Cross-Helm an und es kann los gehn!
17.08.2005
Pro:
Gewicht, Geländetauglichkeit
Kontra:
Bremsen
Empfehlenswert:
Ja
 businessman86
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Honda XL 250 R MD03 Baujahr 1982 Typ MD03 ähnelt MD11 sehr. Verschieden z.B. Drosselung. Abbildung von Ciao etwas älter!
Technische Informationen: Hersteller: Honda Typ: XL 250 R Spezifikation: MD03 Motorart: 4-Takt Ottomotor Höchstgeschwindigkeit: 120-140 KM/h Leistung: 13KW/18,5PS bis 17KW/24,5PS Drosselung (versch.): Krümmer, Vergaser, Ansaugstutzen, Nockenwelle
Motorgröße: 245ccm Reifen: Preis je: ca. 50€ Größe: vorn 21 Zoll l hinten 17 Zoll Freigaben beachten! Luftdruck: ca. 2,2 bar hinten, vorn ca. 2,4 bar Leergewicht: 133 Kilo Max.:330 Kilo Erstzulassung: 1982 Zündkerzen (Standart): NGK: DR7ES (Winter.)/ DR8ES (Sommer) Tankinhalt: 11,5 Liter: Reserve 2 Liter Motoröl: 10W40/15W40/20W50 Gänge: 6 Starter: Nur Kickstarter Kilometerstand: 13000 Verbrauch: 3,5-4 Liter auf 100KM Benzin: normal, besser super! Motor/ Leistung: Da es sich um einen Luftgekühlten, 250ccm, 4-Takt Motor handelt, dürfte der Motor noch einige 10tausende Kilometer laufen. Ich hatte an diesem Motor bisher noch nichts, er sabbert nicht, läuft mit seinem Kickstarter im Winter und Sommer nahezu gleichgut an. Anfangs hatte ich zwar Probleme den Motor zu starten (4-Takter, kein Elektro-Starter), doch nachdem ich eine neue Zündkerze (NGK DR7ES) reingeschraubt hatte lief die Maschine gut an, ist der Motor warm geht er von alleine nicht mehr aus, was für ein Motorrad mit Kickstarter schon enorm wichtig ist. Wer möchte schon an der Ampel stehen und der Motor geht auf einmal aus? Bestimmt niemand! Darum sollte man auch darauf achten, dass das Standgas korrekt eingestellt ist, das selbst der Laie mühelos hinbekommen kann, man bracht nur an einem Drehgriff zu schrauben, schon verstellt sich das Standgas. Motoröl (10W40 mineralisch) braucht diese Enduro kaum, außer man fährt längere Strecken auf der Autobahn, da kommt es schon vor das man bei Vollgas (dreht hoch!) einen knappen Liter ÖL für 800KM braucht. Doch fährt man in der Stadt oder auf Landstraßen benötigte ich immer wesentlich weniger Öl. Fährt man in höheren Regionen (ab ca.1700 Metern Höhe) muss man mit Leistungsabfall rechnen, der Motor stellt bei normalem Standgas ab (einfach höher stellen!), Die Beschleunigung lässt nach, bei Vollgasfahrt nimmt die Endgeschwindigkeit ab. Das niedrige Gewicht sorgt dafür, dass man eine gute Beschleunigung hat. Hin und wieder sollte man die Ventile neu einstellen lassen, um das Motorklopfen zwischen ca. 4000-4500 Umdrehungen (unter last, z.B. Sozius) zu beseitigen. Hin und wieder wünscht man sich doch mal ein paar PS mehr.
