Ich nehme ab - und zwar wirklich
08.06.2005 (09.06.2005)
Pro:
viele Tipps, ansprechende Gestaltung, riesen Umfang, bodenständig
Kontra:
leider nur als Ringorder - u . U . vorsichtig blättern / eigentlich teuer
Empfehlenswert:
Ja
 germanos
Über sich:
Ich bin zum Teil ausgewandert in den Süden und habe somit zwei Wohnsitze. Bin leidenschaftlicher Rau...
Mitglied seit:12.07.2003
Erfahrungsberichte:10
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 26 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, hier mal ein Bericht von einer gewichtig geplagten Person: Nachdem ich nun über eine zeitlang recht viel zugenommen habe, habe ich mich dazu durchgerungen, etwas für meinen Körper zu tun. Nach reifer Rücksprache mit dem Arzt empfahl er mir diesen Ordner und bisher bin ich echt zufrieden.Zunächst mal die Fakten: Titel: Ich nehme ab - ein Dauerprogramm zum Abnehmen und Wohlfühlen Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Ernährung / www.dge.de Preis: 35 € Beziehen kann man den Ordner nur über die DGE, im Laden kriegt man ihn nicht. Versandkosten 3 €. Der Order ist stabil angefertigt und beherbergt innen 5 Abschnitte: Einführung, Ernährungstagebuch, Bewegungstagebuch, Programm und Rezepte.Insgesamt hat das Werk 112 Seiten plus 90 Seiten im Rezeptheft - also 202 Seiten, die aber keineswegs nur trockene Materie sind und eintöniges Lesen mit sich bringen, sondern aus dem Leben gegriffen sind und Spaß machen zu lesen. Vor allem - und das ist das wichtigste finde ich - alles in diesem Buch motiviert zum Abnehmen! Ich habe damals, als ich das Buch bekam mich sofort eingelesen und konnte es kaum abwarten, mit diesem Programm anzufangen. Jeder, der es mit dem Abnehmen nicht so hat, weiß genau, das dazu ganz viel gehört, so eine Motivation aufzubringen. Nach einem Inhaltsverzeichnis geht es weiter mit der Einführung, die man wiederum gegliedert hat in folgende Punkte: Mein Programm Essen und Trinken Bewegung Entspannung EssverhaltenBevor darauf eingegangen wird, kommt noch eine Seite Begrüßung, mit der Begründung zu diesem Order und den Zielen und Nicht-Zielen. MEIN PROGRAMM: Hier wird dem Leser ganz klar gesagt, dass man keine Wunder vollbringen kann und dass man nicht ruck zuck dünn wird. Vielmehr wird hier die Person, also man selbst in den Mittelpunkt gestellt und man wird darauf vorbereitet, was auf einen zu kommt. Erste Fragen werden gestellt, z.B. warum man abnehmen will - für sich oder für andere? Das Programm wird dann genauer vorgestellt und der Ablauf wird genauer erläutert - es ist kein Hau-Ruck Programm sondern ein Programm, was über 12 Wochen läuft. Man bekommt Tipps und praktische Ratschläge, wie man seinen BMI auswertet und wie man den günstigsten Startzeitpunkt wählt. Z. B. sollte man nicht vor einem Urlaub starten oder wenn gerade Beziehungsprobleme massiv auftreten. Genaue Beispiele werden aufgelistet. Dazu folgt noch die Beantwortung der Frage, ob man alleine abnehmen sollte oder sich in einer Gruppe organisieren soll. Hier folgt, wie immer am Ende und auch zwischendurch in einem Abschnitt, die Möglichkeit, sich Notizen zu vorgegebenen Fragen zu machen. Hierauf folgt eine Checkliste zu Essen und Trinken, in der man einen Einblick in das gesunde und vollwertige Essen bekommt. Man hat hier z.B. schon Mengenangaben dabei. Man bekommt diverse