Für ne 125er wirklich gut.
24.04.2008
Pro:
Motor, Optik, Verbrauch,
Kontra:
Verarbeitung, Gewicht
Empfehlenswert:
Ja
 nicototal
Über sich:
Mitglied seit:19.04.2006
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 16 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich habe mir die Hyosung GT 125 Naked vor etwa 2 Monaten gebraucht gekauft. Die Farbe nennt sich "Deep Blue" also ein dunkleres Blau. Die Hyosung ist Baujahr 2004 und hatte als ich sie kaufte ca. 4000 km gelaufen. Inzwischen bin ich schon 2000 km damit gefahren. Im großen und ganzen kann ich sagen ist es ein gutes Moped. Motor: Ein Mächtiger 2 Zylinder Motor was eigentlich selten ist bei 125er Modellen. Durch diesen groß wirkenden Motor meint man auf den 1. Blick es handelt sich um eine 600er Maschine. Die Hyosung muss man wenn der Motor kalt ist etwa 10 km mit voll gezogenem Choke fahren, sonst zieht sie wirklichgarnichts. Danach läuft sie wie ne 1 ! Die hyosung ist in den Papieren mit 110 km/h Topspeed eingetragen, wenn man es aber eine weile Ziehen lässt kommt man auf gute 120 Sachen. Anzug ist für eine 4 Takter akzeptabel. Ab 8000 Touren kommt sie aber erst richtig - Leider ist bei 10000 schon wieder Schluss und man muss hochschalten. Aber der Motor ist wirklich zuverlässig, springt immer an und auch bei längeren Fahrten hat er mich noch nicht im Stich gelassen.
Getriebe: Schaltet Butterweich, wirklich sehr gut. Man kann wirklich schön mit Gefühl schalten, nicht knochig, hakelt nix u.s.w. Beim Runterschalten sollte man aber mit Zwischengas arbeiten, sonst macht die Koreanerin Geräusche und ruckt etwas. Was mich persönlich sehr stark gestört hat, dass zwischen Fußraste und Schalthebel sehr wenig platz ist, d.h. man schaltet mit dem halben Fuß statt mit der Fußspitze. Aber man gewöhnt sich an alles. Fahrwerk: Weiches Fahrwerk, dennoch sportlich, Wirklich sehr bequem. Man spürt die Straße, aber das Zentralfederbein hinten und die Vordergabel schlagen nicht durch. Sehr gut abgestimmt.
Optik: Sehr Bullig, fetter Chrom Endtopf mit klasse Sound, Großer Klarglas Scheinwerfer vorne, Bulliger 17 Liter Tank, Dicker Motor mit 2 Zylindern, vorne 110er Reifen und hinten ein dicker 150er Schlappen. Super Auftritt, muss man sich wirklich nicht verstecken. Instrumente: Die Hyosung ist recht luxuriös mit einem Drehzahlmesser, Tacho und sogar einer Tankanzeige ausgestattet.
Nun zu den Negativen Seiten der Hyosung: - Tankanzeige viel bei mir schon nach 4000 km aus. -> Kaputt kostet 50 € - Die Verarbeitung ist ein Witz, gut das Bike kostet gerademal schlappe 3000 €, dennoch fängt sie jetzt nach 4 Jahren (Garagenfahrzeug) schon an zu rosten. Ist zwar nur Flugrost aber trotzdem. Jede Schweißnaht hat Rostansätze. Dann hat die Hyosung noch zahlreiche Spezialschrauebn die man erstmal bearbeite ndarf, damit man sie mit handelsüblichem Werkzeug auf bekommt. Und die Konstruktion z.b. wie der Luftfilter auf dem Vergaser sitzt ist derart von kompliziert gebaut, dass selbst ein erfahrener Schrauber 5 Minuten zu fummeln hat für eine Sache die gerademal 30 Sekunden geht. Um die Zündkerzen zu wechseln muss Sitzbank, Tank und Luftfilterbox demontiert werden... Aber das wars dann auch schon.
Wie schon oben erwähnt, im großen und ganzen ein gelungenes Moped, pflegeleicht, zuverlässig,sparsam (4 Liter /100 km), schöne Optik, geiler Sound und das alles für gerademal ca. 3000 € .
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25.04.2008 09:00
Guter Bericht sehr Interessant. Spezialschrauben aus dem Hause Hyosung sind natürlich lästig, wenn man(n) mal schnell etwas reparieren möchte. dlü