Satirische Erzählungen ohne Witz
06.09.2009
Pro:
mmh . . .
Kontra:
Zieht einen nicht in den Bann und erzeugt auch kein Lachen .
Empfehlenswert:
Nein
 Tanja.12
Über sich:
Mitglied seit:31.01.2001
Erfahrungsberichte:65
Vertrauende:30
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 142 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Format und Seiten ********************* Das Format des broschierten Buches beträgt 12x19cm und die Seitenanzahl ist 151. Der Umschlag ist aus Tonkarton (wie bei einem Taschenbuch), der mit einer Kunststofflage überzogen ist. Diese ist überwiegend in gelb gehalten und auf der Vorder- und Rückseite ist jeweils die Autorin zu sehen – auf der Vorderseite lediglich in Form ihrer Augen. D.h. also mein Buch unterscheidet sich äußerlich von dem hier bei Ciao eingefügten Produktfoto, daher füge ich ein eigenes mit dazu. Das Buch hat die ISBN-Nr. 10: 3-936819-21-1 und ISBN-Nr. 13: 978-3-936819-21-2. Autorin und Verlag ********************* Das Buch ist im Muschel Verlag erschienen. Ich selbst besitze die bereits 6. Auflage, welche von 2007 ist. Die Autorin heißt Katinka Buddenkotte. Sie ist 33 Jahre alt und wohnt heute in Köln, nachdem sie bereits in Berlin, Hamburg, Los Angeles und Düsseldorf einige Zeit verbracht hat. Sie hat sich lange Zeit mit Gelegenheitsjobs herumgeschlagen (Call-Center, Messen, Jugendherbergen, Werbetexte) und ist nun vollberufliche Autorin.Inhalt und Aufbau ******************** „Ich hatte sie alle – Satirische Erzählungen“ - hört sich lustig an und man kann viel Fantasie ins Spiel bringen, was einen wohl bei diesem Buch erwartet. Nimmt man das Buch dann in die Hand, so stellt der Buchrücken ein bisschen mehr Informationen zur Verfügung: „Katinka Buddenkotte hatte sie alle: die schlimmsten Jobs, Lebensabschnittsgefährten, Liebesabenteuer, Ideen und weiblichen Schwächen. Und darüber berichtet sie so entzückend unaufgeregt, charmant und komisch zugleich, dass jede Zeile eine wahre Freude ist.“Ja, dachte ich mir, das hört sich noch immer lustig an, das wird sicherlich ein Buch zum Schmunzeln und in sich hinein Grinsen – wenn es mal nicht sogar den Schritt zum lauten Lachen schafft, was bei mir bisher nur wenige Bücher geschafft haben. Also fing ich gespannt und voller Vorfreude an zu lesen. Doch schon nach den ersten Seiten kam die Ernüchterung, die sich immer weiter verbreitete, je weiter ich las. Frau Buddenkotte berichtet in vielen kleinen Einzelstories, die man durchaus getrennt voneinander lesen kann, ohne dabei eine Reihenfolge einhalten zu müssen, von ihrem Leben. Wie gesagt, hat sie sich eine längere Zeit mit Gelegenheitsjobs herumgeschlagen und berichtet auch von diesen, sowie von ihren Bekannten und Freunden, vielen Therapiebesuchen und anderen komischen und teilweise sehr unrealistischen Situationen. Dabei versucht sie krampfhaft lustig zu sein und satirisch geprägte Phrasen mit hineinzubringen, doch so wirklich will es ihr nicht gelingen. Sie stellt sich immer wieder selbst ins schlechte Licht, da sie sich selbst zu der unteren Schicht der Gesellschaft zählt. Wahrscheinlich versucht sie sich hiermit auf den Spruch „man muss auch über sich selbst lachen können“ zu besinnen und geht davon aus, dass der Leser daher lachen sollte. Leider ist dies – zumindest bei mir – nicht der Fall. Egal, ob sie von ihrer Handtasche Taschi berichtet, die in der Therapiestunde ihre eigene Meinung äußert, oder aber von dem ersten Annäherungsversuch eines Jungen, während sie dabei Erdnussflips mit ihrer Spucke zusammenklebt, sie schafft es einfach nicht, mich mit ihren Worten zu fesseln oder mich gar zum Lachen zu bringen. Ich würde sagen, dass ich während der 151 Seiten ungefähr 3-4 mal geschmunzelt habe, leider hatte ich mir aber hier mehr erwartet. Preis ******* Die broschiert Version kostet 9,90 Euro. Wie ich bei Amazon gesehen habe, gibt es aber z.B. auch eine Taschenbuchausgabe für lediglich 7,95 Euro. Das Buch ist meiner Meinung nach diesen Preis nicht wert, denn für einen solchen Preis kann man heutzutage schon wirkliche Bestseller erwerben, die es sich tatsächlich zu lesen lohnt. Fazit ****** Leider kann dieses Buch mich nicht überzeugen. Unter dem lustigen und fantasieanregenden Titel hatte ich mir mehr vorgestellt. Es ist definitiv „leichte Kost“ und man muss sich nicht sonderlich beim Lesen konzentrieren, da es gut verständlich ist. Das war es aber leider auch schon. 20 Kurze Geschichten, die nett sind, aber nicht fesseln oder einen zum Lachen bringen. Da bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, wer die Referenz auf dem Buchrücken geschrieben hat. Die Autorin selbst?
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25.10.2009 23:11
Es gibt ja viele Autoren, die sich furchtbar witzig finden, es aber nicht sind. Guter Bericht!
11.09.2009 09:15
Eine Satire ohne Witz verfehlt natürlich etwas ihr Ziel... ;-) LG
09.09.2009 22:58
Das ist dann wohl nicht für mich. LG Marion