INTO, Schüleraustausch

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Unsere Tochter hatte sich in 2006 für einen Schüleraustausch mit INTO entschieden, weil es über sie kaum schlechte Erfahrungsberichte in den Internet-Foren gab - außerdem reizte der Aufenthalt in New York. Die allgemeine Organisation lief ganz gut ab. Die Austauscheltern standen auch schon ... Bericht lesen





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1-6 von 16 Erfahrungsberichten    
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Komplette menschliche Enttäuschung
Erfahrungsbericht von bwette über INTO, Schüleraustausch
02.04.2009


Produktbewertung des Autors:   

Betreuung Vorbereitung: gut 
Betreuung vor Ort: sehr schlecht 
Kosten des Austauschprogrammes: angemessen 

Pro: Gute Organisation im Voraus, 5 Tage NYC
Kontra: komplette menschliche Enttäuschung, LEDIGLICH kommerzielle Austauschsorganisation

Empfehlenswert? nein 

Für diesen Bericht liegt eine Gegendarstellung eines Betroffenen vor. Sie ist zu finden unter dem Erfahrungsbericht. Gegendarstellung lesen

Kompletter Erfahrungsbericht

Unsere Tochter hatte sich in 2006 für einen Schüleraustausch mit INTO entschieden, weil es über sie kaum schlechte Erfahrungsberichte in den Internet-Foren gab - außerdem reizte der Aufenthalt in New York. Die allgemeine Organisation lief ganz gut ab. Die Austauscheltern standen auch schon im Januar 2007 fest. Die Visa-Anforderungen kamen unserer Meinung relativ spät - es passte, ganz klar - doch wir hätten lieber einen etwas längeren Zeitraum zur Verfügung gehabt, so dass man stressfreier die Fahrt nach Frankfurt zur amerikanischen Botschaft hätte planen können. Vor allem da ja auch in unserem Falle die Gastfamilie recht frühzeitig feststand.

Auch die Info, dass der Antrag für die Kreditkarte ruhig 3-4 Monate vor dem Abflug gestellt werden sollte (Gebühren für Visa etc werden am besten mit Kreditkarte bezahlt), wäre hilfreich gewesen.

Nach einem halben Jahr in den USA hatte unsere Tochter einen schweren Autounfall. Ihre Gastschwester ist gefahren und Sina saß auf der Beifahrerseite. Sie lag 2,5 Wochen im Koma mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma und sie geht noch heute 3 * die Woche zur Reha, zur Wiedererlangung der alten Fähigkeiten.

INTO informierte uns 12 Stunden nach dem Unfall telefonisch: man wisse auch nichts Genaueres, es bestünde aber keine Lebensgefahr. Wir konnten erst nach 5 Tagen in die USA fliegen, da wir noch keine neuen Pässe zur Einreise hatten. Wir flogen am 23.01. in die USA. Seit dem letzten Kontakt vom 21.01. zu INTO hörten w i r dann die nächsten 7 Tage nichts mehr von ihnen. Am 28.01. stellten wir die Lage vor Ort dar und baten INTO um Unterstützung. INTO antwortete, dass sie Kontakt zur CAREmed aufgenommen hätten. Ansonsten bedauerte man "das ist leider alles, was wir in diesem Moment von unserer Seite tun können." Nachdem wir zwischenzeitlich in der Uni-Klinik Knoxville mit Formularen (in englisch) der Versicherungen und der Klinik bombardiert wurden, schrieben wir am 31.01.erneut an INTO (Zitat):


"Heute habe ich Ihnen die Unterlagen einer offenbar von der Versicherung CAREMed beauftragten Organisation gefaxt.

Sie werden sicher Verständnis haben, dass wir uns nicht in der Lage sehen, sowohl die medizinischen als auch juristischen Erklärungen und Fragen in einer uns doch weitgehend fremden Sprache zu verstehen.

Wir möchten Sie daher bitten, uns die für uns relevanten Seiten zu übersetzen und gegebenenfalls zu erläutern.Wir hätten es außerdem begrüßt, wenn wir von INTO oder ihrer Partnerorganisation AISE hier im Krankenhaus Unterstützung hinsichtlich der rechtlichen und finanziellen Situation bekommen hätten.

Ich denke, es müste doch auch ihrer Organisation langsam klar sein, dass es sich bei der Erkrankung unserer Tochter nicht um einen harmlosen Schnupfen handelt, sondern sie seit 2 Wochen mit schweren Hirnverletzungen im Koma liegt, wobei der weitere Werdegang noch gar nicht abzuschätzen ist."

