Erfahrungsbericht über "Huawei MediaPad M3"

veröffentlicht 27.07.2017 | Juke
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Über sich :
"EXTRABLATT! EXTRABLATT! - JUKE COMEBACK BEI CIAO!" ;-) 17 Jahre, 8 Brillis... und immer noch hasse ich "SH & LG" - Carpe Diem
Ausgezeichnet
Pro Verarbeitung, Design, Leistung, Ausstatung, Preis Leistung, Bild & Sound
Kontra Erschwerter Einstieg in die Steuerung mit nur einem Button,
besonders hilfreich
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Gewicht

"DAS CHAMPIONS LEAGUE TABLET"

Das intensive, kraftvolle Display nutzt den Raum des kompakten Gehäuses optimal.

Das intensive, kraftvolle Display nutzt den Raum des kompakten Gehäuses optimal.

Ciao!

Da wären wir wieder… Schon wieder 1,5 Jahre vergangen, in denen Ciao für mich nur eine Randnotiz war, aber wie bislang noch jedes Mal – und das schon seit dem Jahr 2000, als ich hier begonnen habe, gibt es immer wieder den Impuls zurückzukommen, und sei es nur für einen neuen Bericht über einen besonders brillantes, oder vielleicht auch einen besonders grauenhaftes Produkt.
Das Objekt, das mich diesmal hat zurückkommen lassen ist ein interessantes Stück Technik aus dem Hause Huawei. Und dass es überhaupt dazu kommt, dass ich es mir gekauft habe und eben nicht ein vergleichbares Produkt von meiner Lieblings-Marke Samsung, ist schon mal eine Besonderheit. Fest stand aber zunächst einmal: Ich möchte endlich ein aktuelles Tablet besitzen. Spielen, lesen und Facebook auf dem Handy sind völlig OK, aber doch auf die Dauer ein wenig anstrengend. Auch wäre es nett, auf dem Sofa oder besonders auf Reisen einen Portablen Screen für Filme, Youtube oder für’s augenfreundliche surfen dabeizuhaben. Klar, ich hätte weiter auf mein antiquiertes Samsung Galaxy Tab 2 setzen können, dass ich vor „erst“ ein paar Jahren hier vorgestellt und bestens bewertet habe. Aber – der Zahn der Zeit nagt nicht nur an Menschen, sondern auch an deren Errungenschaften. Ergo – das alte Tablet tut es nicht mehr, ist langsam, ruckelt, sieht pixelig aus, ist schwer, kurz gesagt: Nicht mehr wirklich brauchbar.

Ich habe daraufhin wirklich einen regelrechten Vergleichs-Marathon unternommen und sowohl im Netz, als auch im Fachhandel viele Tablets unter die Lupe genommen, in die Hand genommen und getestet und mich in die Materie eingelesen. Das vertrackte daran: Immer wenn ein Tablet als toller Kandidat schien, fand ich ein KO-Kriterium, wegen dem das Teil ausschied. Beim aktuellen Samsung Tablet in meiner Preisklasse missfiel mir das billige Plastik Gehäuse, beim Asus Zenpad war ich mit der Bildqualität bei Videos und mit dem Sound unzufrieden… Es ging ewig weiter.
Nur EIN Android Tablet schien über alles erhaben, war mir aber (eigentlich) zu teuer. Ich ließ einige Wochen verstreichen doch merkte irgendwann: Warum jetzt ein paar Euro sparen, um sich später zu ärgern, einen Kompromiss mit Abstrichen in Händen zu halten. Ich wagte also das Investment und kaufe mir das…


HUAWEI MEDIAPAD M3 (WiFi-Version)

Die Lieferung von meinem favorisierten Online Händler ging gewohnt schnell und zuverlässig über die Bühne, sodass ich schon tags darauf eine sehr edle weiße Kiste mit Golddruck und darin letztendlich mein neues Tablet vorfand. Der erste Unboxing Eindruck: Alles sehr edel, alles ein wenig feierlicher und schicker präsentiert als bei der „Normale Marke“ für den Alltagsbedarf. Klar war natürlich dennoch: Das ist nur Beiwerk, und die Performance muss passen. Ob das der Fall sei, wollte ich schleunigst herausfinden…


