Der arme Poet

5  19.05.2001 (04.11.2010)

Pro:
Ich liebe Gedichte, sie erfreuen mein Herz !

Kontra:
Es gibt nicht genug !

Empfehlenswert: Ja 

lafferlarry

Über sich: Danke für den Besuch! Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Gegenlesungen/Lesungen dau...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 229 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Da dies ja eine "freie Kategorie" ist und ich Lyrik und Gedichte jedweder Art liebe, erlaube ich mir nach vielen anderen Mietglieder auch, ein paar Verse zum Besten zu geben. Seid nicht allzu streng mit mir, denn wie viele "Poeten" arbeite ich hier ohnehin für "Gotteslohn".

Die beiden letzten Verse waren bereits schon kleiner Bestandteil älterer Berichte, die aber einige von Euch vielleicht nicht kennen und ich hoffe, Ciao verzeiht mir, wenn ich sie auf diese Weise dem einen oder anderen von Euch, der sie noch nicht kennt, zugänglich mache:


Besuch von oben

Mit Zorn sah einst der liebe Gott
herab auf unsern Alltagstrott.
Und dacht, Ihr habt wohl ganz vergessen
wie nackend einst ihr habt gesessen!
Im Paradies dort bei der Schlange
wart ihr mit Klauen schon zugange!

Ich schicke, dachte sich der Weise
getarnt, gar heimlich still und leise
nen Engel jetzt zu Euch hinab,
denn sonst sind bald die Köpfe ab!
Vorausgesetzt auf dem Gestirn,
hat überhaupt noch jemand Hirn!

So schwebte dann der erste Engel
hinunter auf nem Weidenstengel.
Und wurde, unten angekommen,
gleich unverzüglich festgenommen.
Denn ohne Flugschein geht das nicht,
so sagte man ihm vor Gericht!

Der Herr, er dreht sich um voll Grausen
und ließ Gewitter niedersausen.
Seither geht ihm, mein Freund verzeih,
die Menschheit schlicht am Arsch vorbei!
Und die Moral von der Geschicht,
So schlimm wie´s ist, es gibt sie nicht !


Freundschaft

In meiner Not hab ich ganz oft
Die Hilfe derer mir erhofft,
für die auch ich ein Freund gewesen -
Doch davon war ich schnell genesen !

Dem einen war der Weg zu weit;
der zweite hatte keine Zeit;
dem dritten war des Geldes bange;
der vierte mit der Braut zugange.

So stand ich auf den meisten Wegen
Letztendlich ganz allein im Regen.
Das war zuviel und ich beschloss
den Sprung von einem Dachgeschoss!

Und siehe da, die frohe Kunde
macht schon alsbald die große Runde:
Man sah herab mit Neid auf mich :
Er hat es endlich hinter sich !

Beim letzten Gang warn alle da,
von hüh und hott, von fern und nah !
Denn wer im Sarg liegt, dort inmitten,
kann schließlich schlecht um etwas bitten !


An meinen Schatz, als er krank war:

Verletzt

Jetzt bin ich wieder fort von Dir -
ganz einsam, traurig sitz ich hier!
Verletzt sind Deine Flügelein-
und ich kann nicht mal bei Dir sein!

Viel hast Du Dir nun vorgenommen-
und Deine Zeit wird auch noch kommen!
Dann hast du alles hinter dir -
und bist für immer nur bei mir!

Viel Kraft und Hoffnung brauchst du jetzt-
und bist du auch ganz schwer "verletzt":
Bei allem was da kommen mag -
mein Herz ist bei Dir jeden Tag!

Max und Moritz-
Der bisher verschollene achte Streich

Und nach Meister Müllers Mühle
flog sie weg im Hochgefühle
zu des Forschers Haus nach oben
wo die wilden Gene toben!

Ach du Schreck, das war ein Bangen,
ward die Ente eingefangen
mit dem Beil, man sollt´s nicht glauben
ließ sie sich die Sinne rauben

Rucki zucki mit Gezische
Auf dem Reagenzglastische
Professor Unheil rührt das Mehl
an zu einem zähen Gel

Ein paar Brocken eins zwei drei
von dem stinkend zähen Brei
schleudern in der Zetrifuge
rundherum in einem Zuge

Siehe da, wer hätt´s gedacht
Schon sind sie hervorgebracht
Max und Moritz diese Buben
Gibt es fortan auch in Tuben

Und die Moral vor der Geschicht`:
Iß nie Senf und lüge nicht!


Die Fliege

Sie lauert listig in der Ecke
Ein leises Summen von der Decke
Der Larry, erst mal aufgewacht
Ist wirklich furchtbar aufgebracht

Die Fliege lässt sich nicht beirren,
Beginnt im Raum umherzuschwirren
Und landet auf des Larry´s Nase
Der greift erbost zur Blumenvase

Die Fliege, weil Gefahr erkannt
sitzt wieder an der Stubenwand
Ein lautes Krachen, teure Scherben
Nichts kann die Laune Ihr verderben

Der Larry hin zum Küchenschrank
Ne Dose Spray - na Gott sei Dank
Ein Zischen jetzt den Raum erfüllt
Des Larry`s Lunge pfeift und brüllt

Das Flügeltier, erst richtig munter
kriecht an der Lampenleiste runter
Der Larry schwankt und schnappt nach Luft
Jetzt ist er nahe an der Gruft

Das Gift füllt stetig seine Lungen
Und mit dem Tode wird gerungen
Ein dumpfer Schlag, jetzt liegt er nieder
Ganz starr und steif sind seine Glieder

Die Fliege lustig und verschmitzt
Jetzt auf der Nasenspitze sitzt:
Sie summt vergnügt, ist bestens drauf
Wieso gab der denn so schnell auf?

Und die Moral von der Geschicht:
Jetzt ist er tot, die Fliege nicht!


Über meine Dichtkunst

Gar manchem wirklich schlechten Reim
geht der Leser auf den Leim
Und der Beweis für meine Thesen
ist, dass Sie gerade einen lesen!


.... Fortsetzung folgt!

Gruß
Laff


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ClaudiaL

ClaudiaL

19.02.2012 00:49

BH und LG! Claudia

joanbaez

joanbaez

18.02.2012 11:50

:-)). Klasse

nana75

nana75

05.12.2011 22:18

super gelungen :))

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