Leider wurde unserer Bitte nach Übersetzung der Faxe nicht erfüllt. Stattdessen wurde uns in mehren Mails "jedwede Unterstützung - soweit möglich" zugesagt.
In unserem konkreten Fall hätte die Übersetzung der Faxe gereicht. Blumige Floskeln halfen uns zum damaligen Zeitpunkt wirklich nicht weiter.

Auf unsere Frage, ob denn die Partnerorganisation AISE nicht mit uns Kontakt aufnehmen könnte - hatte INTO reagiert und AISE schickte einen Mitarbeiter zu uns in die Klinik, der aber auch nur englisch sprach. Für ihn war es aber eher ein Pflichtbesuch, denn nach kurzer Unterhaltung zur Sache unterhielt er sich dann am Krankenbett mit dem Gastvater über irgendwelche Sportereignisse.

Wir fühlten uns - selbstverständlich spielte unsere emotionale Stimmung auch eine Rolle - von INTO nicht gut betreut. Klar, man kümmerte sich um die Anfragen, und beantwortete diese auch. Aber das hielten wir auch für selbstverständlich. Und für Selbstverständlichkeiten vergeben wir keine Punkte.

Diesen Sachverhalt schilderten wir dann später Sina und im Januar hat Sina dann auch bei dooyoo eine Bewertung für INTO abgeben mit immerhin noch 2 Sternchen und halt mit der Meinung, dass man menschlich enttäuscht war. Kurz danach erhielt sie von INTO die Aufforderung bis zu einem bestimmten Termin ihre Bewertung zurückzunehmen, da man sonst wegen Rufschädigung rechtliche Schritte erwägen würde . Sie wüßte ja nichts von den "ganzen" Mails, da sie ja im Koma gelegen hätte.

Da wir im Urlaub waren und um ihr weitere Aufregung zu ersparen, veranlassten wir unsere Tochter, die Bewertung zurückzunehmen. Doch dieses Schreiben hat uns als Eltern in die Pflicht genommen, eine Stellungnahme abzugeben.

Bei der Schwere des Unfalls (laut INTO hat's so etwas in 30 Jahren nicht gegeben) hätten wir es begrüßt, wenn ein Vertreter von INTO uns in Knoxville besucht hätte. Selbst die Flugkosten wären doch überschaubar geblieben, denn von einer Vergütung des von uns bezahlten Rückfluges haben wir bis heute nichts gesehen, da Sina mit einem Ambulanzflugzeug nach Deutschland zurückgeflogen wurde.

Der letzte telefonische Kontakt zu INTO war am 11.02.08 - also 2 Tage nach Sinas Ankunft in Deutschland. Bei diesem Telefonat stellte mein Mann in Aussicht zu prüfen, ob INTO uns gegenüber ihrer Informationspflicht nachgekommen sei, dass unsere Tochter in den USA mit einem völlig unterversicherten (50.000 $) Fahrzeug permanent zur Schule gefahren wurde. Gerade unter dem Aspekt, dass in Deutschland der Schulweg in besonderem Maße versichert ist und sich auch die Autohaftpflichtversicherungen in anderen Größenordnungen abspielen.

Diese Frage beinhaltete für INTO wohl eine Schadensersatzforderung und brach aus diesem Grunde den Kontakt ab.
Zitat: "...anlässlich unserer Frage nach deinem Befinden als Antwort eine Drohung für Schadensersatz erhielten, sahen wir von weiterer Kontaktaufnahme ab."

Ein Kontakt zu Sina wäre unseres Erachtens immer noch denkbar gewesen.

Dafür kam stattdessen im Sommer vergangenen Jahres die Bescheinung eines "erfolgreich absolvierten Schüleraustausches".

Na ja - und die 2. Kontaktaufnahme war eben die Androhung, gegen sie gerichtlich vorzugehen. So kann man sich auch vor negativeren Beurteilungen schützen und die menschliche Enttäuschung müssen wir an dieser Stelle aufrecht erhalten. Man vertraut schließlich der Organisation, aber man muss doch feststellen, dass es eine rein kommerzielle Angelegenheit ist.   