Huawei – Der Hersteller

Noch vor wenigen Jahren hätte ich einen großen Bogen um Produkte von Huawei gemacht. Ich bin ehrlich „Made in China“ war für mich lange Zeit ein „No-Go“. Dafür gab es ja auch einige legitime Gründe. Allerdings haben sich die Zeiten etwas geändert. Huawei beispielsweise ist erst 1987 in China unter dieser Firmierung aktiv geworden. Damals als Telekommunikationsausrüster, wie man heute nachlesen kann. An diesem Branchenfeld hat sich bis heute nichts geändert, aber die Dimensionen, in denen Huawei agiert haben sich immens geändert. Vor allem gelang es, besonders in den letzten Jahren, nicht nur einen, sondern sogar beide Füße auch Kontinent-übergreifen auf die Erde zu bekommen. Der Name „Huawei“ steht nun nicht mehr intuitiv für das instinktiv eher mit Vorsicht zu genießende „Made in China“, sondern mitunter für hochwertige Elektronik und Kommunikationsgeräte, die bis in den High End Bereich angesiedelt sind. Die angegebene Umsatzzahl von 46,5 Milliarden (!) Dollar und die Mitarbeiterzahl von 170.000 Menschen sprechen eine klare Sprache. Hier hat man es mittlerweile mit einem Global Player zu tun. Meiner Meinung nach zudem mit einem, der sich schwache Qualität heutzutage nicht nur nicht leisten kann, sondern auch schlicht gar nicht mehr nötig hat.

Facts & Daten

Für alle interessierten hier ein kurzer Eckdaten Überblick

Marke Huawei
Modell/Serie Mediapad M3 8.4 32GB WIFI
Artikelgewicht 308 g
Produktabmessungen 12,4 x 0,7 x 21,5 cm
Batterien: 1 Lithium Polymer Batterien erforderlich (enthalten).
Modellnummer 53017214
Farbe Silber
Formfaktor Tablet-PC
Bildschirmgröße 8.4 Zoll
Bildschirmauflösung 2560 x 1600
Max. Bildschirmauflösung 2560 x 1600
Prozessormarke HiSilicon
Prozessortyp SH3
Prozessorgeschwindigkeit 2.3 GHz
Prozessoranzahl 8
RAM Größe 4 GB
Speicher-Art DDR3 SDRAM
Größe Festplatte 32 GB
Festplatten-Technologie Hybrid
Beschreibung Grafikkarte OnBoard Grafik
Connectivity Type 802_11_ABGNAC
WLAN Typ 802.11 a/b/g/n/ac
Volt 3.82 Volt
Optischer Speicher microSD
Betriebssystem Android 6.0
Durchschnittliche Batterielaufzeit 8 Stunden
Kapazität Lithium-Akku 19.48 Wattstunden
(Quelle: Amazon)


Haptik & Touchscreen

Befreit man das Mediapad M3 aus seiner Verpackung und von der sorgsam angebrachten Schutzfolie rundherum, so hält man erstmals ein sehr edles, wertig anmutendes Gerät in Händen. Die Rückseite ist aus einem metallisch wirkenden Kunststoff mit einer feinen aber matten Oberflächen Texten. Das ganze Gerät ist sehr schlank aber dennoch an den Ecken angenehm abgerundet. Und dass so viel Technik, wie wir oben lesen konnten, in diesem kompakten Gerät steckt, mag man angesichts des wirklich angenehmen Leichtgewichtes zunächst nicht glauben.

Ich hatte mich bewusst auf die Suche nach einem 8,4 Zoll Tablet gemacht, da ich durch einiges Vergleichen gemerkt hatte: Die großen 10,1 Zoll Modelle sind mir einfach zu sperrig. Da bei jenen Modellen die Abmessungen außerdem etwas mehr ins quadratische gehen, ist viel der „Mehr-Fläche“ des Screens ohnehin bei Filmen und Spielen verschenkt, da diese 16:10 laufen und daher den 8,4 Zoll Screen des Mediapad optimal ausnutzen – und das bei kompakten Abmessungen und angenehmem Haltekomfort.

