Zuverlässige Motorradlegende: Die CB
11.10.2002 (08.10.2004)
Pro:
Zuverlässig, gute Fahreigenschaften
Kontra:
hoher Spritverbrauch, Gabel neigt zum Stempeln
Empfehlenswert:
Ja
 autoklinik
Über sich:
Uuups...2010 ging Ciao-mäßig ganz schön an mir vorbei. 2011 war es bislang nicht viel besser...jetzt...
Mitglied seit:10.10.2002
Erfahrungsberichte:95
Vertrauende:71
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 78 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit einiger Zeit (2001) besitze ich eine alte Honda CB 650. Per Update will ich versuchen meinen Erfahrungsbericht besser zu strukturieren und meine zwischenzeitlich gewonnenen Erfahrungen anzufügen: ÄUßERES
Die CB 650 kommt ohne jede Verkleidung aus, ist also ein sogenanntes NAKED-BIKE. Man sitzt gnadenlos im Fahrtwind und bei hohem Tempo drückt es einem den Integralhelm ans Kinn. Dafür hat sie eine klassische Form, meine ist in dem typischen Honda-Rot-Metallic lackiert, leider jedoch keine Speichenfelgen mehr. Die Maschine wiegt leer rund 230 Kilo, was nicht wenig ist und weniger kräftigen Zeitgenossen das Aufbocken auf den Hauptständer echt erschweren wird. Der Sattel, bzw. sein Bezug sind trotz der Jahre noch immer tadellos, allerdings zeigt der Auspuff deutlichen Rostbefall.
Das Cockpit kommt mit Tacho, Drehzahlmesser und Kontrolleuchten für Blinker, Fernlicht, Öldruck und Neutralstellung der Schaltung aus. Die Lichtausbeute ist gerde noch ausreichend, aber dem Baujahr angemessen.
ANTRIEB 650 ccm verteilen sich auf vier in Reihe angeordnete Zylinder. 50 PS (37kw) werden bei Drehzahlen bis 9500 - da beginnt jedenfalls der rote Bereich - entwickelt. Die Leistung reicht locker aus, um auf eine Endgeschwindigkeit von 180 km/h zu kommen, wobei ich den Tachometer verdächtige eine deutliche Voreilung zu produzieren. Ich denke 160 'Echte' sind da realistischer.
Der Motor springt per elektrischem Starter sehr zuverlässig an, der Choke allerdings ist nicht wirklich gut dosierbar. Ein alternativer Kickstarter stünde der Kiste auch ganz gut, denn jedesmal anschieben, wenn die Batterie mal wieder den Winter nicht überlebt hat nervt schon.
Im Leerlauf ist ein deutliches Klötergeräusch zu vernehmen, welches von der Kupplung kommt. Eingefleischte CB-Freaks versicherten mir jedoch, dass dieses Geräusch durchaus normal und nicht besorgniserregend sei. Die fünf Gänge der Schaltbox lassen sich leicht und präzise schalten, die Abstufung ist sehr gut. Allerdings neigt meine Kupplung schon zum Rutschen, was wohl auch verschleißbedingt ist.
FAHREIGENSCHAFTEN Insgesamt liegt sie gut auf der Straße, das gefürchtete Pendeln des Hinterteils bei höheren Geschwindigkeiten, wie ich es z. B. bei Honda CM 400 T oder Kawasaki 440 LTD erlebt hatte, ist bisher noch kaum aufgetreten.
Allerdings fuhr mir gehörig der Schrecken in die Glieder, als sich die Honda auf der Autobahn beim queren von Spurrillen plötzlich heftig zu schütteln begann. Hier half nur Bremsen und nach Vorstellung bei meinem Motorraddealer der Wechsel des Lenkkopflagers. Diese Übung war für rund 60 Euro erledigt. Und auch, wenn ich jeden Tag Autos repariere überlasse ich das Schrauben an meinem Motorrad - bis auf normale Wartungsarbeiten - meinem Mopett-Schrauber.
In Kurven fühlt sich die doch relativ schwere Honda nicht wirklich wohl, meine Guzzi V50 gebärdet sich hier wesentlich agiler. BREMSEN
Vorn zwei, hinten eine Scheibe, soweit die Eckdaten. Prinzipiell sind die Bremsen o.k., aber die Hinterradbremse verlangt beherzten Zutritt, vorn neigen die Sättel zum klemmen.
Grundsätzlich ist die Bremsanlage gerade noch ausreichend. WIRTSCHAFTLICHKEIT
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Verbrauch: Selbst bei relativ moderater Fahrweise laufen gut sechs Liter Sprit durch die Vergaserbatterie. Steuer und Versicherung sind mittelmäßig und letztlich ja strikt mit Leistung und Hubraum verheiratet.
Alte CBs werden häufig in brauchbarem Zustand für dreistellige Preise verscheuert. Oft ein echtes Sonderangebot! Wartung und Reparaturen sind vom Aufwand her überschaubar, so, dass die CB als insgesamt wirtschaftliches Motorrad gelten kann.
Zu Reparaturpreisen kann ich schon deshalb nicht viel sagen, weil außer einem Satz neuer Reifen (ca. 150 Euro) und dem oben genannten Lenkkopflager noch nix dran war.
FAZIT Insgesamt halte ich die CB 650 für ein sehr ausgewogenes, sehr angenehm zu fahrendes (sofern das Lenkkopflager spielfrei ist) Motorrad. Bremsen (vorne zwei, hinten eine Bremsscheibe, Schaltung und Antrieb sind auch nach 57000 km tadellos. Mit der montierten Dunlopbereifung war ich nicht so zufrieden. Jetzt sind Michelin-Pneus drauf und das Fahrverhalten hat sich spürbar verbessert.
Angesichts der günstigen Kurse für die CB dürfte dieses Motorrad für manchen interessant sein.
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09.06.2009 12:27
schönes Teil!
30.12.2008 08:21
Ich hätte gern einen 400 Hobel (ohne Keilriehmen!)........, Gruß
30.12.2008 02:10
wat für eine Güllepumpe *gg* lg von einer Bikerin