Warte auf mich, lieber Butch,...
05.06.2004
Pro:
man muß lernen damit um zu gehen
Kontra:
Es ist so traurig
Empfehlenswert:
Nein
 Rottweiler02
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:122
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 55 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo alle zusammen, dieser Bericht ist kein sehr fröhlicher und schon gar nicht unbedeutsamer Bericht für mich. Es kostet mich viel Kraft und Überwindung, ihn zu verfassen und online zu stellen. Dennoch möchte ich es tun, damit ich es vielleicht etwas einfacher habe, die Geschehnisse zu verarbeiten. Wie der eine oder andere anhand meiner Visitenkarte oder von unserer HP weiß, liebe ich Rottweiler über alles. Seid es mir gedenkt, habe ich mich mit der Rasse befasst und einschlägige Erfahrungen zu diesem Hund im Freundes und Verwandtschaftskreis gesammelt. Als ich 18 Jahre war, hatte ich meine 1. eigene Bude und ich und mein jetziger Mann entschlossen uns dazu, einen Rotti in unser Leben zu holen. Nach reiflicher Überlegung und sammeln von Informationen, kauften wir uns im August`98 einen Rottweiler-Rüden, über eine Zeitungsanzeige. * Rotti-Rüde, 6 Mon., geimpft + entwurmt, umständehalber abzugeben, VB 250 DM. *
Markus fuhr dort hin, und aus lauter Mitleid musste er „Bob“ so wie er damals hieß, erlösen. Der arme Kerl war mit einem Kurzführer am Geländer angebunden und in einem sehr sehr schlechten Zustand. Die 1. Zeit mit „Butch“ so wie wir ihn nannten war nicht einfach. Die vorigen Besitzer hatten alle Arbeit geleistet das Tier zu „versauen“. Er muß sehr schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden/Tieren/Menschen gemacht haben. Den er war gegenüber allem Misstrauisch und teilweise sogar aggressiv. Butch schnappte nicht nur 1x nach uns,... Aber wir bekamen ihn mit sehr viel Liebe und Geduld hin und es war ein einziger Traumhund. Gut erzogen, Bild schön und eben eine treue und dankbare Seele.
Leider wurde unser „Baby“ nicht alt im Alter von 5,5 Jahren musste wir ihn von uns gehen lassen. Der 02.Juni.2003 war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Der Tod meines „Dicken“ ging mir so unendlich nah, ich war/bin verzweifelt und fast zerbrochen an seinem Ableben. Hier und jetzt möchte ich Euch über seine schwere Krankheit informieren und mir meinen Schmerz versuchen, von der Seele zu schreiben. Entschuldigt, falls mein Schreibstil vielleicht etwas konfus oder gar wirr erscheint, aber selbst 1 Jahr nach seinem Tod, ist es immer noch sehr sehr schwer für mich.
*** Lieber Butch,
Danke, daß wir an Deinem kurzen Leben Teil haben durften und Du uns viel Sonne und schöne Stunden in unsere Familie gegeben hast. Wir werden Dich ein leben lang nicht vergessen. Du bist und wahrst einzigartig. Es ist schwer, sich ein Leben ohne Dich vorzustellen, Du fehlst an allen Ecken und Enden. Es sind die Kleinigkeiten, die ein Vergessen von Dir unmöglich machen. Bei uns im Haus, ist es seid Deinem Tod so leer und trostlos geworden. Keiner ist mehr da, der einem schwanzwedelnd an der Türe begrüßt, keiner der schnarchend vor unserem Bett liegt, keiner der überall Haare verliert, keiner da, der bettelnd hinter einem in der Küche sitzt, keiner da, der einen tröstet, wenn man einsam oder traurig ist,.... Warum? Warum nur mußtest Du so schnell von uns gehen. Wir hofften und versuchten alles uns in der Macht stehende, dich gesund zu bekomme. Aber der blöde Krebs war einfach stärker. Die letzten 6 Wochen, als es Dir so schlecht erging, als Du täglich nur noch erbrachst und Durchfall hattest, waren für uns alle sehr sehr Nervenaufreibend. Die vielen Tierarztbesuche und das ständige Hoffen und Bangen machten uns fast krank. Kein Tierarzt konnte uns sagen, was dir fehlt, keiner konnte Dein Leiden auf Dauer beheben. Alles war nur von kurzer Zeit. Du wurdest von Tag zu Tag wenig, konntest kaum noch mehr gehen,... Es war so traurig, dich immer schmäler und schmäler werden zu sehen. Am Tag Deines Gehens, hattest Du gerade noch 35,2 kg,... (in der Hochphase waren es 48 kg) Erst heute wissen wir, was Du für ein schweres Leiden gehabt hast und das Dir keiner auf dieser Welt hätte helfen können. Wir werde nie und nimmer vergessen, wie Du das letzte mal uns angesehen hast, Dich verabschiedest hast und von uns gingst. Als die Tierärztin, während Deiner Pathologischen OP anrief und sagte das Deine Leber komplett zersetzt ist und du einen Tumor in der Milz hast, war uns sofort klar, daß Du nie wieder heim kehren wirst. Wir ließen dich sanft und ohne Schmerzen einschlafen, daß hattest Du verdient. Du mußt gewußt haben, daß Du uns "heute" verlässt, den so intensiv hast Du einen Spaziergang noch nie genossen, auch so wie Du uns das letzte mal angesehen hast,... Wir glauben, daß Du gespürt hast, das die Zeit gekommen bist. Lieber Butch, bitte paß gut auf alle unsere Lieben im Himmel auf und warte auf uns, den irgendwann wird es ein Wiedersehen geben, da sind wir uns ganz sicher. Wache bitte stets über uns. DANKE, daß Du unser Wegbegleiter, Bester-Freund und "Baby" warst. Für uns bist Du ein kleines Engelchen das ständig über uns wachst.
*** Ich habe für Butch eine Virtuelle Grabstätte eingerichtet, wenn du möchtest, kannst du ihm dort eine kleine Kerze entzünden,... http://friedhof.ksgemeinde.de/cgi-bin/show.pl?action=detail&anzeige=1066326232
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13.11.2005 17:56
ja, die lieben Hunde....ich hab schon Angst vor dem Tag an dem unser Pups dahingeht....
11.11.2005 14:39
sorry habe jetzt nicht im detail gelesen, da ich angeschlagen leicht depressiv bin. lg curd
08.11.2005 14:47
Ich kann dich gut verstehen. Und weiß wie man sich fühlt. Dein Bericht ist sehr gefühlvoll.Ich finde es immer schwer soetwas zu bewerten. Lg svenja