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... Neuerdings bin ich jetzt auch noch Hunde Mama. Aber alles der Reihe nach. - Nachbarn Seit dem wir hier eingezogen sind, haben wir sowieso immer mindestens 2 mal am Tag mit den Nachbarn zu tun. So unterhielt sich mein Mann auch mal darüber, dass wir IRGENDWANN einmal einen Hund haben wollen ... Bericht lesen





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Familie Fly auf den Hund gekommen
Erfahrungsbericht von freedomsfly über Hunde
31.01.2012


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Kompletter Erfahrungsbericht

Na dann will das Geld gierige Fräulein Fly nun auch nochmal für Ende diesen Monats etwas Anderes erzählen. Neuerdings bin ich jetzt auch noch Hunde Mama. Aber alles der Reihe nach.

- Nachbarn

Seit dem wir hier eingezogen sind, haben wir sowieso immer mindestens 2 mal am Tag mit den Nachbarn zu tun. So unterhielt sich mein Mann auch mal darüber, dass wir IRGENDWANN einmal einen Hund haben wollen würden. Wohl bemerkt IRGENDWANN, denn die Kinder waren mir bis Dato einfach zu klein für einen Hund.
Einen Tag saß unsere Nachbarin hier bei Tisch und fragte, ob mein Mann etwa einen Hund wolle. Ich war ganz perplex und stand da wie bestellt und nicht abgeholt und stammelte mir da einen zurecht, dass eigentlich nicht und ich von nix weiß. Naja, auf jeden Fall meinte sie, dass einer unserer anderen Nachbarn ihr erzählt habe, er hätte einen Hund für uns. Hm, naja, mein Mann war gerade auf Spätschicht und klären konnten wir es in dem Moment also auch nicht.
Am nächsten Tag, saßen wir bei der Nachbarin und das Thema kam wieder auf. Mein solle doch wenigstens mal bei dem andern Nachbarn anrufen, bevor er unsere Nachbarin noch weiter deswegen anruft. Mein Mann sagte dann, dass er da gleich mal vorbei gehen wolle und ich sagte noch zu ihm „KOMM ABER BITTE OHNE HUND WIEDER!“.

- Ich will nicht

Ich hatte meinem Mann immer schon bei dem Thema „Hund“ meine Gründe rauf und runter gebetet, WARUM ich jetzt noch keinen Hund haben wollte. Die Kinder sind einfach noch zu klein, sie können mit der Verantwortung „Hund“ noch nicht umgehen, auch wenn sie kein Gassi gehen sollten, oder nix mit dem Füttern zu tun haben sollten. Selbst ein kleiner Hund wäre mit unserem Sohn auf Augenhöhe und so schnell kann man nicht reagieren, wie ein Hund einfach zuschnappen oder gar beißen könnte. Außerdem empfinde ich es als ekelig, hinter dem Hund seine Hinterlassenschaften weg zu räumen, alleine die Vorstellung verursacht mir auch jetzt noch Brechreiz. Und überhaupt, überall die herumfliegenden Hundehaare. Man kann nicht mehr spontan einfach so weg fahren und meine Oma mit Hund besuchen ist eh ein Ding der Unmöglichkeit und überhaupt gab es für mich unzählige kleine und weniger kleine Gründe, die momentan einfach gegen einen Hund sprachen. Während ich auf die Rückkehr meines Mannes wartete, musste eine Internetbekanntschaft von mir sich geduldig mein „Geheule“ antun.

- Die Tür geht auf

Ich hörte schon meinen Mann vor der Tür, zusammen mit unserer Nachbarin. Die Tür ging auf und es stürmte so ein kleiner nicht wirklich niedlicher Kläffer die Wohnung. Meine erste Reaktion „DAS IST JETZT NICHT DEIN ERNST!“. Und schon bevor ich es mich versah, hob das Vieh auch noch das Bein an der Küchentür. Ich war echt bedient und oben drauf hörte das Tier nix mal für Fünf Pfennig. Zudem hatte mein Mann ja immernoch Spätschicht und ich fragte ihn so, ob er denn in ein paar Stunden von der Arbeit wieder nach Hause kommt um den Hund raus zu lassen? Überhaupt, das Vieh hörte nicht, ich wollte den nicht in der Wohnung haben, ich kannte den Hund nicht und traute ihm entsprechend auch nicht, was die Kinder anging. Ich wusste ja nicht, ob der nicht evtl. doch im nächsten Augenblick zuschnappt und schon wäre alles zu spät. Also verbrachte der Hund des Rest des Tages kurzerhand draußen im Garten. Mir war das egal, ich war beleidigt und eingeschnappt und einfach nur enttäuscht, dass mein Mann sich so über mich drüber hinwegsetzt.

