Ihre Kurzgeschichten 27

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Ihre Kurzgeschichten 27

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27 Minuten...

5  26.08.2008

Pro:
wie aus dem wahren Leben

Kontra:
alles reine Erfindung

Empfehlenswert: Ja 

wellspass

Über sich: Ich wünsche allen Lesern ein interessantes, erlebnisreiches neues Jahr. Und schaut mal bei www.famil...

Mitglied seit:05.03.2007

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Vertrauende:67

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... 139… "27 Minuten (Gem-)Einsamkeit"

- Ihre Kurzgeschichten 27 -

Eine (un-)erotische Geschichte

Vorwort


Ich hatte mir die Aufgabe gesetzt, mal eine Kurzgeschichte wie aus dem Leben zu schreiben. Und da die Rubrik "Ihre Kurzgeschichten 27" noch nicht belegt war, habe ich mir was mit dem Thema "27" ausgedacht. Und ich habe mir ein Limit von 27 Minuten für das Schreiben gesetzt. Na, das hat nicht ganz geklappt, ist doch etwas länger geworden. Das Thema sollte trivial sein, die Figuren fiktiv. Ich bin sehr gespannt, ob ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid…

Tod einer Liebe


06.09 Uhr. Sonntag-Morgen. Er erwachte durch ein penetrantes Summen. Es wurde immer lauter, näherte sich seinem rechten Ohr. Verschlafen schlug er danach. Eine Stechmücke. Er öffnete die Augen. Verpaßt. Er sah, wie sie hinter dem Schrank verschwand. Hämisch lächelnd sicherlich. Sie hatte gerade gefrühstückt. Bei ihm. Jetzt konnte sie warten. Zwei oder drei Nächte, vielleicht auch nur eine. Dann würde sie ihn wieder besuchen.

Er wollte wieder einschlafen, doch es ging nicht. Das Bett war zu warm, er wälzte sich hin und her. Sein schöner, erotischer Traum war weg. Er fand den Faden nicht mehr. Schade. In seinen Träumen erlebte er glückliche Tage. Jedenfalls hin und wieder. Er wollte das auskosten. Aber es funktionierte nicht. Die Sorgen des Alltags hatten ihn wieder. Er lag wach und schaute aus dem Fenster.

Draußen graute der Morgen. Die Bäume lagen still, kein Windhauch. Nur ein paar Astspitzen bewegten sich leicht. Ein Vogel kam herangeflogen. Eine Sekunde verharrte er vor dem Fenster, schaute herein. Flatterte wie ein Kolibri. Dann war er wieder weg. "Guten Morgen, Vogel", murmelte er. Der Himmel war noch grau, doch nach oben hin wurde er schon ein wenig blauer. Keine Wolke am Himmel. Heute sollte ein schöner Tag werden.

Er schlug die Decke auf und glitt aus dem Bett. Ein Blick ins Zimmer seiner Tochter. Sie schlief ganz friedlich, mit offenem Mund. Was für ein süßes Kind. So unschuldig. Sein Sonnenschein. Sein Ein und Alles. Das Beste, was er je zustande gebracht hatte. Der Grund, warum er lebte. Er zog die Bettdecke ein wenig höher, bedeckte das Mädchen. Dann schloss er das Fenster. Das Kind sollte sich ja nicht erkälten. Sicherlich würde es noch zwei Stunden schlafen wollen. Das durfte sie auch. Schließlich ging die Schule erst morgen los. Obgleich die Einschulung ja schon gestern war. Ihr letzter Ferientag, dann kam der Ernst des Lebens. Er wollte, er könnte mit ihr tauschen. Was würde er in seinem Leben alles anders machen…

06.33 Uhr. Ein Blick ins Schlafzimmer. Seine Frau schlief noch, schnarchte ganz leise. Ihr schlanker Körper zeichnete sich unter der dünnen Decke ab. Ein Fuß schaute vorwitzig heraus. Bekleidet mit einer dicken, hellen Wollsocke. Auch der Zipfel der ockerfarbenen Wärmflasche war zu sehen. Ach ja, sie fühlte sich ja nicht gut gestern Abend. Bauchschmerzen.

