Einmal gefahren und schon begeistert
14.07.2001 (24.07.2001)
Pro:
Power, Abzug, Verbrauch bei normaler Fahrweise, Qualität der Bremsen und Verarbeitung der Maschine, Service von Honda
Kontra:
Preis, Leistungsloch beim Beschleunigen, Fußraster bei extremer Fahrweise zu weit unten, sont alles super
Empfehlenswert:
Ja
 Mastertobi
Über sich:
Hier bin ich wieder, frisch mit viel Zeit !!!
Auf gehts und ich hoffe Ihr helf mir dabei :-=)
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Honda CBR 900 RR Also gleich einmal eines vorweg, ich kenne ich überhaupt nicht mit Motorrädern aus, aber da ich einen Zwillingsbruder habe, der begeisterter Zweiradmechaniker ist, bekomme ich so einiges mit wenn er mir wieder von den neuersten Maschinen von Honda erzählt. Da ich mir eine Maschine von Honda zulegen möchte, wandte ich mich also an meinen Bruder und fragte ihn ganz grob was er mir denn empfehlen könnte. Er zog einen aktuellen Katalog aus der Schublade und wir schauten uns ein bisschen um. Dann stießen wir gemeinsam auf die Honda CBR 900 RR und ich ließ mir die näheren Details von meinem Gleichgesinnten erklären.
Die Honda CBR 900 RR Fireblade wiegt gerade einmal 170 KG, dieses Gewicht bezieht sich aber auf das „Trockengewicht“, also ohne Benzin und Öl. Man achtet ganz besonders bei diesen Art von Motorrädern darauf, dass das Gewicht nicht zu schwer wird, den es spielt einen wesentlichen Teil bei der Endleistung der Maschine. Der 4-Zylinder-Viertakt-Reihenmotor mit 4 Ventile pro Zylinder bringt es auf 108 KW. Das sind umgerechnet 147 PS. Die eigentliche Leistung ist mir nach einer ausgiebigen Probefahrt erst nach 7000 Umdrehungen in der Minute aufgefallen. Das maximale Drehmoment liegt bei 100Nm bei 9000 Umdrehungen pro Minute. Die Spitzengeschwindigkeit von knapp 300 km/h reicht mir völlig aus, wobei diese Geschwindigkeit selten auszufahren ist. Viele achten auch auf den „Sound“ den die Maschine abgibt wenn man hochdreht, ich musste mir sagen lassen, dass dieser nicht so gut ist. Mir ist das aber eigentlich egal, da ich nur Spass am Fahren haben möchte und nicht die ganze Zeit auf den Motor höre. Außerdem finde ich den Sound gar nicht mal so schlecht. Mir gefällt er ganz gut. Wer viel Wert darauf legt einen guten Sound zu haben, der kann sich einen anderen Auspuff draufbauen lassen, dadurch wird auch die Leistung der Maschine gesteigert. Allerdings fallen bei manchen Modellen die ABE weg, der TÜV ist natürlich auch weg.
Beim Beschleunigen ist mir auch noch aufgefallen, dass sie Maschine an einer Stelle nicht so ganz gut zieht. Dies teile ich gleich meinem Bruder mit und er meinte, dass dies bei der Honda CBR 900 RR normal sei. Er meinte das Problem liege von 1500U/min bis 2500U/min, hier würde die Leistung erheblich stocken. Dies könnte man zwar durch aufwendiges Tuning beheben, aber man müsste eine Stange Geld dafür hinlegen. Den genauen Preis konnte er mir leider nicht sagen, da dies von Arbeitsstunden, Material und so weiter abhängt. Ansonsten muss ich sagen, dass das Gerät einen erstaunlichen Abzug besitzt und trotzdem noch gut hand zu haben ist. Auch die Kurvenlage der Maschine ist wunderschön, da wackelt und rüttelt einfach gar nichts. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 230 km/h ist es noch angenehm zu fahren, gebe ich dann noch mehr Gas, dann muss ich mich anstrengen und konzentrieren. Viel mehr als beim Autofahren. Daher überschreite ich diese Geschwindigkeit auch nicht allzu oft, das Unfallrisiko steigt auch erheblich umso schneller man fährt, muss doch nicht sein. Nun möchte ich zu einem sehr wichtigem Bestandteil des Motorrads kommen, die Bremsen. Besonders bei der Honda CBR 900 RR spielen diese eine sehr wichtige Rolle da die Geschwindigkeit so enorm hoch ist die abgebremst werden muss. Eines vorweg, Honda hat hier echt gute Arbeit geleistet. Vorne befinden sich 330mm Doppelscheibenbremse mit Vierkolben-Festsattel. Diese müssen aber regelmäßig gewartet werden. Hinten befindet sich eine 220mm Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange, diese hält in der Regel länger als die Vorderbremse und muss nicht so oft kontrolliert werden. Das Bremsverhalten ist sehr gut, alles korrekt aufeinander abgestimmt. Während des herunterbremsen ist die Maschine noch gut lenkbar/kontrollierbar.
