Honda CBR 600F
So... Endlich ist es vollbracht. Der letzte Bericht in meiner „Remake-Aktion“ ist endlich fertig. Jetzt ist alles, so wie ich es haben will und kein Bericht mehr dabei, der nicht meinen Ansprüchen genügt ;-). Den hier hab ich mir für zum Schluss aufgehoben, weil ich mir nicht so sicher war, wie ich den schreiben soll. Ich hoffe er ist trotzdem gut geworden. Bald gibt’s dann wieder „echt“ neue Berichte von mir. Viel Spaß beim lesen!
Bericht
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1. Warum Motorrad
2. Technische Daten
3. Service
4. Fahrgefühl
5. Fazit
Gliederung
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zu 1. Warum Motorrad
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Diese Frage wird mir sehr oft gestellt. Frei nach dem Motto, wieso ich denn kein Auto habe, aber dafür Geld für ein Zweirad ausgebe. Und jedes Mal antworte ich das selbe:
Ich brauche einfach kein Auto, denn sonst wäre das sicher nicht so ;-). Ich habe im Sommer 2000 festgestellt, dass ich mein Auto eigentlich nur noch bewege, damit es bewegt wird und eigentlich so gut wie gar nicht mehr damit fahre. Und da Steuer (war ja eine alte Kiste) und Versicherung recht teuer waren und ich meinen Motorradführerschein ja nicht nur zum Spaß gemacht habe, hab ich mein Auto verkauft und mir eine Honda CB 500 zum Einstieg gekauft.
Nachdem ich nun etwa 1 Jahre mit 34 PS durch die Gegen geschneckt bin, war mir klar, dass mir das nicht mehr reicht. Also musste eine neue Maschine her. Die Auswahl ist zwar riesig, aber ich habe mich sehr schnell entschieden, denn mein Traummotorrad war schon immer die CBR 600F von Honda und so habe ich sie mir bestellt und gekauft.
Mittlerweile ist sie schon fast 3 Jahre alt und hat 16.000 km auf dem Buckel aber ist immer noch mein größter Schatz und ich würde sie für nichts in der Welt wieder hergeben.
Der Fahrspaß ist einfach nicht mit dem eines Autos zu vergleichen und was gibt es schöneres als einen Proleten in seinem schicken Porsche an einer Ampel stehen zu lassen. Da kommt Freude auf ;-). Also: Daher Motorrad!
zu 2. Technische Daten
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Motor
Flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor
Bilder von Honda CBR 600 F
mit geregeltem Katalysator und PGMFI Einspritzung der die Euro 2 Abgasnorm erfüllt.
Leistung
109 PS bei 12.500 U/Min.
Drehmoment
63 Nm bei 10.000 U/Min.
Reifen
Vorne 120/70ZR17
Hinten 180/55ZR17
Federweg vorne / hinten
120mm / 120mm
Bremsen
Vorne: 296-mm-Doppelscheibenbremse mit Vierkolbenbremszangen
Hinten: 220-mm-Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange
Länge 2065 mm
Breite 685 mm
Höhe 1135 mm
Radstand 1390 mm
Sitzhöhe 805 mm
Tankinhalt 19 Liter
Trockengewicht 170 kg
Leergewicht 199 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 387 kg
Getriebe: 6 Gang
Endantrieb: Kette
Preis 9.540,- €
zu 3. Service
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Hier kann ich nicht für Honda allgemein, sondern nur über „meinen“ Händler berichten. Es handelt sich um den Honda Vertragshändler Motorrad Stute in Köln Kalk. Ich bin auf ihn gekommen, weil mein Vater dort auch immer seine Motorräder kauft und bisher her zufrieden ist. Also bin ich mit ihm hin und 2 Stunden später war sie mir.
