Honda ST 1300 Pan European

Honda ST 1300 Pan European

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... Eine Honda, dachte ich mir, da diese Maschinen technisch machbares sinnvoll umsetzen und dbei auch noch wenig Sprit verbrauchen. Der Motorradverleiher hatte auch gerade so eine Honda, eine Pan European St 1300 ABS, vor seiner Hütte stehen. Mit rechtzeitiger Reservierung (drei Wochen zuvor ... Bericht lesen





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Art.-Nr. 502-860 Gabelfedern ST 1300 Pan European SC 51 02-
€ 69,52*

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Tourenbegleiter über viele Kilometer
Erfahrungsbericht von mgutt über Honda ST 1300 Pan European
22. April 2003


Produktbewertung des Autors:   

Fahreigenschaften: ausgezeichnet 
Bremsleistung, Trockenheit: ausgezeichnet 
Fahrwerk: gut 
Komfort: ausgezeichnet 
Verarbeitung: ausgezeichnet 
Zuverlässigkeit: ausgezeichnet 

Pro: Idealer Tourer auch für lange Strecken
Kontra: Federung nicht vom Lenker justierbar

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Viele schwören auf eine BMW bei langen Reisen mit dem Zweirad. Doch zu Ostern sollte es etwas anderes sein. Eine Honda, dachte ich mir, da diese Maschinen technisch machbares sinnvoll umsetzen und dbei auch noch wenig Sprit verbrauchen.

Der Motorradverleiher hatte auch gerade so eine Honda, eine Pan European St 1300 ABS, vor seiner Hütte stehen. Mit rechtzeitiger Reservierung (drei Wochen zuvor wegen des Andrangs) klappte auch die Miete.

Zuerst näherte ich mich dem Objekt meiner Reisebegierde einmal allein. Impossant sieht die St 1300 schon von vorne aus. Kein Rechteckscheinwerfer mehr wie beim alten Modell, sondern ein Freiflächen-Projektor ziert den Bug. Die hohe Scheibe (elektrisch verstellbar)lässt die Maschine bullig wirken. Rauf auf den Sattel und das Ding mal vom Ständer bewegt. Die rund 300 Kilogramm fahrbereites Gewicht sind gar nicht so arg spürbar wie befürchtet. Die übersichtlichen Instrumente mit Tacho, Drehzahlmesser, Uhr, Tankanzeige, Motorthermometer und einer Außentemperaturanzeige (wozu?) leuchten einem freundlich entgegen. Nach zwei, drei Starterumdrehungen erwacht der längs eingebaute V4, ein Unikum im Motorradbau, zum Leben. Mit elektronischer Einspritzanlage regelt sich die Leerlaufdrehzahl rasch auf etwa 800 Umdrehungen ein. Jeder Gasstoß wird mit einem Fauchen aus den beiden dreieckigen Auspuffrohren beantwortet. Also mal rauf auf die Landstraße zum Eingewöhnen, bevor ich meinen Schatz daheim mit der Tour zu Zweit beglücke. Die Beschleunigung ist super, kann auch mit so manchen Straßenmotorrädern mithalten. Der Duchzug, also der gut nutzbare Drehmomentbereich, fängt schon bei 2.000 Umdrehungen an und hält konstant an. Der Motor wirkt dabei unaufgeregt und ändert seine Tonlage, einem dienstbereiten fauchen, kaum. Die fünf Gänge klicken locker rein. Die Bremsanlage vermittelt viel Gefühl, vor allem vorne, wo zwei Scheiben ihren Dienst versehen. In den ABS-Regelbereich kommt man mit einigem Überblick im Trockenen gar nicht, so viel Haftung wird aufgebaut.

Also heim zur Geliebten und die Koffer vollräumen. Etwa 25 Liter passen in jeden Seitenkoffer, ins (nicht serienmäßige) Top-Case passt noch mal die gleiche Menge. Bei Frauen kann man, so meine Erfahrung, eben nie genug Stauraum haben. Handy und Haustorschlüssel verschwinden in einem Fach in der Verkleidung. Das Fahrwerk will danach noch auf die Belastung eingestellt werden. Das geht nur hinten und mit einem Verstellrad links vorm Hinterreifen. Schön wäre natürlich eine Verstellung elektrisch vom Lenker aus, womit man während der Fahrt die Maschine der Strecke angleichen könnte, ohne stehen zu bleiben. Gits aber leider nicht.- Vorne muss sowieso alles bleiben wie es ist, aber die Gabel ist gut abgestimmt, auch bei voller Beladung. Das Vorderrad in der seltenen Dimension 120/70R18 bringt durch seine Größe Komfort. Hinten tut ein 170/60R17 seinen Dienst. Ihm hätte ich angesichts 117 PS (österreich-Version, in Deutschland meines Wissens nach auch als 126PS erhältlich) nicht so viel Haftung zugetraut. Im Notfall hilft auch eine Anti-Schlupf-Regelung nach. Das ist vor allem bei Regen super.