Bei einer vernünftiger sparsamer Fahrweise, braucht der Motor in der Regel unter 5 Liter. Doch das habe ich bis jetzt noch nie geschafft, den die PS möchte ich schon unter meinem Hintern spüren, sofern dies natürlich die Verkehrslage erlaubt. Fährt man rasant und beschleunigt bei jeder Gelegenheit, so kann man den Spritverbraucht schon mal auf 11 Liter hochdrimmen, doch dies sind Extremwerte die bei mir nicht vorkommen. Der einzige Mangel der mich etwas störte sind die Fußraster die bei extremer Kurvenlage am Teer streifen. Da bekommt man beim ersten mal schon einen ganz großen Schreck wenn man es nur noch Kratzen hört. Ich ließ mir das ganze etwas umbauen, keine Ahnung was mein Bruder da gemacht hat, aber schleifen tut nichts mehr. Bei normaler Fahrweise werden die Fußraster auch nie am Boden schleifen, aber ich lege mich nun mal gerne sehr extrem in die Kurve. Bin nicht umsonst schon ein paar gestürzt, aber anscheinend lerne ich nicht daraus.
Man kann an der Maschine eigentlich alles verändern was man möchte, von Blinker bis Reifen, aber alles hat seinen Preis. Ganz interessant fand ich, als ein Mann auf den Prüfstand fuhr, der das sogenannte „Chip-Tuning“ an seinem Motorrad vornahm, es handelte es auch um eine Honda CBR 900 RR. Er prallte herum dass er das schnellste und leistungsstärkste Mottorad im Landkreis habe. Schnell auf den Prüfstand gefahren und Gas gegeben. Schon stellte sich heraus, dass er 15 PS weniger hatte als meine Maschine. Die Werkstatt an der er den Eingriff vornehmen ließ setzte zu kleine Leitungen ein, diese waren beschädigt und die Leistung sank in den Boden. War ganz schön peinlich für ihn. Hier ist noch zu empfehlen, dass man wenn man dieses „Chip-Tuning“ vornimmt, einen richtigen Vertrag macht in dem der genau Eingriff beschrieben wird. Er sah nämlich keine einzige müde Markt mehr von seinem Geld. Das ist schon traurig wenn man bedenkt, dass er insgesamt fast 4.000,- bezahlte. Im Großem und Ganzem bin ich sehr mit der Maschine zufrieden und würde sie mir auf jeden Fall kaufen wenn ich sie nicht immer ausleihen könnte. Der Preis liegt bei ca. 22.000,- DM, ohne Steuer. Das ist meiner Meinung nach ganz schön hoch, wenn man bedenkt, dass man für diesen Betrag ein durch aus gutes Auto bekommt. Aber was gibt man nicht alles aus um Spass auf zwei Rädern zu haben.
Gruß, Tobi
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29.09.2003 18:46
Super Bericht. Hatte auch einmal eine CBR 900 RR und denke mit Wehmut zurück. Wenn ich nochmal in Versuchung komme steht die Honda ganz oben auf der Liste, allein wegen des Aussehens. Gruß nickben
08.10.2002 22:03
Toller Bericht!! HONDA Sound ist immer so ne Sache!! der gefällt nicht jeden, egal ob Motorrad oder Auto, aber die Leute, die auf hohe Drehzahlen stehen und auf das dadurch erzeugte Geräusch sind davon begeistert!! Geiles Teil, muß unbedingt mit 21 den Motorradschein nacholen ;-)!! Man liest sich!! So long... mfg DREAMER0815!!
13.06.2002 21:02
Die Maschine sieht ja echt hammerst aus