Faszination Freiheit
02.04.2006
Pro:
Handling, Komfort, ABS, Optik, . . .
Kontra:
evtl . Sicht durch Rückspiegel
Empfehlenswert:
Ja
 Schnuffimausi
Über sich:
:o)
Mitglied seit:22.11.2003
Erfahrungsberichte:283
Vertrauende:56
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 73 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Zusammen, nun hat sie endlich wieder begonnen - die neue Motorradsaison. Lange haben viele darauf gewartet und bereits in den letzten Tagen bei den ersten wärmeren Sonnenstrahlen kamen die ersten Motorräder wieder zum Vorschein. Auch mein Mann und ich fieberten dieser Zeit schon entgegen. Die Klamotten wurden schon frisch imprägniert und warten nun auf die Zeit, wo sie wieder regelmäßig zum Einsatz kommen.
Ja, auch ich habe mich vor zwei Jahren entschlossen meinen Führerschein der Klasse A (Motorrad) zu machen. Viele Jahre war ich nur als Sozia unterwegs und irgendwie packte mich immer mehr die Lust selber eine solche Maschine zu lenken. So suchte ich eine Fahrschule in meiner Nähe auf und hielt schließlich im Juli 2004 überglücklich meinen Führerschein der Klasse A in den Händen. Um aber das Fahren nicht gleich wieder zu verlernen musste eine passende Maschine her. Die alte Kawasaki GPX 600 meines Mannes war mit ihren 98 PS nicht für mich geeignet, zumal ich die ersten zwei Jahre auch nur Maschinen bis 34 PS fahren darf. So entschieden mein Mann und ich uns letztendlich für die HONDA CBF 500 ABS
über die ich Euch heute berichten möchte. Da ich technisch nicht so sehr versiert bin, beschränke ich diesen Bericht auf meine Erfahrungen und Technische Daten und bezeichne diesen als Motorradbericht von Frau zu Frau. :o) WARUM DIE CBF 500 ABS?
Nun stellt sich die Frage, wie wir zu unserer Entscheidung gekommen sind. Während meiner Fahrschulzeit war ich die meiste Zeit auf einer niedlichen Kawasaki EL 252 unterwegs. Diese hatte mir für den Anfang völlig ausgereicht und ich fühlte mich schnell sicher und auch sehr wohl auf der Maschine. Doch dann kamen die neuen Honda-Modelle CBF 500 und CBF 600 mit ABS auf den Markt und mein Fahrlehrer legte sich gleich die kleinere Version als gedrosselte 34-PS-Version für Fahrstunden zu. Kaum stand sie da in der riesigen Halle, wo mein Fahrlehrer sämtliche Fahrschul-Fahrzeuge unterbrachte, fiel sie mir auch gleich ins Auge. Die Maschine machte schon mächtig was her im Gegensatz zu der alten Kawa die ich die letzten Tage gefahren war. Mein Fahrlehrer bot mir gleich an, die Honda in der nächsten Fahrstunde auszuprobieren und bei Gefallen daraufhin zu wechseln. So könnte ich bei der (für die Prüfung erforderlichen) Übung (Vollbremsung) den Unterschied testen, der sich durch das ABS ergibt. Ich stimmte zu und ging somit voller Vorfreude zur nächsten Fahrstunde. Der Unterschied war für mich als absoluter Zweirad-Fahranfänger schon gewaltig, aber nach einer kurzen Zeit gewöhnte ich mich an das neue Fahrgefühl. Nur die Übungen (langsamer Slalom, schneller Slalom, Vollbremsung, Ausweichen ohne Bremse und Ausweichen mit Bremse) bereiteten mir