Eine weitere Kleinigkeit, die mir positiv aufgefallen ist: Die zwei Lautsprecher, die später noch eine Rolle spielen werden, sind so positioniert, dass man sie weder im Hochkant- noch im Querformat beim intuitiven Halten verdecken würde. Sehr clever und ein Aspekt, an dem viele andere Hersteller scheitern, oder dem sie schlichtweg keine Beachtung schenken. Wenn wir das Gerät einschalten, gelangen wir nach kurzem LadeScreen in die Homescreen Ansicht von Android 6.0.

Hier kommt die erste Besonderheit, die auch mir neu war. Während man beim Handy einen Homescreen und „darunter“ noch ein richtiges Menü hat, gibt es beim Mediapad M3 nur eine Ebene. Man könnte also vereinfacht sagen: Menü = Homescreen.
Das fand ich am Anfang befremdlich, aber nach ein wenig Eingewöhnung muss ich zustimmen: Wieso nicht? Es passt auch so.
Was aber die sonstige Steuerung angeht, musste ich mich echt ein wenig an das Mediapad gewöhnen. Die meisten Handys und Android Geräte haben am unteren Rand in der Regel:

• Einen Menü Button
• Einen Zurück Button
• Einen Anwendungs- oder Multifunktions-Button

Wollt ihr wissen, was das Mediapad an dieser Stelle hat? Einen Button… genau EINEN. Und zwar ein Touch sensitiver Button in der unteren Mitte des Screens. Mit diesem Button muss man alles außer dem Touchscreen selber navigieren. Entweder durch sanftes drücken, oder durch wischen in verschiedene Richtungen. Das mag ein Ansatz zur Vereinfachung sein, ich sehe darin eher ein etwas frickeliges Stör-Element. Nicht fatal, aber auf diese Umgewöhnung hätte ich verzichten können, da die klassische Belegung keinen Nachteil gehabt hätte.

Die Bedienung des Touchscreen bietet hingegen gar nichts zu meckern. Der Screen registriert nahezu jede kleinste Bewegung und Berührung flüssig und unverzögert, erlaubt daher kinderleichtes Bedienen. Auch hat man nicht das Gefühl, auf einem zerbrechlichen Billig-Screen herum zu drücken, sondern auch beim Screen an sich macht sich ein vertrauenerweckendes Gefühl von bester Verarbeitung breit.


Qualität & Verarbeitung

Beispiele für technische Geräte, bei denen die technischen Eckdaten und auch die Performance klasse sind, gibt es viele. Leider gibt es bei ebenfalls vielen dieser Beispiele, ein böses Erwachen, wenn man diese produkte in heimischer Atmosphäre auspackt und - im Gegensatz zur schnellen Inspektion im hektischen Elektro Markt - in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Eine tolle Technik macht keinen Spaß, wenn sie sich in schwach verarbeiteter "Karosserie" befindet. Dabei ist dieser ironische Vergleich zur Autowelt gar nicht so weit hergeholt. Bei MEINER Suche hatte ich auch ein Gerät in der Hand (Hersteller spare ich der Fairness halber aus), das in Bezug auf die technischen Kern-Elemente nur knapp hinter unserem Mediapad war. Ich nahm das große Tablet also im Elektro Handel in die Hand und wollte gerade beginnen, mich über den scharfen Bildschirm zu freuen, als ich plötzlich ein unangenehmes Signal der Fingerspitzen übermittelt bekam. Diese bewegten sich nämlich gerade auf dem Gehäuse des Tablets, das einen unangenehmen Eindruck von zerbrechlichem, dünnem Kunststoff vermittelte. Auch sah ich, dass die Rückseite des Tablets, das offenbar schon durch einige interessierte Hände gegangen war, über und über mit den typischen Kratzern von Fingernägeln und Kanten übersäjt waren, die bei einem minderwertigen, weichen Gummi schnell entstehen. Warum ich das erzähle? Ganz einfach: Ich hätte in diesem gerät wie gesagt ein ebenfalls technisch sehr hochwertiges Tablet für rund 100 (!) € weniger kaufen können. Dieses unästethische, fast schon unappetitliche Äußere, diese schwache Verarbeitung hätten mir aber jede Freude an der Nutzung genommen.