Der Tag war ganz harmonisch abgelaufen, nicht gerade typisch für die letzten Wochen. Nach dem Schul-Gottesdienst, der Kinder-Aufführung und der ersten Schulstunde hatten sie Besuch von den Freundinnen seiner Frau bekommen. Sie hatten gut gegessen und anschließend stundenlang geplaudert. Kein Streit, gelöste Atmosphäre. Und am Abend hatten sie sich zwei Episoden von "Ally McBeal" angeschaut. Das sahen sie beide gerne. Obwohl den Autoren in der vierten Staffel schon langsam der Stoff ausging. Irgendwie kam einem alles schon so bekannt vor. Immer die gleichen Stories von sexueller Belästigung und unerfüllter Liebe. Vielleicht lag es aber auch nur daran, daß sie alle Folgen schon mindestens fünf Mal gesehen hatten.

Schließlich hatten sie doch noch über ihre Ehe diskutiert. Eine Liste erstellt, wer welche Aufgaben erfüllen sollte. Vielleicht ganz gut so. Sie nahm ja nie wahr, was er alles tat. Stellte es so dar, als ob sie seine Haussklavin sei, die immer nur für ihn arbeitete. Wäsche waschen, staubsaugen, bügeln.

Bilder von Ihre Kurzgeschichten 27
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Admiral und Wespe...
Als ob er gar nichts tun würde. Er hörte schon gar nicht mehr zu, wenn sie den ganzen Tag über immer wieder stichelte.

Sagte er vielleicht etwas, wenn sie zehnmal am Tag zum Rauchen und Zeitung lesen in den Waschraum ging? Oder wenn sie ihre endlosen Sudoku-Rätsel löste? Er beschwerte sich auch nicht, wenn sie jeden Tag stundenlang mit ihren Freundinnen oder der Verwandtschaft telefonierte. Oder mit wem auch sonst noch. Und es war ihm auch egal geworden, daß sie vor dem Einschlafen immer noch einige Seiten ihrer Frauenbücher verschlang. Die pseudowitzigen Paperbacks stapelten sich schon in mehreren Haufen neben dem Bett.

Aber heute war Sonntag. Er hatte sie am Abend zuvor beiläufig gefragt, wann sie denn am liebsten Sex hätte. Schließlich gehörte das ja wohl zu einer Ehe dazu. Sie meinte, am liebsten sei es ihr am Wochenen-de, morgens. Wenn sie nicht so müde sei. "Aha", hatte er nur gesagt. Er hätte nie gedacht, daß Sex mal zu einer "ehelichen Pflicht" werden könnte. War es jetzt so?

Ihr Sexleben steckte in einer tiefen Krise, genau wie ihre Ehe. Schon seit ein paar Wochen hatten sie nicht mehr miteinander geschlafen. Ja, nicht einmal beieinander. Er zog sich abends in sein Arbeitszimmer zurück, sie blieb im Schlafzimmer. Eine solche Ehe wollte er nie führen. Aber so hatte er wenigstens nachts seine Ruhe. Sie mochte es sowieso nicht, beim Einschlafen angefaßt zu werden. Keine Löffelchen-Stellung. Kein Kuß. Kein liebes Wort. Wie lange war es her, daß sie ihn zuletzt gestreichelt oder gar massiert hatte? Oder von sich aus Liebe wollte? Er konnte sich nicht erinnern. Zärtlichkeit schien für sie ein Fremdwort geworden zu sein. So hatte er sich das nicht vorgestellt, als sie heirateten.

06.38 Uhr. Er ging ins Badezimmer. Eigentlich viel zu früh zum Aufstehen. Jedenfalls sonntags. Verschlafen schaute er in den Spiegel. Sah so ein glücklicher Mensch aus? Nein.

Dann ging er auf die Toilette, wie jeden Morgen. Hände waschen, Schlaf aus dem Gesicht reiben, Zähne putzen, rasieren. Kurz unter die Dusche. Eigentlich könnte er ja auch gemütlich baden. Aber vor dem Frühstück? Nein, er mußte ja erst mal Brötchen kaufen. Sonst wäre sie gleich wieder sauer. Obwohl - sie hatten ja noch Brot von gestern und er konnte ein paar tiefgeforene Brötchen aufbacken…

Er schaute nochmal zu seiner Tochter ins Zimmer. Die schlief immer noch ganz friedlich, ihren Schnee-Leoparden im Arm haltend, jetzt auf der Seite liegend. Bald würde sie aufwachen, spätestens in einer Stunde. Leise schlich er wieder aus dem Zimmer und schloß die Tür hinter sich.