anfangs aufgrund des deutlich höheren Gewichts der Maschine noch Schwierigkeiten. So entschloss ich mich meine Prüfung noch auf der alten Kawasaki zu machen. Die Entscheidung für die CBF 500 als erstes eigenes Motorrad war allerdings alleine schon wegen des ABS bei mir gefallen. Mein Mann, der schon seit mehr als 20 Jahren motorisierte Zweiräder fährt, stimmte meiner Entscheidung nach einer Probefahrt letztendlich dann auch zu. Weiter unten könnt ihr einige Gründe dafür nachlesen. OPTIK:
Die Honda CBF 500 ABS ähnelt der alten CB 500 schon sehr, so gehe ich auch davon aus, dass die CBF 500 der direkte Nachfolger ist. Das Modell gehört zu den sogenannten Naked Bikes, d.h. es ist relativ wenig Verkleidung vorhanden, das Bike lässt einen direkten Blick auf den Motorblock zu. Der Scheinwerfer ist rund, die beiden Rückspiegel rechteckig. Da ich ein regelrechter Fan von Naked Bikes bin, konnte mich die Optik natürlich gleich überzeugen. Insbesondere das schlanke Heck mit der darunter liegenden Lichtanlage. Die beiden Blinker sind geschickt darin integriert. Im Gegensatz zu manchen anderen Motorrädern sind die Blinklichtgläser seitlich so weit rumgezogen, so dass andere Verkehrsteilnehmer auch seitlich mein Vorhaben (das Abbiegen), welches durch die Blinker angezeigt werden, gut erkennen können. Zwei schwarze Soziusgriffe ragen nach hinten über das Heck hinaus. Zwischen diesen befindet sich eine kleinere schwarze Fläche, auf der man kleinere Gepäckstücke bequem unterbringen kann. Wir haben uns allerdings, allein schon aufgrund der Tatsache, dass unsere kleine Tochter später mal mitfahren soll, für ein Topcase entschieden, dessen Halterung darüber befestigt wurde. Der Auspuff ist meines Erachtens sehr groß und läuft in Fahrtrichtung rechts parallel zum Heck der Maschine. Die Sitzbank ist zweigeteilt, aus schwarzem Kunstleder, und ist angenehm breit. Der hintere Teil für den Sozius liegt einige Zentimeter höher als der Teil, wo der Fahrer Platz findet. Der attraktiv geformte, breite Tank (auf dem bequem ein Magnet-Tankrucksack Platz findet) passt optisch perfekt zum Rest der Maschine, wirkt allerdings bedeutend wuchtiger, als der Tank, der von mir zuvor gefahrenen Kawasaki EL 252. Beim Blick auf die Reifen bemerke ich, dass die Maschine mit zwei Scheibenbremsen ausgestattet ist. Auf der linken Seite der CBF 500 erkenne ich den Kettenantrieb, außerdem befindet sich dort ein stabiler Seitenständer, der dem Motorrad einen sicheren Stand bietet. Insgesamt finde ich die Optik sehr ansprechend. Meines Erachtens wirkt die Honda CBF 500 ABS sehr erwachsen, eben wie eine Große. FARBEN:
Als wir uns vor zwei Jahren nach einem geeignetem Motorrad für uns umgesehen haben, gab es die Honda CBF 500 in drei Farben: silber metallic, schwarz metallic und blau metallic. Heute wird die CBF 500 auch in einem schönen dunklen rot metallic angeboten. Wir entschieden uns beim Kauf für die Farbe silber, da mein Mann damals noch einen lila-farbenen Lederkombi besaß, der farblich halt am besten zur silbernen Maschine passt. PREIS:
Die Honda CBF 500 kostet lt. Herstellerprospekt 5390,00 €. Die Zusatzausstattung mit ABS bringt einen Aufpreis von 600,00 € mit sich, die CBF 500 ABS kostet somit also 5990,00 €. Unsere Maschine (mit ABS) war ein Vorführfahrzeug mit Tageszulassung und 0 km Laufleistung. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine Tageszulassung, obwohl kein einziger km gefahren wurde, eine solche Ersparnis hervorrufen kann. Unsere Maschine kostete 5200,00 €. Zusätzlich ließen wir das Motorrad mit einem Topcase (passend für 2 Helme) für 150,00 € und Sturzbügeln (tja, ich bin halt noch Anfänger) für 125,00 € ausstatten. Somit beläuft sich der Gesamtpreis für unser Motorrad auf 5475,00 €. TECHNISCHE DATEN (CBF 500 / CBF 500 ABS):
Bauart: Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor mit Katalysator Bohrung x Hub(mm): 73 x 59,6 Hubraum(cm³): 499 Verdichtung: 10,5 : 1 Gemischaufbereitung: 2 x 33mm Gleichdruckvergaser Max. Leistung (kw/PS): 42 / 57 (ungedrosselt) Leistungsvariante (kw/PS): 25 / 34 (gedrosselt) Abgasverhalten: Euro 2 / U-Kat Zündung: Transistorzündung Starter: Elektrostarter Kraftübertragung: Getriebe: 6-Gang Endantrieb: Kette
Abmessungen: Länge /Breite / Höhe (mm): 2170 / 765 / 1110 Radstand (mm): 1480 Sitzhöhe (mm): 770 Bodenfreiheit (mm): 140 Tankinhalt (Liter): 19 Sitzplätze: 2 Fahrwerk: Felgen vorne: 17 x MT3.50 Felgen hinten: 17 x MT5.00 Bereifung vorne: 120/70ZR17 Bereifung hinten: 160/60ZR17 Radaufhängung vorne: 41mm Teleskopgabel Radaufhängung hinten: Schwinge Zentrallfederbein Federweg (mm) vorne/hinten: 120 / 125 Bremsen vorne: 296 mm - Einscheibenbremse mit Doppelkolbenbrems- zange (optional mit ABS Dreikolbenbremszange) Bremsen hinten: 240 mm - Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange (optional mit ABS)
Gewichte in kg: Trockengewicht: 183 / 186 Leergewicht: 206 / 209 Zulässiges Gesamtgewicht: 389 Max. Zuladung: 183 / 180 BESONDERHEITEN:
Als Besonderheit möchte ich bei der Honda CBF 500 insbesondere das (optionale) ABS vorweisen. Wenn ich mich nicht täusche gehörte die CBF 500 zu den ersten Mittelklasse-Motorrädern, bei denen man auf Wunsch ABS erhalten kann bzw. konnte (etliche Motorradhersteller haben ja mittlerweile nachgezogen.). Weiterhin verfügt die CBF 500 über eine Warnblinkanlage. Dieses Ausstattungsmerkmal kannte ich bislang nur von hochpreisigeren BMW-Motorrädern. Ebenfalls möchte ich als besonders positiv die verstellbare Griffweite des Bremshebels bemerken. So war ich doch froh, dass mein Mann mir den Bremshebel verstellen konnte, da ich anfangs der Meinung war, diesen nicht sicher erreichen zu können.
UNTERHALTSKOSTEN: Da ich die Honda CBF 500 ABS als mein erstes eigenes Motorrad bezeichnen darf, war ich erstaunt, wie günstig ein Motorrad im Vergleich zum Auto bei den Unterhaltskosten ist. Die jährlichen Steuern belaufen sich auf 36,00 € und die jährlichen Versicherungskosten (Teilkasko) belaufen sich in etwa auf den Quartalsbeitrag unserer Teilkaskoversicherung für unseren VW Golf IV. Hinzu kommen nun lediglich noch die Spritkosten.