Gegendarstellung eines Betroffenen
Am 2. April 2009 verfassten die Eltern von Sina den Bericht „Komplette menschliche Enttäuschung“ über into Schüleraustausch unter dem Forum „ciao“. Bezeichnend ist, dass die Eheleute ihren Eintrag schon mehrfach verändert und dabei einige der Anschuldigungen entfernt bzw. „entschärft“ haben. Basiert die Wahrheit nicht auf Fakten und muss nicht ständig verändert werden? Trotz diesen Änderungen ist der Bericht weiterhin nicht korrekt und enthält gravierende Unwahrheiten. Deshalb müssen wir diese Gegendarstellung schreiben. Korrekt ist, dass am 11.02.08 - also 2 Tage nach Sinas Ankunft in Deutschland - der letzte telefonische Kontakt mit der Familie stattfand. Nach Sinas Rückkehr führten wir das letztes Telefonat mit den Eltern. Wir wollten nachhören, wie die Rückreise verlaufen war und wie es Sina ginge. Der Vater antwortete nur, er hoffe into sei gut versichert, er wolle into auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagen. Nach dieser für uns nicht erwarteten „Abfuhr“ sahen wir von weiterer Kontaktaufnahme ab. Vor dieser Drohung standen wir seit dem 17.01.08 bis zum 11.02.08 in ständigem und intensiven Kotakt mit den Eltern, der Krankenversicherung, der US-Partnerorganisation, sowie der Gastfamilie. Diese Kontakte sind dokumentiert und nachweisbar. Richtig ist, dass into nach 33 Email-Kontakten, 10 Telefonaten sowie zahllosen nicht dokumentierten Mails und Telefongesprächen den Kontakt aufgrund der ablehnenden Haltung der Eltern ab dem 11.2.08 eingestellt hatte. Tatsache ist, dass Sina einen Autounfall erlitten hatte, bei dem ihre Gastschwester gefahren war. Tatsache ist weiter, dass Sinas Krankenversicherung von uns sofort eingeschaltet wurde und vor Ort alles geregelt hatte, und zwar auf unbürokratische und kundenfreundliche Weise. Es wurde sogar ein Dolmetscher engagiert, um die Mutter im Krankenhaus zu unterstützen. Der Dolmetscher hätte auf Anfrage jedes Dokument kostenlos übersetzt, aber natürlich hätten auch wir von into Schüleraustausch entsprechende Dokumente übersetzt. Die von der Mutter verschickten Faxe sind nie bei uns eingegangen. Richtig ist, dass wir "jedwede Unterstützung - soweit möglich" zugesagt haben. Diese Unterstützung hätte natürlich auch für die Übersetzungen gegolten, hätten wir sie denn erhalten. Weiter schrieben die Eheleute, dass sie erst nach fünf Tagen in die USA hätten reisen können, da sie keine Reisepässe besaßen. Die Beantragung und Ausstellung eines Reisepass zählt wahrlich nicht zu den Aufgaben von into. Auch behaupteten sie, der PKW der Gastfamilie sei nur bis 50.000 Dollar versichert gewesen. Unabhängig davon ob dies stimmt oder nicht, hat into keinen Einfluss auf die private Autoversicherung eines amerikanischen Halters, und es wäre lebensfremd wenn man sich jedes Mal nach der Versicherungshöhe eines Fahrzeuges erkundigen würde, bevor man sich hineinsetzt und chauffieren lässt. Eine weitere unwahre Behauptung ist, dass into „nicht einmal das nicht benutzte Flugticket erstattet habe“. Richtig ist vielmehr, dass nur die Familie als Inhaber des Tickets dieses zur Erstattung einreichen kann. Offensichtlich hat die Familie dies versäumt und auch zu keiner Zeit weder bei uns noch beim Reisebüro eine Erstattung beantragt. Am 27. Januar 2009 erschien der von Sinas Eltern erwähnte Eintrag in dem Foren „dooyoo“. In diesem Eintrag behauptet Sina, into habe sich nach ihrem Autounfall in den USA kein einziges Mal nach ihr erkundigt, ihre Eltern hätten nur einen sehr nüchternen Anruf erhalten, dass ihre Tochter einen Autounfall erlitten habe, es aber nicht lebensbedrohlich sei. Sina behauptet, auf into sei kein Verlass wenn etwas schief gehe. Dies Behauptung ist unwahr. Sinas Unfall war ein schlimmes Ereignis und kein „Schiefgehen“ seitens into. Wir hatten Sina aufgefordert ihren unwahren Bericht zu löschen. Gleichzeitig beantragten wir bei dem Betreiber des Forums ebenfalls die Löschung, die daraufhin auch erfolgte. Richtig ist auch, dass wir inzwischen unseren Rechtsanwalt eingeschaltet haben. Hier wird ein Sündenbock von der Familie gesucht. Der Unfall des eigenen Kindes ist ein schlimme Erfahrung. Es ist offensichtlich leichter, wenn man die Schuldzuweisung an Jemanden weitergeben kann. Und da eignet sich nun mal die „böse kommerzielle“ Organisation into. Hätte es wirklich eine Veranlassung gegeben, into Versäumnisse oder Fehlverhalten vorzuwerfen, hätte der Familie der Rechtsweg zugestanden. Into Schüleraustausch

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