Homo Faber - schon der Name klingt nicht gut :)
15.12.2005
Pro:
nicht all zu dickes Buch, manchmal interessant
Kontra:
ich lese nicht gern, oft wirds langweilig, Spannung wird genommen
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 130 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo meine Lieben, lange hab ich drauf warten lassen, aber heute ist es endlich soweit, denn ich hab mir mal die Zeit genommen um einen Bericht zu schreiben. Diesmal geht es wieder um ein Buch, welches ich für die Schule lesen musste, da ich darüber bald einen Vortrag halten werde. Aussehen/Preis/Bezug: ++++++++++++++++++ So, meine Ausgabe von Homo Faber habe ich von meiner Schwester bekommen, die es schon mal früher lesen musste. Es ist blau und ein alter Mann ist abgebildet. Mit orangener Schrift steht der Titel und Autor auf dem Buch. Mit roter Schrift der Verlag (Suhrkamp Verlag). Erwerben kann man das Buch in jedem Bücherladen oder auch im Internet zum Beispiel bei booklooker.de kann man es für einen guten Preis bekommen. Der Neupreis beträgt 8,50 Euro. Die dazugehörige ISBN- Nummer lautet: 3518188038. 1. Autor 2. Inhalt 3. Bedeutung des Namen Homo Faber 4. Sprachliche Umsetzung 5. Epochenbezug 6. Quellen
1. Autor: +++++++ Da ich mir über den Autor ja nichts ausdenken kann, hab ich im Internet recherchiert und wer einfach Max Frisch in eine Suchmaschine eingibt, wird, so wie ich, sehr schnell fündig. Max Frisch wurde am 15.11.1911 in Zürich in der Schweiz als Sohn eines Architekten geboren. 1930-1932 Er studierte in den Jahren 1930-1932 Germanistik an der Universität in Zürich, musste das Studium allerdings nach dem Tod seines Vaters aus finanziellen Gründen abbrechen. Er beginnt die Arbeit als freier Mitarbeiter für die "Neue Züricher Zeitung". Sein erster Roman entsteht unter dem Titel "Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt" im Jahre 1934, darin thematisiert Frisch vor allem seine erste Auslandsreise im Jahr zuvor. Nach seinen ersten schriftstellerischen Versuchen kommen Frisch Selbstzweifel, er entschließt sich mit dem Schreiben aufzuhören und verbrennt alle bis dahin entstandenen Manuskripte. 1936 beginnt Frisch ein Studium für Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich und schließt 1941 als Diplomarchitekt ab.1940 veröffentlicht er "Blätter aus dem Brotsack. Tagebuch eines Kanoniers" darin schildert er seine Erfahrungen im Militärdienst während des Kriegsbeginns. Frisch eröffnet 1942 sein eigenes Architekturbüro in Zürich. Er heiratet Gertrud von Meyenburg. Die Ehe wird 1959 nach längerer Trennung wieder geschieden. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. 1947/48 begegnet er Bertolt Brecht in Zürich und hält seine Erinnerungen im "Tagebuch 1946-1949" und später auch in seinen "Erinnerungen an Brecht" (1968) fest. 1951 wird Frisch durch ein Rockefeller Stipendium ein einjähriger Aufenthalt in den USA ermöglicht. Mit dem Roman "Stiller" im Jahr 1954 erfährt Frisch den literarischen Durchbruch. 1957 veröffentlicht er den Roman "Homo Faber" und 1964 "Mein Name sei Gantenbein" darin thematisiert seine Identitätsprobleme. 1955 entscheidet sich Frisch sein Architekturbüro aufzulösen und als freier Schriftsteller weiterzuarbeiten. 1958 bekommt er die Auszeichnung des Georg-Büchner-Preises. Seinen ersten
Bilder von Homo faber / Max Frisch