Das Mediapad zeigt, wie gut sich ein top verarbeitetes Gerät anfühlen kann. Alle Kanten, Nähte und Übergänge sind fugenlos und makellos. Die Oberflächen sind robust, wirken (vorsichtig gesagt) beinahe unverwüstlich. Wenn das Tablet im Standby auf dem Schreibtisch liegt und die dezent matallisch schimmernden Kanten das schwarze Display umrunden, freut man sich immer wieder, sich etwas gegönnt zu haben, das doch eine Nummer besser war, als die Spar-Variante aus dem Angebot. Und dabei geht es nicht nur um dieses schöne Gefühl, es geht vielmehr auch um praktische Gründe und Langlebigkeit. Das Huawei Pad vermittelt den Eindruck, natürlich anständige, sorgsame handhabung vorausgesetzt, ein Robuster Begleiter für viele Jahre sein zu können, und das ist für mich ein zentrales Argument beim Kauf derartiger Produkte.


Bild & Sound

Damit kommen wir für mich zu einem sehr, sehr wichtigen Aspekt. Nicht umsonst nennt sich dieses Gerät „Mediapad“, also der wichtige Aspekt:

Wie gut schlägt sich das Gerät im Umgang mit Medienwiedergabe?

Die Antwort: Sehr gut! Der Bildschirm ist wirklich ein Anlass zum zufriedenen Nicken. Kräftige Farben, sehr klar abgesetzte Konturen, starker Kontrast, und – bei Bedarf – eine sehr kraftvolle Beleuchtung. Mein eigener Benchmark hierfür waren zwei Disziplinen:

• HD-Videos: Diese spielt das Tablet tadellos ab. Bewegungen sind flüssig, das gerne manchmal vorkommende „bröseln“ des Bildes bleibt, bei stabiler WIFI Verbindung komplett aus. Die Qualität des Bildes sind so gut, dass man mit bestem Komfort (zum Beispiel) im Bett oder in der Küche einen Kinofilm in Full HD bewundern kann. Das war mir sehr wichtig, deshalb punktet das Huawei Tablet damit bei mir MASSIV!

• Android Spiele: Ich habe zwar eine Playstation und weiß, dass ein Android Tablet nicht den Anspruch hat, bei Games auf dem Niveau mitzuspielen, aber dennoch suchte ich auch ein Tablet, das für alle modernen Games auf dem Tablet gewappnet ist, und mir erlaubt das eine oder andere kurzweilige Action oder Racing Spiel zu installieren und zu spielen. Ich lud daher direkt am ersten Abend eine große Auswahl neuster und teilweise sehr anspruchsvoller Android Games aus dem App Store herunter und testete sie alle. Fazit: Kein einziges Spiel auf dem Markt bringt das Mediapad M3 derzeit an oder über seine Grenzen. Der Octacore also 8-Kern Prozessor kann Multi-Tasken als gäbe es kein Morgen und auch der üppige Zwischenspeicher von 4 GB hat mehr als ausreichende Reserven. Wir sprechen hier von Eckdaten auf dem Niveau eines modernen PCs. Und das im Format eines Taschenbuches…


Der Sound des Tablets verdient ebenfalls eine separate Erwähnung. Wie auf dem Back-Cover des Tablets dezent aber unübersehbar vermerkt ist, steckt im Mediapad 3 eine Harman Kardon Sound Komponente. Diese Firma, die sich sonst durch herausragende Soundanlagen für Haus und Auto auszeichnet, verbaut hier ein 2 Lautsprecher System, das – zumindest im Handy / Tablet Bereich – ihresgleichen sucht. Es ist ein Wahnsinn, was aus diesen extrem komprimierten, schmalen kleinen Boxen für ein kerniger Sound entspringt. Das Tablet voll aufgedreht auf dem Wohnzimmertisch reicht völlig aus, um mit angenehm ausgeglichenem Sound die neuesten Hits laufen zu lassen. Klar – aufgrund des schlichtweg fehlenden Volumens ist der Bass zwar nicht wirklich „dick“, aber dennoch besser als ALLE anderen Konkurrenten in dieser Disziplin… und zwar bei weitem.