Fahrwerk/ Bremsen: Das Fahrwerk ist für die Straße etwas weich, aber mit der richtigen Technik schafft man auch enge Kurven mit "speed", es macht nach einiger Übung richtig Spaß schnell durch Kurven zu "rasen". Im Gelände fährt sich die Maschine auch recht gut, ich bin zwar kein Profi, aber ich bin trotzdem immer wieder begeistert, wie viel Spaß dieses kleine alte Motorrad auch im Gelände macht. Bei Geschwindigkeiten über 110Km/h gibt es vor allem durch dem großen Vorderradkotflügel, teils heftige Vibrationen, da dieser im Wind nachgibt und "wackelt" (baue mir demnächst eine Verstärkung aus Metall). Offroad kommt einem das weiche Fahrwerk natürlich zugute, durch kurven driften, Hügel hoch Hügel runter, usw. klappte bisher alles prima, und wenn ein Steinhügel doch mal zu hoch ist, geht wenig kaputt, bei meinen 3 Stürzen im Gelände ist lediglich der Kupplungsgriff abgebrochen, eine mini delle im Tank konnte ich auch verschmerzen. Bisher war kein Hügel steil genug, den ich mich traute hoch zufahren, um die XL ganz zu stoppen. Einziges wirkliches Problem sind die Bremsen! Da die XL vorne und hinten Trommelbremsen hat, muss man genau darauf achten, mindestens (!) den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einzuhalten. Mit der hinteren Trommelbremse bin ich eigentlich noch ganz zufrieden, das Hinterrad blockiert recht schnell, aber die Vordere Bremse ist zu schwach, man schafft es nicht das Rad (auf der Straße) zum blockieren zu bekommen. Die XL250R ist extrem handlich, wendig und einfach zu fahren, Sie ist für eine Enduro niedrig und sehr leicht. Licht/ Elektrik: Die XL 250 R hat zwar kein modernes H4 Licht, doch ist es mit dem 12V Bordnetz wirklich spitze. Sowohl Abblendlicht als auch Fernlicht sind spitze. Mit der Elektrik hatte ich schon meine Problem, kaputt war auch schon der Spannungsregler, welcher im Zubehör schon mal knapp 200€ kostet. Doch Online- Auktionshäuser haben meistens ein Ersatzteil im Angebot. Ich bekam den Spannungsregler mit Zündbox (Neupreis über 300€!) für 25€, das war wirklich günstig. 2-3-mal hatte ich einen Wackelkontakt der meisten sehr einfach zu beseitigen war. Im Cockpit gibt es Kontrollleuchten für 1. Leerlauf, 2. Blinker. 3. Fernlicht. Es hat einen Tacho für Geschwindigkeit, Kilometerzähler, Tageskilometerzähler und die Drehzahl des Motors. Es hat keine Anzeige für den Tankinhalt. Es gibt einen Killschalter, Hupe, Stand- Abblend, -Fernlichtschalter. Manchmal klemmt der Chokezug/ Gaszug ein wenig, das liegt aber Eindeutig am Alter der Maschine.
Reifen: Ich verwende einen vorgeschriebenen Reifen (steht im Fahrzeugschein) Bridgestone TW301/TW302 mit recht grobem Stollenprofil. Der Reifen hält gut, im Gelände und auf der Straße. Falls er dann doch mal rutschen sollte, ist es mir auf der Straße und im Gelände immer gelungen die XL wieder aufzufangen. Da ich nicht genau weiß wie viele Kilometer mit den Reifen gefahren wurde bevor ich das Motorrad bekam, schätze ich, dass man mit dem Vorderreifen 4500-6500 Kilometer fahren kann. Der Hinterreifen hält bei richtiger Fahrweise (ohne Reifenblockieren, BurnOuts,…) etwa 1000KM länger, da beim Bremsen vorne eine Menge Profil verloren geht. Sozius: Ja, ich musste auch schon einmal hinten mitfahren, obwohl selber fahren besser ist, hält man es als Sozius für bequem. Nur das die Fußrasten an der Schwinge befestigt sind, sich beim Ein- und Ausfedern mitbewegen ist anders als gewohnt. Dafür kann es sich der Sozius auf der Sitzbank gemütlich machen, er ist nicht eingeengt und kann sich hinten an einem Griff gut halten, was auch nötig ist, da der Sozius sonst beim Bremsen vom rutschigen sitz nach vorne stürzen würde.
Reparaturen/ Wartungen: 2x Kupplungszug innen 1x Kupplungszug außen und innen (Seit dem hält er) 1x Spannungsregler (Dadurch auch ein paar Birnen) 1x Auspuff Reparierpaste 2x Hitzelack um den Krümmer nicht ganz zusammenrosten zu lassen 1x Chokezug innen und außen 1x Dekompressionszug innen und außen 1x -2x Schweißarbeiten am "Gepäckträger" (auch durch Stürze) 1x Luftfilter Habe dieses Motorrad nun seit einem Jahr. Man kann echt zufrieden sein damit. Vor allem weil man es so günstig bekommt. Ein bisschen quietschen hier und da muss man aber schon hinnehmen können, oder das Ölkännchen immer parat haben. Der Sound ist echt geil für 250ccm! Ich habe mit neuer Lackierung, nur 8000 Kilometer, fast neuen Reifen und Kettensatz gerade mal 700 Euro dafür bezahlt. Für Anfänger und Führerscheinneulinge, wie mir, bestens geeignet. Im August diesen Jahres habe ich mit einem Kolleg sogar eine Motorradtour gemacht, die 800 KM packte die Maschine ohne Probleme. Ich konnte auch mit Tankrucksack und Gepäckspannern genug Gepäck mitnehmen, sogar konnte ich noch teilweise Gepäck von meinem Kolleg draufpacken. Durch das Gewicht auf dem Hinterrad waren die Vibrationen (siehe oben) nicht ganz so heftig und die fahrt war einigermaßen angenehm.
Bei fragen mailt einfach an xl250r@web.de Angaben ohne Gewähr!
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01.09.2005 16:09
Toller Bericht... ja, bei dem momentanen Wetter sollte man sich gleich den Helm aufsetzen...nachher wird die BMW bewegt!!!!
30.08.2005 23:51
Super Bericht! Und dann noch der zweite.Echt gut geschrieben.LG Susanne
28.08.2005 22:20
wirklich super bericht ^^!! mach weiter so das gleiche wiefabi meint meine ich auch ^^!!!