Doch leider konnte Honda die versprochene Lieferzeit von 7 Tagen nicht einhalten. Da ich aber vom Händler eine Zusage bekommen habe, war er zum Glück so nett und hat mir für die Dauer der Verzögerung eine Leihmaschine zur Verfügung gestellt. Kostenfrei versteht sich. Lediglich voll tanken musste ich am Ende wieder.
Als sie dann endlich da war bekam ich eine umfassende Einweisung und jede Menge Infos, wie ich was und wo verstellen kann, etc. Und endlich konnte es los gehen *freu*.
Seit dem war ich noch einige Male bei dem Händler und habe jedes Mal die gleichen Erfahrungen gemacht. In den meisten Fällen habe ich mein Baby zur Inspektion gegeben und habe dann für ein oder zwei Tage eine Leihmaschine bekommen, damit ich auch mobil bleibe. Bisher ist mir auch nichts negatives an der Werkstatt aufgestoßen, denn die Mechaniker machen immer einen sehr guten Job.
Preislich bewegt sich das Ganze auf Honda typischem hohen Niveau. Aber das war mir schon klar, bevor ich mir mein Traummotorrad gegönnt habe und deshalb ist es nicht weiter schlimm. Einziger Makel war, aber dafür kann der Händler nichts, als ich mal einen Aufkleber kaufen musste, weil meine Mutter es tatsächlich gewagt hat, sie fallen zu lassen. Und da war ein Aufkleber total im Eimer, also musste ein neuer her.
Und ich habe für das kleine Ding (vielleicht 10x15cm groß) den unglaublichen Preis in Höhe von 140,- € zahlen dürfen. Da hat es selbst bei mir aufgehört und ich habe versucht eine billige Alternative zu finden. Die gibt’s aber scheinbar nicht und so musste ich da durch. Wobei es mir ja sowieso egal war, weil ja klar war wer es zahlt *g*.
Alles in allem bin ich mit dem Preis-/Leistungsverhältnis also sehr zufrieden und kann Honda im allgemeinen und im speziellen Motorrad Stute aus diesem Blickwinkel heraus voll empfehlen. Aber mein Tipp: Passt auf die Aufkleber auf ;-).
zu 4. Fahrgefühl
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Schwierig in Worte zu fassen, aber ich versuche es dennoch:
Die Honda CBR 600F hat grob gesagt zwei Gesichter. Ich fahre ja das Modell „PC35“, also die Version von 2001 und zwar von Anfang an „offen“ also mit 109 PS. In diesem Zustand ist das Motorrad auf gar keinen Fall für Anfänger geeignet, außer vielleicht für solche, die sich gerne selbst überschätzen und keine Angst vor dem Tod haben. Denn so ist sie eine absolute Kanone. Aber dazu später mehr.
Jedem, der sich die CBR als Einsteiger kaufen will, dem sei von mir daher geraten, sie zunächst einmal (mindestens eine Saison lang) gedrosselt zu fahren. Ich weiß zwar auch, dass sie mit 34 PS irgendwie harmlos ist, aber es ist einfach besser so um sich an sie und an das Motorrad fahren im allgemeinen zu gewöhnen.
Denn sowohl Handling als auch Fahrgefühl sind bei dieser Maschine einfach unübertroffen gut. Man hat jederzeit die volle Kontrolle über sein tun und weil sie recht kompakt ist, hat man immer alles im Griff. Und das worauf es beim Motorrad fahren nun mal am meisten ankommt, das Kurven fahren, meistert sie mit Bravour. Da könnte einem fast der Slogan: Freude am fahren einfallen. Aber der „gehört“ ja einem anderen Hersteller...
Zum Thema Dynamik kann ich leider nur was zu der 109 PS Variante schreiben, denn mit 34 bin ich sie nie gefahren. Flott ist sie auf jeden Fall, obwohl man auch merkt, dass sie eben „nur“ 600ccm hat. Besonders zeigt sich das im niedrigen Drehzahlbereich bis ca. 6.000 U/Min. Aber danach fängt sie sprichwörtlich Feuer und geht ab wie Harry... Wenn man sich also ständig schnell bewegen will, dann sollte man drauf achten, dass der Drehzahlmesser immer so knapp über den eben genannten 6.000 Umdrehungen steht.
