°ein Motorrad für den rasenden Brainy°
12. Mar 2003
(11. Apr 2003)
Pro:
perfektes Fahrverhalten, schnelle Beschleunigung, kein Ruckeln, gute Strassenlage, tolle Optik
Kontra:
nur für den Mitfahrer
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Fahreigenschaften:
Bremsleistung, Trockenheit:
Fahrwerk:
Komfort:
Verarbeitung:
Zuverlässigkeit:
mehr
 Brainymax
Über sich:
♦ ♦ berufsbedingte Ciao-Rarität... ♦ ♦ kein BH ohne Foto(s).. ♦ ϗ...
Mitglied seit:06.08.2001
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Vertrauende:171
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Bis zu meinem Unfall im Jahre 2001 war ich ein begeisterter Motorradfahrer. Auch diverse Privatrennen auf den Rennstrecken (wie z.B. in der Tschechei) sind wir gefahren. Ich habe mein Motorrad geliebt. Daher möchte ich ihm heute meinen Bericht widmen. Ich hatte damals die Honda CBR 600 F Sport. ◊ • ◊ AUSSEHEN ◊ • ◊
Die Honda CBR 600 F ist bekannt für ihre bissige Optik. Sie fällt in die Kategorie Straßenmotorrad, Rennmotorrad. Meine Honda war vollkommen rot / schwarz gehalten (das ist auch die Standardoptik des Werkes), das Cockpit ist übersichtlich, der Rahmen ist vorwiegend in schwarz gehalten, auch die Schwinge ist schwarz. Die Sitzbank ist 2 geteilt, der Fahrer selbst sitzt etwas tiefer, der Sozius ist etwas klein und ich habe eigentlich auch nie wen wirklich darauf mitgenommen, denn dieser Sozius ist nur eine Notlösung. Das ist auch einer der Unterschiede zur CBR 600 F, wo die Sitzbank auch für den Mitfahrer besser geeignet ist. Der Lenker ist ebenfalls schwarz, die Ventilfedern sind gegenüber der „F“ verstärkt, auch die Kupplung ist verstärkt und die Endübersetzung ist verkürzt. Die Verarbeitung der Verkleidung ist einwandfrei, das Cockpit ist vollelektronisch. Man sieht einen großen Drehzahlmesser sowie eine LCD Anzeige wo man den Tachometer, Kilometerzähler und Tankanzeige ablesen kann. Der Tank ist in rotem Lack, mit einem kleinen schwarzen Teil und dem Honda Logo. Vorne verfügt die CBR 600 FS (S = Sport) über einen Doppelscheinwerfer und verleiht ihr so den bissigen, aggressiven Look. Die Honda verfügt über 41 mm Standardgabelrohre (Teleskopgabel). Auch die Blinker wurden sportlich designed und runden das Bild dieses Schmuckstückes ab. ◊ • ◊ FAHREIGENSCHAFTEN ◊ • ◊
Da die Fahrwerkabstimmung bei der Sportvariante härter ist als bei der normalen CBR 600 F, hat man automatisch gleich das Gefühl, die Maschine ist viel direkter als die kleine Schwester. Auch in der Kurvenlage weicht
sie nicht vom Weg ab, man kann die CBR 600 F Sport auch ohne Probleme in den roten Drehzahlbereich (ab 14000 Umdrehungen) pushen, überdrehen kann man sie nicht, denn dann riegelt der Drehzahlbegrenzer automatisch ab. Auch die Bremsen sind natürlich zu erwähnen. Während der Fahrt genügt ein leichter Zug am Bremshebel, und schon spürt man die sofortige Stoppung. Wenn man hier die Übung noch nicht hat, kann es natürlich sein dass man überbremst, dann blockiert das Vorderrad. Leider hat diese Maschine noch kein ABS. Bodenunebenheiten gleicht die Maschine sehr gut aus, auch in der Kurve und bei nasser Fahrbahn lässt sie sich