Zusammensetzungen von Nahrungsmittel (z.B. Brot) erläutert und wo die versteckten Fette sind. Verschiedene Kartoffelprodukte werden hier als Beispiel auf den Fettgehalt untersucht und dieses auf Portionen, die man zu sich nimmt, umgerechnet. Weiterhin folgt ein Exkurs durch das Obst und Gemüse, und das Trinken wird auseinander geklüsert, denn nicht alles ist wirklich gesund, auch wenn gesund draufsteht. Schonungslos werden versteckte Fette in den einzelnen Getränken und Säften aufgedeckt - ein Weißwein hat 20,4 g Fett - ein Eineierlikör dagegen "nur" 2,7 g Fett.Fleisch, Wurst, Käse und Fisch werden ebenfalls auseinander genommen und ich musste doch so manche erschreckende Wahrheit erfahren. Selbst mein morgendlicher Kaffee wurde mir madig gemacht, aber es gab eine Seite weiter schon wieder Abhilfe, so dass er mir weiterhin schmeckt. Ein fettreicher und ein fettarmer Tag werden gegenübergestellt und es folgt eine ausführliche Thematisierung über Fette und wie man sie ohne geschmackliche Einbußen umgehen kann. Auch hier wieder entsprechende Beispiele anhand von Tabellen. Dann gehts weiter über Süßes und wie man nicht darauf verzichten muss ( z.B.Weingummi darf man) und schließlich gelangen wir zu der Bewegung, mit der sich ja jeder von uns schwer tut. Man bekommt auch hier zunächst Hintergrundinfos und eine Tabelle mit Trainingsarten und den dazugehörigen Skalen für den Zeitaufwand , wenn man 300 kcal verbrennen möchte. Hier wird auch auf die Energieverbrennung eingegangen und das Wohlfühlen beim körperlichen Betätigen. Für sehr schwere Menschen gibt es noch mal ein extra Kapitel über leichte Ausdauersportarten, um die Gelenke zu schonen. Eine Einweisung in das Pulsmessen und Herzfrequenzen gibt es auch, sowie die optimalen Trainingszeiten für einen angenehme Betätigung. Nach dem Sport wird die Entspannung großgeschrieben, weil auch das wichtig ist. Man nimmt ja mit Geist, Körper und Seele ab, und nicht nur mit dem Körper.ERNÄHRUNGSTAGEBUCH: Hier sind einige Seiten mit Tabellen, in denen man seine Essgewohnheiten einträgt, um spezielle Vorlieben sichtbar zu machen. Die Notwendigkeit dafür wird in dem weiter unten beschrieben Punkt PROGRAMM erläutert und vorgestellt. BEWEGUNGSTAGEBUCH: Hier schreibt man wie oben seine Bewegungsaktivitäten auf (auch Treppensteigen). Erläuterung und Vorstellung bei dem Punkt PROGRAMM. PROGRAMM: Das Programm an sich untergliedert sich in 12 Punkte - passend zu den 12 Wochen. Im ersten Schritt beurteilt man sein Gewicht und bestimmt seine Ziele. Auf dem BMI wird genauer eingegangen und es findet sich ein Fragenkatalog, den man im Ordner beantworten kann. Neben der BMI-Skala gibt es die Gewichtskurve, in der man sein Gewicht per Kurve einmal wöchentlich Mittwochs morgens einträgt. Warum ausgerechnet am Mittwoch und warum morgens - dass müsst ihr schon selber lesen.Dann folgt Schritt 2 - sich beim Essen und Trinken beobachten. Hier wird erläutert, wieso man Übergewicht haben kann und eben warum es wichtig ist so ein Ernährungstagebuch zu führen. Schritt3 - Viel Trinken und sich mehr bewegen. Hier schreibt man konkrete Erfahrungen auf, die man mit Bewegung gemacht hat und wie viel man am Tag trinkt. Dazu führt man Menge, Art und Uhrzeit auf. Für schlechte "Sportler" gibt es spezielle Einsteigertipps, die mir auch sehr geholfen haben, vor