BENZIN- UND ÖLVERBRAUCH: Unser Motorrad ist nun fast zwei Jahre alt und hat rund 3500 km gelaufen. Der abschließbare Tank fasst 19 Liter Normalbenzin. Bei einem Rest-Tankinhalt von schätzungsweise 3,5 Litern leuchtet die Reserveanzeige im Cockpit auf. Von nun an kann man noch ca. 50 km bis zur nächsten Tankstelle fahren. Einen Benzinhahn, den man auf Reserve stellen muss gibt es hier nicht mehr. Laut Aussage meines Mannes wird das mit einem Unterdruckventil geregelt. Eine Tankfüllung reicht je nach Fahrverhalten ca. 300 - 350km. Der Benzinverbrauch beläuft sich somit auf 5 - 6 Liter / 100km. Einen größeren Ölverbrauch konnte ich bisher nicht feststellen. Der Pegelstand war bei jeder Messung nahezu unverändert. Da wir unser Motorrad scheckheftgepflegt halten wollen, geht dieses jedes Jahr in die Inspektion, bei der automatisch ein Ölwechsel vollzogen wird. Somit musste ich bislang noch kein Öl selber nachfüllen.
BREMSEN / ABS: Seitdem wir unsere CBF 500 ABS besitzen und ich meinen Führerschein habe, war ich noch nicht in einer Situation, die eine Vollbremsung erforderte und so ohne weiteres habe ich mich noch nicht gewagt, das einfach mal auszuprobieren. Wie aber bereits erwähnt hatte ich bereits während meiner Fahrschulzeit die Möglichkeit die Honda CBF 500 mit ABS zu fahren. Unter der Anleitung des mir vertrauten Fahrlehrers fiel es mir weniger schwer eine Vollbremsung mit dem Motorrad durchzuführen. Anfangs noch eher zaghaft erhöhte ich von mal zu mal sowohl meine Geschwindigkeit als auch den Druck bzw. Zug auf die Bremse. Auf trockener Fahrbahn bemerkte ich zunächst kaum einen Unterschied zum Motorrad ohne ABS. Nach einsetzendem Regen änderte sich das aber schlagartig. Während ich beim Motorrad ohne ABS des öfteren schon die Erfahrung machen musste, dass die Reifen blockierten und der Hinterreifen mir wegrutschte, blieb die CBF 500 mit ABS stets stabil. Auch konnte ich hier einen deutlich kürzeren Bremsweg feststellen. Sicherlich gibt mir das ABS nicht die Garantie, dass nie etwas passiert, aber es gibt mir schon ein wenig mehr Sicherheit. Aber es gibt mir nicht nur Sicherheit, wenn ich selber fahre, sondern auch ein gutes Gefühl, wenn mein Mann mit der Maschine unterwegs ist, der ja derjenige ist, der am meisten (auch bei Regen) mit dem Motorrad fährt und auch schon mal unsere Tochter als Sozia dabei hat.
FAHRGEFÜHL: Das Fahrgefühl auf der Honda CBF 500 ABS ist sagenhaft. Ich liebe das Gefühl, wenn mir der Fahrtwind um die Nase weht. Irgendwie gibt es mir ein Gefühl von Freiheit. Als Fahrer nimmt man eine relativ aufrechte Sitzposition ein, was das Fahren auf Langstrecken sicher bedeutend entspannter und relaxter macht. Die Sitzbank ist weder zu hart noch zu weich gepolstert und hat eine angenehme Breite. Die Sitzhöhe liegt bei 770mm und bringt somit bei mir eine optimale Standfestigkeit mit sich, da ich im Stehen mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen kann. Beim Fahren sind die Knie auf angenehme Weise angewinkelt und die Schenkel liegen perfekt am Tank. Die Kurvenlage ist meines Erachtens optimal. Dies bestätigt sogar mein Mann, der ja nun im Laufe der Jahre schon einige Maschinen gefahren ist. Nun habe ich allerdings noch nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten, da ich selber bisher nur zwei