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Buchdaten
Titel: Ilona
Autor: Hans Habe
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: Damals 4,80DM, heute gebraucht ab 3,01€
ISBN: 340400051x
Seitenzahl: 476
Alter: 16
Jahr: 1973
Rubrik: Frauenschicksal über drei Generationen
Art: Taschenbuch
Autor
Hans Habe, eigentl. János Békessy (* 12. ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von CyberQueeny über Ilona / Hans Habe 30.09.2009
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
durchschnittlich
Spannung
wenig spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
inhalt total gut
Kontra:
zu schnell oder zu langatmig erzählt
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Zu vergleichen mit „Vom Winde verweht“
Hallo lieber Leser, liebe Leserin.
ALLGEMEINES
Kaufgrund
Da ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, habe ich mir mal ein Überraschungsbuchpaket bei Ebay ersteigert, um auch mal etwas zu lesen, was ich sonst nie in die Finger bekommen hätte. Darunter war auch dieses Exemplar.
Buchdaten
Titel: Ilona Autor: Hans Habe Verlag: Bastei Lübbe Preis: Damals 4,80DM, heute gebraucht ab 3,01€ ISBN: 340400051x Seitenzahl: 476 Alter: 16 Jahr: 1973 Rubrik: Frauenschicksal über drei Generationen Art: Taschenbuch
Autor
Hans Habe, eigentl. János Békessy (* 12. Februar 1911 in Budapest; † 29. September 1977 in Locarno), war ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor jüdischer Herkunft. Als Schriftsteller benutzte er die Pseudonyme Antonio Corte, Frank Richard, Frederick Gert, John Richler und Hans Wolfgang.
NACH DEM LESEN
Inhaltsangabe
Wir befinden uns im Jahre 1886 als Ilona zur Welt kommt. Bei ihrer Geburt stirbt ihre Mutter und Ilona wächst mit ihren beiden Schwestern, ihrem Bruder und dem Vater, der Stationsvorsteher eines Bahnhofs ist, auf. Als sie 17 Jahre alt wird, bietet ihre Tante ihr an, eine Schneiderlehre in Budapest zu machen. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass sie statt einer Schneiderei ein Bordell betreibt. Ilona soll dort nicht ihren Körper verkaufen, sondern einfach nur ein anderes, reicheres Leben kennen lernen, da ihre Tante ihr alles bezahlt. Bis sie eines Tages einen Mann aus ihrem Dorf wieder trifft und beide eine Nacht mit einander verbringen. Sie wird seine Geliebte und bald darauf schwanger. Er, ein Soldat und aus reichem Hause, kriegt weder die Erlaubnis seiner Vorgesetzten, noch seines Vaters, um sie zu heiraten. Um nicht in Schande leben zu müssen, heiratet sie einen völlig fremden Mann.
Leseprobe
Seite 89: Natürlich, sie würde den Baron Rattowitz heiraten. Sie würde nichts ins Wasser gehen, wie die Dienstboten; sie würde nicht mit Zoltan in Provinzhotels absteigen. Ihrem Vater würde sie endlich die Wahrheit sagen. Es war alles natürlich. Es war von der Natur so gewollt. Dankbar, beinahe liebevoll sah sie den Fürsten an. Natürlich, sie würde seine Geliebte werden. Man trug die Bürde der eigenen Stärke keinen Tag länger als bis ein Mann kam, der sie einem abnahm. Man kämpfte nicht gegen die Wogen, die einen trugen.
Meine Meinung
Als ich das Buch aus den Karton genommen habe, dachte ich, dass es ein sicher interessante Buch werden könnte, da auf der Rückseite der Vergleich mit „Vom Winde verweht“ gezogen wurde, und das Buch einfach genial ist.Der Einstieg ist zwar sehr leicht, da man mit Ilonas Geburt ins Buch einsteigt, aber die nächsten Jahre sind in einem komischen Zeitraffer. In einem Absatz gehen Jahre dahin und ehe man sich versieht ist sie 17 Jahre alt. Dazu kommt, das in jedem Kapitel etwas Neues passiert und im Grunde gibt es alle zwei bis drei Seiten ein neues Kapitel. Gerade die ersten 50 Seiten fand ich es daher schwerer zu folgen und die Sprache und Namen fand ich auch etwas Schwierig. Ist man dann aber erstmal in ihrem Leben, dann ist es doch recht interessant, da es immer neue Wegen einschlägt. Trotzdem ist es immer so beschrieben, dass man gut und gerne immer nur einen Teil des Kapitels lesen möchte und den anderen Teil überspringen, da vieles auch einfach langatmig erscheint. Für mich hätte die Geschichte auch deutlich kürzer sein können. Am Anfang war einfach ein zu schneller Zeitraffer und später einfach alles zu ausführlich, da hätte man ein besseres Mittelmaß finden können.
Gelesen habe ich das Buch in drei Tagen, da man sich schon etwas Zeit nehmen sollte, um auch nicht etwas Wichtiges aus Ilonas Leben oder ihrer Töchter zu verpassen. Da die Kapitel sehr kurz sind, kann man das Buch auch gut unterwegs lesen. Da hätte ich aber deutlich mehr Zeit benötigt, da man sich dort nicht ausreichend konzentrieren kann, wie ich fände.
Vom Alter her denke ich, dass das Buch eher für Personen ab 16 Jahren geeignet ist, da sie zwar nichts brutales oder sexuell schlimmes lesen würden, aber um das ganze Schicksal verstehen zu können, muss man schon etwas Reifer sein.
Empfehlen kann ich das Buch jedem Leser, der gerne Frauenschicksalsbücher liest, den Autoren mag oder etwas ähnliches wie „Vom Winde verweht“ sucht.
Bewertung
Von mir erhält das Buch vier Sterne, da ich es an manchen Stellen doch recht langatmig und an anderen Stellen zu gerafft fand. Vom Inhalt aber sehr schön. Pro: Inhalt total gut Contra: entweder zu schnell oder zu lang erzählt