ohne Probleme leicht lenken und bereitet so wirklichen, sicheren Fahrspaß. Besonders für die Hobbyrennläufer ist diese Maschine eine gute Anschaffung, durch die Einspritzung kommt die Maschine schnell in den Zug, ich finde sie wirkt auch während der Fahrt direkt aggressiv. Der Klang der CBR 600 F Sport ist nicht übertrieben protzig, eher schnurrend klingt der Motor, auch wenn die Maschine über einen Katalysator verfügt, ist sie immer noch relativ leise und angenehm zu fahren. Dank der 6 Gänge lässt sie sich auch bis zu einer Geschwindigkeit von über 240 km/h ohne Probleme fahren. Ich habe mein Motorrad vorwiegend für Ausfahrten und Rennen genutzt, natürlich nicht professionell aber dennoch zügig und auch auf richtigen Rennstrecken. Nie habe ich bemerkt dass sie die Spur verloren hätte oder nicht mehr zu kontrollieren gewesen wäre. Das Fahrverhalten ist also wirklich etwas für den Liebhaber von schnelleren Fahrten, engen Kurven und auch für den normalen Motorradfahrer, der gerne auch einmal etwas schneller fährt und die Grenzen seines Motorrades austestet. Der Verbrauch liegt (so war es zumindest in meinem Fall) stets zwischen ca. 6 und 9 Litern auf 100 km, je nach Fahrverhalten und natürlich auch Fahrgeschwindigkeit. Auch im hohen Drehzahlbereich bringt dieses Motorrad seine volle Leistung, es scheint als ob genau diese Behandlung die Honda erst so recht antreiben würde, auch wenn sie egal in welchem Drehzahlbereicht immer fest auf Zug ist und auch nicht schwächelt.
Die Sitzposition ist auch für kleinere Menschen noch angenehm, die Füße liegen locker und ohne Anstrengung auf den Fußrastern auf. Die Bremsen reagieren schnell und ohne Anstrengung, das Schalten erfolgt ebenfalls leichtgängig und man braucht keine unnötige Kraft aufbringen. ◊ • ◊ TECHNISCHES ◊ • ◊
Eigengewicht: 170 Kilo Leistung: 80 kw / 109 PS Hubraum: 599 ccm Drehmoment liegt bei 65 Nm bei 10500 U/min 6 Gänge Katalysator geregelt Tankinhalt: 18 Liter 245 km/h Spitzengeschwindigkeit elektrischer Starter 4 Zylinder Kühlung (flüssig, Wasser) Sitzhöhe 810 mm Antrieb: Kette (im O-Ring) Radstand: 1386 mm Bremsen: 2 Scheiben x 296 mm vorne (schwimmende Bremsschreiben), 4 Kolben Hinten: 1 Scheibe : 220 mm 2 Kolben Felgen: vorne 3.50 x 17, hinten 5.50 x 17 Reifen: vorne 120/70-17, hinten 180/55-17 Diebstahlsicherung H.I.S.S. d.h.. kann nur mit den Originalschlüsseln gestartet werden ◊ • ◊ HERSTELLER ◊ • ◊
Den genauen Hersteller konnte ich auch in den Unterlagen nicht wirklich herauslesen, einzig die Niederlassungen der Vertriebe und den Vermerk, mein Motorrad wurde in GB gefertigt. Der Vertrieb für Österreich ist: Honda Austria GmbH A-2351 Wr. Neudorf Tel.:02236 / 690 – 0
◊ • ◊ ANSCHAFFUNG ◊ • ◊ ich kaufte mein Motorrad damals bei unserem Motorradhändler in Bad Ischl, inkl. allen Extras bezahlte ich damals einen Preis von umgerechnet 10.500 €. Es ist jetzt schon das neue Modell der Honda CBR 600 F Sport auf dem Markt, welches auch etwas billiger ist, das kostet nun in etwa. 9.700 €. Das ist meiner Meinung nach ein angemessener Preis für ein Motorrad das man vielseitig verwenden kann und welches noch dazu einfach genial aussieht.