Schnell fahren kann man mit ihr auch ganz gut, wobei so etwa bei 260 km/h (auf dem Tacho) Schluss ist. Aber das ist auch schon ganz ordentlich und reicht völlig aus. Ich fahre eh nicht so gerne schnell, denn das macht auf Dauer einfach keinen Spaß. Und außerdem will ich ja noch eine Weile leben. Wenn man dann doch mal schnell fährt, sollte man sich hinter dem Windschutz, der zugegebenermaßen ziemlich klein ist, verstecken, denn sonst kann man sich nur schwer auf dem Sitz halten. Steuern kann man sie dann auch noch ganz gut, wobei ich dann eher mit den Knien als mit dem Lenkrad arbeite, denn bei dem Speed bewirkt ein bisschen Windwiderstand genug um leichte Kurven zu umfahren.
Hab ich jetzt noch irgendwas wichtiges vergessen? Ich hoffe nicht!
zu 5. Fazit
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Alles in allem kann ich also guten Gewissens sagen, dass es auch nach dem Kauf noch mein Traummotorrad ist und ich sie nicht mehr missen möchte.
Wann immer das Wetter gut ist und meine Zeit es zulässt (in letzter Zeit leider seltener der Fall), dann schwinge ich mich auf sie und drehe eine Runde quer durch die Eifel oder einfach mal nur kurz zum Nürburgring. Vorzugsweise nehme ich dabei auch meinen Vater mit, denn der fährt ja auch sehr gerne und kennt sich da ein bisschen besser aus als ich, so dass ich so vermeiden kann, mich zu verfahren...
Mit dem Fahrverhalten und dem Service bin ich auch sehr zufrieden und ich würde mir jederzeit wieder ein Honda Motorrad kaufen. Die Qualität ist sehr gut und auch nach dem Kauf wird man nicht alleine gelassen. Zugegeben ist der Preis recht hoch, aber man muss sich ja nicht unbedingt ein neues Motorrad kaufen. Es gibt immer wieder genug Leute, die das tun und dann nach einem Jahr feststellen, dass sie so gut wie gar nicht fahren und es dann wieder mit nur ein paar Hundert Kilometern auf dem Tacho wieder verkaufen. Da kann man eine Menge Geld sparen.
Der Verbrauch variiert sehr stark je nach Fahrweise, aber ist mit Werten zwischen 4 und 7 Litern auf 100 km durchaus in Ordnung. So kommt man bei vorsichtiger Fahrweise mit den 18 Litern, die in den Tank passen etwa 400 km weil, was völlig ausreichend ist, um auch längere Touren fahren zu können. Da die Sitzbank auch, für eine sportliche Maschine, sehr breit und weich ist, macht auch das Sitzen nach langer Fahrzeit niemals Probleme. Lediglich Personen, mit Rückenproblemen rate ich von der CBR ab, da man doch sehr gebeugt sitzen muss.
Somit ist meine Bewertung mit 5 Sternen auch eigentlich schon klar und eine Empfehlung gibt es für alle, die Motorrad begeistert sind, oder es werden wollen. Jetzt hoffe ich nur noch, dass es bald wieder wärmer wird, damit ich wieder aufsteigen und fahren kann!!!
Ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen...
Vielen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren!
Ciao Mario
© 18.06.2001 und 12.03.2004
03.07.2006 16:23
Kenne zwar die Urform nicht, aber diese Überarbeitung gefällt mir echt gut, nicht so typisch und dafür recht persönlich :-) LG Jonas
14.03.2004 04:29
dein bericht hat sogar mir lust auf motorrad gemacht :-) lg aus le
13.03.2004 00:09
Jetzt müssen die h-Gebr wohl umbewerten... :-) LG, Ilka