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Seit Anbeginn der Filmgeschichte haben es die Roboter den Filmemachern angetan. "Metropolis" (1927) war der Anbeginn und über die "Star Wars" und "Terminator" – Filme bis hin schließlich zum neusten Roboter Film "I, Robot". Sehr frei nach den Kurzgeschichten von Isaac Asimov hat Alex Proyas eine Geschichte um genau diese Kurzgeschichten gestrickt.
Chicago 2035: Roboter sind als freundliche Helfer der Menschen schon lange im Einsatz. Die Firma US-Robotics steht kurz davor, die größte Ladung von NS-5 – Robotern auszuliefern, wofür Firmenchef Lawrence Robertson (Bruce Greenwood) lange gearbeitet hat. Da kommt ihm der Selbstmord des Designers und Roboter-Schöpfers Alfred Lanning (James Cromwell) sehr ungelegen. Detective Del Spooner (Will Smith) untersucht den Fall und ist von Beginn an misstrauisch. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen durch die drei Gesetze der Robotik, steht Spooner den Robots skeptisch gegenüber. Er vermutet, dass ein NS-5 – Roboter der Mörder von Lanning ist, ein These, die die Psychologin Susan Calvin (Bridget Moynahan) bei US-Robotics völlig absurd findet. Doch durch Hinweise eines Hologramms von Lanning und das Verhör mit dem verdächtigen NS-5 kommt heraus, dass der Roboter Sonny heißt, Angst hat und träumt...
Regisseur Alex Proyas hat schon mit Filmen wie "The Crow" und "Dark City" bewiesen, dass er Zukunftswelten effektvoll und beeindruckend inszenieren kann. Auch hier kommt das zur Geltung. Proyas Chicago von 2035 ist eine tolle Mischung aus Zukunftsvision und heutigem Leben. Mit aufwändiger Ausstattung, rasanten Actionszenen voller Spezialeffekte schafft Proyas ein gelungenen Film, der allerdings dabei nicht die Story und die Message unterdrückt. Dabei kann der Regisseur sich besonders über einen sehr gut aufgelgten Hauptdarsteller verlassen, der neben dem Roboter Sonny absolut im Mittelpunkt steht.
Will Smith scheint wie geschaffen für diese Rolle. Wie man das aus vielen seiner Filme gewohnt ist, hat er immer einen feschen Spruch auf den Lippen und stolziert manchmal einfach nur cool durch die Szenerie. Aber das ist diesmal nicht alles, denn Smiths Charakter ist so angelegt, dass die Rolle viel stärker in die Tiefe geht und mit Hintergrund ausgestattet wird. So kann Smith wieder mal seine schauspielerischen Qualitäten (wie in "Der Staatsfeind Nr. 1") unter Beweis stellen und kaspert nicht nur durch den Film. Smith, dessen Figur eher misstrauisch gegenüber den Robots ist, gelingt es wirklich gut, auch diese Abneigung darzustellen. Damit trägt Smith ein hohes Gewicht auf seinen Schultern, welches er aber erstaunlicherweise problemlos stemmt.
Dabei werden die übrigen Darsteller leider ein wenig zu Statisten degradiert und können Smith in keiner Weise das Wasser reichen. Allein Bridget Moynahan schafft es, ihrer Rolle ein wenig Tiefe zu verleihen. Aber sie ist im Gegensatz zu Smith aber bei weitem nicht so wichtig für den Film, was man leider auch von Cromwell und Greenwood sagen muss, deren Rollen zu absoluten Nebendarstellern verkommen. Das ist eigentlich sehr schade, da die beiden männlichen Darsteller doch oft genug bewiesen haben, dass sie gute Darsteller sind.
Neben Smith spielt dann natürlich noch Alan Tudyk eine große Rolle, denn er spielte den Sonny vor (genau wie Andy Serkins den Gollum in HdR), bevor im Computer dann ein Robot daraus gemacht wurde. Aber es wurde nicht nur tricktechnisch wurde am Darsteller gearbeitet, sondern man sieht auch in den Bewegungen des Robots immer noch das Spiel eines Menschen und Tudyk gibt so dem Sonny auch wirklich starke Charakterzüge, die den Roboter nicht nur zu einer Maschine verkommen lässt.
Proyas setzt bei seinem Film nicht nur auf Effekte, sondern er hinterfragt auch die Thematik der Roboter. Dass dabei aus Asimovs Kurzgeschichten nur die drei Gesetze der Robotik und der Name das Hauptcharakters bleibt, ist in meinen Augen gar nicht so schlimm. Der Regisseur versucht in seinem Film, mehr als nur Action zu bieten und das gelingt ihm auch. Gerade durch die Vertiefung der Rolle von Will Smith, der Hintergrund verliehen wird und eine besondere Charaktertiefe, schafft Proyas es, die Menschen in den Vordergrund zu stellen und somit auch vieles, zum Beispiel auch eine mögliche Entwicklung der Menschheit, zu hinterfragen. Somit vergisst der Regisseur nicht die Darsteller bei allem Effektkino. Das liegt aber auch an dem guten Drehbuch von Jeff Vintar und Akiva Goldsman, mit dem es beide schaffen, die Story nicht nur in Action und Effekten verweilen zu lassen. Und gerade hier liegen die Stärken des Films, der kurzweilig und spannend bis zum Schluss ist.
Die Ausstattung des Films erinnert an viele sehr gute Science Fiktion Filme (mir fällt bes. "Minority Report" ein), der aber die heutige Zeit nicht einfach wegbläst, sondern eine mögliche Entwicklung auch auf dem technischen Sektor. Allerdings ist es mal wieder sehr schade, wie stark dann doch auch auf Schleichwerbung gesetzt wird und so begegnen dem Zuschauer immer wieder allzu bekannte Markennamen.
Kameratechnisch ist "I, Robot" sehr gut umgesetzt mit vielen schnellen Schnitten bei den Actionszenen, aber oftmals auch ruhigen Einstellungen, die die gesamte Szenerie einfangen. Dabei unterstützt der Soundtrack von Marco Beltrami (wie so oft bei solchen Filmen) die Bilder teilweise sehr genial.
Insgesamt gesehen ist "I, Robot" ein guter, unterhaltsamer und kurzweiliger Film, der glücklicherweise nicht nur auf Action und Effekte zielt, sondern auch die Menschen in den Vordergrund stellt und eine mögliche Entwicklung der Menschheit hinterfragt.
24.08.2004 23:28
..genau wie der gerade gelesene bericht zu ritter der t(schw)afelrunde auch sehr gelungen. ich les mal weiter bei dir.. ***liebe grüsse m.
16.08.2004 21:13
Hier hast du deine Meinung über den Film genial dargestellt. Mein Lob. Gruss, Gaara
16.08.2004 21:02
I-Robot geil gemacht, den könnte ich mir zuhause immer wieder und wieder reinziehen. UUUUUps verraten. Klasse Bericht. Grüße vom Pannemann