allem weil sie wirklich was bringen. Eine Ankreuzliste gibt's auch wieder.Schritt 4 - auf der Suche nach dem Fett: Leute, was ihr hier erfahrt - ihr glaubt es kaum. Ihr bekommt konkrete Alternativen zu Fetten aufgezeigt und wie ihr Fett sparen könnt. Eine Anstatt - Tabelle hat man ebenfalls beigefügt und ich kann sagen - es lohnt sich wirklich, denn das Essen schmeckt. Schritt 5 - Schlank und satt mit Getreideerzeugnissen, Gemüse und Obst. Hier schreibt ihr zunächst wieder auf, wie alle bisher war, wie ihr euch fühlt und was man sich vornimmt. Dann gibt's es noch mal Alltagstipps und Beispiele gepaart mit einer auszufüllenden Checkliste. Neben den Einkaufs und Küchentipps gibt's auch Tipps zum satt werden.Schritt 6 - Dickmachende Gewohnheiten entdecken. Auch hier wieder die Möglichkeit, eine schriftliche Bilanz zu ziehen und einen schonungslos- die-Wahrheit-aufdeckenden-Fragenkatalog zu beantworten. Darauf basierend bekommt ihr Tipps, wie ihr solche Gewohnheiten ohne Stress ablegen könnt, bzw. wie man sie überlistet. Selbst Einladungen zu Festen und Feiern könnt ihr annehmen, denn hier bekommt ihr auch für solche Situationen einen "Schlachtplan". Auch die Tipps funktionieren - ich habe sie erfolgreich umgesetzt. Übrigens müsst ihr für eure dickmachenden Gewohnheiten selber Alternativen erarbeiten, die ihr im Ordner aufschreibt. Der 7. Schritt - Entspannen statt Essen bei Langeweile, Stress und Kummer - zieht zunächst wieder mit euch Bilanz, um euch anschließend mittels eines Stress-checks Entspannungsmethoden vorzustellen. Eine detaillierte Anleitung und einen Text zur progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen bekommt ihr ebenfalls. Am Ende schreibt ihr auf, was bei euch Stress auslöst und ihr erarbeitet für euch eine Entspannungsmethode, die Ihr dort schriftlich festhaltet.Im 8. Schritt - mit Krisen richtig umgehen - bekommt ihr nach der Bilanz - Ziehung den Rückhalt bei Misserfolgen, z.B. bei Gewichtsstillstand oder Zunahme oder Rückfälle in alte Gewohnheite. Es folgen Tipps, die einen wieder motivieren. Schritt 9 - ich sage nie mehr nie! Ihr zieht wieder Bilanz und werdet auf das richtige Maß an Konsequenz vorbereitet. Denn Übertriebenheit bringt gar nichts - am Ende nur Stress und Unausgeglichenheit - und kaum Gewichtsverlust. Ihr bekommt das Handwerkszeug für das richte Maß an Kontrolle und Vorsätzen. Ich sollt euch nämlich nicht alles verbieten. Damit ihr da gar nicht erst reinfallt, werden euch Mittel und Wege aufgezeigt, wie ihr bei rigiden Vorsätzen flexibel reagieren könnt, z.B. ich ess nie mehr Kuchen, sondern ich esse diesen Monat nicht mehr als 8 Stücke K uchen - egal wann und wieviel davon am welchem Tag. Mittels einiger rigider Sätze sollt ihr flexible Ideen finden und diese notieren. Dazu bekommt ihr die 7 Genussregeln und wie ihr sie beim Essen erfahren könnt.Der Schritt 10 - positiv denken - lehrt euch aus einem Pessimisten ein Optimist zu werden, indem ihr euch selber in den Mittelpunkt stellt. Wie das geht? Tja - das lest ihr in dem Ordner. 