◊ • ◊ FAZIT ◊ • ◊ Ich habe meine Honda geliebt. Ich genoss die Ausfahrten über hügelige Bergstrassen mit engen Kurven genau so sehr wie die Rennen auf den Strecken in und um Österreich. Auch weitere Fahren habe ich damit ohne Probleme bewältigt, einzig der Po tut einem nach einigen Stunden wirklich weh. Niemals hatte ich irgendein Problem mit meiner Maschine, sie ließ mich niemals im Stich, wie regnerisch das Wetter auch war und wie eng sich auch so manche Kurve zeigte. Dank der idealen Konstruktion war das Handling kein Problem, sie ist nicht übermäßig schwer, 170 Kilo Leergewicht sind nicht viel für ein Motorrad dieser Klasse. Wehmütig habe ich beim schreiben dieses Berichtes Fotos betrachtet, schön sind die Erinnerungen an die Zuverlässigkeit und die Fahrfreude die mir dieses Motorrad geboten hat.
Natürlich werde ich die Honda CBR 600 F Sport weiter empfehlen, allerdings auch nur an die Menschen die gerne wie schon erwähnt schneller fahren und nicht ständig einen Beifahrer mitnehmen müssen, denn für diesen ist die Reise auf dieser Maschine doch eher unangenehm, der Sozius ist hier ja nur eine Notlösung. Wenn jemand lieber damit verreist sollte sich die 600 F zulegen, wo der Mitfahrende etwas mehr Komfort hat. Das aber war für mich keine Frage, jeder meiner Freunde hatte seine eigene Maschine so habe ich mit die Sportvariante ausgesucht. 5 Sterne vergebe ich an dieses Motorrad, egal wie man sie fährt, die Honda schnurrt und läuft wie geschmiert. Man kann sagen, es ist eine komfortable Maschine mit vielen Extras, Feinheiten und einer tollen Verarbeitung sowie Konstruktion. Ein kleiner dreh am Gashebel und schon kann man zügig z.B. auf der Autobahn ein jedes Auto überholen. Auch bei 240 km/h ruckelt sie nicht, zwar spürt man hier schon den Widerstand, aber Probleme macht das keine. Ein Liebhaberstück, man kann übrigens auch die Verkleidung auswechseln, sollte einem das Handelsübliche schwarz / rot nicht zusagen. Empfehlung? Ja, an alle die gerne Motorrad fahren und das Gefühl der Freiheit genießen. Ich persönlich werde mir zwar kein Motorrad mehr anschaffen, das aber hat andere Gründe. Wer aber gerne Motorrad fährt sollte sich einen Blick und eine Probefahrt auf der Honda 600 F Sport genehmigen und ich bin mir sicher, ein jeder wird von diesem Biss und der Optik begeistert sein.
In diesem Sinne bedanke ich mich fürs Lesen, Bewerten, Kommentieren und Klicken. © Marco, 12.3.2003
P.S. bitte immer beim Motorradfahren aufpassen, es ist sehr gefährlich dessen soll man sich immer bewusst sein und nicht unnötig mehr riskieren als notwendig.
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22.04.2003 10:36
Irgendwie bin ich n bisschen froh, das mein Schatz (übrigens auch nach einem Unfall) in diesem Jahr keine Maschine fährt...obwohl ich gerne mitgefahren bin, auch noch bei 260 km/h. Aber die nächste kommt bestimmt (KawasakiZ1000) naja was soll man machen, da kann man nur beten, jeden Tag aufs neue. Grüssli
19.04.2003 16:49
ich wünsch dir Allzeit gute Fahrt*G*Leonie
14.04.2003 17:25
Klasse Bericht zu einer wirklich heißen Maschine! Gruß von Fairman