Modelle der Kawasaki EL 252 und eben die Honda CBF 500 ABS gefahren bin. Vom Fahrgefühl und der Sitzposition muss ich die CBF 500 allerdings positiv hervorheben. Die einzigen beiden Störfaktoren sind für mich nur der Choke, der sich links unter dem Tank befindet sowie das deutlich höhere Gewicht. Der Choke muss vor dem Fahrtantritt (wenn die Maschine kalt ist) gezogen werden. Nach kurzer Fahrt kann dieser dann wieder eingeschoben werden. Für einen alten Hasen wie meinen Mann ist das selbst während der Fahrt kein Problem, ich als Fahranfänger jedoch tue mich damit eher schwer. So schaffe ich es meistens erst den Choke einzuschieben, wenn ich mal wieder an einer Ampel stehen bleiben muss. Das Gewicht der Maschine fällt zwar beim Fahren kaum auf, jedoch beim Rangieren habe ich schon ganz schön zu wuchten. Ganz zu Anfang meiner Motorradkarriere :o) musste ich durch einen Fahrfehler bedingt (ich habe die Handbremse zu feste gezogen) erstmals Bekanntschaft mit dem Gewicht der Maschine machen, als diese durch den nach rechts eingeschlagenen Lenker zu kippen drohte. So musste ich ganz schön kämpfen, das Motorrad vor dem Umfallen zu bewahren und wieder aufrecht zu stellen. Ein Aspekt mit dem ich zwar mittlerweile angefreundet habe, ist der, dass die Sicht durch die Rückspiegel nach hinten für mich anfangs etwas ungewohnt war. Hatte ich zuvor mit großen, runden Spiegeln zu tun, war die Sicht durch die kleineren, eckigen Spiegel, schon eingeschränkter. Mittlerweile komme ich jedoch damit gut zurecht.
SOZIUSTAUGLICHKEIT: Da mein Mann und ich zur Zeit nur ein Motorrad (eben die CBF 500 ABS) haben, kommt es auch schon mal vor, dass wir zu zweit damit fahren. Da er mit über 20 Jahren Fahrtätigkeit eindeutig der Erfahrenere von uns beiden ist, nehme ich meist als Sozia hinter ihm Platz. Ob man es glaubt oder nicht, ich fahre immer noch gerne als Sozia mit, obwohl ich selber einen Führerschein habe. Der Sozius sitzt (nur leicht) erhöht hinter dem Fahrer relativ bequem. Ich habe eine Größe von ca. 1,70 € und kann eine aufrechte Sitzposition hinter meinem Mann einnehmen. Die Sitzbank ist nicht zu hart und nicht zu weich und hat eine angenehme Breite. Die stabilen Sozius-Fußrasten bieten meinen Füßen (selbst in den teilweise klobigen Biker-Stiefeln) einen festen Halt. Auch unsere Tochter (4 Jahre) findet als Sozia hinter ihrem Papa ein bequemes Plätzchen. Zu ihrer Sicherheit montieren wir auf dem Soziusplatz einen Motorrad-Kindersitz, der unter der Sitzbank und am Gepäckträger festgeschnallt wird. Da sie mit ihren kurzen Beinen und kleinen Füßen noch nicht bis auf die Fußrasten gelangt, werden zusätzlich Fußschlaufen unter dem Sitz befestigt. Ist der Kindersitz einmal montiert steht einem gemütlichen Kurztrip nichts mehr im Wege, bis es aber erst einmal soweit ist, kostet es schon ein wenig Zeit und Nerven. Das notwendige Werkzeug befindet sich unter der Fahrer-Sitzbank, die man mit dem Zündschlüssel entriegeln und öffnen kann. Die Sozius-Sitzbank muss dann mit dem Werkzeug abmontiert werden um die Gurte darunter zu befestigen. Da unsere Tochter nur zeitweise mitfährt und anstelle von ihr auch schon mal ich auf dem Sozius-Sitz Platz nehme, muss der Kindersitz häufig auf- und abmontiert werden. Dieser Vorgang ist somit immer wieder sehr zeitaufwendig.