06.54 Uhr. Seine Frau bewegte sich, als er wieder ins Schlafzimmer kam. Er war nackt, frisch geduscht, ein wenig erregt, aber noch nicht richtig. Sie drehte sich um und sah ihn an. Ihr Blick wanderte an ihm herab, verweilte nur kurz auf seinem Geschlecht.

"Willst Du wieder bei mir einziehen?" fragte sie matt.
"Vielleicht" entgegnete er leise.

Sie sagte nichts. Dann schloß sie die Augen wieder und drehte sich zur Seite.

Er war unentschlossen. Sollte er wieder gehen? Er merkte, daß sie nicht gerade lustvoll war. Eigentlich seltsam, nach mehreren Wochen ohne Sex. Brauchten Frauen eigentlich weniger Sex als Männer? Ein Arbeitskollege hatte mal behauptet, daß eine Frau nur so lange Spaß am Akt hatte, bis ihr Grundbedürfnis nach einem Kind gestillt war. Manchmal kam es ihm genau so vor. Und jetzt war gerade mal wieder manchmal.

Dennoch wagte er einen neuen Versuch. Vielleicht konnte er ihren Appetit ja wieder wecken. Die Zärtlichkeit war in der Ehe in den letzten Jahren immer zu kurz gekommen. Es konnte doch nicht sein, daß sie wirklich immer nur eine schnelle Nummer wollte, damit sie wieder ein paar Tage Ruhe hatte.

Jeder Mensch hatte doch ein Bedürfnis nach Nähe, Wärme, Harmonie, Streicheleinheiten. Jeder Mensch? Er jedenfalls. Oder war das nur Einbildung? Der Mann stammt ja vom Mars und die Frau von der Venus. Vielleicht waren Mann und Frau einfach zu verschieden, um sich zu verstehen. Die Motive für den Liebes-Akt mochten bei beiden ganz anderer Art sein. Aber jetzt war nicht der Zeitpunkt, darüber nachzudenken.

Er hatte einfach Lust, wie schon seit Tagen immer wieder. Im Moment gab es keinen Streit. Es war Sonntag-Morgen - also Wochenende. Keine Verpflichtungen, keine dringenden Termine. Das Kind schlief, die Gelegenheit war günstig. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Langsam näherte er sich dem Bett. Er zog ihr sanft die Decke von den Füßen weg, betrachtete ihre Beine. Sie waren ein wenig stoppelig, vielleicht ein paar Tage nicht mehr rasiert. Aber lang und verführerisch. Wenngleich die Wollsocken nicht gerade sehr erotisch wirkten.

Ihr String-Tanga schaute unter dem Nachthemd hervor. Sie schlief ja immer mit Nachthemd oder Pyjama, obwohl sie wußte, daß er das nicht mochte. Ebenso trug sie tagsüber immer einen BH, obwohl er auch das nicht leiden konnte. Es war ihr egal.

Er war nachts immer ganz nackt, sonst fühlte er sich nicht wohl. Und er mochte es, die nackte Haut seiner Partnerin zu spüren, wenn er zwischendurch mal aufwachte. Er wollte sie sehen, riechen, fühlen...

Behutsam stieg er ins Ehebett. Sie lag auf dem Rücken, hatte die Augen geschlossen. Er setzte sich rittlings auf ihre Beine, die er ein wenig zusammenschob. Dann begann er, ihre Socken auszuziehen. Die handgestrickten Wolldinger von waren nicht eben elastisch. Ein Geschenk ihrer Mutter. Es war schwer, sie zu entfernen. Sie bewegte sich jedoch nicht.

Er wußte, daß sie wach war. Langsam streichelte er ihre Beine. Von oben nach unten. Außen und innen. Es sollte sie eigentlich erregen, wenn er die Innenseiten ihrer Schenkel zart berührte. Es gab keine Reaktion. Jedenfalls nicht bei ihr. Bei ihm regte sich aber etwas. Dann benutzte er seine Zunge. Leicht, ganz leicht glitt sie über ihre Haut. Nicht zu feucht, nur ein wenig Kontakt. Bis zu den Füßen.

Lange hatte er ihre Füße nicht mehr massiert. Bestimmt ein Fehler, denn das mochte doch jede Frau. Dachte er jedenfalls bisher. Er bearbeitete zärtlich den Spann, die Oberseite, die Reflexzonen. Leicht fordernd, aber sanft. Zuerst den linken Fuß, dann den rechten, dann beide gleichzeitig. Keine Reaktion.