Akku & Technische Performance

Akkus sind oftmals die letzten Achills Fersen aktueller, portabler Geräte wie Handys oder Tablets. Sie liefern uns schon längere Zeit beeindruckende Technik, aber oft ist das Gejammer kurz nach der Veröffentlichung solcher Produkte groß, da die Lebensdauer bis zum nächsten Ladezyklus eher klein ausfällt. Der Kontrast zwischen immer kleiner und schmaler werdenden Geräten und Gehäusen und auf der anderen Seite der immer leistungsstärkeren und umfangreicheren Technik kollidiert leider stark mit den Anforderungen an die Akkus. Wie sollen in immer kleiner werdende Geräte immer stärkere und bessere Akkus passen? Klar, auch auf diesem Gebiet schläft der Fortschritt nicht, aber dennoch – es bleibt ein schmaler Grat.
Wie sich Huawei beim Mediapad M3 dabei schlägt? – Ich sage: GUT. Nicht überwältigend aber im Rahmen aktueller vergleiche wirklich ordentlich. Keine Frage – auch beim Mediapad zehren intensives WLAN, vor allem Streaming, aber auch das Abspielen von Videos und allgemein die Nutzung des Bildschirmes und der Boxen unter voller Leistung gewaltig an der Batterie, aber das ist unumgänglich. Wer sich die Energie gut einteilt, und auf ausufernde Multi-Media Arien verzichten kann, der kann locker 1 – 2 Tage mit dem Mediapad M3 als Begleiter für ein Meeting, als Gerät zum E-Mails schreiben oder zum gelegentlichen Check der Facebook Situation arbeiten.

Was die allgemeine technische Leistung des Mediapad’s angeht, knüpfen wir an das an, was schon im Kapitel „Bild & Sound“ zu lesen war. Die Hardware des M3 ist schlichtweg State Of The Art für heutige Dimensionen, und das, obwohl das Gerät noch nicht einmal mehr brandneu, sondern schon seit 2016 auf dem Markt ist. Aber hat seither irgendein Android Tablet, dass auch nur annährend in dieser Preisklasse „boxt“ an das Huawei herankommen können? Für meine Begriffe: NEIN. (Apple lassen wir einmal außen vor, da völlig andere Preisklasse) Ich denke, dass es einige Jahre dauern wird, bis ein fabrikneues M3 nicht mehr ausreicht, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Klar – auch über mein Samsung Galaxy Tab 2 habe ich das gesagt, als ich es damals voller Stolz für „ciao“ ablichtete und meine Laudatio schrieb. Allerdings waren die Eckdaten und die schieren Leistungskraft des Tablets damals nicht vergleichbar mit dem Championsleague Niveau des Mediapad M3, den wir heute sehen.


Kleine Ärgernisse & Diverses

Es gibt gewisse Feinheiten, die zwar nicht allzu schwer ins Gewicht fallen, die mich aber denken lassen: So ein tolles Tablet, da hätte man DARAUF auch noch achten können.

• Die Lautstärke: Wenn man das Gerät ganz leise nutzen möchte, ist man aufgeschmissen. Die kleinste Lautstärkestufe ist noch deutlich hörbar und direkt darunter kommt die absolute Stille.

• Die Steuerung über den einen einzigen Button am unteren Screen Rand. Sie muss nochmal erwähnt werden. Manchmal ist weniger nicht mehr… sondern weniger.

• Die Ladezeit des Akku’s ist ziemlich lang. Ein leeres Galaxy S6 und ein Mediapad M3 zeitgleich angeschlossen? Da braucht das Huawei Tablet (gefühlt knapp doppelt so lange von 0% auf 100%.