Bühnenerfolg verzeichnet er mit der Uraufführung des Dramas "Herr Biedermann und die Brandstifter" im Züricher Schauspielhaus.1961 wird die Parabel "Andorra" im Züricher Schauspielhaus uraufgeführt, mit der Frisch den ersten internationalen Theatererfolg erringt. Das Stück behandelt das Thema Rassismus unter der Problematik des Gebots "Du sollst Dir kein Bildnis machen". 1962-1987 wird Frisch die Ehrendoktorwürde der Philipps- Universität Marburg (1962) verliehen, außerdem 1980 des Bard College (USA), der City University of New York im Jahr 1982, der Universität Birmingham im Jahr 1984 und der Technischen Universität Berlin im Jahr 1987. 1965 lebt Frisch zeitweise in Berlin, Zürich und New York. Ihm wird der Literaturpreis der Stadt Jerusalem verliehen. 1968 heiratet Frisch Marianne Oellers, die Ehe dauert bis 1979 an. Mit den Essays "Wilhelm Tell für die Schule" (1971) und "Dienstbüchlein" (1974) stellt Frisch zwei wesentliche Mythen schweizerischen Selbstverständnis in Frage und löst damit heftige Diskussion aus. In dem "Dienstbüchlein" berichtet Frisch über seine Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Frischs gesammelte Werke erscheinen 1976 in sechs Bänden. Er erhält eine Auszeichnung mit dem Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für seine "Beharrlichkeit beim Bekämpfen von Machtmissbrauch und ideologischer Demagogie". 1978 wird das Max-Frisch-Archivs an der ETH Zürich errichtet, dem Frisch seinen Nachlass vermacht. Frisch gibt sein Einverständnis für die Verfilmung von "Homo Faber" durch Volker Schlöndorff (geb. 1939). Der Kinostart ist 1991. Am 4. April 1991 stirbt Frisch nach einem langen Krebsleiden in Zürich. 2. Inhalt: +++++++ Walter Faber ist Ingenieur-Student an der Technischen Hochschule in Zürich. Seine Geliebte Hanna ist schwanger und ebenfalls Studentin. Faber soll eine Stellung in Bagdad antreten und er fordert auf Hanna auf, ihn zu heiraten und zu begleiten. Kurz vor der Trauung aber zieht sie ihre Heiratszusage zurück und Faber fährt allein nach Bagdad. Beide vereinbaren, dass ihr Kind von Fabers Freund Joachim Hencke, einem Medizinstudent aus Düsseldorf, abgetrieben wird. Dazu kommt es aber nicht, Joachim heiratet Hanna, sie bringt das Kind zur Welt. Die Jahre vergehen, Faber lebt in Manhattan und arbeitet als technischer Entwicklungshelfer für die UNESCO . Im März 1957 beginnt Geschichte des Ingenieurs Walter Faber mit Abflug aus NY. Faber ist beruflich auf Weg nach Caracas. Er soll die Montage von einer Turbine überwachen. Auf dem Flug lernt er Herbert Henke kennen, er empfindet ihn zuerst als nervig und hat kein Bedürfnis nach Bekanntschaft. Bei Zwischenlandung in Houston, Texas hat Faber keine Motivation weiterzufliegen und versucht absichtlich den Flug zu verpassen, jedoch wird er rechtzeitig gefunden und zum Flugzeug geführt. Nun freundet sich mit dem Düsseldorfer an. Er erfährt das Herbert der Bruder eines alten Studienfreundes von ihm ist. Dieser versucht in Guatemala eine Tabakplantage aufzubauen. Über dem Golf von Mexiko fällt der Propeller aus und Maschine versucht notzulanden in der Wüste von Tamaulipas in Mexiko. Der Aufenthalt in der Wüste dauert 4 Tage und 3 Nächte. Zum Zeitvertreib spielt er mit Herbert Schach, nun erfährt er, dass Hanna und Joachim verheiratet waren und ein gemeinsames Kind haben. Nach dem Aufenthalt in der Wüste beschließt Walter seine Geschäftsreise abzubrechen und mit Herbert zu Joachim zu fahren. Nach einer schwierigen Fahrt durch den Dschungel erreichen sie Joachims Plantage und finden ihn erhängt in einer Hütte vor. Herbert bleibt dort und übernimmt die Plantage seines Bruders. Faber fährt zurück und nach kurzem Aufenthalt in Caracas , da die Turbinen noch