11. Schritt - Sich Gutes tun. Anhand einer Trefferliste könnt ihr ankreuzen, was euch schon alles gelungen ist während der Gewichtsabnahme, z. Gewicht gehalten, langsamer essen, regelmäßiges Sport treiben etc, pp. Diese Liste sollt ihr vervollständigen und auch auf kleine Erfolge hinweisen, die ihr euch belohnen könnt. Dafür gibt es extra eine Belohnungliste (z.B. Blumen, neue Hose etc.), die ihr auch ergänzen sollt.Der letzte Schritt - Nr.12 - Ziel erreicht - was nun? Hier bekommt ihr die Anerkennung für euer erreichtes Ziel, ob 5 oder 20 kg, egal wie groß das Ziel war - es wir gratuliert. Aber auch die ganzen Gewohnheiten die man abgelegt hatte oder die Essveränderungen werden anerkannt. Last but not least ist im Anhang das Rezepteheft zu finden, das sich in Frühstück, Snacks und Drinks, vegetarische Gerichte, Gerichte mit Fleisch, Gerichte mit Fisch, Salate und Kaltes, sowie Dessert und Gebäck untergliedert.Ein Fazit von mir: Für mich hat sich die Anschaffung des eigentlich teuren Ringordners bewährt. Ich habe damit bereits letztes Jahr erfolgreich abgenommen und bin zur Zeit wieder dran, um noch ein wenig mehr abzuspecken. Der Ordner ist stabil und überlebt die Küche mit ihren Dämpfen und Co. Der Pappdeckel ist abwaschbar und die Metallringe innen sind gut gearbeitet. Sie gehen also nach dem 5ten Auf und Zu machen nicht kaputt. Die Blätter sind zwar aus einem stabilen Papier, aber man sollte trotzdem vorsichtig umblättern, um sie nicht doch wegen der Ringe einzureißen. Während der gesamten Seiten hat man immer wieder die Möglichkeit, sich eigene Notizen zu machen und durch die zu beantworten Fragen und Checklisten wird man aktiv miteinbezogen. So wird es einem auch nicht langweilig und man überdenkt sein Ernährungs und Essverhalten. Die angegeben Rezepte schmecken mir, wobei ich aber kein Fisch-Fan bin, diese kann ich also nicht bewerten, weil ich sie nicht gemacht habe. Der Gesamte Ordner ist auf dem Boden der Tatsachen geblieben und es werden keine Versprechen gemacht. Vor allem gefällt mir, dass das Programm ganzheitlich ist, wie ich schon oben mal erwähnt hatte. Es wird etwas für Geist, Körper und Seele getan. Diese Programm ist eigentlich für jeden gedacht und auch für jeden zu machen, lediglich Nahrungsmittelallergiker und körperlich beeinträchtige Personen sollten sich diese Programm entsprechend mit ihrem Arzt umgestalten. Besonders gefallen mir auch die viele Tipps und Tricks, sowie die Hintergrundinfos, die alle transparent machen und verständlich. Hervorzuheben sind die vielen, also wirklich vielen Tabellen mit jeder Menge Nahrungsmittel und Getränken, die einem aufzeigen was worin und wie viel versteckt ist. Passend dazu gibt es immer eine Anstatt-Tabelle mit möglichen Dingen, die man eben anstatt benutzen / verwenden kann. Geschmackliche Einbußen habe ich übrigens nicht hinnehmen müssen.Tja - so viel von mir dazu. Falls ihr noch was wissen wollt, gebt Bescheid.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Verwandte Tags für Ich nehme ab / Deutsche Gesellschaft für Ernährung
|
|
16.01.2006 14:35
Das klingt toll, ich habe heute nämlich von meiner Ernährungsberaterin dieses Programm empfohlen bekommen. Evtl. habe ich die Chance in einen Gruppenkurs einzusteigen, der auf diesem Programm basiert. Dir noch viel Durchhaltevermögen. Ich hoffe ich komme auch mal dort hin. LG Antje
10.06.2005 12:31
Ein wirklich sehr schöner und ausführlicher Bericht. Die 35,-- Euro scheinen gut angelegt, wenn du schon zum 2. Mal damit arbeitest. Viel Glück und Durchhaltevermögen, LG smkatze
08.06.2005 23:55
super Tipp und klasse Bericht