem Regisseur gewohnt. Der Film kann jedoch recht brutal sein, deshalb ist er auch ab 16 freigegeben. Ich habe zwar einige Frauen beim Herausgehen sagen hören, dass ihnen der Film nicht gefallen hätte, aber wer Spezialeffekte mag und die Geschichte um Unsichtbarkeit interessant findet, sollte diesen Film nicht verpassen! Nicht zuletzt deshalb, weil es doch schade wäre, den Gewinner in der Kategorie "beste Spezialeffekte" bei der kommenden Oskarverleihung nicht im Kino gesehen zu haben. Den einzigen Minuspunkt sehe ich lediglich darin, dass das Thema nicht ganz ausgereizt wurde und Kevin nicht sehr viel mit seinem Zustand anstellt. Er tut zwar viele Dinge, die nur ein Unsichtbarer machen könnte, aber da gibt es doch noch so viel mehr! Man stelle sich doch nur einmal vor, wie ....
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Verwandte Tags für Hollow Man - Unsichtbare Gefahr
|
|
14.10.2000 23:28
Tja wer weiß was er noch gemacht hat in der Originalversion, die in Amerika ab 18 Jahren war und im Gegensatz zu unserer Kinofassung nicht geschnitten wurde. Ciao Igor 2000