Kurze Vorgeschichte: Ich lebe momentan mit meiner Ehefrau in Scheidung. Wir haben uns geeinigt, dass Sie Auto, Möbel, Ausgleichszahlungen etc. erhält und ich im Gegenzug das Haus, welches zur Hälfte etwa fertig gebaut ist. Da meine noch Ehefrau in 2 Hauskrediten zu jeweils 1/3 Mitschuldnerin ist, möchte sie nun die Schuldhaftentlassung, ehe Sie den Ehevertrag unterschreibt und es dannach zur Scheidung kommen kann. Dies ist aus Ihrer Sicht nachvollziehbar, da Sie nach der Unterschrift des Ehevertrages auf weitere Ansprüche verzichtet, aber dann noch bezügl. der Schulden belastet werden könnte.
Bei der Schuldhaftentlassung kommt nun die Diba ins Spiel. Zunächst habe ich versucht, den Kredit alleinig auf mich weiter laufen zu lassen. Als Selbstständiger habe ich bei der Diba allerdings keine Chance, selbst bei einem weit überdurchschnittlichen Einkommen über die letzten 3 Jahre.
Den 2. Kreditantrag habe ich mit meinen Eltern (mein Vater war bereits schon mit 1/3 Mitschuldner), d.h. ich habe Ihnen zusätzlich meine Mutter als 2. "Sicherheit" angeboten. Hier kam ebenfalls eine Ablehnung, da meine Mutter bereits einen Schufa-Eintrag aufgrund eines anderen Kredits bei einer anderen Bank hat.
Letzte Möglichkeit, dachte ich zumindest, ist die vorzeitige Kündigung mit Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung, wie dies bei anderen Banken möglich ist. Diese Möglichkeit besteht bei der Diba aber nicht!
Was bleibt nun? Das Haus verkaufen, auch wenn ich die monatlichen Raten bezahlen kann. Es ist wirklich traurig, da ich, meine Eltern und Verwandte/Bekannte bereits sehr viel Zeit/Nerven und ich natürlich auch sehr viel Geld in das Haus gesteckt haben. Es ist mein Traumhaus, dass ich nun wahrscheinlich für einen Spotpreis bei der momentanen Immobiliensitutation verkaufen muss. Im Endefekt aus einem Grund: weil ich selbstständig bin! Soviel zum Thema Deutschland braucht mehr Unternehmer, die bereit sind Risiko einzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen treffen können! Wenn an anderer Stelle (Diba) solche, meiner Ansicht nach Fehlentscheidungen getroffen werden, ist man als Unternehmer leider machtlos. Dass die Motivation dann auf der Strecke bleibt ist klar.
Ich bin für jeden Rat dankbar, wie ich es vermeiden kann, das Haus verkaufen zu müssen. Noch habe ich nicht aufgegeben!
26.10.2009 12:53
Der Scheidungsfolgevereinbarung muss eine Bank nicht folgen. Das Problem läß sich nur lösen, wenn die Ehefrau sieht, dass Sie als Miteigentümerin Vermögensvernichtung mit einem Notverkauf betreibt. Im übrigen fallen bei diesem Notverkauf auch üppige Vorfälligkeitsentschädigungen an. Sinnvoll wäre es, die Ehefrau zivilrechtlich aus der Zahlung der Raten freizustellen und die Eigentumsübertragung erst vorzunehmen, wenn der Kredit aus der Zinsbindung ausläuft. Das kann man jetzt regeln. Das macht jeder Notar.
24.10.2009 13:46
Ein spezielles Problem ohne Lösungsansatz seitens der DiBa. Das kenn ich von denen gar nicht (bin auch Kunde). Aber gut, mal andere Erfahrungen zu lesen. Geh zum Anwalt oder eine Filialbank deines Vertrauens und lass dich beraten.
24.10.2009 12:06
Ich bin auch Selbständig. Mit meiner Hausbank gibt es keine Schwierigkeiten.Manche Sparen halt an der Falschen stelle.