Der Höhepunkt der Karriere von Lou Diamond Philips
13.12.2004
Pro:
Eine lustige Szene, teilweise temporeich, Kurzauftritte von Gladys Knight (That’ s what friends are for) und Jonathan Hart (Robert Wagner)
Kontra:
Fade Handlung, eigentlich kein Krimi und keine Komödie (aber was dann?), man ist besseres von Harrison Ford und Josh Hartnett gewöhnt, Lou Diamond Philips kurz vor dem Ende seiner Schauspielkarriere angelangt?
Empfehlenswert:
Nein
 trampastheo
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Die Kritiken zu Hollywood Cops, einem Krimi, der genau vor einem Jahr in den Kinos anlief, waren nicht besonders berauschend. Trotz Harrison Ford und Mädchenschwarm Josh Hartnett (den meine Schwester ganz besonders verehrt), die in den Protagonistenrollen zu sehen sind, konnte man fast von keinem ein gutes Wort für diese Produktion wahrnehmen. Seit gestern weiß ich auch warum der Film ein Flop wurde. Handlung Nachdem eine Rappergruppe in einem Club kaltblütig erschossen wird, werden die beiden Polizisten Joe (gespielt von Harrison Ford) und sein Partner K.C. (gespielt von Josh Hartnett) auf den Fall angesetzt. Die beiden scheinen jedoch ganz anderswo mit ihren Gedanken zu sein. Joe ist gerade dabei ein Grundstück zu verkaufen um aus seiner schwierigen finanziellen Lage rauszukommen, während K.C. daran bedacht ist, seinen Job aufzugeben und seinen Traum Schauspieler zu werden, zu verwirklichen. Doch schon bald werden sie mit dem Mordfall an die Rapper ihre Probleme bekommen. Es scheint, als sei die Gruppe deshalb ermordet worden, weil sie ihren Vertrag mit der aktuellen Firma, bei der sie arbeiteten, auflösen wollten. Steckt der Plattenfirmenboss hinter dem Mord? Und warum beschließt ein Vorgesetzter der beiden Polizisten gerade jetzt auf ihr Privatleben einen besonderen Blick zu werfen?
Filmkritik Eigentlich weiß ich bei Hollywood Cops auch jetzt nicht, wo ich diesen Bericht schreibe, was ich letztendlich gesehen habe! War das ein Actionfilm? Wohl kaum, da nur 1-2 Actionszenen vorkommen. War es ein Krimi? Auch nicht, da es an Spannung absolut mangelt. Oder vielleicht eine Komödie? Auch das kann es nicht gewesen sein, denn lachen konnte man ihm Film selten. Was ist es dann? Nun, eine Hollywoodproduktion, bei der man eigentlich recht wenig in Richtung Handlungstiefe gearbeitet und eher auf große Hollywoodnamen gesetzt hat, wie es eben Harrison Ford und Josh Hartnett nun mal sind. Es wird leider zu wenig geboten. Ein paar Verfolgungsszenen 25 Minuten vor Ende des Films sind einfach nicht genug, um den Tatendrang, den ein Zuschauer bei einem Actionkrimi (falls es solch einer sein soll) sehen möchte, zu befriedigen. Die Viagra-Sprüche von Ford und die restlichen Versuche des Regisseurs den Film amüsant zu gestalten schlagen fehl. Kräftig wird man im Film eigentlich nur einmal lachen können als Joe seinen Kollegen K.C. besucht, während dieser gerade 20 wunderschönen Damen Fitnessübungen beibringt. Lediglich das etwas temporeiche Finale rettet noch das, was in diesem Film zu retten ist. „Indiana Jones“ Harrison Ford hat wohl auch keine Ahnung mehr, welche Rollen er in Hollywood annehmen soll und welche nicht. Für einen Thriller oder Abenteuerfilm mag er zwar gut sein, aber in einem solchen Streifen, wo letztendlich keiner weiß, um was es sich wirklich dreht, kann auch er nichts bieten. Seine Rolle als Joe, der inzwischen Morden und Schiessereien Immobilien verkaufen will, gelingt ihm wenig von seinem wahren Talent zu zeigen. Josh Hartnett hat leider auch nichts mehr mit dem jungen Mann zu tun, der bei Pearl Harbour die Sympathie des Zuschauers sichern konnte. Vielleicht sind auch solche Krimis nicht sein Genre, aber man kann nicht ständig in Kriegsfilmen wie Black Hawk Down oder eben Pearl Harbour mitspielen. Sein Versuch bei einer Komödie teilzunehmen (40 Tage und 40 Nächte) war eigentlich recht erfolgreich. Hier kann er jedoch nicht überzeugen. Als Polizist in solch einer Rolle erwartet man andere Charaktereigenschaften, als er sie in seiner Rolle wiedergibt. Diese Rolle von Hartnett kann man schnell wieder vergessen. Doch es gibt auch einen lustigen Part im Film.
In der Rolle der Undercover Agenten, der sich als Prostituierte verkleiden muss, um an Infos aus der Unterwelt zu kommen, erreicht Lou Diamond Philips den „Höhepunkt“ seiner Karriere. Aus dem einstigen Protagonisten von Labamba und Route 666, wurde ein Darsteller, der eine lächerliche Nebenrolle abbekommt. So ist nun mal Hollywood. Schafft man nicht den riesigen Durchbruch, muss man am Ende sogar solch eine Prostituiertenrolle übernehmen, um nicht verhungern zu müssen. Zwei weitere Kurzauftritte im Film sind ebenfalls erwähnenswert. Den einen hat Gladys Knight – die Frau, die eigentlich eine Singlegende ist. Da sie viele nicht kennen sage ich nur eins: sie singt zusammen mit Dionne Warwick, Elton John und Steve Wonder „That’ s what friends are for“. Und auch für eine James Bond Melodie war sie zuständig: „Licence to kill“ Ihre Rolle ist sehr klein, aber erfreulich. Einen ganz kurzen Gastauftritt hat im Film auch „Jonathan Hart“ Robert Wagner, der sich gerade auf dem Hollywood Boulevard mit seinen Handabdrücken verewigen will. Fehlte nur noch meine große Jugendliebe: Stephanie Powers. Fazit Regisseur Ron Shelton hat mit Dark Blue und Tin Cup schon bessere Projekte auf die Beine gebracht, als mit Hollywood Cops. Er hatte die Chance mit zwei bekannten Darstellern und einer Menge ebenfalls bekannter Nebendarsteller mehr aus dem Film zu machen. Es ist ihm letztendlich nicht mal gelungen zu definieren, ob er aus dem Film eine Komödie oder einen Krimi-Actionfilm machen wollte. Es sind Merkmale von all diesen Genren vorhanden, aber so gering, dass man am Ende wohl von einem Drama, im wahrsten Sinne des Wortes, sprechen kann. Enttäuscht von Josh Hartnett wird man im Film ebenfalls sein – lediglich die etwas temporeiche Handlung im Finale bringt etwas Licht in die 111 minütige Produktion aus dem Jahre 2003. Für mich eindeutig nicht empfehlenswert!
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22.12.2004 09:39
Dann kann ich mir den ja sparen, dachte mir schon, dass der nix ist
20.12.2004 14:44
Den hatte ich damals gesehen, fand ihn auch net so als Renner, aber so ganz schlecht fand ich ihn auch wieder nicht, auch wenn ich mich irgendwie jetzt nicht mehr an den Film richtig erinnern kann :-) Greetz
15.12.2004 23:01
Den Film werde ich mir sicherlich sparen. Liebe Grüße Bine