... Das konsequente Verhüllen der Fenster ist unerläßlich, sonst bringt auch Honeywell nichts. Bislang habe ich das Fenster, wo der Schlauch raushängt, noch nicht abgedichtet, ich hänge nur einen Autoscheiben-Alu-Schutz davor. Prinzipiell finde ich die Kühlleistung für mich und diesen Raum (34 ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von oddsi über Honeywell AMH-53RE 15.07.2006
Produktbewertung des Autors:
Bedienung
durchschnittlich
Zuverlässigkeit
gut
Bedienungsanleitung
einfach & übersichtlich
Pro:
Günstiger Preis; unter den "kleinen" Geräten wohl das leistungsfähigste
Kontra:
recht laut; Wassertankentleerung (s . Bericht)
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
... hab ich wochenlang überlegt. Büroraum unterm Dach, schrecklich heiß die letzten Wochen. Hirn Matsche. Odyssee durch Internet und Baumärkte, Bedienungsanleitungen und Grundlagen der Kältetechnik (was mich wenig interessiert und ich daher immer wieder schnell vergesse). Vorbehalte gegen Klimageräte: sie funktionieren eh nicht, machen krank und sind ökologisch bedenklich.
Für alle, denen es genaus geht, möchte ich hier ein paar Sätze bzlg. der Dinge schreiben, die mir zuvor unklar waren. Dies ist mein erster und wahrscheinlich letzter Bericht; bin keine Berichteschreiberin :-)
1) Kühlleistung.
Ich bin, wie gesagt, unterm Dach. Vormittags scheint die Sonne in die Fenster rein. Das konsequente Verhüllen der Fenster ist unerläßlich, sonst bringt auch Honeywell nichts. Bislang habe ich das Fenster, wo der Schlauch raushängt, noch nicht abgedichtet, ich hänge nur einen Autoscheiben-Alu-Schutz davor. Prinzipiell finde ich die Kühlleistung für mich und diesen Raum (34 m²) ausreichend. Es wird bei mir bei Dauerbetrieb ca 2-3 Grad runtergekühlt (von ca 27-28), und das macht sehr viel aus. Dafür braucht das Gerät ca 1.5 Stunden. Innerhalb 50 Minuten geht es dann wieder um ca 0.5-0.8 Grad hoch. Diese Angaben sind natürlich nur so ungefähr und subjektiv. Übrigens habe ich noch einen Ventilator an der Decke und bilde mir ein, dass dieser die kühle Luft im Zimmer schneller verbreitet, so dass ich auch in 5-Minuten-Pausen eine kleine Kühlleistung erreiche.
2) Lärm
Das Gerät ist so geräuschproduzierend, dass Leute wie ich, dies gerne sehr leise haben und auch in ihrem Job eine ruhige Umgebung brauchen, nicht in aktiver Anwesenheit von Honeywell arbeiten können. Zumindest nicht auf höchster Stufe. Für mich bedeutet das, dass ich das Gerät nur in meinen Arbeitspausen oder vor der Arbeit laufen lasse. Das ist aufgrund des Timers möglich.
3) Anwenderfreundlichkeit
Für meine Art der Nutzung (Raum kühlen, wenn ich nicht dabin) gibt es zwei Probleme.
a) der Timer umfaßt nur 24 Stunden. Bedeutet - soweit ich das verstanden habe -, ich kann nicht am Freitag abend einstellen, dass das Gerät am Montag früh losgehen soll.
Ausserdem hat er eine Stundenangabe (statt Uhrzeit), und prompt habe ich mich schon zweimal verrechnet, so dass er zu einer ganz falschen Zeit losging. Ich denke aber, es gibt Timer, die man an der Steckdose zwischenschalten kann, und die vielleicht Bedienungsfreundlicher sind.
b) Der Wassertank (Kondenswasser, das beim Kühlen entsteht) faßt 3 Liter. Ist er voll, muss er mittels eingebauter Wasserpumpe entleert werden. Das geht ganz einfach. Aber es geht nur, wenn er voll ist. Wenn er voll ist, dann stellt er auch die Kühlung ein. Man muss dann also vor Ort sein, um den Tank sogleich zu leeren. Für mich unpraktisch (s.o.).
Möchte man vorsichtshalber den Tank leeren, weil man während der Kühlung nicht dasein wird, so hat man ein Problem. Man muss dann den Tank nämlich per Hand leeren. Dies wiederum geht dann einfach, wenn man einen Raum mit einem eingebauten Abfluß hat. Der Ablauf ist nämlich ganz unten am Gerät, und man kann kaum etwas drunterhalten. Das ist denkbar unpraktisch. Ich habe keine solche Möglichkeit, so dass die Entleerung ein echtes Problem darstellt. Das Gerät ist mit gut 30 kg nämlich viel zu schwer, als dass ichs eben mal auf die Toilette setzen könnte :-)
Was mich auch etwas stört ist, dass man laut Bedienungsanleitung bei längerer Nutzungspause (ab 1 Woche!) ebenfalls den Wassertank leeren soll. Da es bei uns öfters mal plötzlich eine Woche regnet, finde ich das ziemlich nervig. Weiss aber auch nicht, ob das ein "muss" ist.
4) Optik/Aufstellung
Hübsch und zierlich ist er nicht gerade :-) - paßt aber vom Stil her hinreichend in mein Büro. Man muss sich allerdings bewußt sein, dass der Schlauch an sich auch immer noch verstaut werden muss, dies ist bei diesem Gerät nicht im Gerät vorgesehen. Er steht auch hinten ziemlich weit ab. Bei mir ist das kein Problem, da ich zufällig neben dem FEnster genug Platz in einem Eck habe und den Schlauch sich einfach obendrauf kringeln lasse. Wers gern aufgeräumt mag, den könnte das stören. Der bräuchte eine Schublade für den Schlauch und müsste ihn immer entfernen. Das braucht ein paar Handgriffe, ist aber relativ einfach.
Was man auch braucht ist eine Steckdose in Nähe des Fensters, zu dem der Schlauch rausgehen soll. Man soll keine Verlängerunsgkabel verwenden.
****************FAZIT************
Funktionieren tut es schon. Ich bin hinreichend zufrieden, da um jede Temperaturerleichterung dankbar. Allerdings würde mich die Geräuschentwicklung stören, wenn ich sie dauerhaft hören würde. Dies gibt Minuspunkte. Nicht zuviele allerdings, da dies Problem wohl alle solchen (Monoblock)Geräte betrifft.
Ich vermute, dass die teureren Geräte (so ab 800 Euro) etwas mehr Komfort bieten, insbes. in Bezug auf Wassertank und Schlauverstauung. Auch hier Minus.
Aber ich denke, das Preis-Leistungsverhältnis für die Geräte auf dem Markt ist bei diesem gut. Wenn ich einen Balkon hätte, würde ich ein Split-Gerät vorziehen. Ob einem das Ganze überhaupt 400 Euro Wert ist, kommt wohl drauf an, wieviel man für 400 Euro arbeiten muss. Für zuhause würde ichs mir wahrscheinlich nicht anschaffen, sondern lieber im Sommer schlechten Schlaf in Kauf nehmen, denn da wäre es mir zu teuer.