nicht montagebereit sind, fliegt er zurück nach New York. Seine derzeitige Freundin Ivy, der er per Post mitgeteilt hat, dass er keinen Wert auf eine weitere Beziehung mit ihr legt, holt ihn vom Flughafen ab. Sie ignoriert den Brief völlig. Da er Ivy nicht mehr sehen will, entschließt er sich mit dem Schiff nach Paris zu fahren, wo er geschäftlich zu tun hat. Während der Überfahrt lernt er die junge Studentin Elisabeth kennen die er Sabeth nennt. Da sie ihn an Hanna erinnert verbringt er viel Zeit mit ihr und erfährt, dass sie auf dem Weg nach Griechenland zu ihrer Mutter ist. Faber ist völlig fasziniert von der jungen Frau und es kommt zu einem Kuss auf dem Schiff. Faber fragt Sabeth ob sie ihn heiraten würde, diese Frage bleibt jedoch unbeantwortet. Nach 8 Tagen trennen sich ihre Wege am Hafen von Le Havre. Die beiden nehmen voneinander Abschied, Faber hofft jedoch auf ein Wiedersehen. Doch schon eine Woche später treffen sie sich im Louvre wieder und Faber, der seine Besprechungen hinter sich hat, macht Sabeth, die zuerst per Autostop nach Griechenland wollte, den Vorschlag, sie bei ihrer Reise zu begleiten. Sie willigt ein, Faber besorgt ein Auto und sie fahren gemeinsam über Avignon, Pisa, Florenz nach Rom. Schon nach kurzer Zeit wird sie seine Geliebte und sie haben ein Verhältnis. Eines Nachmittags in Rom erfährt er, dass Sabeth die Tochter seiner ehemaligen Geliebten Hanna ist. Kurz packt in der Gedanke, Sabeth könnte seine Tochter sein. Doch er verwirft diese Idee sofort da er überzeugt ist, Joachims Tochter vor sich zu haben. Die beiden reisen weiter und erreichen Griechenland. Eines morgens wird die im Gras liegende Sabeth an einem Strand von einer giftigen Schlange gebissen. Mit einigen Schwierigkeiten schafft es dann Faber sie zurück nach Athen in ein Krankenhaus zu bringen, wo dann sofort die Mutter des Mädchens, Hanna, verständigt wird und auch zum Hospital kommt. Faber und Hanna sehen sich nach 21 Jahren wieder. Faber wohnt vorrübergehend bei Hanna und die beiden lernen sich wieder besser kennen. Hanna erklärt ihm, dass Sabeth seine Tochter ist. Beide sind sicher, dass Sabeth außer Lebensgefahr ist, deshalb kommt ihr Tod sehr überraschend. Hanna gibt Faber die Schuld an Sabeths Tod. Er kehrt zurück nach New York und fliegt dann weiter nach Guatemala um Herbert noch einmal zu besuchen, die beiden verstehen sich nun überhaupt nicht mehr und so reist Faber weiter nach Caracas, wo er die Montage überwachen will. Allerdings bekommt er starke Magenschmerzen und muss 2 Wochen im Hotel verbringen. Anschließend verbringt er einige Tage in Kuba, dort genießt er sein Leben und bewundert die Menschen und ihre einfache Lebensart. Diese Zeit bezeichnet er als, die schönste seines Lebens. Nach diesem Aufenthalt reist Faber nach Düsseldorf. In Düsseldorf schaut sich Faber seine Filmrollen an. Er hielt all seine Erlebnisse mit seiner Videokamera fest. Plötzlich stößt er auf die Filme, die er von Sabeth gemacht hat. Sein letzter Flug geht über seine Heimatstadt Zürich nach Athen zu Hanna, die ihn vom Flughafen abholt. Faber leidet sein ganzes Leben schon an Magenkrämpfen, die ihn bei seinen Reisen behindern und ihn auch zwingen, diese manchmal abzubrechen. Seine Selbstdiagnose heißt Magenkrebs. Faber liegt nun im Krankenhaus, wo ihn Hanna täglich besucht. Er schreibt seine Erlebnisse auf, macht sich noch schwere Vorwürfe, Hanna verzeiht ihm jedoch. Kurz vor der OP bricht die Handlung ab, der Ausgang der OP bleibt also offen, sowie sein weiterer Lebensverlauf.