- Der Hund

Ja, nun war er also da, der kleine komische Jack Russel Mischling mit ungestümen Verhalten und keinerlei Erziehung. Bereits 2 Jahre alt, angeblich gechipt, geimpft und entwurmt. Angeblich mit einem 2 jährigen Kind aufgewachsen und angeblich stubenrein. Mir war der Hund einfach nur unsympatisch.

- Die Sache mit der Stubenreinheit

Der Hund war mir echt nicht sympatisch. Jeden Morgen wenn man auf das Klo ging, hatte der blöde Köter in den Flur gemacht. Es war einfach nur ekelhaft. Bereits am ersten Abend, nachdem mein Mann wieder zu Hause war, durfte er die Hinterlassenschaften von dem Tier sauber machen. Am kommenden Tag habe ich meinen Mann aus seinem Mittagsschlaf gezerrt und ihn gefragt, ob er denn bitte den Flur wieder sauber machen würde. Ja, so zog es sich einfach Tag um Tag. Selbst wenn mein Mann abends mit dem Hund vor die Tür ging, hatte er eine Stunde später schon wieder den Flur voll gemacht und auch wenn der Hund den ganzen Tag draußen an der Leine verbrachte, eine Stunde später war der Flur wieder voll. Ich hatte entsprechend auch die Schnauze voll.
Es konnte doch nicht angehen, dass ein angeblich stubenreiner Hund nicht mal eine Stunde lang inne halten kann. So fing ich (so doof wie ich nunmal bin denn ich will ja schließlich nicht ständig den Flur voll Hundesch… und Pi…. Haben) dann also an stündlich mit dem Vieh vor die Tür zu gehen. Naja und immerhin hatte es wenigstens etwas gebracht, mein sauberer Flur blieb endlich auch mal wieder sauber.

- Die Sache mit dem Gehorchen

Der Hund hörte kein Stück. Gehorchte nicht auf „Sitz“, Gehorchte nicht auf „Platz“, er hörte einfach auf GAR NIX! Also bin ICH wieder mal daher gegangen (denn auf mich muss der Hund ja auch hören, wenn ich nicht will, dass er auf die Kinder los geht) und habe mit Hunde Leckerlies vor dem blöden Hund gesessen und mit ihm „Sitz“, „Platz“, „Korb“ und „Pfui“ geübt. Das Sitz hat er ja schon ganz gut drauf muss ich sagen, für den Rest liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Teilweise denke ich echt einfach, der Hund will mich verarschen, denn was mit Leckerlies ganz gut klappt, klappt ganz ohne Leckerlies kein Stück mehr, da guckt der Hund mich einfach nur doof von unten an.

- Die Sache mit meiner Tochter

Ich hatte wie gesagt, meinen Mann gefragt, wer denn bitteschön mit dem Hund raus gehen sollte, denn ich hatte zu Anfangs keinerlei Lust dazu gehabt. Mein Mann meinte dann, dass unsere Tochter das ja machen könne. Naja, ich habe meiner Tochter dann am zweiten Tag mal die Leine in die Hand gegeben und obwohl der Hund so klein ist, kann meine Tochter mit ihren 6 Jahren den Hund nicht halten. Der zieht einfach so stark, dass er auf der Straße einfach so reiß aus nehmen könnte. Das ist mir dann doch zu gefährlich und ich lasse meine Tochter nicht mit dem Hund Gassi gehen.

- Die Sache mit den Möbeln

Von meiner Mutter habe es einfach noch so drin „Ein Hund gehört einfach nicht auf Möbel drauf“. So habe ich es in Beisein unseres Nachbarn auch gesagt und stand auch die ersten Tage voll dahinter. Bis mein Mann eines Abends auf Nachtschicht war und der Hund treudoof mit seinem Spielzeugseil ankam, weil er spielen wollte. Er kam die Couch hoch gesprungen und naja. Einen Tag später erzählte mir unsere Nachbarin, dass ihr Mann mich ausgelacht hat. Als ich fragte warum, naja, er schaute Abends so beim Nach Hause kommen in unser Wohnzimmer und sah den Hund bei mir auf der Couch liegen. So viel zu dem Thema Hund haben auf Möbeln nix zu suchen.