Also rauf auf die lange Landstraße in Richtung Süden und ordentlich angegast. Prompt ist man auch schon über den erlaubten 100 km/h, weil der Fahrtwind wegen des Windschilds blockiert ist und der 1300-Moter so anreißt. Die Federung bügelt Löcher ganz passabel aus, lange Wellen spürt man aber doch. In der Lenkung ist davon wenig zu merken, sie offeriert Sitzkomfort, Vibrationen bleiben völlig aus. Weil der Motor ja auch so gut wie nicht vibriert, würde ich meinen. Spurrillen mag die Pan naturgemäß nicht sonderlich, aber welches Motorrad fährt über diese Asphalt-Formationen wirklich gerne?

Kurven lassen sich zielgenau anbremsen, man hat bei umsichtiger Fahrweise eher den Eindruck, immer etwas zu früh auf der Bremse zu sein. Die hintere Scheibe bringt viel Kraft auf die Straße, vor allem beladen. Durch das Dual-CBS-System bremst man aber eh immer vorne und hinten, egal welchen Hebel man betätigt. Bei Schock-Bremsungen durchaus hilfreich, denn Verzögerung tritt schon dann brachial ein, wenn man nur fest mit dem Fuß aufs Pedal steigt und nicht erst dann, wenn die Hand auch am Hebel ist. In solchen Fällen sorgt das ABS für eine blockierfreie Straßenlage und dafür, dass man ohne Stress voll in die Eisen langen kann. Dabei senkt sich der Vorbau geringfügig tiefer ab als bei normaler Fahrt, also dürfte jegliche Überschlagneigung fremd sein.

Durch Kurven läuft die Maschine herrlich flexibel, vom Transportgewicht (gesamt 500 kg!) merkt man wenig. Größtes Problem bleiben Spitzkehren, die im ersten oder zweiten Gang durchfahren werden und wegen der Enge ein Einlenken statt der Schräglage verlangen. Da hat man vor allem zu Beginn das Gefühl, gleich umzufallen - ohne es zu tun natürlich.

Quer durch Norditalien gönnten wir uns die schönsten Landstraßen im Sonnenschein und konnten das Windschild wegen der hohen Temperaturen ganz runterfahren. Dann weht milde Frühlingsluft auf die Helme und im Sommer sicher auch notwendige Kühlluft. Die Wärmeabstrahlung des Motors ist dabei erstaunlich gering. Von dem Block sieht man auch nur den verchromten Kopfdeckel der beiden hinteren Zylinder.

Die elektronische Einspritzung sorgt dafür, dass der Motor in allen Lebenslagen - also von Standgas bis zur Maximaldrehzahl - ruckfrei, ohne Bollern im Schubbetrieb und fast schon aggressiv-spontan bei der Sache ist. Dafür bleibt der Verbrauch erstaunlich gering. Mit dem 28-Liter-Tank mussten wir nur etwa alle 500 km zum Nachfassen. Wer italienische Tankstellen am Wochenende - chiuso! - kennt, weiß das zu schätzen. Unser Gesamtverbrauch lag bei sieben Litern bei doch zügiger bis (ab und zu sogar ungewollt) schneller Fahrweise. Sogar durch die Berge Sardiniens stieg der Verbrauch nicht merklich, trotz der Beschleunigungs- und Anbremsorgien mit voller Beladung. Beim Schalten ist der Kardanantrieb, sicherlich auch durch den Ruckdämpfer, nicht zu spüren. Dafür braucht man aber keine Kette zu pflegen.

Auf der Rückfahrt war leider Regenwetter angesagt. Bei niedrigeren Temperaturen bewährte sich das voll hochgestellte Windschild bestens als Regenabweiser. Fast trocken kurvt man so noch recht entspannt und kann im Notfall auf Schlupfkontrolle und ABS vertrauen. Gebraucht hab ich beides gottseidank nicht wirklich, eine Notsituation blieb aus und vorsichtiges Fahren ist im Nassen eh angesagt. Da bleibt zum Nachdenken über die Sitzposition: Der Fahrer sitzt elegant und aufrecht hinter dem breiten Lenker, der sich locker führen lässt. Die Knie sind nicht übermäßig stark angewinkelt. Harte Menschen werden aber wohl den Windschild runterstellen und sich auf den Tank legen, um 230 km/h V-max auszukosten, was immerhin drin ist. Der Beifahrer/Die Beifahrerin sitzt ein paar Zentimeter höher und eine Spur unbequemer, aber noch immer auf einer Breiten Bank mit entspannter Kniehaltung. Gegen Aufpreis verwöhnen am Sozius Rückenlehne (gibt sicheres Gefühl, integriert ins Top-Case)und Armlehnen seitlich (etwas kurz geraten, aber ok).