Dann leckte er ihr die Füße. Seine Zunge spielte mit den Zehen, mit den Fußsohlen. Das macht man nicht bei jeder Frau. Füße oder Po leckt man nur, wenn man sich ganz stark vertraut, lange kennt, wenn man sich liebt. Vielleicht sind das die intimsten Zonen eines Menschen.

Er leckte sie leidenschaftlich. Dabei schmiegte er sich an ihre Beine, drückte sie mit seinen Schenkeln ganz eng zusammen. Sie mußte seine Erregung deutlich spüren, denn er rieb sanft an ihrem Schoß. Sein Po befand sich in ihrer Reichweite, doch es kam keine Berührung. Sie lag steif wie ein Brett, ließ seine Liebkosungen teilnahmslos über sich ergehen.

Schließlich gab er auf, legte sich neben sie. Sie drehte sich zu ihm um und murmelte: "Muß das sein? Um sieben Uhr morgens?". Dann schob sie die Decke zur Seite und stand auf. Sie ging auf die Toilette.

Seine Stimmung war dahin. Sollte so sein zukünftiges Leben aussehen? Die ehelichen Pflichten wirklich nur eine Pflicht? Eine lästige Sache, die man möglichst selten und dann schnell hinter sich bringen sollte? Eine Viertelstunde im Monat? Kurz und schmerzlos sozusagen? Und vielleicht nicht mal das?

Nein, das konnte er nicht glauben. Schließlich war das doch einer der Haupt-Gründe, warum man geheiratet hatte. Man wollte den geliebten Partner doch immer um sich haben, seine Nähe und Zuneigung spüren. Und natürlich wilden, zügellosen, tief befriedigenden Sex haben. Möglichst jede Nacht und auch bei den erotischen Begegnungen tagsüber.

Die Hand auf den Schenkeln beim Autofahren, die "zufällige" Berührung ihrer wippenden Brüste im Badezimmer, der Quicky in der Garage. Sex auf dem Küchentisch oder beim Kochen, die Erotik beim Anprobieren eines neuen Slips im Kaufhaus, der liebevolle Ausklang eines Picknicks im Grünen, das Fummeln im Kino, der erotische Spaziergang. All das und noch viel mehr gehörte doch zu einer funktionierenden Beziehung dazu - und natürlich auch zur Ehe.

Oder stimmte doch der Ausspruch seiner Frau am Hochzeitstag: "Jetzt hast Du 40 Jahre lang Deinen Spaß gehabt. Ab sofort bist Du verheiratet."? Nein, das war bestimmt ein Scherz gewesen. Das mußte einfach ein Scherz gewesen sein.

Sie kam wieder ins Bett, bedeckte sich. Er lag nackt neben ihr, unbedeckt. Es fiel kein Wort.

Ein letzter Versuch. Seine Hand wanderte unter ihre Decke. Sie sagte nichts, bewegte sich nicht. Lag einfach nur still da. Sie hatte das Nachthemd noch immer an. Er schob den dünnen, rosafarbenen Stoff ein wenig hoch, streifte wie zufällig ihre Hüften. Auch den schwarzen String hatte sie nicht ausgezogen. Ein sicheres Zeichen dafür, daß sie keine Lust hatte. Oder wollte sie den Tanga vielleicht beim Sex anbehalten? Das hatten sie schon lange nicht mehr gemacht.

Seine Hand schob sich unter ihrem Nachthemd nach oben. Er streichelte ihren flachen Bauch. Sie hatte immer noch eine tolle Figur, trotz des Kindes. Einfach eine Freude, sie anzufassen. Fast wie ein Model, mit schlanker Taille und verlockenden Brüsten. Klar, sie war keine zwanzig mehr. Auch die Schwangerschaft hatte ein paar kleine Spuren hinterlassen. Aber er war ja auch nicht jünger oder schöner geworden. Er liebte sie und er begehrte sie. Und sie liebte ihn, trotz all seiner Fehler und obwohl er viel älter war als sie. Glaubte er jedenfalls. Sie waren sich vertraut, sie waren sich sicher. Oder? Schließlich trugen sie die gleichen Ringe. Sie hatten es versprochen. Hieß es nicht: "Bis daß der Tod uns scheide?"

