Die 10 Jahre Erfahrung beziehen sich auf die Erfahrung mit dem Produkt. Der Sex kommt am Ende vom bericht. Wie bei der Autowerbung im Fernsehen . Die bringen viel was nichts mit dem Produkt zu tun hat, hauptsache Interesse wecken.
Nun zum Produkt:
Durch einen Unfall musste ich mich von meinem Honda Accord BJ.90 mit 240.000 km auf dem Tacho verabschieden.
Ich bin kein Autofan und fahre nicht besonders gut und gerne. Daher nur ein recht fachunkundiger Eindruck.
Zunächst eine kurze Zusammenfassung:
das Fahrzeug hat ein überdurchschnittliches Fahrverhalten
es gab kaum Pannen
Reparaturen kamen kaum vor
Ersatzteile sind teuer
Hondawerkstätten sind sehr teuer
Transportmöglichkeiten sind zweischneidig
Verbrauch bei vorsichtiger Fahrweise 8,5 Liter
Honda wird als der japanische Mercedes unter den PKW bezeichnet. Die Größe des Fahrzeuges und das Fahrverhalten wird dem gerecht. Im Unterschied zu dem VW Passat (7 Jahre alt) meines Vaters fühlt man sich in dem Fahrzeug wie in einem Schiff. Entgegen dem Passat reagiert der Honda bei Betätigung des Gaspedals sofort und zieht kräftig an. Dies ist beim Überholen wichtig. Auch das Kurven- und Lenkverhalten ist besser. Die Straßenlage habe ich als toll empfunden. So 160-170 waren mindestens drin und es war noch viel Gasspiel vorhanden, schneller habe ich aber als unangenehm empfunden. Das bremserhalten war ok.
Das Einparken selbst war aufgrund es exzellenten Lenkverhalten gut möglich. Aber die Größe des Fahrzeuges machte Schwierigkeiten beim Finden von Parklücken und beim Rangieren. Wer so ungeschickt ist wie ich, sollte lieber ein kleines Fahrzeug fahren oder evt. Beulen tolerieren. Der Kofferraum war groß und hatte eine Öffnung für Skier. Die Rücksitze ließen sich leider nicht umklappen, auch war die Kofferraumöffnung trotz der Größe des Kofferraumes klein. Aufgrund der kleineren Öffnungen konnten größere Stücke nicht transportiert werden. Trotzdem hat m eine Frau beim Unzug gestaunt was, alles in Kofferraum und Innenraum reinging.
Das Radio ging, die serienmäßig eingebauten Boxen kamen mit der sonstigen Qualität des Fahrzeuges nicht nach. Die fingen schon bald an zu quäken. Es gab viel überflüssigen Schnickschnack wie elektrische Fensterheber, die zwar bis zum Schluss funktionierte, aber hinsichtlich einer Scheibe Mucken aufzeigten, indem diese nicht mehr bis runter fuhr. Auch ist die Kontrolllampe des Bremslichtes überflüssig, die auch den Geist aufgab. Anstatt zu reparieren habe ich sie einfach überbrücken lassen, was zwar eine rote Warndaueranzeige am Armaturenbrett zur Folge hatte, aber die teuere Reparatur ersparte.
Nun zum Wesentlicheren:
Mein Honda hat wenig die Werkstatt gesehen. Die Kupplung hat ohne Wechsel bis zum Schluss von 240.000 km gehalten.
Einmal kam Ölverlust vor, welcher für 500 DM beseitigt werden musste. Schwierigkeiten gab es zum Schluss mit dem Anspringen, dem ASU und der Tatsache, das das Fahrzeug nur auf drei Zylinder lief. Das kostete mir einmal bei der ASU 1000 DM in der Hondawerkstatt, die aber auch keine zufriedenstellende Lösung brachte. Meine Wald- und Wiesenwerkstatt um die Ecke wechselt die Zündkerzen, was das Fahrzeug zwar anspringen lies, aber keine dauerhafte Lösung brachte. Das Fahrzeug lief aber, insbesondere wen es warm gelaufen war. Dann wurden auch die ASU-Werte eingehalten. Ein Pannenhelfer vom Adac fand die Lösung. Ein kleiner Schlauchstöpsel hatte sich gelöst. Er hörte dies am kleinen zischendem Geräusch. Stöpsel drauf und schon lief die Kiste wieder normal. Ein BUH zu den Werkstätten.
Hondawerkstätten zumindest in Ostdeutschland sollten gemieden werden. Der Empfangsbereich ist wie in einem Grandhotel, dementsprechend sind die Preise. Repariert wie nicht nach der günstigen Möglichkeit für den Kunden sondern für das Autohaus. Klar die müssen ihre Paläste ja finanzieren. Tüv ja, aber dann mussten angeblich noch folgende Mängel beseitigt werden.... . Die Auswahl der Hondawerkstätten zumindest in Ostdeutschland ist beschränkt. Wer sein Fahrzeug bei Honda zur Reparatur gibt, muss mit entsprechenden Preisen rechnen. Gottseidank ist das Fahrzeug nicht besonders reparaturanfällig. Meine Reparaturwerkstatt um die Ecke kam mit dem Fahrzeug aber genauso gut zurecht.
Für das Alter und der Größe des Fahrzeuges war der Benzinverbrauch ob. Wenn ich im Verkehr mitschwamm, früh schaltete und niedertourig fuhr kam ich mit 8 Liter Benzin normal /100km hin. Ölverbrauch: wenig.
Man konnte schon mal zu zweit im Honda übernachten. Sex ist auch möglich, sowohl Frau oben oder unten. Der Schaltungsknüppel und die Handbremse störte aber, ebenso gelang man immer mit dem Fuß ans Radio, so das die Musik aufheulte. Das Fahrzeug sollte auch in der Horizontalen gebracht werden, da die Gefahr besteht, das man bei einer zu heftigen Bewegung versehentlich die Handbremse löst. Die Hondaingenieure sollten sich vielleicht da etwas benutzerfreundlicheres einfallen lassen. Gekuschelt einschlafen kann man/frau auf dem zurückgeklappten Beifahrersitz auch, man bekommt aber mächtigen Muskelkater, muss reichlich müde und dar f jedenfalls nicht zu groß oder zu dick sein. Insgesamt gesehen ist Sex im Honda zwar mal ein Kick, jedoch sind andere Orte hierzu dauerhaft besser geeignet.
03.10.2004 02:35
Interessante Sicht der Dinge... die Infos die ich gesucht habe, hab ich leider nicht so ganz gefunden... daher "nur" ein h. Grüße, Andreas
24.01.2002 11:42
Wer Honda fährt, fährt ewig gut;-). Ich muste nur zur Durchsich in die Werkstatt.
26.10.2001 01:48
Wer einen Honda besitzt oder besessen hat, derjenige weiss, was "Nichthondapiloten" nie erfahren werden... vor etlichen Jahren fuhr auch ich diese galanten Asphalt-Blasen (3 an der Zahl). Gruss, surround999