- Die Sache mit der Sympatie

Zugegeben, ich mag den Hund immernoch nicht sonderlich gut leiden. Er hört immernoch kaum und ich habe immernoch Sorge, wenn es um meine Kinder geht, gerade bei meinem Sohn, der mit seinen 20 Monaten noch nicht immer versteht, wenn ich sage „lass den Hund in Ruhe“. Da rennt der Kleine dann dem Hund hinterher und sagt „Auge, Auge“ und sticht dem Hund in die Augen. Wo ich natürlich nicht wissen kann, wie der Hund darauf reagiert auf Dauer, denn ein Tier, was sich in die Ecke gedrängt fühlt, schnappt ja schnell mal zu.
Und wie das Leben nun mal so spielt, die Arbeit bleibt plötzlich doch an mir hängen und einen Hund muss man bei der Erziehung halt auch loben. So denke ich mittlerweile nun doch, dass ich den Hund doch nicht mehr unbedingt so ohne Weiteres einfach wieder abgeben möchte. Auch wenn er mir Phasenweise immernoch auf die Nerven geht. Ich scheue auch immernoch nicht davor, ihn in den Flur zu verbannen, wenn es mir mit den Kindern doch mal wieder zu brennslich werden könnte.

- Die Sache mit dem Impfen und so

Mit dabei war dieser Hundeausweis oder was das ist. Einen Tag war meine Schwägerin hier und ich fragte sie, ob sie mir was dazu erzählen könnte, denn sie hatte auch schon seit Jahren einen Hund. Naja auf jeden fall gab sie mir den Tip, doch mal bei dem alten Tierarzt anzurufen und nachzufragen, welche Impfungen und Wurmkuren und wann zuletzt gemacht wurden. Naja, gesagt getan, ich den Tierarzt aus den Papieren angerufen und was war? Von wegen geimpft und entwurmt. Eine einzige Impfung hat der Hund bislang genießen dürfen und das war die, die der Züchter hat machen lassen, weil laut Tierarztpraxis sind Züchter generell dazu verpflichtet ihre Hunde impfen zu lassen.
Auf der Karte stand zwar, „Nächster Termin zum Impfen“ irgendwann im Jahr 2010. Aber ich dachte erst „na gut, man wird wohl auch nicht immer daran denken den Ausweis dann mit zu nehmen“, aber pustekuchen. Der Hund hätte eigentlich schon 3 Einträge in der Impfsparte haben müssen, aber es war eine vorhanden und eine Wurmkur hat der Hund auch noch nie genossen. Also wird demnächst ein Gang zum Tierarzt folgen und das wird auf jeden Fall noch nachgeholt!

- Die Sache mit dem Chip

Naja, wenigstens hier lag die Wahrheit wirklich mal in dem, was auch vorhanden war. Mit in dem Hundeausweis eingetragen ist die Chip Nummer und die Erklärung, wo der Chip sich genau befindet. Beim genauen Hinfühlen, merkt man den auch. Mittlerweile ist der Hund nun auch bei der TASSO auf uns umgemeldet. Wenn der also mal reiß aus nimmt, weiß man, dass er zu uns gehört.


- Die Sache mit dem Hochspringen

Ich will nicht, dass der Hund an Leuten hoch springt. Erstens kann ich das selber nicht leiden und zweitens, würde er meine Kinder, besonders den Kleinen, so dabei umreißen. So sagen wir immer konsequent „nein“, wenn der Hund zum hochspringen ansetzt. Bloß wenn Besuch kommt springt der Hund natürlich auch denen hoch, doch die streicheln den Hund einfach und machen ihr „och wer bist du denn, ja du bist ja auch ganz feiner“ Hunde getätschel. Ich krieg dabei immer ein Horn und sage auch immer wieder, dass der Hund keine Menschen anspringen soll, aber wie das nunmal so ist, andere Leute interessiert das herzlich wenig.


Naja, wie dem auch sei. Das war mal wieder etwas Anderes von mir an dieser Stelle und ihr habt die Anfangszeit mit unserem Hund nun auch kennen lernen dürfen. Es wird sich mit der Zeit bestimmt noch mehr einpendeln. Ich hoffe es zumindest, besonders, was das Gehorchen angeht, denn zumindest die Grunderziehung, die muss einfach sitzen. Ich frage mich ehrlich, was in den ersten 2 Jahren mit dem Hund wohl gemacht wurde, anscheinend gar nix.
Aber wie dem auch sei. Der Hund ist jetzt halt da. Es taut so langsam aber sicher doch auf mit mir und man darf ja auch nicht vergessen, dass so ein Hund auch ein Lebewesen mit Gefühlen ist, den man nicht nach Lust und Laune immer hin und her geben kann. Also wird er die kommenden Jahre wohl mit uns verbringen und ich hoffe, dass es keine Zwischenfälle mit unseren Kindern geben wird.
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