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Wie aus Gorby eine Lady wurde

5  01.11.2006

Pro:
Sie können helfen ein Leben zu verändern,

Kontra:
Für mich nichts . Ich liebe meine Hunde

Empfehlenswert: Ja 

Empoyerment

Über sich: Die Ukraine verbrennt zur EM 2012 Straßenhunde und - Katzen bei lebendigem Leib.Funktionäre, Sportle...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 120 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo, mein Name ist Lady. Ich bin ein Schäferhund-Husky Mix. Meine Mama war ein Husky und mein Papa ein wunderschöner altdeutscher Langhaar Schäferhund.Ich wohne seit dem 20.07.1996 bei meinem Frauchen. Geboren wurde ich am 01.06.1996. Doch von Anfang an….

Meine neuen Zweibeiner, sind seit 1986 verheiratet. Bei ihnen wohnte schon eine Cocker Dame mit Namen Hexe. Mein neues Herrchen, wollte aber immer einen richtigen Hund haben. Mein neues Frauchen lies sich überreden, und im Reviermarkt, fanden sie eine Anzeige, in der unser Wurf als Unfall bezeichnet wurde, da unsere Züchterin Huskies und Schäferhunde züchtete.
Selber Schuld wenn sie nicht richtig aufpasst. Mit hat es nichts ausgemacht.

Herrchen und Frauchen kamen also zu unserem Zwinger. Da in der Wohnung meiner neuen Zweibeiner auch noch zwei weibliche Katzen wohnten, bestand Herrchen auf einen männlichen Hund.
Die Züchterin pries mich an und Herrchen verliebte sich sofort in mich. Schnell wurden sich meine Zweibeiner mit der Züchterin einig, und für 200 DM, änderte sich mein Lebensmittelpunkt.
Die Fahrt in mein neues zuhause habe ich gut überstanden. Unterwegs wurden schon einmal Namen überlegt. Frauchen entschied sich für Gorby. Ich fand das ja nicht so toll, aber dass sollte sich auch schnell wieder ändern….

Im neuen zuhause angekommen, hatte ich erst einmal eine unliebsame Begegnung mit Hexe. Diese alte Zicke, kläffte mich sofort an. Sie wollte keinen anderen Hund neben sich dulden. Glücklicherweise hatten Herrchen und Frauchen sehr viel Geduld und wir zwei Vierbeiner gewöhnten uns aneinander.
Ich lernte Hexe sogar zu lieben. Sie wurde eine Hundemama für mich. Im hohen Rentenalter von 15 Jahren verließ Hexe uns und ging in den Hundehimmel. Es war das Jahr 2000. Dieses Jahr war für uns alle schrecklich, doch dazu später…

Am nächsten Tag ging mein neues Herrchen mit mir zum Tierarzt, um mich impfen zu lassen. Stolz präsentierte er dem Dr. Bruckmann seinen Hund Gorby. Leider konnte sich der gute Doc, das Lachen nicht verkneifen. Die Züchterin hatte nämlich Herrchen und Frauchen reingelegt. Sie hatten auch überhaupt keine Ahnung. Ich bin nämlich eine Lady. Dies wurde auch dann mein Name.
Glücklicherweise hatte Herrchen die Enttäuschung schnell überwunden, und mich nicht umgetauscht.

Die nächsten vier Jahre hatte ich ein tolles Hundeleben. Herrchen war Selbstständig. Da es von Anfang an klar war, dass ich Herrchens Hund bin, durfte ich jeden Tag mit ins Büro fahren. Herrchen hatte zwei Stunden Mittagspause. Die nutzten wir um in die nahe liegende Heide zu gehen. Dort fand ich viele Hundefreunde, mit denen ich toben konnte. Doof war, das Herrchen beschlossen hatte mit mir in eine Hundeschule zu gehen. Ich fand den Kram da ziemlich langweilig, aber ich machte gute Miene zu diesem Spiel.

Der bisherige Höhepunkt in meinem Hundeleben, war der Januar 2000. Glücklicherweise ist mein Frauchen ein Biathlon Fan. Zu ihrem Geburtstag hatte sie es durchgesetzt, das wir nach Ruhpolding fahren. Schnee, Schnee und noch Mals Schnee. Das richtige für einen halben Husky.

Die glücklichen Tage dauerten nicht mehr lange.
Am 15. Februar 2000, fuhr ich mit Herrchen wieder ins Büro. Auf der Autobahn passierte dann das schreckliche. Ich habe nicht gesehen wie es passiert ist. Ich habe nur einen lauten Knall gehört. Dann war ich im Fußraum eingeklemmt. Mein Herrchen ist auf einen LKW aufgefahren. Ich habe genau gehört, dass er noch lebte, ich konnte ihm aber nicht helfen, weil ich eingeklemmt war. Dann fing auch noch das Auto an zu brennen.

Nach ganz langer Zeit haben sie uns beide befreien können. Mein Herrchen war auch eingeklemmt gewesen.
Ich sah mein Herrchen auf einer Bahre auf der Autobahn liegen. Dann kam ein schwarzes Auto und ich habe mein Herrchen nie wieder gesehen.

Mich haben die Polizisten, dann erst einmal in ein Auto gepackt und ins Tierheim gebracht. Sie wussten ja noch nicht wo ich wohne und ob mein Frauchen mich überhaupt haben wollte. Nach zwei Tagen holten mich Freunde von meinen Zweibeinern ab, und brachten mich nach Hause.

