Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
spannend, Rätsel |
| Kontra: |
kleinere Längen zwischendurch, Preis |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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"Iacobus" ist ein 377 Seiten umfassender historischer Roman von Matilde Asensi. Die spanische Originalausgabe erschien im Jahr 2000 unter dem gleichen Titel.
Inhalt
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Die Auflösung und Zerschlagung des Templerordens sorgt zu Anfang des 14. Jahrhunderts für großes Aufsehen. Auf dem Scheiterhaufen prophezeit Jacques de Molay, der Großmeister des Templerordens, den für seine Hinrichtung Verantwortlichen, als da wären Papst Clemens V., König Philipp IV. der Schöne von Frankreich und dessen Siegelbewahrer Guillaume de Nogaret, dass sie innerhalb eines Jahres sterben werden, was dann tatsächlich auch geschah.
Nun liegt dem neuen Papst Johannes XXII. Ein Antrag aus Portugal vor, nachdem der Templerorden unter anderem Namen quasi neu gegründet werden soll.
Aus diesem Grund schickt der Heilige Vater nach Galcerán de Born, einem Ritter des Hospitaliterordens, der nach dem Sturz der Templer zum einflussreichsten Orden Europas aufgestiegen ist. Der Ritter, den man auch den "Perquisitore" - den Spurensucher - nennt, soll herausfinden, ob der Templerorden für den Tod der drei hochgestellten Persönlichkeiten verantwortlich ist.
Gemeinsam mit seinem Sohn Jonas nimmt er die Ermittlungen auf und es gelingt ihnen schnell, konkrete Spuren zu finden. Nachdem er dem Papst von den Ergebnissen seiner Untersuchungen berichtet hat, muss Galcerán de Born erfahren, nach was Johannes XXII. wirklich verlangt. Er will den Schatz der Templer. Und der "Perquisitore" mit seinem ausgeprägten Spürsinn und seinem umfangreichen Wissen über Symbolik scheint genau der Richtige zu sein, um das Gold aufzuspüren.
Galcerán de Born soll entlang des Pilgerwegs nach Santiago de Compostella Hinweisen nachgehen, wo die Templer ihre Reichtümer verborgen haben. Mit seinem Sohn und der hübschen jüdischen Zauberin Sara macht er sich auf den Weg und kann schon bald erste Erfolge feiern.
Doch ihre Reise ist nicht ganz ungefährlich. Abgesehen davon, dass die Verstecke des Goldes teilweise durch lebensgefährliche Fallen gesichert sind, sitzt ihm auch noch ein "Aufpasser" des Papstes im Nacken, der die Wanderer nicht aus den Augen lässt.
Und auch die nun im Verborgenen agierenden Mitglieder des verbotenen Templerordens sehen es verständlicherweise gar nicht gerne, wenn jemand ihre sorgsam versteckten Schätze raubt.
Meine Meinung
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Über den sagenumwobenen Orden der Tempelritter und seine unermesslichen Schätze existieren nahezu unzählige Roman. Die Thematik ist aber auch geradezu wie geschaffen, um daraus eine mitreißende und spannende Geschichte zu machen.
Und genau dies ist der Autorin Matilde Asensi mit "Iacobus" auch gelungen.
Im Grunde genommen besteht der Roman aus zwei Teilen. Zum einen aus der Suche nach der Verbindung der Templer mit den Morden an Papst Clemens V., König Philipp IV. dem Schönen von Frankreich und Guillaume de Nogaret, und zum anderen aus der Suche nach dem sagenhaften Schatz des Ordens der Tempelritter, in dem sogar die Bundeslade enthalten sein soll, in der die Tafeln aufbewahrt werden, auf denen Moses angeblich die zehn Gebote niedergeschrieben hat.
Zwar ist bei beiden Aufgaben detektivischer Spürsinn gefragt, jedoch jeweils in einer ganz anderen Richtung. Der erste Fall ist sozusagen der "Krimi-Teil", in dem es gilt, durch Hartnäckigkeit und Kombinationsgabe drei vermeintliche Morde aufzuklären.
Die Suche nach dem Schatz der Templer erinnert da schon ein wenig mehr an Indiana-Jones-Filme. Allerdings wird hier weniger Augenmerk auf die "Action" gelegt. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Entschlüsselung des Codes und der Methode der Templer, nach denen sie ihre Schätze an verschiedenen Stellen versteckt haben. Dabei spielen vor allem die verschiedensten christlichen und vorchristlichen Symbole eine wichtige Rolle.
Allein diese Entschlüsselung des Templercodes macht das Buch schon sehr interessant und packend, auch wenn für meinen Geschmack manchmal ein klein wenig mehr hätte los sein können. Die ständige Bedrohung durch die vom Papst abgestellten "Aufpasser" und die im Geheimen agierenden Templer tun aber ein Übriges, um den Roman spannend zu machen.
"Iacobus" ist aber nicht nur Abenteuer- und Detektivgeschichte. Auch die Liebe kommt selbstverständlich nicht zu kurz. Doch für die verbotene Liebe zwischen dem Mönchsritter Galcerán de Born und der Jüdin Sara scheint es keine Zukunft zu geben.
Daten
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Iacobus / Asensi, Matilde
Deutscher Taschenbuch Verlag, 2002
Taschenbuch, 377 Seiten
ISBN: 3-453-24336-8
Preis: 15,- Euro