Seine Hände umspielten ihre Scham, ohne sie zu berühren. Er wollte sie heiß machen. Sie von oben bis unten liebkosen, aber ohne sie an den Brüsten oder zwischen den Beinen zu berühren. Er wollte, daß sie ganz feucht wurde, daß sie schwitzte, daß sie zitterte, darum bettelte, daß er sie endlich nahm. Doch sie blieb kalt, ganz kalt. "You´re as cold as ice…" kam ihm in den Sinn.

Seine Hände wanderten nach oben, wollten den üppigen Busen umspielen, die weichen Rundungen am Rande sanft berühren, ohne ihn wirklich anzufassen. Die Brustwarzen sollten sich ihm erwartungsvoll entgegen recken, die Berührung durch Hände und Zunge verlangen. Doch ihre Hände waren über der Brust verschränkt. Sie wollte ihm keinen Zugang gewähren. Sie bewegte sich nicht. Ihr Atem war flach, keine Bewegung, sie lag wie erstarrt. War ihr seine Berührung unangenehm? Wollte sie einfach nur ihre Ruhe haben? Nach Wochen ohne Sex?

Er zog seine Hand zurück und sah sie an. Sie starrte an die Decke. Dann meinte sie: "Hast Du das Kinderbett schon inseriert?"
"Nein" sagte er. "Bin noch nicht dazu gekommen".

Das war´s. Er drehte sich auf den Rücken. Seine Stimmung war endgültig zerstört. Wie so oft schon. Irgendwie schaffte sie es immer wieder, ihm mit einem einzigen Satz den Morgen zu verderben, einen schönen Tag zu zerstören. Kein "Guten Morgen, Liebling. Hast Du gut geschlafen?" sondern vielleicht "Ist das Frühstück noch nicht fertig" oder "Du hast wieder vergessen, Wurst zu kaufen" oder "Gestern hast Du Deine Socken nicht weggeräumt." Ja, dafür ist man verheiratet. Man kann sich allerlei nette Dinge sagen und bleibt dennoch zusammen. Einfach eine Freude.

Ein paar Minuten blieb er noch liegen. Starrte auf die Zeichnung, die seine Tochter für Mama gemacht hatte. Ein lachendes Gesicht. Einfache Striche, aber für ihn ein Kunstwerk. Seine Frau hatte es an die Schräge neben dem Bett gepinnt. Seine Tochter, sein Sonnenschein. Vielleicht das einzige, was sie noch verband. Draußen krächzte eine Krähe.

07.21 Uhr. Er stand auf und ging in sein Zimmer. 27 Minuten Einsamkeit…

Nachwort


Wie gesagt, eine fiktive Story. Ist sie es wert, vielleicht später mal in einen Roman eingebaut zu werden? Fotos gibt es dazu natürlich nicht, ist ja nur eine erfundene Geschichte. Aber damit es nicht zu langweilig wird, habe ich doch noch ein paar Pics hinzugefügt, die mit der Geschichte aber nichts zu tun haben. Ich bin wirklich auf eure ehrlichen Kommentare gespannt. Und nein, ich brauche keine Eheberatung oder einen Therapeuten!

© by wellSPAss im August 2008

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ytraveller

ytraveller

08.10.2008 13:39

Mir fehlt für fiktive Texte leider die Fantasie. Ich muss aber auch feststellen, dass diese Geschichte deiner neusten ziemlich ähnelt. LG, Stephan

LoloMay

LoloMay

16.09.2008 20:04

Hier ist Dein bh!! Übrigens finde ich Dein Kontra komisch. Eigentlich ist es doch gut, dass es nur Fiktion ist.

LoloMay

LoloMay

15.09.2008 02:06

Ein klein bisschen Kritik, bevor ich zum Lob kommen. :) Der Anfang war ein ganz klein bisschen mühsam. Ich mag es, wenn manche Sätze kurz sind und eingestreut werden. Das hat immer (oder eben hier in Deinem Fall) was sarkastisches und wirkt auflockernd. Aber am Anfang von Deinem Text kamen zu viele kurze Sätze hintereinander. Das las sich etwas holprig und ich habe mich gefreut, als Du dann davon ab bist. Die Geschichte ist furchtbar traurig. Deine erotischen Ausführungen haben mir richtig gut gefallen. Man möchte die Frau nehmen und sie schütteln!! Mir wurde ja schon beim Lesen heiss... *lach* Bewertung muss ich wieder mal nachreichen. :)

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