Daheim vor dem Zurückgeben gings noch mal mit Bürste und Wascheimer an das Gerät. Da merkt man, dass Honda die Maschine gut durchdacht hat, weil alle Teile relativ einfach zu putzen sind. Die Bürste gelangt leicht überall hin, höchstens der Kardanantrieb ist beim Hinterrad-Pflegen im Weg. Macht nix, weil am Hauptständer lässt sich die Felge durchdrehen.

Detailinfos:
Flüssigkeitsgekühlter V4-Motor
1261 ccm
126 PS bei 8.000 u/min
125 Nm Drehmoment (80 Prozent davon bei jeder Drehzahl)bei 6.000 u/min
Verdichtung 10,8:1
Doppelscheibenbremse vorne, 310 mm je Scheibe
Einzelscheibenbremse hinten, 316 mm
120/70R18 vorne
170/60R17 hinten
Hinterachsfederung manuell per Drehrad einstellbar am 4,8-Zoll-Gasdämpfer, vorne 4,6-Zoll Dämpferrohre
29 Liter Tank mit Anzeige im Cockpit (keine Reserve!)
ABS (Aufpreis) und CBS
289 kg Trockengewicht (ABS-Version)
Elektronische Kennfeld-Einspritzung, jeder Zylinder seperat gesteuert
Zuladung ca. 200 kg, max. Gewicht gesamt 517 kg
Geregelter Kat (neueste Abgasstandards erfüllt)
Freiflächenscheinwerfer mit H4
Blinker in den Außenspiegeln vorne, hinten in der Verkleidung integriert
4 in 2-Fächerkrümmer mit Doppelauspuffanlage, dreieckig
BohrungxHub 78x66
5-Gang Kardanantrieb mit Ruckdämpfer
Nockenwellensteuerung über Endloskette, automatische Spannung
Elektrisch verstellbarer Windschild
Sitzhöhe 790mm für den Fahrer, 15mm rauf und runter verstellbar.
Länge 2.270 mm
Breite 860 mm
Höhe 1.390 mm
Radstand 1.490 mm
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
0-100km/h: 3,1 sek.

Tipp: Vorsicht bei der Reifenwahl! Habe aus Fachkreisen gehört, dass Bridgestone Spezialreifen fertigt, die einen Zusatz im Namen tragen. Diese sollten montiert werden, da sonst Pendeln auftreten kann.

Empfehlenswertes Zubehör:
Top-Case mit Rückenlehne
Armlehnen am Top-Case
Zigarrettenanzünder-Anschluss (hab ich vermisst...)
Alarmanlage (wem gefällt die Pan noch?)
Eh klar, Abdeckplane
Farbauswahl: silber, dunkelrot, dunkelgrün (meine war dunkelrot, was überaus elegant wirkt. Silber wäre für mich die zweite Wahl wegen der frischen Farbe und dem hohen Erkennungseffekt (man wird nicht so leicht übersehen)).
 
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Bewertung für Honda ST 1300 Pan European von rebu58

Pro: Zuverlässiges Motorrad, bequemes Reisen und immer genügend Leistung
Kontra: Gewicht

...mit ABS,CBS und TCS ausgerüstet. Honda hat es jedoch bis ins Jahr 2003 nicht geschafft die Pan European mit einer Einspritzanlage zu versehen. Ist jedoch beim Fahren überhaupt kein Problem, ob alleine oder mit Sozius, man kommt zügig voran und wer schnell sein will, die 1100 ST ist auch in 4,1 sek. auf 100 km/h beschleunigt. Gewöhnungsbedürftig ist das Gewicht, ist man doch einmal schnell zu zweit und mit Gepäck mit einem 500 kg Gefährt unterwegs. ...
...die 5 Pässe mit der Honda zu fahren sind. Bei den ersten Spitzkehren war das Gewicht etwas ungewohnt und ich dachte zuerste, bald kippe ich mit dem Motorrad um. Dieses Gefühl ging jedoch schnell weg und mit meiner Mitfahrerin fuhren wir die Pässe herauf. Der 2. Gang könnte schöner schalten, dies ein kleiner Mangel. Die Kraftübertragung und die gute Kurveneigenschaften der Honda überzeugten mich schon nach dem Sustenpass. Trotz dem relativ hohen Gewicht ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
Fahreigenschaften:
Bremsleistung, Trockenh...
Fahrwerk:
Komfort:
Verarbeitung:
Zuverlässigkeit:
weniger hilfreich

18.06.2009
(24.06.2009)

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