Max Frisch, Homo Faber
05.07.2006
Pro:
es scheint als würde man oft sein eigenes Leben betrachten
Kontra:
???
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
mehr
 lil_do
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Max Frisch verarbeitet in seinem Tagebuschartigen Roman, viele Ereignisse und Eindrücke aus seinem eigenen Leben, ganz speziell seine Probleme mit Frauen. Zu Anfang beschreibt Frisch, den Techniker Walter Faber, einen Mensch der all seine Erinnerungen an die Vergangenheit verdrängt hat bis er auf einem Flug nach Caracas den Bruder seines ehemals besten Freundes trifft. Er beschreibt in seinen Aufschrieben auch immer wieder wie wichtig es ihm ist nie die Kontrolle zu verlieren. Doch als seine Maschiene notlanden muss, ist er gezwungen sich weiter mit seiner Vergangenheit beschäftigen, seine Neugier zwingt ihn auch immer neue Dinge aus Herbert Hencke herauszubekommen. So muss er erfahren das seine Jungendliebe Hanna seinen besten Freund Joachim geheiratet hat. Hanna hatte ihn verlassen, weil er als sie ihm bereichtete das sie schwanger sei, total falsch reagiert hat. Seit dieser Niederlage hatte Faber es nie wieder zu einer richtigen Beziehung gebracht, er hatte nur ein paar Affären. Als dann mit Herbert seinen alten Freund Joachim auf dessen Plantage findet, ist er zu Tiefst erschüttert, doch er muss weiter da seine Geschäftlichen Verpflichtungen auch nicht warten können. Um nicht fliegen zu müssen nutzt er das Schiff um nach Europa zu gelangen, dort lernt er die bezaubernde junge Sabeth kennen, die erst zwanzig Jahre alt ist, er hingegen wird auf dieser Reise stolze 50Jahre alt. Doch wie es kommen muss verleiben sich die beiden ineinander und er begleitet sie auf ihrer Reise zurück nach Griechenland, zu ihrer Mutter. Doch als ein tragischer Unfall passiert, muss Sabeth ins Krankenhaus, dort begegnet Faber Hanna die Sabeths Mutter ist . Irgendwann stellt sich auch heraus das Faber Sabeths Vater ist, und als die auch noch stirbt versuchen ihre Eltern irgenwie damit fertig zu werden. Doch der am Anfang des Buches so unerschütterbare Walter Faber wird von seinem Gewissen geplagt. Bei ihm wird Magenkrebs diagnostiziert, was ihm früher nichts ausgemacht hätte, doch nun hängt er an seinem Leben wie nie. Was er bis zu seinem Tod nicht verstehen kann ist, warum Hanna bis zum Schluss an seiner Seite bleib, obwohl er der Mensch ist der ihr alles genommen hat! Mir persönlich gefällt dieses Buch sehr gut, und ich finde das es einem in irgeneiner Weise klarmacht, das manche Einsichten einfach zu spät kommen. Ich hatte dieses Buch als Prüfungslektüre und musste mich deswegen sehr eingehend damit beschäftigen, was mir auch sehr Spaß gemacht hat, denn auch wenn der Inhalt manchmal nicht sehr leicht zu verstehen ist, ist das Buch in einfachen gut verständlichen Worten geschrieben!
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08.07.2006 20:22
alles drin , was man wissen muss :-) ... lg susi
08.07.2006 15:57
Mußte ich auch mal lesen und fand es nicht schlecht ...... aber auch nicht sooo gut.
06.07.2006 23:16
Eins der wenigen Bücher aus meiner Schulzeit, die ich danach irgend wann noch mal gelesen habe.... ;-)