BELEUCHTUNG: Der große Rundscheinwerfer wirft ausreichend Licht ab, leuchtet die Fahrbahn also gut aus. Die Lichtanlage unter dem Heck wirft ebenfalls ein helles Licht ab und hat die Blinker perfekt integriert. Diese sind seitlich so weit rumgezogen, dass andere Verkehrsteilnehmer das Vorhaben abzubiegen auch von der seitlichen Stellung gut erkennen können. Da es bei Motorrädern Pflicht ist auch tagsüber das Abblendlicht anzuschalten, und das gerne mal vergessen wird, hat sich der Hersteller Honda was tolles ausgedacht. Bereits beim Drehen des Zündschlüssels wird das Abblendlicht eingeschaltet und ist auch nicht auszuschalten. So wird uns Fahrern das Denken diesbezüglich abgenommen. :o) Weiterer Pluspunkt ist die integrierte Warnblinkanlage, die ich bisher nur von hochpreisigeren BMW-Motorrädern kannte.
COCKPIT: Das Cockpit ist meines Erachtens sehr übersichtlich und stets gut beleuchtet. Es handelt sich hier um helle LED-Anzeigen in zwei runden Segmenten, die sowohl im Hellen als auch im Dunkeln gut erkennbar bleiben. Neben den bunten Warn- und Kontrollleuchten gibt es dort außerdem einen Gesamt-Kilometerzähler sowie zwei Tageskilometerzähler. Unterhalb des Cockpits befindet sich das Zündschloss, welches mit einem Lenkerschloss ausgestattet ist. Hierzu muss der Lenker (fast) ganz nach links eingeschlagen, dann der Zündschlüssel abgezogen werden.
REPARATUREN: Wie bereits erwähnt ist unser Motorrad (neu gekauft) mittlerweile fast 2 Jahre alt und hat gut 3500 km gelaufen. Da wir unser Motorrad scheckheftgepflegt halten wollen bringen wir es jährlich zur Inspektion, bei der bisher aber keine Reparaturen angefallen sind. Bei jeder Inspektion wurde bisher ein Ölwechsel vorgenommen und bei der aktuellen Inspektion wurde die Bremsflüssigkeit gewechselt. Hier handelt es sich aber um gewöhnliche Sicherheitsaspekte.
EMPFEHLUNG: Uns konnte die Honda CBF 500 bislang voll und ganz überzeugen. Die Anschaffung haben wir noch keine Sekunde bereut. Das ABS bietet ein Gefühl von Sicherheit, Die Warnblinkanlage und die bequeme Sitzhaltung einen gewissen Komfort und das Fahrgefühl ist einfach faszinierend. Mit der Sicht durch den Rückspiegel und dem relativ hohem Gewicht kann man leben und die Montage des Kindersitzes hat ja auch irgendwann ein Ende. Meines Erachtens handelt es sich bei der CBF 500 um ein perfektes Bike für Anfänger und Wiedereinsteiger. Somit vergebe ich gerne 5 Sterne.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren. Für Kritik jeglicher Art bin ich immer offen, bedenkt aber bitte, dass es sich hier um einen Bericht handelt, der nur auf meinen Erfahrungen basiert. Technische Daten habe ich aus Prospekt / Handbuch entnommen. Liebe Grüße
Michaela
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15.10.2008 21:26
Mama und Papa sind Biker und die Tochter wird's bistimmt auch. Toller bericht von einer Frau ( der Mann hätte es nicht besser gemacht, wenn dann schlechter ). Ach ja wenn jeder Mottoradbericht so wäre...MfG Gregor
07.07.2007 12:25
Sehr guter Bericht - ich finde es toll, dass sich zumindest einige Frauen auch selbst aufs Bike setzen und dabei nicht ständig von der zerzausten Frisur reden. LG, Martin
27.07.2006 08:27
Interessanter Bericht. Habe gerade mit dem Führerschein begonnen und auch für mich fällt diese Maschine in die engere Wahl. Natürlich auch nur mit ABS. lg Jörg