Ich hatte erst einmal mächtig Angst vor Frauchen. Sie hatte ja ihre Hexe. Würde sie mir verzeihen, dass ich nicht auf Herrchen aufpassen konnte?

Die ersten Tage kamen dann immer Freunde, die mit Hexe und mir spazieren gegangen sind. Ich beobachtete Frauchen immer aus der Ferne.
Irgendwann setzte Frauchen sich zu mir auf den Boden und unterhielt sich mit mir. Ich habe nicht alles verstanden. Nur das Frauchen sagte, sie wolle mich behalten und wir müssten uns nun zusammen raufen. Sie ging dann auch mit mir in eine Hundeschule, die ihr half, dass wir uns wieder aneinander gewöhnen. Mir half sie, meine Angst vor LKWs und Feuer zu verlieren.
Im August des gleichen Jahres wurde Hexe dann auch noch ganz krank. Sie starb dann auch ganz schnell. Sie ist jetzt im Hundehimmel und kann mit Herrchen spielen.

Frauchen überlegte mit uns weg zu ziehen. Sie wollte zu ihrer Freundin in die Türkei. Zuerst sollten wir für 6 Wochen bei Freunden in Deutschland untergebracht werden. Frauchen wollte alles regeln, dann wiederkommen und dann später mit uns auswandern.

Einen Tag bevor Frauchen geflogen ist, passierte es. Wir gingen im Wald spazieren und plötzlich stand ein Schäferhundmann vor mir. Er hieß Rex. Ich verstand mich sofort super mit ihm. Sein Herrchen verliebte sich sofort in mein Frauchen.
Wir gingen den ganzen Nachmittag gemeinsam spazieren. Ich konnte viel mit Rex toben. Abends saßen Mein Frauchen und Rex Herrchen noch lange im offenen Kofferraum von Frauchens Kombi und unterhielten sich.

Frauchen flog trotzdem in die Türkei. Ich weiß nur dass Frauchen bei ihrer Rückkehr eine sehr hohe Handyrechnung hatte. Als Frauchen mich wieder abholte waren Rex und sein Herrchen dabei. Riesengroße Hundefreunde.

Ein halbes Jahr später zogen Rex und sein Herrchen zu uns. Im April 2004 kam dann Ronja zu uns, weil Frauchen doch wieder einen kleinen Kuschelhund haben wollte. Im Juni 2004 haben wir uns dann alle geheiratet.

Im September 2004 machten Herrchen und Frauchen ihre Hochzeitsreise zur Isle of Man. Rex, Ronja und ich kamen dann in eine Hundepension.
Leider sollten Herrchen und Frauchen Rex nie wieder sehen. Er war inzwischen auch schon 14 Jahre. Er bekam eine Magenumdrehung. Weil er schon ein schwaches Herz hatte, ist er bei der OP gestorben.

Jetzt habe ich getrauert. Meine große Liebe war tot. Ich habe nicht mehr gegessen und wurde krank. Horchen und Frauchen konnten sich das nicht lange mit ansehen. Sie fuhren mit mir in die Tierpension, in der wir manchmal Urlaub machten. Dort waren ganz viele schwer vermittelbare Hunde, aus dem Tierheim Düsseldorf untergebracht.
Ich durfte mir meinen neuen Partner aussuchen. Ich entschied mich für Herrn Müller ( der hieß schon so). Einen damals acht Jahre alten Bernhardiner-Schäferhund Mischling. Der arme Kerl war schon sechs Jahre im Tierheim. Weil er so groß war, wollte ihn keiner haben. Ich wollte ihn und durfte ihn auch mit nach Hause nehmen.
Herr Müller wohnt immer noch bei uns und passt wunderbar in unsere kleine Familie.

Inzwischen bin ich zehn Jahre alt und leider sehr krank. Ich habe ganz doll HD. Schon nach kurzen Spaziergängen kann es passieren, dass ich ein paar Tage ganz doll humpele. Aber ich bin hart im nehmen. Ich jammere nur ganz selten.
Leider klemmen sich durch die HD meine Nerve manchmal ein. Auch die über meiner Blase. Dann liege ich und verliere mein Pipi.
Frauchen reagiert dann ganz liebevoll. Sie tröstet mich, schimpft nicht mit mir und wischt ganz ruhig meine Pfütze auf.

Ganz doll freue ich mich, wenn mein Frauchen abends auf der Couch sitzt, mich ruft und mit mir spricht. Wir schmusen dann zusammen. Fauchen sagt dann ich sei ihr großes Mädchen. Immer wieder betont sie dann, dass sie froh st dass sie mich hat und wir uns nach dem Tod von meinem ersten Herrchen, so gut zusammen gerauft haben. Ich weiß auch genau, dass ich trotz Ronja, Frauchens Nr. 1 bin. Ich hoffe, dass unsere Hunde-Menschen Familie noch lange so zusammen bleiben kann.

So mit kann ich nur fünft Sterne vergeben, denn wir ihr gelesen habt, können Hunde besonders Hilfreich sein für Menschen. Ich zumindest habe Frauchen geholfen, ein neues Leben zu beginnen.


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Mein Lieblingsschlafplatz vor der Eingangstüre
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Klopsie

Klopsie

12.03.2011 09:50

Ein besonders hilfreicher Bericht! Liebe Grüße...Bernd

esposa1969

esposa1969

19.02.2011 10:06

lustig

t.schlumpf

t.schlumpf

02.11.2007 13:16

Der Bericht geht richtig unter die Haut, lg Tanja

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