• Kein Ärgernis, nur ein Aspekt mit Verbesserungspotial: der Bildschirm reflektiert Tageslicht relativ stark. Ein matter(er) Bildschirm würde der Bildqualität keinen Abbruch tun, jedoch Unmut über Spiegelungen vermeiden, und vor allem, dem Nutzer erlauben, mit weniger Helligkeit und damit auch weniger Akku-Verbrauch zu arbeiten.

• Die integrierte Kamera ist – sowohl in Punkto Foto, als auch Video – unter ferner liefen. Wieso überhaupt eine Kamera verbauen, wenn diese in ihrer Leistung (ohne Übertreibung) noch deutlich unter der eines Samsung Galaxy S2 Handys von vor grob 5 Jahren liegt? Generell kann ich mir nur wenige Gelegenheiten vorstellen, bei denen man den „Schnappschuss mal eben“ mit dem Tablet ausführt. Daher ist dieser Aspekt kein echtes Ärgernis, aber ein Kuriosum.


FAZIT – DIE CHAMPIONS LEAGUE DER TABLETS

Es gibt marginale Abstriche beim Mediapad M3, wie der letzte Abschnitt aufzeigt. Aber wenn DAS die schwerwiegendsten „Wehwehchen“ eines Tablets für aktuell meist 299,00 € sind, dann kann man sich schon ausmalen, mit was für einem großartigen Gerät man es hier zu tun hat. Ich habe wirklich gedacht, ich habe den Markt, was diese Produkte angeht, im Überblick und weiß, was wirklich gut ist. Ich muss hier zugeben: Das Huawei Mediapad M3 hat mich eines besseren belehrt. Großartige Verarbeitung, eine (bis auf kleine Abstriche) tolle Bedienbarkeit, super Display, Maßstäbe-setzender Sound, schickes Design… Die Liste der Superlative ist lang. Sicher gibt es natürlich in der Preisklasse von 400 – 1000 € Tablet PCs, die das M3 und seine Leistung & Eckdaten locker in den Schatten stellen können, aber man möge bitte nicht vergessen, dass wir hier ein Tablet im unteren-mittleren Preissegment vor uns haben. Es geht auch deutlich günstiger, aber es geht in dieser Preisklasse schlicht nicht besser!.

Ich werde weiterhin meine „üblichen Verdächtigen“ Marken haben, wenn ich vor der Anschaffung eines neuen Elektronik Artikels stehe, wie – allen voran Samsung, von denen ich nie enttäuscht wurde – ABER, ich habe gelernt, dass es sich lohnt, seinen Horizont auch in technischen Aspekten ab und zu zu erweitern und auch offen für neues zu sein. Ab und zu ist ein kleiner „Reality Check“ auf dem Markt sehr lohnenswert. Ansonsten hätte ich weder so ein brillantes Tablet, noch wüsste ich, dass ich ab jetzt bei jeder Neuanschaffung guten Gewissens in Betracht ziehen kann, was es aus dem Hause Huawei aus dem Bereich gibt…

Carpe Diem,
Juke


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Ciaochsi veröffentlicht 18.09.2017
    bh nun da
  • Sydneysider47 veröffentlicht 17.09.2017
    erstaunlich ist, dass noch nicht die Abklicker, von denen hier einige unterwegs sind, diesen Bericht runtergeklickt haben...
  • Gundo57 veröffentlicht 15.09.2017
    Hier ist jetzt meine angekündigte und versprochene Höchstwertung ;-)! LG Gundo
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Angebote "Huawei MediaPad M3"

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Produktdaten : Huawei MediaPad M3

Produktbeschreibung des Herstellers

8.4 Zoll - Android - RAM: 4194304 MB - Auflösung: 2560 x 1600 Megapixel Pixel

Haupteigenschaften

Hersteller: Huawei

Bereitgestelltes Betriebssystem / Typ: Android

Display / Diagonale: 8.4 Zoll

RAM / Installierte Anzahl: 4 GB

Flash-Speicher / Vorhandende Kapazität: 32 GB

Display / Native Auflösung: 2560 x 1600 Megapixel

EAN: 6901443140787

MPN: 53017214

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 22/11/2016