3. Bedeutung des Namen Homo Faber: +++++++++++++++++++++++++++++++ Von Hanna wird Walter als "Homo faber" bezeichnet. Dabei steht Homo für Mensch und Faber für geschickt, gewandt oder begabt. Dies stellt seine berufliche Tätigkeit als Handwerker (Ingenieur) dar.
4. Sprachliche Umsetzung: +++++++++++++++++++++ Max Frisch verwendet vorwiegend Umgangssprache, so ist das Buch leicht zu lesen. Der Bericht wird aus Sicht von Walter Faber verfasst, so handelt es sich um einen Ich- Erzähler.Es werden viele Symbole und doppeldeutige Worte verwendet. Als Beispiel nenne ich Cuba als Ort des ewigen Lebens oder das Meer als die Weite alles Möglichen. Der Autor verwendet viele unvollständige Sätze. Äußerlich ist es die Sprache des Homo Faber und kein nüchterner Bericht eines Technikers, die Sprache wird gefühlvoller mit der Wandlung von Faber.
5. Epochenbezug: ++++++++++++++ Max Frisch schreibt seine Werke in der Epoche Moderne. Darin thematisiert der Autor eigene Schwierigkeiten um seine Wirklichkeit zu verfremden. Es wird ein Eindruck von Ironie verschafft, indem die Schilderung realistisch erfolgt oder vorgegeben wird realistisch zu schildern. Außerdem werden Vorbehalte gegenüber dieser Schreibweise deutlich gemacht, zum Beispiel ist Fabers Leben eine Reihe von Zufällen, obwohl dieser als Techniker nicht an Schicksal, Fügung oder Zufälle glaubt. Die Psyche des Menschen wird unübersichtlich dargestellt, es werden ungeordnete Gefühle und Gedanken der Romanfiguren geschildert. Dies wird an der totalen Veränderung von Fabers Sichtweisen und seinem Leben deutlich. 7. Quellen: +++++++++
Meine Quellen waren das Buch selbst, sowie die Internetseite www.dhm.de , woher ich die Informationen über Max Frisch genommen habe. Eigene Meinung: +++++++++++++
Ja, ich lese nun nicht besonders viel, also viel es mir sehr schwer das Buch in die Hand zu nehmen und zu starten und immer wieder neue Motivation zum Lesen zu finden. Aber da ich einen Buchvortrag halten muss und ich nicht wusste welches Buch ich sonst nehmen sollte, habe ich mich also für Homo Faber entschieden und es eigentlich auch nicht bereut, denn andere Bücher die wir zur Auswahl hatten, wären bestimmt noch langweiliger geworden. Dieses Buch war einigermaßen interessant und durch die einfache Sprache auch leicht verständlich. Die einzige Sache, die etwas verwirrt, sind die Zeitsprünge. Nicht so gut fande ich, dass Frisch immer schon einige Sachen vorher erwähnt hat, bevor sie im Buch eigentlich passierten. So zum Beispiel erwähnt Faber, dass er nicht gedacht hätte, seine Tochter wieder zu sehen und er erst später herausfindet, dass Sabeth seine Tochter ist. Das nimmt die ganze Spannung. Außerdem hätte ich gern erfahren, was nach der OP aus Faber wird. So, dann wünsche ich euch viel Spaß beim lesen oder konnte ich euch dazu bringen das Buch nicht zu lesen. So meine Lieben, das wars von mir, ich hoffe mein neuer Bericht hat euch gefallen. Viele Grüße und ein schönes Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.
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Homo faber, Max Frisch
2004, 208 Seiten, Maße: 10,8 x 17,7 cm, Taschenbuch, DeutschEines der ...
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Homo faber - Frisch, Max
Taschenbuch, 208 S., Bericht, Erschienen: 2004
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10.07.2007 00:04
guter bericht.
23.05.2007 11:41
toller Bericht, für die Mühe gibts ein bh :) weiter so, LG Tom
08.04.2007 23:39
Schöner Bericht LG Georg